Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971999 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #456 am: 03. September 2014, 08:13:28 »
 ()*kjht545

Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. September 2014 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
„Liebe Kinder! Ich, eure Mutter, komme erneut unter euch aus Liebe, die kein Ende hat, von der unendlichen Liebe des unendlichen himmlischen Vaters. Und während ich in eure Herzen schaue, sehe ich, dass viele von euch mich als Mutter annehmen und ihr mit aufrichtigem und reinem Herzen meine Apostel sein möchtet. Aber, ich bin auch die Mutter von jenen von euch, die ihr mich nicht annehmt und in der Härte eures Herzens die Liebe meines Sohnes nicht kennenlernen möchtet. Und ihr wisst nicht, wie sehr mein Herz leidet und wie sehr ich meinen Sohn für euch bitte. Ich bitte Ihn, dass Er eure Seelen heilt, denn Er kann dies. Ich bitte Ihn, dass Er euch mit dem Wunder des Heiligen Geistes erleuchtet, damit ihr aufhört, Ihn immer von neuem zu verraten, zu verfluchen und zu verwunden. Mit ganzem Herzen bete ich, dass ihr begreift, dass nur mein Sohn das Heil und das Licht der Welt ist. Und ihr, meine Kinder, meine lieben Apostel, tragt immer meinen Sohn in euren Herzen und Gedanken. Ihr tragt so die Liebe. All jene, die Ihn nicht kennen, werden Ihn in eurer Liebe erkennen. Ich bin immer an eurer Seite. Auf besondere Weise bin ich an der Seite eurer Hirten, weil mein Sohn sie gerufen hat, um euch auf dem Weg zur Ewigkeit zu führen. Ich danke euch, meine Apostel, für das Opfer und die Liebe."
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #457 am: 04. September 2014, 08:14:14 »
 ;ksghtr
Evangelium nach Lukas 5,1-11.
In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören.
Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze.
Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus.
Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus!
Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen.
Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, daß ihre Netze zu reißen drohten.
Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so daß sie fast untergingen.
Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder.
Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten;
ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen.
Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Maximus von Turin (? - um 420), Bischof
39. Predigt
„Von jetzt an wirst du Menschen fangen"

Als der Herr, im Boot sitzend, zu Petrus sagte: „Fahr hinaus zu den tiefen Gewässern! Dort werft eure Netze zum Fang aus!“, rät er ihm weniger, seine Fischernetze in die Tiefen des Wassers hineinzuwerfen, als vielmehr das Wort Gottes in die Tiefen der Herzen hinein fallen zu lassen. In diesen Abgrund der Herzen ist Paulus vorgedrungen und rief aus: „O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes!“ (Röm 11,33)... So wie das Fischernetz in seinem Geflecht die gefangenen Fische zum Boot herholt, so führt der Glaube in seinem Schoß all die in ihm versammelten Menschen zur Ruhe.

Um weiterhin zu verstehen zu geben, dass der Herr vom geistigen Fischfang sprach, sagt Petrus: „Meister, wir haben uns die ganze Nacht über abgemüht und nichts gefangen. Doch auf dein Wort hin, werde ich die Netze auswerfen“ (vgl. Lk 5,5)... Das WORT, Das Wort Gottes, ist der Herr, unser Erlöser... Da Petrus sein Fangnetz dem WORT getreu auswirft, verbreitet er überall – Christus getreu – die Macht seiner Rede. Er wirft das ausgebreitete Fischnetz nach der Weisung seines Meisters aus; Im Namen des Herrn wirft er so klare und so wirksame Worte aus, dass sie zu retten vermögen, zwar nicht die vernunftlosen Geschöpfe, aber die Menschen.

„Wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen.“ Ja, Petrus hatte sich die ganze Nacht über abgemüht...; als aber das Licht des Erlösers aufstrahlte, löste sich das Dunkel auf und sein Glauben verhalf ihm dazu, in den tiefsten Untiefen des Wassers das zu erkennen, was seine Augen nicht zu sehen vermochten. Petrus hat wirklich unter der Nacht gelitten bis dass der helle Tag, der (ja) Christus ist, ihm zu Hilfe gekommen ist. Das ist es, was den Apostel Paulus aussprechen lässt: „Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe“(Röm 13,12).
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #458 am: 05. September 2014, 08:11:35 »
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Papstpredigt: Beichten als Stärke des Christen



 „Begegnung unserer Sünden mit Christus“. Das sagte Papst Franziskus bei seiner Morgenmesse an diesem Donnerstag in der Casa Santa Marta. Dort, wo es diese Begegnung nicht gibt, sei die Kirche dekadent und der Christ kalt, so der Papst. Die Apostel Petrus und Paulus hätten es vorgemacht: Ein Christ könne sich nicht selbst rühmen – allein seiner Sünden. Und die Kraft von Gottes Wort fange gerade dort an, wo der menschliche Intellekt nicht über alles gestellt werde, so Franziskus.

