Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971722 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #216 am: 06. Januar 2014, 08:18:11 »
Evangelium nach Matthäus 2,1-12.
Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem
und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.
Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem.
Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle.
Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten:
Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.
Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war.
Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.
Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen.
Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.
Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.
Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Zisterzienser
Geistliche Schriften, 06/01/1937
„Als sie das Haus betraten, erblickten sie das Kind“

Anbetung der Könige: die Mächtigen dieser Welt neigen den Kopf vor der einfachen Wiege eines Kindes. Gekommen aus dem Morgenland mit Gold, Weihrauch und Myrrhe; (mit) Unruhe in den Herzen, bedeckt mit Staub von durchwanderten Wegen bei Nacht, geleitet von einem Stern. „Wo ist jener, der gerade geboren wurde?“... Zwanzig Jahrhunderte sind vergangen: Viele Seelen durchwandern die Straßen der Erde wie die Weisen aus dem Morgenland und weiterhin fragen sie im Vorbeigehen: „Habt ihr den gesehen, den meine Seele liebt?“ (Hoh 3,3). Es ist ebenfalls ein lichtvoller Stern, der - unseren Weg beleuchtend - uns zur Armut einer Krippe führt und uns zeigt, was uns „vor die Mauern der Stadt“ hat hinausgehen lassen (Heb 13,13; vgl. Lk 16,27). Er zeigt uns einen Gott, dem alles fehlt, obwohl er allmächtig ist. Der Schöpfer des Sonnenlichts und der -wärme friert; derjenige, der aus Liebe zu den Menschen in die Welt kommt, wird von Menschen vergessen.

Sowohl heute wie damals gibt es Menschen, die Gott suchen... Leider schaffen es nicht alle, ihn zu finden, da sie nicht alle auf den Stern blicken, welcher der Glaube ist; sie wagen es auch nicht, jene Wege einzuschlagen, die zu ihm führen, also Demut, Verzicht, Hingabe und fast immer das Kreuz...

Als ich heute Nacht im Chor ohne zu wollen an die Tage meiner Kindheit dachte, an mein Elternhaus, an die Hl. Dreikönige, erzählte mir mein Mönchsgewand etwas anderes: ich bin auch, so wie die Weisen, auf der Suche nach einer Krippe. Ich bin nicht mehr ein Kind, dem man Spielzeug schenken muss: die Träume sind jetzt größer und sie betreffen nicht dieses Leben. Die Träume der Welt, wie die Spielsachen, machen glücklich, solange man sie erwartet, doch danach ist alles nur Pappe. Die Träume vom Himmel – Traum, der das ganze Leben andauert und danach nicht enttäuscht. Wie glücklich müssen die Weisen auf ihrer Rückreise gewesen sein, nachdem sie Gott geschaut hatten! Auch ich werde ihn schauen, es geht nur darum, ein wenig zu warten. Der Morgen wird bald kommen und mit ihm das Licht. Was für ein glückliches Erwachen wird das sein!
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #217 am: 07. Januar 2014, 08:35:29 »
Evangelium nach Matthäus 4,12-17.23-25.
Als Jesus hörte, daß man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück.
Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali.
Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist:
Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa:
das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.
Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.
Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.
Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien. Man brachte Kranke mit den verschiedensten Gebrechen und Leiden zu ihm, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte, und er heilte sie alle.
Scharen von Menschen aus Galiläa, der Dekapolis, aus Jerusalem und Judäa und aus dem Gebiet jenseits des Jordan folgten ihm.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei - Licht des Glaubens“, § 35 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht“

Das Licht des Glaubens an Jesus erhellt auch den Weg aller, die Gott suchen, und bietet den ganz eigenen Beitrag des Christentums im Dialog mit den Anhängern der verschiedenen Religionen... Ein Bild dieser Suche sind die Sterndeuter, die von dem Stern bis nach Bethlehem geführt wurden (vgl. Mt 2,1-12). Für sie hat sich das Licht Gottes als Weg gezeigt, als Stern, der einen Pfad der Entdeckungen entlangführt. So spricht der Stern von der Geduld Gottes mit unseren Augen, die sich an seinen Glanz gewöhnen müssen.

