Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 972032 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #448 am: 26. August 2014, 08:11:37 »
 ()*kjht545
Monatsbotschaft der Muttergottes vom 25. August
„Liebe Kinder! Betet für meine Anliegen, denn Satan möchte meinen Plan, den ich hier habe, zerstören und euch den Frieden stehlen. Deshalb, meine lieben Kinder, betet, betet, betet, dass Gott über jeden von euch wirken kann. Mögen eure Herzen offen sein für den Willen Gottes. Ich liebe euch und segne euch mit meinem mütterlichen Segen. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #449 am: 27. August 2014, 08:12:11 »
 ;ksghtr
Evangelium nach Matthäus 23,27-32.
In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr seid wie die Gräber, die außen weiß angestrichen sind und schön aussehen; innen aber sind sie voll Knochen, Schmutz und Verwesung.
So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber seid ihr voll Heuchelei und Ungehorsam gegen Gottes Gesetz.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten
und sagt dabei: Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebt hätten, wären wir nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig geworden.

Papstpredigt: Maria und der Weg Gottes mit uns



 Gott ist kein Zauberer, sondern ein Schöpfer. Das hat Papst Franziskus zum Fest Maria Geburt, das die katholische Kirche am 8. September begeht, betont. Bei der Morgenmesse in seiner Residenz Santa Marta meditierte Franziskus über die Schöpfung und Gottes Weg mit seinen Geschöpfen. Der Herr habe die Dinge „nicht mit dem Zauberstab“ erschaffen, vielmehr habe er Dingen des Universums „Autonomie“ gegeben, aber nicht „Unabhängigkeit“.

„Denn Gott ist nicht Zauberer, er ist Schöpfer! Er bedeutet dem Menschen, in der Geschichte voranzugehen, er macht ihn zum Verantwortlichen der Schöpfung, auch damit er die Schöpfung beherrscht, voranbringt und so zur Fülle der Zeiten gelangt. Und was meint das, die Fülle der Zeiten? Das, was Er im Herzen hatte: die Ankunft seines Sohnes. Denn Gott hat uns dazu ausersehen, uns alle, wie das Bild seines Sohnes zu sein.“

Das sei der „Weg der Menschheit, der Welt des Menschen“. Das Evangelium listet zu diesem Festtag den Stammbaum Jesu auf. Auch wenn unter Jesu Vorgängern „Heilige wie Sünder“ gewesen seien, so habe Gott sie begleitet, sagte Franziskus: „Gott geht an der Seite der Gerechten und der Sünder“.

„Er ist der Herr der Geduld. Die Geduld Gottes. Die Geduld, die er mit allen diesen Generationen hatte. Mit jenen Menschen, die ihre Geschichte der Gnade und der Sünde lebten: Gott ist geduldig, und bis heute geht er an unserer Seite.“

Am Tag der Geburt Mariens sollten die Gläubigen darum bitten, „dass Gott uns Einheit gibt, damit wir miteinander vorangehen können, und Frieden im Herzen“.

„Heute sehen wir auf die Madonna: klein, heilig, ohne Sünde, rein, auserkoren, die Mutter Gottes zu werden, und wir sehen auch auf diese lange Vorgeschichte, und wir fragen uns: Wie gehe ich in meiner Geschichte? Lasse ich zu, dass Gott mit mir geht? Oder will ich allein gehen? Lasse ich es zu, dass Er mich liebkost, mir hilft und vergibt, mich zur Begegnung mit Jesus Christus führt? Denn das ist das Ende unseres Weges: die Begegnung mit dem Herrn. Diese Frage tut uns heute gut: Lasse ich zu, dass Gott mit mir Geduld hat? Und indem wir diese lange Geschichte betrachten, loben wir den Herrn und bitten ihn demütig, dass er uns den Frieden schenkt, jenen Friedens des Herzens, den nur Er geben kann, und den Er nur dann gibt, wenn wir es zulassen, dass Er mit uns geht.“

(rv 08.09.2014 gs)





Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/09/08/papstpredigt:_maria_und_der_weg_gottes_mit_uns/ted-824065
des Internetauftritts von Radio Vatikan

Damit bestätigt ihr selbst, daß ihr die Söhne der Prophetenmörder seid.
Macht nur das Maß eurer Väter voll!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Generalaudienz vom 02/10/2013 (trad. © copyright Libreria Editrice Vaticana)
Christus ruft alle Menschen dazu auf, sich dem Erbarmen Gottes zu öffnen

