Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 972018 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #480 am: 27. September 2014, 09:53:24 »
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Buch Kohelet 11,9-10.12,1-8.
Freu dich, junger Mann, in deiner Jugend, sei heiteren Herzens in deinen frühen Jahren! Geh auf den Wegen, die dein Herz dir sagt, zu dem, was deine Augen vor sich sehen. [ Aber sei dir bewußt, daß Gott dich für all das vor Gericht ziehen wird.]
Halte deinen Sinn von Ärger frei, und schütz deinen Leib vor Krankheit; denn die Jugend und das dunkle Haar sind Windhauch.
Denk an deinen Schöpfer in deinen frühen Jahren, ehe die Tage der Krankheit kommen und die Jahre dich erreichen, von denen du sagen wirst: Ich mag sie nicht!,
ehe Sonne und Licht und Mond und Sterne erlöschen und auch nach dem Regen wieder Wolken aufziehen:
am Tag, da die Wächter des Hauses zittern, die starken Männer sich krümmen, die Müllerinnen ihre Arbeit einstellen, weil sie zu wenige sind, es dunkel wird bei den Frauen, die aus den Fenstern blicken,
und das Tor zur Straße verschlossen wird; wenn das Geräusch der Mühle verstummt, steht man auf beim Zwitschern der Vögel, doch die Töne des Lieds verklingen;
selbst vor der Anhöhe fürchtet man sich und vor den Schrecken am Weg; der Mandelbaum blüht, die Heuschrecke schleppt sich dahin, die Frucht der Kaper platzt, doch ein Mensch geht zu seinem ewigen Haus, und die Klagenden ziehen durch die Straßen -
ja, ehe die silberne Schnur zerreißt, die goldene Schale bricht, der Krug an der Quelle zerschmettert wird, das Rad zerbrochen in die Grube fällt,
der Staub auf die Erde zurückfällt als das, was er war, und der Atem zu Gott zurückkehrt, der ihn gegeben hat.
Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, das ist alles Windhauch.

Psalm 90(89),3-4.5-6.12-13.14.17.
Du läßt die Menschen zurückkehren zum Staub
und sprichst: „Kommt wieder, ihr Menschen!“
Denn tausend Jahre sind für dich,
wie der Tag, der gestern vergangen ist,
wie eine Wache in der Nacht.

Von Jahr zu Jahr säst du die Menschen aus;
sie gleichen dem sprossenden Gras.
Am Morgen grünt es und blüht,
am Abend wird es geschnitten und welkt.

Unsere Tage zu zählen, lehre uns!
Dann gewinnen wir ein weises Herz.
Herr, wende dich uns doch endlich zu!
Hab Mitleid mit deinen Knechten!

Sättige uns am Morgen mit deiner Huld!
Dann wollen wir jubeln und uns freuen all unsre Tage.
Es komme über uns die Güte des Herrn, unsres Gottes.
Laß das Werk unsrer Hände gedeihen,
ja, laß gedeihen das Werk unsrer Hände!




Evangelium nach Lukas 9,43b-45.
In jener Zeit staunten alle Leute über das, was Jesus tat; er aber sagte zu einen Jüngern:
Merkt euch genau, was ich jetzt sage: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden.
Doch die Jünger verstanden den Sinn seiner Worte nicht; er blieb ihnen verborgen, so daß sie ihn nicht begriffen. Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Thomas von Aquin (1225 - 1274), Dominikaner, Theologe und Kirchenlehrer
Kommentar zum Galaterbrief, Kap. 6
Der Menschensohn wird verherrlicht durch das Kreuz

Einige erhalten Ehren durch ihr Wissen; doch das höchste Wissen erblickt der Apostel Paulus im Kreuz. „Nein", so sagt er, „ich habe bei euch nichts wissen wollen, als Jesus Christus, und Jesus Christus als den Gekreuzigten“ (vgl. 1Kor 2,2). Ist das Kreuz nicht die Erfüllung des ganzen Gesetzes und die ganze Kunst, gut zu leben? Denen, die sich ihrer Macht rühmen, kann Paulus antworten, dass er aus dem Kreuz eine unvergleichliche Kraft schöpft: „Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft“ (1Kor 1,18). Gereicht die Freiheit, die ihr erlangt habt, euch zur Ehre? Vom Kreuz her erlangt Paulus seine Freiheit: „Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde“ (Röm 6,6).