Der religiöse Mensch ist unterwegs und muss bereit sein, sich führen zu lassen, aus sich herauszugehen, um den Gott zu finden, der immer überrascht. Diese Rücksicht Gottes gegenüber unseren Augen zeigt uns, dass das menschliche Licht, wenn der Mensch ihm näher kommt, sich nicht in der blendend hellen Unendlichkeit Gottes auflöst, als sei es ein im Morgengrauen verblassender Stern, sondern um so strahlender wird, je näher es dem ursprünglichen Feuer kommt, wie der Spiegel, der den Glanz reflektiert.

Das christliche Bekenntnis von Jesus als einzigem Retter besagt, dass das ganze Licht Gottes sich in ihm, in seinem „gelichteten Leben" konzentriert hat, in welchem sich der Anfang und das Ende der Geschichte enthüllen. Es gibt keine menschliche Erfahrung, keinen Weg des Menschen zu Gott, der von diesem Licht nicht aufgenommen, erleuchtet und geläutert werden könnte. Je mehr der Christ in den offenen Lichtkegel Christi eindringt, umso fähiger wird er, den Weg eines jeden Menschen zu Gott zu verstehen und zu begleiten.
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« Antwort #218 am: 08. Januar 2014, 17:50:43 »
Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. Januar 2014 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
"Liebe Kinder! Damit ihr meine Apostel sein könnt und all denen helfen könnt, die in der Finsternis sind, damit sie das Licht der Liebe meines Sohnes kennenlernen, müsst ihr reine und demütige Herzen haben. Ihr könnt nicht helfen, dass mein Sohn geboren wird und in jenen Herzen herrscht, die Ihn nicht kennen, wenn Er nicht herrscht – wenn Er nicht König in eurem Herzen ist. Ich bin bei euch. Ich gehe als Mutter mit euch. Ich klopfe an eure Herzen. Sie können sich nicht öffnen, weil sie nicht demütig sind. Ich bete, betet auch ihr, meine geliebten Kinder, dass ihr meinem Sohn reine und demütige Herzen öffnen und die Gaben empfangen könnt, die Er euch versprochen hat. Dann werdet ihr von der Liebe und der Stärke meines Sohnes geführt werden. Dann werdet ihr meine Apostel sein, die überall um sich herum, die Frucht der Liebe Gottes verbreiten. Aus euch und durch euch wird mein Sohn wirken, denn ihr werdet eins sein. Danach sehnt sich mein mütterliches Herz, nach der Einheit all meiner Kinder durch meinen Sohn. Mit großer Liebe segne ich und bete für die Auserwählten meines Sohnes - für eure Hirten. Ich danke euch!"
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« Antwort #219 am: 09. Januar 2014, 08:16:46 »
Evangelium nach Markus 6,45-52.
Gleich darauf forderte er seine Jünger auf, ins Boot zu steigen und ans andere Ufer nach Betsaida vorauszufahren. Er selbst wollte inzwischen die Leute nach Hause schicken.
Nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten.
Spät am Abend war das Boot mitten auf dem See, er aber war allein an Land.
Und er sah, wie sie sich beim Rudern abmühten, denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache ging er auf dem See zu ihnen hin, wollte aber an ihnen vorübergehen.
Als sie ihn über den See gehen sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrien auf.
Alle sahen ihn und erschraken. Doch er begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
Dann stieg er zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich. Sie aber waren bestürzt und außer sich.
Denn sie waren nicht zur Einsicht gekommen, als das mit den Broten geschah; ihr Herz war verstockt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153), Zisterziensermönch, Abt und Kirchenlehrer
1. Predigt zum Fest der Erscheinung des Herrn
„In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen“

„Die Güte, das Wohlwollen und die Menschenfreundlichkeit Gottes, unseres Retters, sind offenbar geworden“ (Tit 3,4 Vg). Danken wir Gott, der uns seinen überreichen Trost spendet…, uns, die wir in diesem Exil, in diesem irdischen Elend auf Pilgerschaft sind. Vor seiner Menschwerdung war seine Güte noch verhüllt. Gewiss gab es sie schon immer, denn „die Huld des Herrn währt immer und ewig“ (Ps 103,17). Aber wie hätten wir wissen können, dass sie von solcher Größe ist? Sie war Inhalt einer Verheißung, nicht einer Erfahrung. Und deshalb glaubten viele nicht daran…