Ihr könntet mir sagen: Aber die Kirche besteht doch aus Sündern, das sehen wir jeden Tag. Und das ist wahr: Wir sind eine Kirche von Sündern; und wir Sünder sind aufgerufen, uns von Gott verwandeln, erneuern, heiligen zu lassen. In der Geschichte sind einige in Versuchung geraten zu sagen: Die Kirche ist nur die Kirche der Reinen, jener, die völlig konsequent sind, und die anderen müssen entfernt werden. Das ist nicht wahr! Das ist eine Irrlehre! Die Kirche, die heilig ist, weist die Sünder nicht zurück. Sie weist uns alle nicht zurück; sie weist nicht zurück, weil sie alle ruft und annimmt. Sie ist offen auch für die Fernstehenden, sie ruft alle auf, sich von der Barmherzigkeit, der Zärtlichkeit und der Vergebung des Vaters umgeben zu lassen, der allen die Möglichkeit anbietet, ihm zu begegnen, den Weg zur Heiligkeit zu gehen...

Der Gott, dem wir in der Kirche begegnen, ist kein unbarmherziger Richter, sondern er ist wie der Vater aus dem Gleichnis im Evangelium. Du kannst sein wie der Sohn, der das Haus verlassen hat, der den tiefsten Abgrund der Gottesferne berührt hat. Wenn du die Kraft hast zu sagen: Ich will nach Hause zurückkehren, wirst du die Tür offen finden. Gott kommt dir entgegen, weil er immer auf dich wartet, Gott wartet immer auf dich, Gott umarmt dich, küsst dich und feiert ein Fest. So ist der Herr, so ist die Zärtlichkeit unseres himmlischen Vaters.

Der Herr will, dass wir Teil einer Kirche sind, die es versteht, die Arme zu öffnen, um alle anzunehmen; die nicht das Haus einiger weniger ist, sondern das Haus aller, wo alle von seiner Liebe erneuert, verwandelt, geheiligt werden können, die Stärksten und die Schwächsten, die Sünder, die Gleichgültigen, jene, die sich entmutigt und verloren fühlen.


Papstpredigt: Maria und der Weg Gottes mit uns



 Gott ist kein Zauberer, sondern ein Schöpfer. Das hat Papst Franziskus zum Fest Maria Geburt, das die katholische Kirche am 8. September begeht, betont. Bei der Morgenmesse in seiner Residenz Santa Marta meditierte Franziskus über die Schöpfung und Gottes Weg mit seinen Geschöpfen. Der Herr habe die Dinge „nicht mit dem Zauberstab“ erschaffen, vielmehr habe er Dingen des Universums „Autonomie“ gegeben, aber nicht „Unabhängigkeit“.

„Denn Gott ist nicht Zauberer, er ist Schöpfer! Er bedeutet dem Menschen, in der Geschichte voranzugehen, er macht ihn zum Verantwortlichen der Schöpfung, auch damit er die Schöpfung beherrscht, voranbringt und so zur Fülle der Zeiten gelangt. Und was meint das, die Fülle der Zeiten? Das, was Er im Herzen hatte: die Ankunft seines Sohnes. Denn Gott hat uns dazu ausersehen, uns alle, wie das Bild seines Sohnes zu sein.“

Das sei der „Weg der Menschheit, der Welt des Menschen“. Das Evangelium listet zu diesem Festtag den Stammbaum Jesu auf. Auch wenn unter Jesu Vorgängern „Heilige wie Sünder“ gewesen seien, so habe Gott sie begleitet, sagte Franziskus: „Gott geht an der Seite der Gerechten und der Sünder“.

„Er ist der Herr der Geduld. Die Geduld Gottes. Die Geduld, die er mit allen diesen Generationen hatte. Mit jenen Menschen, die ihre Geschichte der Gnade und der Sünde lebten: Gott ist geduldig, und bis heute geht er an unserer Seite.“

Am Tag der Geburt Mariens sollten die Gläubigen darum bitten, „dass Gott uns Einheit gibt, damit wir miteinander vorangehen können, und Frieden im Herzen“.

