Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663969 mal)

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« Antwort #5328 am: 06. Juni 2017, 20:03:01 »
Meine Herde, Meine wahren Propheten werden durch die Botschafter Meines Widersachers angegriffen, kritisiert, geschmäht und auf öffentlichen Plätzen ausgestellt werden!

29. Mai 2017, 13.05 Uhr – Dringender Aufruf von Jesus dem Guten Hirten an Seine Herde.

Friede sei mit euch, Schafe Meiner Herde.

Schafe Meiner Herde, es kommen Tage der spirituellen Dunkelheit, wo sich die Menschheit beklagen wird, weil sie nicht auf Mich hat hören wollen. Wenn Mein Heiliger Geist sich wegen der großen Abscheulichkeit von der Erde entfernt, wird diese undankbare und sündhafte Generation in ihrer Seele den Schmerz fühlen, den Mein Weggang verursacht. Sie werden laut nach Meiner Gegenwart schreien, sie werden sich an die Brust schlagen wenn sie die Dunkelheit in ihrer Seele fühlen, aber es wird für sie dann viel zu spät sein; nur Meine Schafe werden in jenen Tagen Frieden, Hoffnung und Trost finden; denn diese wissen, dass Ich im Tabernakel Meiner Mutter bin. Das Beten des Heiligen Rosenkranzes wird der Kompass sein, der sie führen wird um zu Mir zu kommen. In jenen Tagen der spirituellen Dunkelheit muss Meine Herde den Rosenkranz in jedem Augenblick beten, damit sie im Glauben standhaft bleibt und kein böser Geist ihr Schaden zufügen kann. Ich sage euch dies, denn die Mächte des Bösen werden die Erde in Besitz nehmen und versuchen Meine Herde auseinander zu treiben um sie verloren gehen zu lassen. Lernt die geistige Kommunion auswendig und macht sie am Morgen, am Mittag und in der Nacht, damit sie euch dazu dient geistig zu überstehen und euch von den Angriffen des Bösen befreit.

Vergesst nicht, immer und in jedem Augenblick eure spirituelle Rüstung zu tragen, denn die Tage des Kampfes sind da. Dass Mir kein Schaf Meiner Herde verloren gehe, weil es die Rüstung nicht trägt; Ich komme seit langer Zeit um das Gleiche zu wiederholen, damit ihr nicht sagt ihr wäret nicht gewarnt worden! Beachtet deshalb Meine Instruktionen, denn die Zeit der Finsternis ist gekommen; seid Meinen Aufrufen nicht ungehorsam; beachtet, das was auf dem Spiel steht ist euer Leben. Von eurem Gehorsam hängt es morgen ab ob ihr lebt oder tot seid in Ewigkeit.

Meine Herde, Ich habe einen dringenden Aufruf an euch, seid vorsichtig, denn die Botschafter Meines Widersachers geben Botschaften, getarnt als wären sie göttlich. Seid vorsichtig, dass ihr nicht auf diese Täuschung hereinfallt, Schafe Meiner Herde; weder lest noch hört solche Botschaften; denkt daran sie sind vom Geist des Bösen eingeflößt, voller Täuschung und mit unterschwelligen Botschaften die machen, dass jene die darauf hören sich in den falschen Christus verlieben! Ihr Meine Herde, kennt Meine Propheten und wisst, dass Ich durch sie spreche. Sie haben euch bereits lange Zeit in Meinem Wort geschult. Ich sage euch dies, damit ihr aufmerksam und vorbereitet seid und nicht auf diese Täuschung hereinfallt.

Meine Herde, Meine wahren Propheten werden durch die Botschafter Meines Widersachers angegriffen, kritisiert, geschmäht und auf öffentlichen Plätzen ausgestellt werden! Ich kündige euch dies an bevor es geschieht, damit ihr diesen Angriffen keine Beachtung schenkt, denn es wird gemacht um Meine Herde zu spalten, um Verwirrung und Zweifel hervorzurufen. Ihr seid jetzt informiert, Herde Mein, betet für Meine Propheten und stellt ihnen eure ganze Unterstützung zur Verfügung, damit sie euch auch weiterhin Mein Wort bekanntgeben können.

