Autor Thema: Tagesmotto  (Gelesen 1041155 mal)

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velvet

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Antw:Tagesmotto
« Antwort #144 am: 08. Januar 2013, 11:58:02 »
08.01.


Auch in Afrika nimmt die Christenverfolgung inzwischen zu : Wachsende Bedrohung

In Afrika werden Christen zunehmend durch Islamisten verfolgt. Im "Weltverfolgungsindex 2013" des Hilfswerks Open Doors ist erstmals auch von Diskriminierung und Gewalt gegen Christen in Mali, Tansania, Kenia, Uganda und Niger die Rede.

100. Geburtstag von Werenfried van Straaten : Erinnerung an den "Speckpater"

Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Werenfried van Straaten die "Ostpriesterhilfe" als Hilfsaktion für aus dem Osten vertriebene Deutsche. In diesem Jahr wäre der niederländische Pater 100 Jahre alt geworden. Eine "Glaubenstournee" erinnert an ihn.

Die Aktion des katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" – dem Nachfolger der "Ostpriesterhilfe" - geht durch acht deutsche Städte und wird am 19. Januar in Köln eröffnet. Kardinal Joachim Meisner wird um 11.00 Uhr im Kölner Dom einen Gottesdienst mit den Mitgliedern und Freunden von Kirche in Not feiern. domradio.de überträgt das Pontifikalamt live im Web-TV. Im Anschluss ist eine Gedenkveranstaltung im Maternushaus geplant.

Weitere Stationen der Tour sind nach den Angaben Eichstätt, Hildesheim, Königstein im Taunus, Kloster Helfta in der Lutherstadt Eisleben, die Wallfahrtsorte Vierzehnheiligen in Oberfranken, Kevelaer am Niederrhein sowie die Gebetsstätte Marienfried in Pfaffenhofen an der Roth. An jeder Station wird ein Jubiläumsgottesdienst gefeiert. Anschließend informieren bekannte Persönlichkeiten aus der Weltkirche über die Situation des Glaubens und der Religionsfreiheit in ihrem Land.

Hilfsprojekte in über 140 Ländern

Der am 17. Januar 1913 in Mijdrecht in den Niederlanden geborene Prämonstratensermönch van Straaten hatte 1947 die «Ostpriesterhilfe» als Hilfsaktion für aus dem Osten vertriebene Deutsche gegründet.

Zum Titel "Speckpater" führte sein Engagement, nach Ende des Zweiten Weltkriegs von belgischen Bauern Speck zu erbetteln, um den Hunger der Vertriebenen zu lindern. Aus der "Ostpriesterhilfe" ging später das Hilfswerk «Kirche in Not» hervor. Es fördert nach eigenen Angaben pastorale Hilfsprojekte in über 140 Ländern.

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Antw:Tagesmotto
« Antwort #145 am: 09. Januar 2013, 11:03:02 »
Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn.
Gott, der Herr, ist als Licht über uns aufgestrahlt.

Vgl Ps 118,26-27
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
1. Joh. 4.16

velvet

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Antw:Tagesmotto
« Antwort #146 am: 09. Januar 2013, 14:51:44 »
09.01.

09. Januar 2013, 08:00
‚Geh und handle genauso!’ – Botschaft zum Welttag der Kranken

   Benedikt XVI.: Nicht die Vermeidung des Leidens, nicht die Flucht vor dem Leiden heilt den Menschen, sondern die Fähigkeit, das Leiden anzunehmen und in ihm zu reifen

Rom (kath.net/as) Zum 21. Welttag der Kranken warnt Papst Benedikt XVI. vor einer „Flucht vor dem Leiden“. Letztlich geheilt werde der Mensch nur, wenn er lerne, das Leiden anzunehmen und in ihm zur reifen, so in der am gestrigen Dienstag veröffentlichten Botschaft.

Die heilige Anna Schäffer von Mindelstetten „wusste in beispielhafter Weise ihre Leiden mit den Leiden Christi zu vereinen: Ihr wurde ‚das Krankenlager zur Klosterzelle und das Leiden zum Missionsdienst … Gestärkt durch die tägliche Kommunion wurde sie zu einer unermüdlichen Fürsprecherin im Gebet und zu einem Spiegel der Liebe Gottes für viele Ratsuchende’ (Predigt zur Heiligsprechung, 21. Oktober 2012).