„Paulus sagt uns, dass die Kraft des Wortes Gottes, welches Herz und Welt verändern und Lebenskraft geben kann, nicht in der Fähigkeit steckt, etwas mit menschlicher Intelligenz ‚schönzureden‘. Nein, das sei Dummheit, sagt uns Paulus. Die Kraft von Gottes Wortes kommt von einer anderen Seite. Sie kommt vom Herzen des Predigers. Und deswegen sage ich allen, die predigen: ‚Seid dumm‘ – also seid nicht zu selbstsicher über das, was ihr über die Welt wisst.“

Der Apostel Paulus hätte nicht mit seinem Wissen und seinem Studium angegeben, er sei sich lediglich zwei Sachen bewusst gewesen:

„Er selbst sagte: ,Ich rühme mich für meine Sünden. Empört euch.‘ Und dann, an einer anderen Stelle, sagte er: ‚Ich bin stolz auf Christus, den Gekreuzigten.‘ Die Kraft des Wortes Gottes findet sich in dieser Begegnung zwischen unseren Sünden und dem Blut Jesu, der mich rettet.“

Ohne dieses Treffen, ohne die Beichte, gebe es keine Freude im Herzen, so der Papst. In seiner Predigt bezog er sich auf das Tagesevangelium, in welchem Petrus Jesus vor die Füße fällt und ihm sagt, dass er ihm vergeben solle, denn er habe gesündigt. Nur als Menschen, die sich selbst als Sünder sehen, sich selbst ihre Beichte eingestehen vor Christus, können wir die Erfüllung und die Kraft Gottes finden, so der Papst.






Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/09/04/papstpredigt:_beichten_als_st%C3%A4rke_des_christen/ted-823307
des Internetauftritts von Radio Vatikan
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« Antwort #459 am: 06. September 2014, 10:05:44 »
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Evangelium nach Lukas 6,1-5.
Als Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder ging, rissen seine Jünger Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie.
Da sagten einige Pharisäer: Was tut ihr da? Das ist doch am Sabbat verboten!
Jesus erwiderte ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren -
wie er in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote nahm, die nur die Priester essen dürfen, und wie er sie aß und auch seinen Begleitern davon gab?
Und Jesus fügte hinzu: Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Katechismus der Katholischen Kirche, § 1166-1167
„Der Menschensohn ist der Herr über den Sabbat“

„Aus apostolischer Überlieferung, die ihren Ursprung auf den Auferstehungstag Christi zurückführt, feiert die Kirche Christi das Pascha-Mysterium jeweils am achten Tage, der deshalb mit Recht Tag des Herrn oder Herrentag genannt wird" (SC 106). Der Tag der Auferstehung des Herrn ist zugleich der „erste Tag der Woche", das Gedenken an den ersten Schöpfungstag, und der „achte Tag", an dem Christus nach seiner „Ruhe" des großen Sabbats den Tag anbrechen lässt, „den der Herr gemacht", den „Tag, der keinen Abend kennt" (Byzantinische Liturgie). Das „Mahl des Herrn" ist sein Zentrum, denn da begegnet die ganze Gemeinschaft der Gläubigen dem auferstandenen Herrn, der sie zu seinem Festmahl einlädt[Vgl. Joh 21,12; Lk 24,30].

„Der Tag des Herrn, der Tag der Auferstehung, der Tag der Christen, ist unser Tag. Er wird Tag des Herrn genannt, denn an diesem Tag ist der Herr als Sieger zum Vater aufgestiegen. Wenn die Heiden ihn Tag der Sonne nennen, bekennen auch wir das gerne, denn heute ist das Licht der Welt aufgegangen, heute ist die Sonne der Gerechtigkeit erschienen, deren Strahlen das Heil bringen" (Hieronymus, pasch.).