Meinen Frieden lasse Ich euch, Meinen Frieden gebe Ich euch. Bereut und bekehrt euch, denn das Reich Gottes ist nahe. Euer Meister, Jesus der Gute Hirte.

Meine Schafe, macht Meine Botschaften der ganzen Menschheit bekannt.

(Enoch)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #5329 am: 07. Juni 2017, 05:48:23 »
Hl. Anselm (1033-1109), Mönch, Bischof und Kirchenlehrer

Die Auferstehung: Fülle des Lebens

Warum verlierst du dich so weit auf der Suche nach leiblichen und seelischen Gütern? Liebe den einzigen Guten, der alle Güter beinhaltet; das genügt [...] Dort oben findet sich alles, was man lieben und ersehnen kann.

Liebst du die Schönheit? „Die Gerechten werden wie die Sonne leuchten.“ Oder etwa die Beweglichkeit oder die Kraft eines freien und von jeglichen Beschränkungen befreiten Körpers? „Sie werden wie die Engel Gottes sein“ (vgl. Mt 22,30) [...] oder etwa ein langes und unversehrtes Leben? Dort oben erwartet dich ewiges Heil-Sein: „Die Gerechten aber leben in Ewigkeit“ (Weish 5,15) [...] Verlangst du, gesättigt zu werden? Das wirst du werden, wenn Gott dir in der Herrlichkeit sein Angesicht zeigen wird (vgl. Ps 17(16),15); oder [...] gelabt zu werden? „sie laben sich am Reichtum deines Hauses“ (Ps 36(35),9). Ist es lieblicher Gesang, nach dem du verlangst? Dort oben singen die himmlischen Heerscharen ohne Unterlass den Lobpreis Gottes. Suchst du lautere Wonnen? Gott wird dich mit dem Strom seiner Wonnen tränken (vgl. Ps 36(35),9). Begehrst du Weisheit? Die Weisheit Gottes selber wird sich offenbaren. Freundschaft? Sie werden Gott mehr lieben als sich selbst, sie werden einander lieben, wie sie sich selbst lieben, und Gott wird sie mehr lieben, als sie jemals zu lieben im Stande sein werden [...] Schätzt du die Eintracht? Sie werden alle eines Willens sein, denn sie werden keinen anderen, als Gottes Willen tun [...] Anerkennung und Reichtum? Gott wird seinen tüchtigen und treuen Dienern eine große Aufgabe übertragen (vgl. Mt 25,21); mehr noch: „sie werden Söhne Gottes genannt werden“ (Mt 5,9) und sie werden es wirklich sein, denn dort, wo der Sohn ist, da werden auch „die Erben Gottes und die Miterben Christi“ sein (vgl. Röm 8,17).

Proslogion, 25−26
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« Antwort #5330 am: 07. Juni 2017, 05:50:40 »
Hl. Deochar, Einsiedler, Klostergründer, Abt in Herrieden

† um 832

Deochar war Einsiedler in Hasareoda, dem heutigen Herrieden bei Ansbach, und gründete dort 795 ein Benediktinerkloster, dessen Abt er wurde. Seit 802 Königsbote, war er 819 an der Übertragung der Gebeine des Bonifatius nach Fulda beteiligt. Er nahm 829 an der Synode von Mainz teil.

Seine letzte Ruhestätte erhielt Deochar in einem Schrein in der Stiftskirche St. Vitus und Deokar; ein Teil seiner Reliquien wurde 1316 in die nach ihm benannte Kapelle in St. Lorenz nach Nürnberg übertragen, 1845 kamen sie nach Eichstätt.
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« Antwort #5331 am: 07. Juni 2017, 06:01:26 »
Sel. Maria-Thérèse Soubiran, Ordensgründerin

* 16. Mai 1834 in Castelnaudary im Département Aude in Frankreich
† 7. Juni 1889 in Paris in Frankreich

Im Alter von 14 Jahren gelobte Maria Theresia ewige Jungfräulichkeit, im Alter von 21 Jahren gründete sie in Castelnaudary eine Frauengemeinschft zum klösterlichen Leben, aus der die "Société de Marie Auxiliatrice", die "Gemeinschaft der immerwährend helfenden Maria" wuchs, die sich der Betreuung gefährdeter Mädchen widmete. 1868 wurde die Kongregation vom Papst anerkannt, Maria Theresia wurde die erste Generaloberin.