Seit 1992 wird der Welttag der Kranken am 11. Februar, dem Fest der Gottesmutter von Lourdes, begangen.


Kath.net veröffentlicht die Botschaft Papst Benedikts XVI. zum 21. Welttag der Kranken im Wortlaut:

»Geh und handle genauso!« (Lk 10,37)

Liebe Brüder und Schwestern!

1. Am 11. Februar 2013, dem liturgischen Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes, wird im Marienwallfahrtsort Altötting der 21. Welttag der Kranken feierlich begangen. Dieser Tag ist für die Kranken, für die im Krankendienst Tätigen, für die Christgläubigen und für alle Menschen guten Willens » ein bedeutender Moment des Gebetes, des Miteinander, der Aufopferung des Leidens für das Wohl der Kirche und des Aufrufs an alle, im Angesicht des kranken Mitmenschen das heilige Antlitz Christi zu erkennen, der durch sein Leiden und Sterben und durch seine Auferstehung das Heil der Menschheit erwirkt hat « (Johannes Paul II., Brief zur Einführung des Weltkrankentags, 13. Mai 1992, 3). Bei dieser Gelegenheit fühle ich mich einem jeden von euch besonders nahe, liebe Kranke, die ihr in Betreuungseinrichtungen und Pflegeheimen oder auch zu Hause aufgrund eurer Krankheit und eures Leidens eine schwierige Zeit der Prüfung erlebt. Mögen die Vertrauen erweckenden Worte der Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils euch alle erreichen: » Ihr seid weder verlassen, noch nutzlos: Ihr seid von Christus berufen, ihr seid das Bild, das seine Gestalt durchscheinen läßt « (Botschaft an die Armen, Kranken und Leidenden).

2. Um euch auf eurer geistigen Pilgerreise zu begleiten, die uns von Lourdes, dem Ort und Symbol der Hoffnung und der Gnade, zum Heiligtum von Altötting führt, möchte ich mit euch über die emblematische Gestalt des Barmherzigen Samariters nachdenken (vgl. Lk 10,25-37). Das Gleichnis aus dem Lukasevangelium fügt sich in eine Reihe von Bildern und Erzählungen aus dem Alltagsleben ein, mit denen Jesus die tiefe Liebe verständlich machen will, die Gott für jeden Menschen hegt, besonders wenn dieser krank ist und Schmerzen leidet. Doch mit den abschließenden Worten des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter: » Geh und handle genauso « (Lk 10,37), zeigt der Herr zugleich, welche Haltung jeder seiner Jünger gegenüber den anderen einnehmen muß, besonders wenn sie der Pflege bedürfen. Es geht also darum, durch eine intensive Beziehung zu Gott im Gebet aus seiner unendlichen Liebe die Kraft zu schöpfen, wie der Barmherzige Samariter dem, der körperlich und seelisch verletzt ist oder um Hilfe bittet, sei er auch unbekannt und mittellos, täglich mit konkreter Aufmerksamkeit zu begegnen. Das gilt nicht nur für die in der Seelsorge und im Krankendienst Tätigen, sondern für alle, auch für den Kranken selbst, der seine Lage in einer Perspektive des Glaubens leben kann: » Nicht die Vermeidung des Leidens, nicht die Flucht vor dem Leiden heilt den Menschen, sondern die Fähigkeit, das Leiden anzunehmen und in ihm zu reifen, in ihm Sinn zu finden durch die Vereinigung mit Christus, der mit unendlicher Liebe gelitten hat « (Enzyklika Spe salvi, 37).

3. Verschiedene Kirchenväter haben in der Gestalt des Barmherzigen Samariters Jesus selbst gesehen und den Mann, der den Räubern in die Hände gefallen war, mit Adam identifiziert, mit der durch die eigene Sünde verlorenen und verletzten Menschheit (vgl. Origenes, Homilie XXXIV über das Lukasevangelium, 1-9; Ambrosius, Kommentar zum Lukasevangelium, 71-84; Augustinus, Sermo 171). Jesus ist der Sohn Gottes, er ist derjenige, der die Liebe des Vaters, die treue, ewige, schranken- und grenzenlose Liebe gegenwärtig werden läßt. Aber Jesus ist auch derjenige, der sich seines „göttlichen Gewandes" „entäußert", der sich von seinem „Gottsein" aus erniedrigt, um das Leben eines Menschen anzunehmen (vgl. Phil 2,6-8) und um dem Menschen in seinem Leid so nahezukommen, daß er in das Reich des Todes hinabsteigt – wie wir im Credo bekennen – und Hoffnung und Licht bringt. Er hält nicht daran fest, Gott gleich zu sein, wie Gott zu sein (vgl. Phil 2,6), sondern beugt sich voll Erbarmen über den Abgrund menschlichen Leidens, um das Öl des Trostes und den Wein der Hoffnung darüber auszugießen.