Der Sonntag ist der Tag schlechthin, an dem die Gläubigen zur liturgischen Versammlung zusammenkommen, „um das Wort Gottes zu hören, an der Eucharistiefeier teilzunehmen und so des Leidens, der Auferstehung und der Herrlichkeit des Herrn Jesus zu gedenken und Gott dankzusagen, der sie ‚wiedergeboren hat zu lebendiger Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten" (SC 106). „Wenn wir, o Christus, über die Wunder nachsinnen, die an diesem Sonntag deiner heiligen Auferstehung sich ereigneten, sagen wir: Gesegnet ist der Sonntag, denn an ihm geschah der Beginn der Schöpfung ...‚ das Heil der Welt die Erneuerung des Menschengeschlechts ... An ihm freuten sich der Himmel und die Erde und wurde das ganze Weltall von Licht erfüllt. Gesegnet ist der Sonntag, denn an ihm wurden die Pforten des Paradieses geöffnet, damit Adam und alle Verbannten ohne Bangen in es eintreten" (Fanqîth, Syrisches Offizium von Antiochien, Band 6, Sommerteil, 5. 193b).
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« Antwort #460 am: 07. September 2014, 09:13:53 »
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Evangelium nach Matthäus 18,15-20.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.
Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muß durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden.
Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.
Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.
Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.
Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
8. Homilie über den Römerbrief, 8
„Da bin ich mitten unter ihnen“

Wenn ich euch sage, ihr sollt den Apostel Paulus nachahmen, dann sage ich euch nicht: "Weckt Tote auf, heilt Aussätzige!" Macht es besser: Seid beseelt von der Liebe. Seid beseelt von der Liebe, die den hl. Paulus antrieb, denn diese Tugend ist weitaus größer als die Macht, Wunder zu tun. Wo die Liebe ist, da herrscht Gott der Sohn mit seinem Vater und dem Heiligen Geist. Er hat es gesagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Es ist bezeichnend für eine gleichzeitig starke wie wahrhafte Freundschaft, es zu lieben, beieinander zu sein.

Ihr werdet fragen, ob es so elende Menschen gibt, die nicht danach verlangen, Christus in ihrer Mitte zu haben. Ja – wir selbst sind es, meine Kinder. Wir verjagen ihn aus unserer Mitte, wenn wir gegeneinander kämpfen. Ihr werdet mir antworten: Was sagst du da? Siehst du nicht, dass wir in seinem Namen versammelt sind, wir alle in diesen Mauern, innerhalb dieser Kirche, und aufmerksam auf die Worte unseres Hirten hören? Nicht die geringste Unstimmigkeit unter uns, geeint in den Liedern und Gebeten, gemeinsam unseren Hirten anhörend. Wo ist da Zwietracht?

Ich weiß sehr wohl, dass wir in derselben Hürde sind und unter dem einen Hirten. Und ich weine nur umso bitterer... Denn wenn ihr auch für den Augenblick ruhig und besonnen seid, so urteilt doch dieser hier über jenen, sobald ihr aus der Kirche tretet – ja, einer verleumdet den anderen öffentlich, jener verzehrt sich vor Gier, Neid und Geiz, dieser erwägt Rache, jener andere die Sinnlichkeit, die Doppelzüngigkeit oder den Betrug... Habt doch Ehrfurcht, habt Ehrfurcht vor dieser heiligen Tafel, an der wir alle Anteil haben. Habt Ehrfurcht vor Christus, der für uns geopfert wurde. Habt Ehrfurcht vor dem Opfer, das auf diesem Altar dargebracht wird, in unserer Mitte.
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« Antwort #461 am: 08. September 2014, 08:14:18 »
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Evangelium nach Matthäus 1,1-16.18-23.
Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams:
Abraham war der Vater von Isaak, Isaak von Jakob, Jakob von Juda und seinen Brüdern.
Juda war der Vater von Perez und Serach; ihre Mutter war Tamar. Perez war der Vater von Hezron, Hezron von Aram,
Aram von Amminadab, Amminadab von Nachschon, Nachschon von Salmon.
Salmon war der Vater von Boas; dessen Mutter war Rahab. Boas war der Vater von Obed; dessen Mutter war Rut. Obed war der Vater von Isai,
Isai der Vater des Königs David. David war der Vater von Salomo, dessen Mutter die Frau des Urija war.
Salomo war der Vater von Rehabeam, Rehabeam von Abija, Abija von Asa,
Asa von Joschafat, Joschafat von Joram, Joram von Usija.
Usija war der Vater von Jotam, Jotam von Ahas, Ahas von Hiskija,
Hiskija von Manasse, Manasse von Amos, Amos von Joschija.
Joschija war der Vater von Jojachin und seinen Brüdern; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft.
Nach der Babylonischen Gefangenschaft war Jojachin der Vater von Schealtiel, Schealtiel von Serubbabel,
Serubbabel von Abihud, Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor.
Azor war der Vater von Zadok, Zadok von Achim, Achim von Eliud,
Eliud von Eleasar, Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob.
Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird.
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Guerric von Igny (um 1080 - 1157), Zisterzienserabt
1. Predigt zum Fest Maria Geburt
Maria, von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird

Heute feiern wir die Geburt der seligen Jungfrau Maria; von ihr wurde Derjenige zur Welt gebracht, der das Leben aller ist. Heute ist die Jungfrau geboren, aus der unser aller Heil geboren werden wollte, um denen durch eine Neugeburt ins Leben zu verhelfen, die geboren werden, um zu sterben. Heute ist unsere neue Mutter geboren, die den Fluch Evas, unserer ersten Mutter, ausgelöscht hat. So erben wir nun durch sie den Segen, wir, die wir durch unsere erste Mutter in den alten Fluch hineingeboren worden waren. Ja, sie ist wirklich eine neuartige Mutter, die ihre gealterten Kinder mit Jugend erneuert, sie, die uns von der ererbten Krankheit zum Tode geheilt hat, sowie von allen anderen Formen von todgeweihtem Leben, die ihre Kinder noch hinzugefügt hatten. Ja, sie ist wirklich eine neuartige Mutter, sie, die durch ein so nie dagewesenes Wunder Mutter wird und Jungfrau bleibt, sie, die Denjenigen zur Welt bringt, der die Welt erschaffen hat....

Was für eine wunderbare Neuheit ist doch diese fruchtbare Jungfräulichkeit! Doch noch wunderbarer ist die Neuheit der Frucht, die sie zur Welt bringt.... Fragst du dich, wie eine Jungfrau den Erlöser zur Welt bringen konnte? So wie die Blüte am Weinstock ihren Duft verströmt. Lange Zeit vor Marias Geburt hatte der Hl. Geist, der in ihr wohnen sollte... in ihrem Namen gesagt: „Wie ein Weinstock trieb ich schöne Ranken, meine Blüten wurden zu prächtiger und reicher Frucht“ (Sir 24,17)... so wie die Blume nicht verändert wird, da sie Duft verströmt, so auch Maria nicht, da sie den Erlöser zur Welt brachte...

Aber auch du: Nicht nur wird „dein Fleisch aufblühen“ (vgl. Ps. 28,7), wenn du die Vollkommenheit der Keuschheit beachtest, sondern eine von Gott kommende Heiligkeit wird sich ganz und gar in dir ausbreiten. Dein Sehen wird nicht mehr verzerrt oder irregeleitet sein, vielmehr wird es aufgrund seiner Lauterkeit makellos sein...; dein ganzes Wesen wird geschmückt sein mit Blüten der Gnade der Reinheit.
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« Antwort #462 am: 09. September 2014, 08:54:47 »
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Psalm 149(148),1-2.3-4.5-6a.9b.
Sing't dem Herrn ein neues Lied!
Sein Lob erschalle in der Gemeinde der Frommen.
Israel soll sich über seinen Schöpfer freuen,
die Kinder Zions über ihren König jauchzen.

Seinen Namen sollen sie loben beim Reigentanz,
ihm spielen auf Pauken und Harfen.
Der Herr hat an seinem Volk Gefallen,
die Gebeugten krönt er mit Sieg.

In festlichem Glanz sollen die Frommen frohlocken,
auf ihren Lagern jauchzen:
Loblieder auf Gott in ihrem Mund,
herrlich ist das für all seine Frommen.