Wieder andere erlangen ihre Ehre, indem sie zu Mitgliedern auserlesener Kreise erwählt werden. Wir jedoch sind durch das Kreuz Christi geladen zur himmlischen Gemeinschaft. „… um durch ihn alle zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut“ (Kol 1,20). Andere schließlich rühmen sich der Siegeszeichen, die den Siegern verliehen werden. Das Kreuz ist die Siegesstandarte des Triumphes Christi über die Dämonen: „Die Fürsten und Gewalten hat er entwaffnet und öffentlich zur Schau gestellt; durch Christus hat er über sie triumphiert“ (Kol 2,15)…


Welcher Sache also will der Apostel Paulus sich vor allem rühmen? Dessen, was ihn mit Christus vereint; was er verlangt, ist: mit Christus zu sein.   
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #481 am: 28. September 2014, 10:14:25 »
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Psalm 25(24),4bc-5.6-7.8-9.
Zeige mir, Herr, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich;
denn du bist der Gott meines Heiles.
Auf dich hoffe ich allezeit.

Denk an dein Erbarmen, Herr,
und an die Taten deiner Huld;
denn sie bestehen seit Ewigkeit.
Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel!
In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig.

Gut und gerecht ist der Herr,
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.
Die Demütigen leitet er nach seinem Recht,
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.




Brief des Apostels Paulus an die Philipper 2,1-11.
Brüder! Wenn es Ermahnung in Christus gibt, Zuspruch aus Liebe, eine Gemeinschaft des Geistes, herzliche Zuneigung und Erbarmen,
dann macht meine Freude dadurch vollkommen, daß ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmütig und einträchtig,
daß ihr nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei tut. Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst.
Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht:
Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,
sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen;
er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
und jeder Mund bekennt: "Jesus Christus ist der Herr" - zur Ehre Gottes, des Vaters.

Evangelium nach Matthäus 21,28-32.
In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes: Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg!
Er antwortete: Ja, Herr!, ging aber nicht.
Da wandte er sich an den zweiten Sohn und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn, und er ging doch.
Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der zweite. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, das sage ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr.
Denn Johannes ist gekommen, um euch den Weg der Gerechtigkeit zu zeigen, und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen, und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Clemens von Alexandrien (150 - um 215), Theologe
Homilie „Welcher Reiche kann gerettet werden?“, 39-40
„Eher kommen die Zöllner und die Dirnen ins Himmelreich...“

Die Türen sind dem geöffnet, der sich aufrichtig von ganzem Herzen Gott zuwendet; und der Vater nimmt freudig einen Sohn auf, der wahrhaftig bereut. Was ist das Zeichen der wahren Reue? Nicht mehr in die früheren Sünden zurückfallen und aus dem Herzen mit ihren Wurzeln die Sünden ausreißen, die dich in Todesgefahr bringen. Wenn sie einmal ausgelöscht wurden, wird Gott wiederkommen, um in deinem Herzen zu wohnen. Denn, wie die Schrift sagt, ein Sünder, der umkehrt und bereut, löst beim Vater und bei den Engeln des Himmels eine unermessliche und unvergleichliche Freude aus (Lk 15,10). Deshalb rief der Herr aus: „Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer“ (vgl. Hos 6,6; Mt 9,13). „Ich will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehrt“ (Ez 33,11). Wenn unsere Sünden wie scharlachrote Wolle sind, so werden sie weiß wie Schnee; wenn sie schwärzer als die Nacht sind, werde ich sie waschen, so dass sie wie weiße Wolle werden“ (vgl. Jes 1,18).

Gott allein kann nämlich die Sünden nachlassen und die Fehler nicht anrechnen; der Herr hingegen ermahnt uns, täglich den Brüdern zu vergeben, die bereuen. Und wenn wir, die wir schlecht sind, den anderen nur Gutes geben (vgl. Mt 7,11), wie viel mehr wird das dann erst „der Vater des Erbarmens“ (2Kor 1,3) tun? Der Vater allen Trostes, der gut ist, voller Mitleid, Erbarmen und natürlicher Geduld, er erwartet diejenigen, die sich bekehren. Die wahrhafte Bekehrung aber setzt voraus, dass man aufhört zu sündigen und nicht mehr zurücksieht... Bedauern wir also zutiefst unsere einstigen Sünden und bitten wir den Vater, sie zu vergessen. Er kann in seiner Barmherzigkeit auflösen, was geschehen ist, und durch den Tau des Heiligen Geistes unsere vergangenen Vergehen wegwischen.
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« Antwort #482 am: 29. September 2014, 08:11:49 »
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Psalm 138(137),1-2a.2bc-3.4-5.
Ich will dir danken aus ganzem Herzen,
dir vor den Engeln singen und spielen;
ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin
und deinem Namen danken für deine Huld und Treue.