4. Das Jahr des Glaubens, das wir gerade begehen, ist eine günstige Gelegenheit, den Dienst der Nächstenliebe in unseren kirchlichen Gemeinden und Gemeinschaften zu intensivieren, damit jeder dem anderen an seiner Seite ein barmherziger Samariter sei. In diesem Zusammenhang möchte ich an einige der vielen Gestalten in der Geschichte der Kirche erinnern, die den Kranken geholfen haben, das Leiden auf menschlicher und geistlicher Ebene fruchtbar werden zu lassen; sie sollen so als Beispiel und Ansporn dienen. Die heilige Theresia vom Kinde Jesu und vom heiligen Antlitz, eine „Expertin der scientia amoris" (Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Novo Millennio ineunte, 42), verstand es, die Krankheit, die sie » durch große Leiden zum Tod « führte, » in tiefer Vereinigung mit dem Leiden Jesu« zu leben (Generalaudienz, 6. April 2011). Der ehrwürdige Diener Gottes Luigi Novarese, den viele noch heute in lebendiger Erinnerung haben, spürte in der Ausübung seines Dienstes in besonderer Weise die Bedeutung des Gebetes für und mit den Kranken und Leidenden, die er oft zu den Marienwallfahrtsorten – besonders zur Grotte von Lourdes – begleitete. Von der Liebe zum Nächsten getrieben, hat Raoul Follereau bis in ganz entlegene Regionen der Erde sein Leben der Pflege von Menschen gewidmet, die an Morbus Hansen litten, und hat unter anderem den Welt-Lepra-Tag gefördert. Die selige Teresa von Kalkutta begann ihren Tag immer damit, daß sie Jesus in der Eucharistie begegnete, um dann mit dem Rosenkranz in der Hand auf die Straßen hinauszugehen und dem in den Leidenden gegenwärtigen Herrn zu begegnen und ihm zu dienen, besonders in denen, die „nicht gewollt, nicht geliebt, nicht beachtet" sind. Auch die heilige Anna Schäffer von Mindelstetten wußte in beispielhafter Weise ihre Leiden mit den Leiden Christi zu vereinen: Ihr wurde » das Krankenlager zur Klosterzelle und das Leiden zum Missionsdienst … Gestärkt durch die tägliche Kommunion wurde sie zu einer unermüdlichen Fürsprecherin im Gebet und zu einem Spiegel der Liebe Gottes für viele Ratsuchende « (Predigt zur Heiligsprechung, 21. Oktober 2012). Im Evangelium ragt die Gestalt der Seligen Jungfrau Maria heraus, die ihrem leidenden Sohn bis zum äußersten Opfer auf Golgotha folgt. Sie verliert niemals die Hoffnung auf den Sieg Gottes über das Böse, über das Leid und den Tod; sie weiß den in der Grotte von Bethlehem geborenen und den am Kreuz gestorbenen Sohn Gottes mit derselben Umarmung des Glaubens und der Liebe aufzunehmen. Ihr festes Vertrauen auf die göttliche Macht wird erhellt durch die Auferstehung Christi, die dem Leidenden Hoffnung schenkt und die Gewißheit der Nähe und des Trostes des Herrn erneuert.

5. Zum Schluß möchte ich ein Wort herzlichen Dankes und der Ermutigung an die katholischen Krankeneinrichtungen und an die Zivilgesellschaft selbst, an die Diözesen, die christlichen Gemeinschaften, die in der Krankenseelsorge tätigen Ordensfamilien sowie an die Verbände der Sanitäter und der freiwilligen Helfer richten. Allen möge immer bewußter werden, daß » in der liebevollen und hochherzigen Annahme jedes menschlichen Lebens, vor allem des schwachen oder kranken, … die Kirche heute ein besonders entscheidendes Moment ihrer Sendung « erlebt (Johannes Paul II., Nachsynodales Schreiben Christifideles laici, 38).