„Heute sehen wir auf die Madonna: klein, heilig, ohne Sünde, rein, auserkoren, die Mutter Gottes zu werden, und wir sehen auch auf diese lange Vorgeschichte, und wir fragen uns: Wie gehe ich in meiner Geschichte? Lasse ich zu, dass Gott mit mir geht? Oder will ich allein gehen? Lasse ich es zu, dass Er mich liebkost, mir hilft und vergibt, mich zur Begegnung mit Jesus Christus führt? Denn das ist das Ende unseres Weges: die Begegnung mit dem Herrn. Diese Frage tut uns heute gut: Lasse ich zu, dass Gott mit mir Geduld hat? Und indem wir diese lange Geschichte betrachten, loben wir den Herrn und bitten ihn demütig, dass er uns den Frieden schenkt, jenen Friedens des Herzens, den nur Er geben kann, und den Er nur dann gibt, wenn wir es zulassen, dass Er mit uns geht.“

(rv 08.09.2014 gs)





Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/09/08/papstpredigt:_maria_und_der_weg_gottes_mit_uns/ted-824065
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« Letzte Änderung: 09. September 2014, 09:02:06 von vianney »
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #450 am: 28. August 2014, 08:13:28 »
 ;ksghtr

Psalm 145(144),2-3.4-5.6-7.
Ich will dich preisen Tag für Tag
und deinen Namen loben immer und ewig.
Groß ist der Herr und hoch zu loben,
seine Größe ist unerforschlich.

Ein Geschlecht verkünde dem andern den Ruhm deiner Werke
und erzähle von deinen gewaltigen Taten.
Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden;
ich will deine Wunder besingen.

Sie sollen sprechen von der Gewalt deiner erschreckenden Taten;
ich will von deinen großen Taten berichten.
Sie sollen die Erinnerung an deine große Güte wecken
und über deine Gerechtigkeit jubeln.



Evangelium nach Matthäus 24,42-51.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.
Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüßte, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, daß man in sein Haus einbricht.
Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr eingesetzt hat, damit er dem Gesinde zur rechten Zeit gibt, was sie zu essen brauchen?
Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!
Amen, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen.
Wenn aber der Knecht schlecht ist und denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht!,
und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, wenn er mit Trinkern Gelage feiert,
dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt;
und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Heuchlern zuweisen. Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Testament (© Liberia Editrice Vaticana)
„Darum haltet auch ihr euch bereit“

Seid also wachsam! Denn ihr wißt nicht, an welchem Tag euer Herr kommt« (vgl. Mt 24,42) – diese Worte erinnern mich an den letzten Ruf, der dann ergehen wird, wenn der Herr es will. Ich will ihm folgen und wünsche, dass alles, was zu meinem irdischen Leben gehört, mich auf diesen Augenblick vorbereiten möge. Ich weiß nicht, wann er kommt, aber so, wie alles andere, lege ich auch diesen Augenblick in die Hände der Mutter meines Meisters: Totus Tuus. Denselben mütterlichen Händen überantworte ich alles und alle, mit denen mich mein Leben und meine Berufung verbunden hat. Diesen Händen überlasse ich vor allem die Kirche und auch meine Nation und die ganze Menschheit. Ich danke allen. Alle bitte ich um Vergebung. Ich bitte auch um das Gebet, damit sich die Barmherzigkeit Gottes als größer erweise als meine Schwachheit und Unwürdigkeit. (06.03.1979)...

Heute möchte ich dem nur soviel hinzufügen, daß mit der Möglichkeit des Todes ein jeder immer rechnen muss. Und dass jeder immer bereit sein muss, vor den Herrn und Richter – und gleichzeitig Erlöser und Vater – zu treten. Folglich bin auch ich mir dessen ständig bewußt, wobei ich diesen entscheidenden Augenblick der Mutter Christi und der Kirche anvertraue – der Mutter meiner Hoffnung...