Nun aber können die Menschen an das glauben, was sie sehen; denn „die Gesetze des Herrn sind fest und verlässlich“, und damit sie niemandem verborgen bleiben, „hat er der Sonne ein Zelt gebaut“ (Ps 93,5; 19,5). Jetzt ist Friede nicht mehr verheißen, sondern gestiftet; nicht mehr auf später verschoben, sondern gewährt, nicht mehr vorhergesagt, sondern angeboten. Nun hat Gott die Schatztruhe seines Erbarmens auf die Erde gesandt, die Schatztruhe, die durch die Passion geöffnet werden sollte, um den wertvollen Schatz unseres Heils in Umlauf zu bringen… Denn wenn es auch nur ein Kind ist, das uns geschenkt worden ist (Jes 9,5), „so wohnt doch die ganze Fülle Gottes in ihm“ (Kol 2,9). Als die Fülle der Zeiten gekommen war, wurde die Gottheit Fleisch, um für die Augen unseres Leibes sichtbar zu werden; und als wir sahen, was für ein Mensch er war und wie freundlich, da erkannten wir seine Güte… Was könnte seine Barmherzigkeit stärker unter Beweis stellen als die Tatsache, dass er unser Elend auf sich genommen hat? „Herr, was ist der Mensch, dass du dich so um ihn kümmerst, und dass dein Herz an ihm hängt?“ (Ps 143,3; Ijob 7,17 Vg)
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« Antwort #220 am: 10. Januar 2014, 08:21:41 »
Evangelium nach Lukas 4,14-22a.
Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend.
Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen.
So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen,
reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt:
Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Dann schloß er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.
Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs?


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Taufritual und Hl. Ephräm (um 306-373), Diakon in Syrien, Kirchenlehrer
3. Hymnus zum Fest der Erscheinung des Herrn
„Der Herr hat mich gesalbt“

Gebet zur Salbung nach der Taufe: „Durch die Taufe hat dich der allmächtige Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, von der Sünde befreit und wiedergeboren im Wasser und im Geist. Nun gehörst du zu seinem Volk: Er bezeichnet dich mit dem heiligen Öl, damit du auf ewig ein Glied Jesu Christi bleibst, der Priester ist, Prophet und König.“

Wie hoch erhaben du bist!
Wie eine Dienerin salbte sie,
Die Sünderin, die Füße des Herrn (Lk 7,38).
Bei euch jedoch ist es Christus selber, der wie ein Diener
Durch die Hand seiner Priester
Euren Leib mit dem Tauföl bezeichnet.
Der Herr der Schafe hält es für angemessen,
Sein Zeichen persönlich seinen Dienern aufzudrücken.

Refrain: Seht, Christus bezeichnet in der Taufe
Seine neuen Lämmer mit Öl.

Das Öl, das Elija nicht versiegen ließ, (1 Kön 17,14)
Es war Nahrung für den Mund;
Der Krug der Witwe,
Er war nicht das Horn mit Salböl (1 Sam 16,1).
Das Öl jedoch, mit dem unser Herr euch salbte,
Es dient nicht der Ernährung:
Es verwandelt den Sünder, diesen reißenden Wolf,
In ein Lamm, das zu seiner Herde gehört (Mt 7,15)…

Als die Taube den Olivenzweig herbeitrug (Gen 8,11),
Da war dies ein Symbol der Taufsalbung:
Alle in der Arche eilten hin zur Taube,
Denn sie brachte eine gute Nachricht der Erlösung.
Eilt auch ihr hin zu diesem heiligen Öl,
wie wird sich euer schuldig gewordener Leib freuen!
Denn das Öl bringt die gute Nachricht der Erlösung…

Als David gesalbt war, meine Brüder (1 Sam 16,13),
Da kam der Geist herab;
Er erkannte das Herz des mutigen Jünglings
Und fand Gefallen an ihm.
Der Duft jenes Öls wurde zum Duft seines Herzens;
Und der Geist wohnte und sang in ihm (1 Sam 16,23).
Doch eure Salbung ist noch größer;
Denn Vater, Sohn und Heiliger Geist
Sind herabgekommen, um in euch Wohnung zu nehmen…