Ich vertraue diesen 21. Welttag der Kranken der Fürsprache Unserer Lieben Frau von Altötting an, daß sie die leidende Menschheit auf ihrer Suche nach Trost und fester Hoffnung stets begleite und allen helfe, die am Apostolat der Barmherzigkeit beteiligt sind, ihren von Krankheit und Leiden geprüften Brüdern und Schwestern barmherzige Samariter zu werden. Dazu erteile ich gerne den Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan, am 2. Januar 2013

BENEDICTUS PP XVI

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Antw:Tagesmotto
« Antwort #147 am: 10. Januar 2013, 11:26:42 »
Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht;
über denen, die im Land der Finsternis wohnen,
leuchtet ein Licht auf.

Jes 9,2
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
1. Joh. 4.16

velvet

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Antw:Tagesmotto
« Antwort #148 am: 10. Januar 2013, 14:42:49 »
10.01.

Kommentar: Religion bewegt die Weltpolitik
Autor: von Stephan Baier


 Jahrzehntelang agierte die Weltpolitik, als sei Religion – und in Folge auch Religionsfreiheit – kein Thema mehr. Viele in Europa hielten Religion wohl für ein Auslaufmodell: In den katholisch, protestantisch oder orthodox geprägten Ländern Europas war Säkularisierung mit liberalem oder kommunistischem „Fortschritt“ einhergegangen. Dank Entwicklung und Fortschritt, so dachte man, würden auch die Schwellen- und Entwicklungsländer zu säkularem Denken finden. Spätestens mit der iranischen Revolution wurde der Gegentrend sichtbar: Religion ist und bleibt ein Faktor der Weltpolitik – einerseits weil sie fanatisch religiöse wie fanatisch atheistische Machthaber durch ihre schlichte Existenz provoziert, andererseits weil der westliche Säkularismus in weiten Teilen der Welt nicht mit Fortschritt, sondern mit Verfall und Barbarei identifiziert wird.

Heute werden Christen in vielen Ländern der Welt um ihres Glaubens willen offen oder subtil verfolgt – teils blutig, teils durch vielfältige Diskriminierung. Das Bekenntnis zu Christus setzt politischen Allmachtsansprüchen aller Zeiten Grenzen, relativiert Ideologien, schafft geistige Freiräume, die Potentaten verunsichern. Darum werden Christen in kommunistischen Diktaturen wie Nordkorea, China und Kuba, aber auch in jenen Systemen, die aus der Religion Mohammeds eine politische Ideologie machen, brutal verfolgt. Jene „Pathologien der Religion und der Vernunft“, vor denen Papst Benedikt XVI. in seiner meist missverstandenen „Regensburger Rede“ warnte, treten die Menschenrechte weltweit mit Füßen.

Angesichts blutiger Anschläge gegen christliche Kirchen setzte vor zwei Jahren ein Umdenken in Europa ein: Immer mehr Politiker und Parlamente beschäftigen sich heute mit den verfolgten Christen. Immer mehr rückt die Religionsfreiheit in die Mitte offizieller Menschenrechtsberichte. Nun aber gilt es, Konsequenzen zu ziehen: Die Wahrung und Verteidigung der Religionsfreiheit muss jetzt zum zentralen Anliegen der Außenpolitik, zum Maßstab in der Außenhandels- und in der Entwicklungspolitik Europas werden.

velvet

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Antw:Tagesmotto
« Antwort #149 am: 11. Januar 2013, 09:45:20 »
Benedikt XVI. über Lehrer des Glaubens- 11.01.2013