Ich will mich noch einmal völlig dem Willen des Herrn anvertrauen. Er selbst wird entscheiden, wann und wie ich mein irdisches Leben und mein Hirtenamt beenden soll. Im Leben und im Tod Totus Tuus durch die Immaculata. Indem ich schon jetzt diesen Tod annehme, hoffe ich, dass Christus mir die Gnade jenes letzten Geleites, das heißt für [mein] Ostern, gewähren möge. Ich hoffe auch, dass er sie für jenes wichtigste Anliegen fruchtbar machen wird, dem ich zu dienen trachte: für die Rettung der Menschen, für den Schutz der Menschheitsfamilie und in ihr aller Nationen und Völker (unter denen sich das Herz ganz besonders meiner irdischen Heimat zuwendet), fruchtbar für die Menschen, denen er mich in besonderer Weise anvertraut hat – für das Anliegen der Kirche, zur Ehre Gottes selbst.
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« Antwort #451 am: 29. August 2014, 08:12:27 »
 ;ksghtr

Psalm 71(70),1-2.3.5-6.15.17.
Herr, ich suche Zuflucht bei dir.
Laß mich doch niemals scheitern!
Reiß mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit,
wende dein Ohr mir zu und hilf mir!

Sei mir ein sicherer Hort,
zu dem ich allzeit kommen darf.
Du hast mir versprochen zu helfen;
denn du bist mein Fels und meine Burg.


Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht,
meine Hoffnung von Jugend auf.
Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich,
vom Mutterschoß an bist du mein Beschützer;
dir gilt mein Lobpreis allezeit.


Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden
und von deinen Wohltaten sprechen den ganzen Tag;
denn ich kann sie nicht zählen.
Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf,
und noch heute verkünde ich dein wunderbares Walten.




Evangelium nach Markus 6,17-29.
Herodes hatte Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte.
Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen.
Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen,
denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wußte, daß dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu.
Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein.
Da kam die Tochter der Herodias und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, daß der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben.
Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre.
Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes.
Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, daß du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen läßt.
Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen.
Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes.
Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.
Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Beda der Ehrwürdige (um 673 - 735), Mönch und Kirchenlehrer
Hymnus zum Martyrium des Täufers Johannes, PL 94, 630
Vorläufer im Tode wie im Leben

Hehrer Vorläufer der Gnade und Botschafter der Wahrheit,
Johannes Baptist, die Flamme Christi,
wird zum Evangelisten des ewigen Lichts.
Das prophetische Zeugnis, das er unaufhörlich erbrachte,
durch seine Botschaft während seines ganzen Lebens und Wirkens,
heute zeichnet er es mit seinem Blute und seinem Blutzeugnis.
Immer war er seinem Meister vorausgegangen:
In der Geburt hatte er sein Kommen in die Welt verkündet.
In der Taufe der Büßer im Jordan hatte er den vorgebildet, der seine Taufe einsetzen wollte.
Und den Tod Christi des Erlösers, seines Heilands, der der Welt das Leben brachte,
hat Johannes Baptist ebenfalls im Voraus durchlebt,
indem er sein Blut aus Liebe für ihn vergoss.

Ein grausamer Tyrann hat leichtes Spiel, wenn er ihn verborgen hält in Gefängnis in Eisen;
in Christus aber können die Ketten nicht binden,
dem ein freies Herz das Königreich öffnet.
Wie könnten Dunkelheit und Folter eines Verlieses
den besiegen, der die Herrlichkeit Christi schaut,
der von ihm die Gaben des Geistes empfängt?
Gerne hält er sein Haupt dem Schwert des Henkers hin;
wie könnte sein Haupt verlieren,
wer Christus zum Haupt hat?

Er ist glückselig, heute sein Amt des Vorläufers vollenden zu können,
durch seinen Weggang aus dieser Welt.
Dessen Zeuge er zu Lebzeiten war,
Christus, der kommt und gegenwärtig ist,
ihn verkündet sein Tod heute.
Das Reich des Todes, kann es diesen Botschafter zurückhalten, der ihm entgeht?
Die Gerechten, die Propheten und die Martyrer jubeln vor Freude
und gehen mit ihm dem Erlöser entgegen.
Sie alle umringen Johannes mit ihrem Lob und ihrer Liebe.
Mit ihm zusammen bestürmen sie nunmehr Christus,
endlich zu den Seinen zu kommen.