1873 musste Maria Theresia aufgrund von Verleumdungen vom Leitungsamt zurücktreten und schloss sich einer Schwesternschaft in Paris an, wo sie enttäuscht bis zum Tod lebte.
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« Antwort #5332 am: 07. Juni 2017, 06:04:48 »
Buch Tobias 3,1-11a.16-17a.

In jenen Tagen wurde ich traurig und begann zu weinen. In meinem Schmerz betete ich:
Herr, du bist gerecht, alle deine Wege und Taten zeugen von deiner Barmherzigkeit und Wahrheit; wahr und gerecht ist dein Gericht in Ewigkeit.
Denk an mich und blick auf mich herab! Straf mich nicht für die Sünden und Fehler, die ich und meine Väter dir gegenüber begangen haben.
Sie haben nicht auf deine Gebote gehört. Darum hast du uns der Plünderung, der Gefangenschaft und dem Tod preisgegeben; bei allen Völkern, unter die wir zerstreut worden sind, hast du uns zum Gespött gemacht.
Auch jetzt treffen mich zu Recht deine harten Strafen, die du über mich kommen lässt wegen meiner und meiner Väter Sünden. Denn wir haben deine Gebote nicht gehalten und haben den Weg deiner Wahrheit verlassen.
Tu also mit mir, was dir gefällt. Lass meinen Geist von mir scheiden; lass mich sterben und zu Staub werden! Es ist besser für mich, tot zu sein als zu leben. Denn ungerechte Vorwürfe musste ich anhören und ich bin sehr betrübt. Lass mich jetzt aus meiner Not zur ewigen Ruhestatt gelangen! Wende deine Augen nicht von mir ab!
Am gleichen Tag geschah es, dass in Ekbatana in Medien Sara, die Tochter Raguëls, von den Mägden ihres Vaters ebenfalls beschimpft wurde.
Sie war mit sieben Männern verheiratet gewesen; doch der böse Dämon Aschmodai hatte sie alle getötet, bevor sie mit ihr geschlafen hatten. Die Mägde sagten zu ihr: Begreifst du denn nicht, dass du deine eigenen Männer erwürgst? Sieben hast du gehabt, doch kein einziger ist dir geblieben.
Mit welchem Recht also behandelst du uns so hart? Wenn sie schon sterben mussten, dann verschwinde du doch mit ihnen! Hoffentlich bekommen wir nie einen Sohn oder eine Tochter von dir zu sehen.
Als Sara das hörte, wurde sie so traurig, dass sie sich erhängen wollte. Aber sie dachte: Ich bin die einzige Tochter meines Vaters. Wenn ich das täte, wäre es eine große Schande für ihn und ich wäre schuld daran, dass der alte Mann vor Kummer ins Grab sinkt.
Darum trat sie ans Fenster und betete: Gepriesen seist du, Herr, mein Gott. Gepriesen sei dein heiliger und ehrwürdiger Name in Ewigkeit.
Das Gebet beider, Tobits und Saras, fand Gehör bei der Majestät des großen Rafael.
Er wurde gesandt, um beide zu heilen: um Tobit von den weißen Flecken auf seinen Augen zu befreien und um Sara, die Tochter Raguëls, mit Tobits Sohn Tobias zu vermählen und den bösen Dämon Aschmodai zu fesseln. Denn Tobias sollte Sara zur Frau haben.

Psalm 25(24),1-2.3-4.5-6.8-9.

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele.
Mein Gott, auf dich vertraue ich.
Lass mich nicht scheitern,
lass meine Feinde nicht triumphieren!

Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden;
zuschanden wird, wer dir schnöde die Treue bricht.
Zeige mir, Herr, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!

Führe mich in deiner Treue und lehre mich;
denn du bist der Gott meines Heiles.
Auf dich hoffe ich allezeit.
Denk an dein Erbarmen, Herr,
und an die Taten deiner Huld;
denn sie bestehen seit Ewigkeit.

Gut und gerecht ist der Herr,
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.
Die Demütigen leitet er nach seinem Recht,
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 12,18-27.