Das kostbare Öl, das Maria
Ausgoss über das Haupt unseres Herrn,
Erfüllte mit seinem Duft das ganze Haus (Joh 12,3).
Der Duft auch eurer Salbung verbreitet sich bis zum Himmel,
Zur Freude der Engel in den Höhen.
Satan findet den Duft unerträglich;
Für Gott ist er voll Süße…

Kommt, ihr Schafe, empfangt euer Zeichen!
Es verjagt alle, die euch verschlingen wollen.
Kommt, ihr Lämmer, empfangt euer Zeichen!
Denn euer Zeichen ist Wahrheit…
Diese Wahrheit – wie gleicht sie doch
Einem großen Baum, der weit seinen Schatten wirft…:
Die Nationen sind gekommen, um in seinen Zweigen zu nisten (Mt 13,32);
Sie haben seine Früchte geerntet und sind satt davon geworden.
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« Antwort #221 am: 11. Januar 2014, 10:30:12 »
Evangelium nach Lukas 5,12-16.
Als Jesus in einer der Städte war, kam ein Mann, der am ganzen Körper Aussatz hatte. Sobald er Jesus sah, warf er sich vor ihm zu Boden und bat ihn: Herr, wenn du willst, kannst du machen, daß ich rein werde.
Da streckte Jesus die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz.
Jesus befahl ihm: Erzähl niemand davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, wie es Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (deiner Heilung) sein.
Sein Ruf verbreitete sich immer mehr, so daß die Menschen von überall herbeiströmten. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden.
Doch er zog sich an einen einsamen Ort zurück, um zu beten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei - Licht des Glaubens“, § 54-55 (© Liberia Editrice Vaticana)
Ein in die Gesellschaft wieder aufgenommener Aussätziger

Wie viele Wohltaten hat die Sicht des christlichen Glaubens der Stadt der Menschen für ihr Gemeinschaftsleben gebracht! Dank des Glaubens haben wir die einzigartige Würde jedes einzelnen Menschen erfasst, die in der antiken Welt nicht so klar ersichtlich war. Im zweiten Jahrhundert warf der Heide Celsus den Christen vor, was er für eine Illusion und eine Täuschung hielt: nämlich zu meinen, Gott habe die Welt für den Menschen erschaffen und ihn an die Spitze des ganzen Kosmos gesetzt... In der Mitte des biblischen Glaubens steht die Liebe Gottes, seine konkrete Sorge um jeden Menschen, sein Heilsplan, der die ganze Menschheit und die ganze Schöpfung umfasst und seinen Höhepunkt in der Menschwerdung, im Tod und in der Auferstehung Jesu Christi erreicht. Wenn diese Wirklichkeit verdunkelt wird, fällt das Kriterium weg, um zu unterscheiden, was das Leben des Menschen kostbar und einzigartig macht. Der Mensch verliert seine Stellung im Universum; er verliert sich in der Natur und verzichtet auf seine moralische Verantwortung, oder er maßt sich an, absoluter Herr zu sein, und schreibt sich grenzenlose Macht zur Manipulation zu.

Der Glaube... lässt uns außerdem durch die Offenbarung der Liebe Gottes des Schöpfers die Natur mehr achten, da er uns in ihr eine von Gott eingeschriebene Grammatik und eine Wohnstatt erkennen lässt, die uns anvertraut ist, damit wir sie pflegen und hüten. Er hilft uns, Entwicklungsmodelle zu finden, die nicht allein auf Nutzen und Profit gründen, sondern die Schöpfung als Gabe anerkennen, deren Schuldner wir alle sind.
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« Antwort #222 am: 12. Januar 2014, 09:59:49 »
Evangelium nach Matthäus 3,13-17.
Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen.
Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müßte von dir getauft werden, und du kommst zu mir?
Jesus antwortete ihm: Laß es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit (die Gott fordert) ganz erfüllen. Da gab Johannes nach.
Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.
Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor von Nazianz (330 - 390), Bischof und Kirchenlehrer
39. Predigt zum Fest des Lichts
"Wir müssen auf diese Weise erfüllen, was Gottes Wille ist"