Denn du hast die Worte meines Mundes gehört,
deinen Namen und dein Wort über alles verherrlicht.
Du hast mich erhört an dem Tag, als ich rief;
du gabst meiner Seele große Kraft.

Dich sollen preisen, Herr, alle Könige der Welt,
wenn sie die Worte deines Mundes vernehmen.
Sie sollen singen von den Wegen des Herrn;
denn groß ist die Herrlichkeit des Herrn.



Evangelium nach Johannes 1,47-51.
In jener Zeit sah Jesus Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit.
Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.
Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!
Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, daß ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen.
Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153), Zisterziensermönch, Abt und Kirchenlehrer
11. Predigt über den Psalm 90
„Die Engel Gottes werden auf- und niedersteigen"

„Ihr werdet die Engel auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.“ Sie steigen um ihretwillen auf, sie steigen für uns hernieder, oder steigen vielmehr mit uns hernieder. Diese seligen Geister steigen durch die Betrachtung Gottes auf, und sie steigen herab, um uns zu behüten auf all unseren Wegen (Ps 90,11). Sie steigen zu Gott hinauf, um sich seiner Gegenwart zu erfreuen; sie steigen zu uns herab, um seine Befehle auszuführen. Wenn sie zu uns herabsteigen, sind sie jedoch nicht der Glorie beraubt, die sie selig macht, sie schauen ständig das Angesicht des Vaters…

Wenn sie hinaufsteigen zur Betrachtung Gottes, suchen sie die Wahrheit, die sie stets erfüllt; sie sehnen sich nach ihr, sehnen sich immer noch nach ihr und besitzen sie doch. Wenn sie herabsteigen, erweisen sie uns Barmherzigkeit, da sie uns ja auf all unseren Wegen behüten. Denn diese seligen Geister sind die Diener Gottes, die zu uns gesandt werden, um uns Hilfe zu leisten (Hebr 1.14); und mit dieser Mission dienen sie nicht Gott, sondern uns. Sie nehmen sich dabei die Demut des Sohnes Gottes zum Vorbild, der nicht gekommen ist, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen, und der unter seinen Jüngern gelebt hat, als wäre er ihr Diener (Mt 20,28)…

Gott hat den Engeln nicht befohlen, dich von deinen Wegen abzuhalten, sondern dich dort zu umsorgen, und dich auf den Wegen Gottes durch Menschen zu leiten, die selber diese Wege gehen. Du wirst mich fragen, wie das möglich ist. Die Engel handeln natürlich in völliger Reinheit und aus lauter Liebe. Du aber bist zumindest durch deine menschlichen Bedingtheit genötigt und angehalten; so steig herab, komm deinem Nächsten entgegen und erweise ihm Barmherzigkeit; dann folge weiterhin den Engeln; lass deine Sehnsucht aufsteigen und bemühe dich mit der ganzen Glut deines Herzens, in die ewige Wahrheit einzugehen.
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« Antwort #483 am: 30. September 2014, 09:04:51 »
 ;ksghtr ;qfykkg
Psalm 88(87),2-3.4-5.6.7-8.
Herr, du Gott meines Heils,
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.
Laß mein Gebet zu dir dringen,
wende dein Ohr meinem Flehen zu!

Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid,
mein Leben ist dem Totenreich nahe.
Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab,
bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.

Ich bin zu den Toten hinweggerafft,
wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;
an sie denkst du nicht mehr,
denn sie sind deiner Hand entzogen.

Du hast mich ins tiefste Grab gebracht,
tief hinab in finstere Nacht.
Schwer lastet dein Grimm auf mir,
all deine Wogen stürzen über mir zusammen.