Großer Vorläufer des Erlösers, es wird nicht mehr zögern,
der dich für immer befreit vom Tod.
Gehe ein, geleitet von deinem Herrn,
mit den Heiligen in die Herrlichkeit!
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« Antwort #452 am: 30. August 2014, 10:17:45 »
 ;ksghtr
Evangelium nach Matthäus 25,14-30.
In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.
Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort
begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu.
Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu.
Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen.
Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen.
Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen.
Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wußte, daß du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder.
Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewußt, daß ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe.
Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten.
Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluß haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

II. Vatikanisches Konzil
Pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute "Gaudium et spes", § 33-35
"Fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen"

Durch seine Arbeit und sein Wissen hat sich der Mensch immer bemüht, sein Leben breiter zu entfalten. Angesichts dieses unermesslichen Unternehmens, das schon die ganze Menschheit erfasst, stellen sich den Menschen viele Fragen: Was ist der Sinn und der Wert dieser angestrengten Tätigkeit? Wie sind diese Werte zu gebrauchen?...

Eines steht für die Glaubenden fest: das persönliche und gemeinsame menschliche Schaffen, dieses gewaltige Bemühen der Menschen im Lauf der Jahrhunderte, ihre Lebensbedingungen stets zu verbessern, entspricht als solches der Absicht Gottes. Der nach Gottes Bild geschaffene Mensch hat ja den Auftrag erhalten, sich die Erde mit allem, was zu ihr gehört, zu unterwerfen, die Welt in Gerechtigkeit und Heiligkeit zu regieren (Gen 1,27-28) und durch die Anerkennung Gottes als des Schöpfers aller Dinge sich selbst und die Gesamtheit der Wirklichkeit auf Gott hinzuordnen, so daß alles dem Menschen unterworfen und Gottes Name wunderbar sei auf der ganzen Erde. Dies betrifft auch die alltäglichsten Tätigkeiten...

Je mehr aber die Macht der Menschen wächst, desto mehr weitet sich ihre Verantwortung, sowohl die der Einzelnen wie die der Gemeinschaften. Daraus wird klar, daß die christliche Botschaft die Menschen nicht vom Aufbau der Welt ablenkt, noch zur Vernachlässigung des Wohls ihrer Mitmenschen hintreibt, sondern sie vielmehr strenger zur Bewältigung dieser Aufgaben verpflichtet. Wie die Tätigkeit des Menschen aus ihm entspringt, so ist sie auch auf ihn hingeordnet. Denn durch sein Tun verändert der Mensch nicht nur die Dinge und die Gesellschaft, sondern er vervollkommnet auch sich selbst. Der Mensch ist mehr wert durch das, was er ist, als durch das, was er besitzt. Und so ist alles, was die Menschen tun, um mehr Gerechtigkeit, mehr Brüderlichkeit und menschlicheren Umgang in den sozialen Beziehungen herrschen zu lassen, mehr wert, als aller technischer Fortschritt.
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« Antwort #453 am: 31. August 2014, 11:25:39 »
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Psalm 63(62),2.3-4.5-6.8-9.
Gott, du mein Gott, dich suche ich,
meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir schmachtet mein Leib
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.

Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum,
um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.
Denn deine Huld ist besser als das Leben;
darum preisen dich meine Lippen.

Ich will dich rühmen mein Leben lang,
in deinem Namen die Hände erheben.
Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele,
mit jubelnden Lippen soll mein Mund dich preisen.

Ja, du wurdest meine Hilfe;
jubeln kann ich im Schatten deiner Flügel.
Meine Seele hängt an dir, deine rechte Hand hält mich fest.




Brief des Apostels Paulus an die Römer 12,1-2.
Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst.
Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.

Evangelium nach Matthäus 16,21-27.
In jenen Tagen begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen.
Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!
Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Nachfolge Christi, Betrachtungen aus dem 15. Jahrhundert, Buch II, Kap. 12
„Er nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“

Trägst du das Kreuz gern, dann trägt es dich und wird dich zum ersehnten Ziel führen, dorthin, wo das Leiden ein Ende hat. Das ist freilich hienieden nicht der Fall. Trägst du das Kreuz ungern, so belastest du dich noch mehr, und aushalten musst du trotzdem. Wirfst du ein Kreuz ab, wird dir ohne Zweifel ein anderes begegnen, das vielleicht noch schwerer zu tragen ist. Glaubst du, du könntest ihm entgehen? Noch kein Sterblicher hat es fertig gebracht. Welcher Heilige hat in dieser Welt ohne Kreuz und Leid gelebt? Nicht einmal Jesus Christus, unser Herr, war zeitlebens auch nur eine Stunde ohne Schmerz und Leid. „Christus", sagt die Schrift, „musste leiden, von den Toten auferstehen und so in seine Herrlichkeit eingehen" (Lk 24,26.46). Wie kannst du einen anderen Weg suchen als diesen Königsweg des heiligen Kreuzes?...