In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die behaupten, es gebe keine Auferstehung, zu Jesus und fragten ihn:
Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, aber kein Kind, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.
Es lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, und als er starb, hinterließ er keine Nachkommen.
Da nahm sie der zweite; auch er starb, ohne Nachkommen zu hinterlassen, und ebenso der dritte.
Keiner der sieben hatte Nachkommen. Als letzte von allen starb die Frau.
Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.
Jesus sagte zu ihnen: Ihr irrt euch, ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes.
Wenn nämlich die Menschen von den Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten, sondern sie werden sein wie die Engel im Himmel.
Dass aber die Toten auferstehen, habt ihr das nicht im Buch des Mose gelesen, in der Geschichte vom Dornbusch, in der Gott zu Mose spricht: Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs?
Er ist doch nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden. Ihr irrt euch sehr.
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« Antwort #5333 am: 08. Juni 2017, 06:49:39 »
Sel. Maria Gräfin von Droste, Oberin, Mystikerin

* 8. September 1863 in Münster
† 8. Juni 1899 in Porto in Portugal

Mit 25 Jahren trat Maria mit dem Ordensnamen Maria vom göttlichen Herzen Jesu in den Orden der Schwestern vom Guten Hirten ein, 1894 wurde sie Oberin in Porto. Aufgrund einer Rückenkrankheit schon bald ans Bett gefesselt, erfüllte sie dennoch ihre Pflichten. Immer häufiger wurden ihr Visionen zuteil, so der Wunsch, die ganze Welt dem Herzen Jesu zu weihen; dies übermittelte sie Papst Leo XIII., der mit seiner Enzyklika Annum sacrum zum Heiligen Jahr 1900 dem Anliegen entsprach und das Hochfest Heiligstes Herz Jesu auf den 11. Juni 1899 festsetzte. Als Maria starb, begann in der an ihr Zimmer anstoßenden Kapelle - sie hatte ein kleines Fenster, durch das sie von ihrem Krankenlager zum Tabernakel sehen konnte - gerade die erste Vesper am Vorabend der dreitägigen Feierlichkeiten.
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« Antwort #5334 am: 08. Juni 2017, 06:55:04 »
Buch Tobit 6,10-11.7,1.9-17.8,4-9a.

In jenen Tagen als sie in der Nähe der Stadt Ekbatana waren,
sagte der Engel zu dem jungen Tobias: Bruder, heute werden wir bei Raguël übernachten. Es ist ein Verwandter von dir. Er hat nur ein einziges Kind, eine Tochter namens Sara.
Als sie in Ekbatana beim Haus Raguëls angelangt waren, kam ihnen Sara entgegen und hieß sie willkommen. Sie erwiderten ihren Gruß und Sara führte sie ins Haus.
Da bat Tobias den Rafael: Asarja, mein Bruder, bring doch zur Sprache, worüber du unterwegs mit mir geredet hast, damit die Sache zu einem glücklichen Ende kommt.
Rafael teilte Raguël alles mit. Darauf sagte Raguël zu Tobias: Iss und trink und lass es dir gut gehen! Du hast einen Anspruch darauf, mein Kind zu heiraten. Ich muss dir aber die Wahrheit sagen:
Ich habe meine Tochter schon sieben Männern zur Frau gegeben; doch jeder, der zu ihr ins Brautgemach ging, ist noch in derselben Nacht gestorben. Aber lass es dir jetzt trotzdem gut gehen!
Tobias erwiderte: Ich will nichts essen, ehe ihr sie mir nicht feierlich zur Frau gegeben habt. Da sagte Raguël: Du sollst sie bekommen, sie ist von jetzt an nach Recht und Gesetz deine Frau. Du bist mit ihr verwandt; sie gehört dir. Der barmherzige Gott schenke euch viel Glück.
Und er ließ seine Tochter Sara rufen, nahm sie bei der Hand und gab sie Tobias zur Frau; er sagte: Hier, sie ist dein nach dem Gesetz des Mose. Führ sie zu deinem Vater! Und er segnete sie.
Dann rief er seine Frau Edna herbei, nahm ein Blatt Papier, schrieb den Ehevertrag und man setzte das Siegel darunter. Darauf begannen sie mit dem Mahl.
Raguël rief seine Frau Edna und sagte zu ihr: Schwester, richte das andere Zimmer her und führ Sara hinein.
Sie tat, was er sagte, und führte sie hinein. Sara aber begann zu weinen. Ihre Mutter trocknete ihr die Tränen und tröstete sie:
Hab Vertrauen, mein Kind! Nach so viel Leid schenke dir der Herr des Himmels und der Erde endlich Freude. Hab nur Vertrauen, meine Tochter!
Als Tobias und Sara in der Kammer allein waren, erhob sich Tobias vom Lager und sagte: Steh auf, Schwester, wir wollen beten, damit der Herr Erbarmen mit uns hat.
Und er begann zu beten: Sei gepriesen, Gott unserer Väter; gepriesen sei dein heiliger und ruhmreicher Name in alle Ewigkeit. Die Himmel und alle deine Geschöpfe müssen dich preisen.
Du hast Adam erschaffen und hast ihm Eva zur Frau gegeben, damit sie ihm hilft und ihn ergänzt. Von ihnen stammen alle Menschen ab. Du sagtest: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist; wir wollen für ihn einen Menschen machen, der ihm hilft und zu ihm passt.
Darum, Herr, nehme ich diese meine Schwester auch nicht aus reiner Lust zur Frau, sondern aus wahrer Liebe. Hab Erbarmen mit mir und lass mich gemeinsam mit ihr ein hohes Alter erreichen!
Und Sara sagte zusammen mit ihm: Amen.
Und beide schliefen die Nacht über miteinander.