Johannes tauft und Jesus kommt zu ihm; er kommt, um den zu heiligen, der ihn tauft. Er kommt, um den alten Adam ganz und gar im Wasser zu ertränken, um deshalb und davor die Wasser des Jordan zu weihen. Er, der Geist und Fleisch ist, er will den Menschen durch das Wasser und den Geist vollenden (vgl. Joh 3,5).
Der Täufer weigert sich und Jesus beharrt. „Ich bin es, der durch Dich getauft werden müßte“ spricht die Lampe zur Sonne (vgl. Joh 5,35), der Freund zum Bräutigam (Joh 3,29), der Größte unter den von einer Frau Geborenen zum Erstgeborenen der ganzen Schöpfung (Mt 11,11; Kol 1,15). Der im Mutterschoß hüpfte, spricht zu dem, den er im Schoß seiner Mutter anbetete, der Vorläufer spricht zu dem, der sich offenbart hat und sich am Ende der Zeiten offenbaren wird: „Ich bin es, der von Dir getauft werden müsste.“ Er könnte hinzufügen: „… indem ich mein Leben für Dich hingebe“, denn er wusste, dass er die Taufe des Martyriums empfangen würde…
Jesus steigt aus dem Wasser und zieht in diesem Aufstieg das ganze Universum mit sich. Er sieht die Himmel sich öffnen, diese Himmel, die einst Adam für sich und die Seinen verschlossen hatte, dieses Paradies, das mit einem Flammenschwert gleichsam verriegelt war (Gen 3,24). Der Geist gibt Zeugnis von der Gottheit Christi; er kommt und lässt sich auf seinesgleichen nieder. Und eine Stimme erschallt vom Himmel, denn vom Himmel kommt der, für den sie Zeugnis ablegt. Und eine Taube wird für das fleischliche Auge sichtbar, um unser Fleisch zu ehren, das göttlich geworden ist.
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« Antwort #223 am: 13. Januar 2014, 08:20:35 »
Evangelium nach Markus 1,14-20.
Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes
und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Hieronymus (347 - 420), Priester, Bibelübersetzer und Kirchenlehrer
Homilien zum Evangelium nach Markus, Nr. 2A; SC 494
„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe“

„Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa…“ Unserer Auslegung zufolge verkörpert Johannes das Gesetz und Jesus das Evangelium. Johannes sagt nun: „Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich…“ (Mk 1,7), und bei einer anderen Gelegenheit: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden“ (Joh 3,30): so vergleicht er das Gesetz mit dem Evangelium. Und dann sagt er: „Ich – also das Gesetz – habe euch nur mit Wasser getauft, er aber – also das Evangelium – wird euch mit dem Heiligen Geist taufen“ (Mk 1,8). Jesus kam, weil Johannes ins Gefängnis geworfen worden war. Tatsächlich ist das Gesetz abgeschlossen und beendet, es hat seine Stärke verloren; wir aber sind vom Gesetz zum Evangelium übergegangen.

„Jesus ging wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes“… Wenn ich das Gesetz, die Propheten und die Psalmen lese, so war da nie die Rede vom Himmelreich, sondern nur im Evangelium. Das Himmelreich stand nämlich erst offen, als der kam, von dem es heißt „das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Lk 17,21). Bevor nämlich der Retter kam und das Licht des Evangeliums, bevor Christus mit dem Schächer die Tür des Paradieses öffnete, stiegen alle Seelen der Heiligen hinab ins Totenreich. Jakob selbst sagte: „Ich will dauernd zu meinem Sohn in die Unterwelt hinabsteigen“ (Gen 37,35)… Im Gesetz ist Abraham in der Unterwelt; im Evangelium ist der Schächer im Paradies. Wir nehmen Abraham nicht seine Würde, wir alle wollen in seinem Schoß ruhen (Lk 16,23); aber wir ziehen Christus dem Abraham vor, und das Evangelium dem Gesetz.

Wir lesen, dass nach der Auferstehung Christi viele Heilige in der Heiligen Stadt erschienen sind (Mt 27,53). Unser Herr und Retter hat auf Erden gepredigt und auch in der Unterwelt. Er ist gestorben, und er ist in die Unterwelt hinabgestiegen, um die Seelen zu befreien, die dort gefangen waren (1 Petr 18f).
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