Am 16. Oktober 2011 rief Papst Benedikt XVI. aus Anlass des bevorstehenden 50. Jahrestages der Konzilseröffnung mit einem „Motu proprio“ ein „Jahr des Glaubens“ aus, das am 11. Oktober 2012 begonnen hat und am Christkönigssonntag, dem 24. November 2013, endet. In dem Apostolischen Schreiben „Porta fidei“ ermutigt er dazu, „den Weg des Glaubens wiederzuentdecken, um die Freude und die erneute Begeisterung der Begegnung mit Christus immer deutlicher zutage treten zu lassen“, damit der „tiefen Glaubenskrise, die viele Menschen befallen hat“, entgegengewirkt werden kann. Flankiert wurde der Beginn des Glaubensjahres von der Weltbischofssynode, die unter dem Thema „Die neue Evangelisierung für die Weitergabe des christlichen Glaubens“ stand. Es ist kein Zufall, dass der Verlag Media Maria auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2012 zeitgleich ein neues Werk des Papstes präsentierte, in dem es um dominikanische und franziskanische „Lehrer des Glaubens“ geht, sechs Heilige und ein Seliger, die – wie Benedikt XVI. im Buch in seiner Einführung zu den Bettelorden betont – „die echten Reformatoren des Lebens der Kirche und der Gesellschaft“ sind. (11)

„Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelsreich“ (Mt 5,3), heißt es in der Bergpredigt. In seinem Vorwort zu „Lehrer des Glaubens. Franziskaner und Dominikaner“ von Benedikt XVI. schlägt Joachim Kardinal Meisner, seit 1989 Erzbischof von Köln, eine andere Formulierung vor: „Selig, die arm sind auf Antrieb des (Heiligen) Geistes“, da diese mehr dem griechischen Urtext und dem Sprachgebrauch des Evangelisten Matthäus entspräche. (8) Tatsächlich sind Menschen gemeint, die sich auszeichnen durch die „innere Demut, sich von Gott sowohl beschenken als auch in den Dienst nehmen zu lassen, und die Freiheit von äußeren, materiellen Zwängen, die diesen Dienst hemmen würden.“ (8) Diese innere und äußere Freiheit hätten im Spätmittelalter auf konsequenteste Weise die Bettelorden gelebt und verbreitet, von denen die Franziskaner und die Dominikaner besondere Erwähnung verdienten. Denn „unter der Leitung ihrer heiligen Gründer und weiterer großer Gestalten wie Bonaventura oder Thomas von Aquin entwickelten sie nicht nur einen völlig neuen Stil des Ordenslebens und der Seelsorge, sondern gaben auch der theologischen Wissenschaft neue Horizonte, Impulse und Perspektiven.“ (8)

Katechesen der Generalaudienzen

Im Mittelpunkt des Buches stehen der hl. Franz von Assisi, der hl. Dominikus, der hl. Antonius von Padua, der hl. Bonaventura, der hl. Albertus Magnus, der hl. Thomas von Aquin und der sel. Johannes Duns Scotus. Ihren Beitrag für den Fortschritt religiösen Denkens und Lebens neu fruchtbar zu machen, ist Ziel der 12 gesammelten Texte – Katechesen, die von Benedikt XVI. bereits vor zwei Jahren bei seinen wöchentlichen Generalaudienzen vor den auf dem Petersplatz oder in der vatikanischen Audienzhalle versammelten Rompilgern gehalten wurden (die italienische Originalausgabe des Buches erschien bereits 2010 unter dem Titel „I Maestri, Francescani e Domenicani“). Diese herausragenden Persönlichkeiten waren in der Lage, „eine gefestigte und tiefe kirchliche Erneuerung zu fördern, da sie selbst zutiefst erneuert sind und in Verbindung stehen mit der wahren Neuheit: der Gegenwart Gottes in der Welt“, ist der Heilige Vater überzeugt. (11)

Gründer der Bettelorden sahen „Zeichen der Zeit“


Auch die Entstehung der Bettelorden im Europa des 13. Jahrhunderts reiht sich laut Benedikt XVI. ein in eine Entwicklung, die in der Geschichte des Christentums immer wieder beobachtet werden kann: „das Entstehen der Kräfte der Reform und der Erneuerung, da die Neuheit Gottes unerschöpflich ist und immer neue Kraft verleiht, um voranzugehen.“ (11) Der Papst geht sogar noch einen Schritt weiter, wenn er schreibt: „Diese tröstende Wirklichkeit, dass in jeder Generation Heilige geboren werden, die die Kreativität zur Erneuerung mitbringen, begleitet die Kirchengeschichte stets inmitten aller Betrübnisse und negativen Aspekte ihres Weges.“ (11) In der Tat sahen sich beispielsweise im Mittelalter viele Gläubige, die vom Wunsch nach einem echten christlichen Leben erfüllt waren, einer reichen, aber bewegungslosen Kirche gegenüber, die sich mit der Blütezeit des Mönchtums entwickelt hatte (als Beispiel nennt der Papst die Klostergemeinschaft von Cluny, die „immer junge und somit lebenswichtige Kräfte wie auch Güter und Reichtümer angezogen hat“ [12]).