Psalm 128(127),1-2.3.4-5.

Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt
und der auf seinen Wegen geht!
Was deine Hände erwarben, kannst du genießen;
wohl dir, es wird dir gut ergehn.

Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau
drinnen in deinem Haus.
Wie junge Ölbäume sind deine Kinder
rings um deinen Tisch.

So wird der Mann gesegnet,
der den Herrn fürchtet und ehrt.
Es segne dich der Herr vom Zion her.
Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 12,28b-34.

In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.
« Letzte Änderung: 08. Juni 2017, 06:55:35 von Tina 13 »
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« Antwort #5335 am: 08. Juni 2017, 07:04:03 »
Hl. Johannes vom Kreuz (1542-1591), Karmelit, Kirchenlehrer

„Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen [...] und all deiner Kraft“

Die Stärke der Seele liegt in ihren Kräften, in ihren Leidenschaften und Fähigkeiten. Wenn der Wille sie auf Gott hin ausrichtet und sie fernhält von allem, was nicht Gott ist, bewahrt die Seele ihre ganze Kraft für Gott, liebt sie ihn wirklich mit ihrer ganzen Kraft, wie der Herr selbst es befiehlt.

Sich selbst in Gott zu suchen bedeutet, die Zärtlichkeiten und Tröstungen Gottes zu suchen – und das hat nichts mit der reinen Gottesliebe zu tun! Es ist ein großes Übel, mehr die Wohltaten Gottes, als ihn selbst, das Gebet und die Abtötung im Blick zu haben.

Viele suchen in Gott das, was sie tröstet und ihren Neigungen entgegenkommt; ihr Wunsch ist es, dass Gott sie mit seinen Gnaden und Gaben überschüttet. Die Zahl derer aber ist klein, die von ihrem eigenen Vorteil absehen, die ihm gefallen und ihm etwas geben wollen, was sie etwas kostet. Nur wenige geistige Menschen – wenige selbst unter denen, von denen man glaubt, sie seien auf dem Pfad der Tugend weit fortgeschritten – sind zu einer vollkommenen Entscheidung für das Gute gelangt. Sie schaffen es nie, ganz und in jeder Hinsicht dem Geist der Welt oder der Natur zu entsagen oder unempfindlich zu sein gegenüber dem, was man über sie sagt und denkt – wenn es darum geht, aus Liebe zu Christus Werke der Vollkommenheit und Abtötung zu vollbringen [...]

Wer nur Gott allein ersehnt, der geht nicht durch die Finsternis, mag er sich auch noch so arm und ohne Licht vorkommen [...]
Die Seele, deren Aufmerksamkeit und Sorge, inmitten von Trockenheit und Verlassenheit, stets dem Dienst an Gott gilt, mag Kummer haben und Angst, sie brächte nichts zustande: in Wirklichkeit bringt sie Gott ein Opfer dar von „beruhigenden Duft“ (Gen 8,21).

Ansichten und Maximen
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La Salette 1846



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