Evangelium nach Lukas 6,12-19.
In jenen Tagen ging er auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.
Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel.
(Es waren) Simon, dem er den Namen Petrus gab, und sein Bruder Andreas, dazu Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus,
Matthäus und Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, genannt der Zelot,
Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde.
Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon
strömten herbei. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt.
Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
130. Brief an Proba über das Gebet, 14-15
„Er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott"

Jeder Mensch, der „nur Eines“ von Gott erbittet und „danach verlangt“ (Ps 27,4), der erbittet es mit großer Eindeutigkeit und Bestimmtheit... Dieses „Eine“, das ist das einzige wahre und seligmachende Leben: Gottes Güte schauen zu können auf ewig, wenn wir an Leib und Seele unsterblich geworden sind. Für dieses „Eine“ streben wir nach all dem anderen und erbitten es, so wie es recht ist. Derjenige, der es erhalten hat, erhält alles, was er verlangte und wird nichts mehr ersehnen, was nicht recht ist.

Dort befindet sich tatsächlich die Quelle allen Lebens, nach der wir hier und jetzt im Gebet dürsten sollen, während wir noch in der Geduld ausharren, weil wir noch nicht sehen können, was wir erhoffen (vgl. Röm 8,25). Wir sind geborgen „im Schatten seiner Flügel (...) all unser Sehnen liegt offen vor ihm“ (Ps 36,8; 38,10); wir verlangen danach, „uns am Reichtum seines Hauses zu laben; getränkt zu werden mit dem Strom seiner Wonnen“ (Ps 36,9). Dann wird unser Sehnen mit Jubel gesättigt werden, und wir werden nichts mehr unter Seufzen herbeisehnen, da wir bereits in der Freude alles besitzen werden.

Allerdings - da es sich um einen Frieden handelt, „der alles Verstehen übersteigt“ (Phil 4,7) - wissen wir, wenn wir beten, nicht „worum wir in rechter Weise beten sollen“ (Röm 8,26). In der Tat, wie sollten wir um etwas bitten können, was unser Verstehen übersteigt? ... Der Apostel Paulus schreibt: „Wir, die wir etwas erhoffen, was wir nicht sehen, wir erwarten es in großer Geduld“ (vgl. Röm 8,25), und er fügt hinzu: „der Geist (nimmt sich) unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können“ (Röm 8, 26).
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« Antwort #463 am: 10. September 2014, 08:12:30 »
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Evangelium nach Lukas 6,20-26.
In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes.
Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen.
Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.
Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten.
Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen.
Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Charles de Foucauld (1858 - 1916), Eremit und Missionar in der Sahara
Meditation zu den Passagen in den hl. Evangelien, die von fünfzehn Tugenden handeln, Nazareth 1897-98; Nr. 15
„Selig, die ihr jetzt weint“

Hoffen wir, hoffen wir alle, die wir weinen und Tränen der Unschuld vergießen; hoffen wir, wenn wir die Schmerzen unseres Lebens oder unserer Seele beweinen, denn sie dienen uns als Fegefeuer, Gott bedient sich ihrer… damit wir die Augen zu ihm erheben, uns reinigen, heiligen.

Hoffen wir noch mehr, wenn wir die Schmerzen der Anderen beweinen; denn diese Art Liebe wird uns von Gott eingegeben, sie ist ihm wohlgefällig; noch stärker darf unsere Hoffnung werden, wenn wir über unsere Sünden weinen; denn diese Zerknirschung hat Gott selber in unsere Seele gelegt. Und noch stärker ist sie, wenn wir mit reinem Herzen die Sünden der Anderen beweinen; denn diese Liebe für die Ehre Gottes und die Heiligung der Seelen gibt uns Gott ein und ist große Gnade.

Hoffen wir, wenn wir vor Sehnsucht danach weinen, Gott zu sehen und vor Schmerz, von ihm getrennt zu sein; denn diese sehnsüchtige Liebe ist das Werk Gottes in uns. Hoffen wir noch mehr, wenn wir nur deshalb weinen, weil wir lieben, ohne etwas zu wollen oder zu fürchten, ganz und ausschließlich hingegeben an den Willen Gottes, voll Freude über seine Herrlichkeit, voll Schmerz über seine vergangenen Leiden; wenn wir weinen, weil wir beim Gedanken an seine Passion mit ihm leiden, oder weinen aus Freude über seine Himmelfahrt und seine Glorie, oder einfach aus Rührung darüber, dass wir unsterblich in ihn verliebt sind.

O süßer Jesus, gib, dass ich aus all diesen Gründen weine. Lass mich alle Tränen weinen, die die Liebe zu dir, die Liebe durch dich und die Liebe für dich vergießt. Amen.
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La Salette 1846



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