Gleichwohl lebt der so vielfach geprüfte Mensch nicht ohne den erleichternden Trost. Er sieht, dass ihm das ruhig getragene Kreuz einen sehr reichen Gewinn einbringt. Indem er sich ihm willig unterwirft, wandelt sich die ganze Last der Trübsal in die Zuversicht, dass ihm der göttliche Trost geschenkt werde… Doch ist das nicht die Kraft des Menschen, sondern die Gnade Christi, die in einem gebrechlichen Geschöpf solche Leistungen zustande bringt. Wovor er von Natur aus zurückschreckt und was er flieht, an das macht er sich in der Glut des Geistes heran und umfängt es mit Liebe.

Es liegt dem Menschen nicht, ein Kreuz zu tragen, das Kreuz zu lieben… Wenn du auf dich selbst zählst, wirst du nichts von alledem zustande bringen. Vertraust du aber auf Gott, dann wird die Kraft des Himmels dir zuströmen, und du wirst Herr werden über die Welt und den Leib. Ja selbst den teuflischen Feind wirst du nicht zu fürchten haben, wenn du die Waffenrüstung des Glaubens trägst und mit dem Kreuze Christi bezeichnet bist.
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« Antwort #454 am: 01. September 2014, 08:13:25 »
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Psalm 119(118),97.98.99.100.101.102.
Wie lieb ist mir deine Weisung;
ich sinne über sie nach den ganzen Tag.
Dein Gebot macht mich weiser als all meine Feinde;
denn immer ist es mir nahe.

Ich wurde klüger als all meine Lehrer;
denn über deine Vorschriften sinne ich nach.
Mehr Einsicht habe ich als die Alten;
denn ich beachte deine Befehle.

Von jedem bösen Weg halte ich meinen Fuß zurück;
denn ich will dein Wort befolgen.
Ich weiche nicht ab von deinen Entscheiden,
du hast mich ja selbst unterwiesen.



Evangelium nach Lukas 4,16-30.
In jener Zeit kam Jesus nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen,
reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt:
Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Dann schloß er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.
Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs?
Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat!
Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt.
Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam.
Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon.
Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman.
Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut.
Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen.
Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Apostolisches Schreiben „Christifideles laici/Die Laien“, §13, 14 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Er hat mich gesandt, damit ich... die gute Nachricht bringe“

Das II. Vatikanische Konzil [hat die Taufe so dargestellt]: »Durch die Wiedergeburt und die Salbung mit dem Geist werden die Getauften zu einem geistigen Bau ... geweiht«. Der Heilige Geist »salbt« den Getauften und drückt ihm sein unauslöschliches Siegel auf (vgl. 1 Kor 1, 21-22), er macht ihn zu einem geistigen Bau, das heißt, er erfüllt ihn durch die Vereinigung mit Christus und die Umgestaltung in ihn mit der heiligen Gegenwart Gottes. Durch diese geistige »Salbung« kann der Christ auf seine Weise die Worte Christi wiederholen: »Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt...«

»Die Sendung Christi, des Priesters, Propheten, Lehrers und Königs, setzt sich in der Kirche fort. Alle, das gesamte Gottesvolk, nimmt teil an dieser dreifachen Sendung«... Die Laien nehmen teil am priesterlichen Amt Christi, durch das Jesus sich selbst am Kreuz geopfert hat, und sich in der Feier der Eucharistie ständig neu... darbringt... »Es sind nämlich alle ihre Werke, Gebete und apostolischen Unternehmungen, ihr Ehe- und Familienleben, die tägliche Arbeit, die geistige und körperliche Erholung, wenn sie im Geist getan werden, aber auch die Lasten des Lebens,... 'geistige Opfer, wohlgefällig vor Gott durch Jesus Christus' (1 Petr 2, 5). Bei der Feier der Eucharistie werden sie mit der Darbringung des Herrenleibes dem Vater in Ehrfurcht dargeboten. So weihen auch die Laien, überall Anbeter in heiligem Tun, die Welt selbst Gott«...