Eindrucksvolle Biografien – Vorbilder für heute


Franziskus von Assisi und Dominikus de Guzmán, die Gründer der beiden bekanntesten und bedeutendsten Bettelorden (die Minderen Brüder/Franziskaner und die Predigerbrüder/Dominikaner), wussten diese „Zeichen der Zeit“ zu lesen und die Idee einer wahren Kirche dagegen zu setzen, die – da Christus arm zur Welt kam – gerade die Kirche der Armen sein sollte. (vgl. 12) Jeder Heilige setzte sich auf seine ganz eigene Weise mit seinem Leben und seinen Lehren, wie die von Benedikt XVI. geschilderten eindrucksvollen Biografien zeigen, für wahre christliche Authentizität ein und kann so ein Vorbild für heute sein. Der hl. Antonius betonte zum Beispiel stets die Bedeutung des Gebets, das er als „Liebesbeziehung, die den Menschen dazu drängt, vertrauensvoll mit dem Herrn zu reden“ (49) bezeichnete und das einer Atmosphäre der Stille bedarf. Der hl. Thomas von Aquin, dem als Philosoph, Theologe und Lehrer gleich drei Kapitel gewidmet sind, kann uns dagegen Vorbild sein in der Vereinbarkeit von Vernunft und Glaube, die einander nicht ausschließen, sondern bedingen. Denn seiner Meinung nach „kann die menschliche Vernunft ohne Weiteres zur Bejahung der Existenz eines einzigen Gottes gelangen, doch nur der Glaube, der die göttliche Offenbarung annimmt, ist in der Lage, zum Geheimnis der Liebe des einen und dreifaltigen Gottes vorzudringen.“ (112) Und der hl. Franziskus kann uns angesichts zunehmender Umweltkatastrophen neu die Liebe zur Schöpfung vermitteln, indem er uns in Erinnerung ruft, dass „sich in der Schöpfung die Weisheit und das Wohlwollen des Schöpfers entfalten“ und die Natur als Sprache verstanden werden kann, „in der Gott zu uns spricht“ und wir „‚mit‘ Gott sprechen können.“ (33)

Die besten Interpreten der Bibel


Fazit: Papst Benedikt XVI. wird als hochgeistiger Theologe geschätzt, der es dennoch versteht, Glaubensinhalte so zu formulieren, dass sie für sein jeweiliges Gegenüber verständlich sind. Die Katechesen des Buches wurden für die Gäste seiner Generalaudienzen, vorwiegend Rompilger, formuliert und sind somit in einer Sprache gehalten, die theologisch Ungeschulte nicht überfordern, theologisch Geschulte aber auch nicht unterfordern wird – ganz im Gegenteil: Die abwechslungsreich geschilderten Biografien der Heiligen und der Einblick in ihr theologisches Denken wecken Interesse und die Lust, sich näher mit ihnen zu beschäftigen. Ungeheuer bereichert wird der Band durch die ein– oder doppelseitigen farbigen Abbildungen der Heiligen, die aus den großen Meisterwerken von Fra Angelico, Botticelli, Raffael, Giotto und El Greco stammen. Sie machen das Buch zu einem wertvollen Geschenk für christlich gesinnte Leser, die bereit sind, sich durch den Blick auf die Kirchengeschichte und von den Heiligen des Mittelalters zu einem erneuerten Glaubensleben inspirieren zu lassen. Denn „die Heiligen sind die besten Interpreten der Bibel; indem sie das Wort Gottes durch ihr Leben verkörpern, machen sie es anziehender denn je, sodass es wirklich zu uns spricht.“ (31)

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« Antwort #150 am: 11. Januar 2013, 11:27:14 »
Am Anfang und vor aller Zeit war Gott, das Wort.
Er ist uns heute geboren als Heiland der Welt.

Vgl Joh 1,1
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
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« Antwort #151 am: 12. Januar 2013, 14:06:24 »
Den Redlichen erstrahlt im Finstern ein Licht:
der gnädige, barmherzige und gerechte Gott.

Ps 112,4
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
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La Salette 1846



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