Die Teilhabe am prophetischen Amt Christi... befähigt und verpflichtet die Laien, das Evangelium im Glauben anzunehmen, es durch ihre Worte und ihre Werke zu verkündigen... Die Laien leben das christliche Königtum vor allem durch ihren geistlichen Kampf, um in sich selbst das Reich der Sünde zu überwinden (vgl. Röm 6, 12), und durch ihre Selbsthingabe, um in der Liebe und der Gerechtigkeit Jesu, der in allen ihren Brüdern und Schwestern, vor allem in den ärmsten zugegen ist, zu dienen (vgl. Mt 25, 40). Die Laien sind in besonderer Weise aber dazu berufen, der Schöpfung ihren vollen ursprünglichen Wert zurückzuschenken. Wenn sie durch ihr von der Gnade getragenes Tun die Schöpfung zum Wohl der Menschen ordnen, nehmen die Laien teil an der Ausübung der Macht, mit der der auferstandene Jesus alle Dinge an sich zieht um sie... dem Vater zu unterwerfen, damit Gott alles in allem sei (vgl. Joh 12, 32; 1 Kor 15, 28).
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

Offline vianney

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #455 am: 02. September 2014, 09:25:47 »
 ;ksghtr
Psalm 145(144),8-9.10-11.12-13ab.13cd-14.
Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht.

Sie sollen den Menschen deine machtvollen Taten verkünden
und den herrlichen Glanz deines Königtums.
Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten,
deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht.

Der Herr ist treu in all seinen Worten,
voll Huld in all seinen Taten.
Der Herr stützt alle, die fallen,
und richtet alle Gebeugten auf.



Evangelium nach Lukas 4,31-37.
In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat.
Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit (göttlicher) Vollmacht.
In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!
Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlaß ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen.
Da waren alle erstaunt und erschrocken, und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen.
Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Katechismus der Katholischen Kirche, § 311-314
„Bist du gekommen um uns ins Verderben zu stürzen?“

Die Engel und die Menschen, intelligente und freie Geschöpfe, müssen ihrer letzten Bestimmung aus freier Wahl entgegengehen und ihr aus Liebe den Vorzug geben. Sie können darum auch vom Weg abirren, und sie haben auch tatsächlich gesündigt. So ist das moralische Übel in die Welt gekommen, das unvergleichlich schlimmer ist als das physische Übel. Gott ist auf keine Weise, weder direkt noch indirekt, die Ursache des moralischen Übels [Vgl. Augustinus, lib. 1,1,1; Thomas v. A., s. th. 1-2,79, 1. ]. Er lässt es jedoch zu, da er die Freiheit seines Geschöpfes achtet, und er weiß auf geheimnisvolle Weise Gutes daraus zu ziehen... Aus dem schlimmsten moralischen Übel, das je begangen worden ist, aus der durch die Sünden aller Menschen verschuldeten Verwerfung und Ermordung des Sohnes Gottes, hat Gott im Übermaß seiner Gnade [Vgl. Röm 5,20.] das größte aller Güter gemacht: die Verherrlichung Christi und unsere Erlösung. Freilich wird deswegen das Böse nicht zu etwas Gutem.

„Wir wissen, daß Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt" (Röm 8,28). Das bezeugen die Heiligen immer wieder: Die hl. Katharina von Siena sagt deshalb zu denen, die an dem, was ihnen zustößt, Ärgernis nehmen und sich dagegen auflehnen: „Alles geht aus Liebe hervor, alles ist auf das Heil des Menschen hingeordnet. Gott tut nichts außer mit diesem Ziel"... Und Juliana von Norwich sagt: „Durch die Gnade Gottes wurde ich inne, dass ich mich fest an den Glauben halten und nicht weniger fest sehen muss, dass alles, wie es auch sein mag, gut sein wird. ... Und du wirst sehen, daß alles, alles gut sein wird" (rev. 32).

Wir glauben fest, daß Gott der Herr der Welt und der Geschichte ist. Die Wege seiner Vorsehung sind uns jedoch oft unbekannt. Erst am Schluss, wenn unsere Teilerkenntnis zu Ende ist und wir Gott „von Angesicht zu Angesicht" schauen werden (1 Kor 13,12), werden wir voll und ganz die Wege erkennen, auf denen Gott sogar durch das Drama des Bösen und der Sünde hindurch seine Schöpfung zur endgültigen Sabbatruhe [Vgl. Gen 2,2.] führt, auf die hin er Himmel und Erde erschaffen hat.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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