Evangelium nach Lukas 9,51-56.
Als die Zeit herankam, in der Jesus in den Himmel aufgenommen werden sollte, entschloss er sich, nach Jerusalem zu gehen.
Und er schickte Boten vor sich her. Diese kamen in ein samaritisches Dorf und wollten eine Unterkunft für ihn besorgen.
Aber man nahm ihn nicht auf, weil er auf dem Weg nach Jerusalem war.
Als die Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: Herr, sollen wir befehlen, daß Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet?
Da wandte er sich um und wies sie zurecht.
Und sie gingen zusammen in ein anderes Dorf.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Meditationen, Kap. 18
Die Straße nach Jerusalem hinauf

Das Gewicht unserer Zerbrechlichkeit macht es, dass wir uns den irdischen Wirklichkeiten zuneigen. Das Feuer Deiner Liebe, Herr, hebt uns empor und trägt uns den himmlischen Wirklichkeiten entgegen. Wir steigen zu ihnen hinauf durch den Aufschwung unseres Herzens, indem wir die Wallfahrtspsalmen singen. Wir brennen von Deinem Feuer, dem Feuer Deiner Güte; und dieses Feuer trägt uns empor.

Wohin lässt Du uns so hinaufsteigen? Zum Frieden des himmlischen Jerusalem. „Wie freute ich mich, als man mir sagte: Lasst uns zum Haus des Herrn ziehen“ (Ps 121,1). Nichts anderes als das Verlangen, dort zu wohnen in Ewigkeit, wird uns dorthin gelangen lassen. Solange wir in unserem Leib sind, sind wir auf dem Weg zu Dir. Hier unten haben wir keine bleibende Wohnstatt. Wir sind ununterbrochen auf der Suche nach der kommenden Stätte (vgl. Hebr 13,14). Deine Gnade, Herr, möge mich zum innersten Grund meines Herzens führen, damit ich dort Deine Liebe besinge, mein König und mein Gott... Und wenn ich mich dieses himmlischen Jerusalems erinnere, dann wird mein Herz dorthin aufsteigen: ins Jerusalem, meine wahre Heimat, ins Jerusalem, meine wirkliche Mutter (vgl. Gal 4,26). Du bist ihr König, ihr Licht, ihr Verteidiger, ihr Beschützer, ihr Hirte. Du bist ihre unerschöpfliche Freude. Du bist die Quelle all ihrer unaussprechlichen Schätze... - Du, mein Gott und mein göttliches Erbarmen.

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« Antwort #484 am: 01. Oktober 2014, 08:18:33 »
 ;ksghtr ;qfykkg
Psalm 88(87),10bc-11.12-13.14-15.
Jeden Tag, Herr, ruf' ich zu dir;
ich strecke nach dir meine Hände aus.
Wirst du an den Toten Wunder tun,
werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?

Erzählt man im Grab von deiner Huld,
von deiner Treue im Totenreich?
Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt,
deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?

Herr, darum schreie ich zu dir,
früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.
Warum, o Herr, verwirfst du mich,
warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?




Evangelium nach Lukas 9,57-62.
In jener Zeit als sie auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst.
Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.
Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Laß mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben.
Jesus sagte zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes!
Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber laß mich von meiner Familie Abschied nehmen.
Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Gedicht „Mein liebster Jesus, entsinne Dich!“; Str. 1,6-8
"Der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann"

Entsinne Dich der Herrlichkeit des Vaters
entsinne Dich des göttlichen Glanzes
den Du verließest, um im Exil hier auf Erden
alle armen Sünder loszukaufen.
O Jesus! Dich in die Jungfrau Maria herab hineinbettend,
hast Du Deine unendliche Größe und Herrlichkeit verhüllt.
Ach, jene mütterliche Brust
die Dir zum zweiten Himmel wurde.
Entsinne Dich...

Entsinne Dich, wie an anderen Ufern
die goldenen Gestirne und der silberne Mond,
die ich in wolkenloser Bläue bestaune,
Deine Kinderaugen entzückt und verzaubert haben.
Mit jener kleinen Hand, die Maria streichelte,
stützest Du die ganze Welt und schenktest ihr Leben.
Und dachtest an mich,
Jesus, mein kleiner König
Entsinne Dich...

Entsinne Dich, wie in Einsamkeit
Du mit Deinen göttlichen Händen gearbeitet hast;
unerkannt zu leben war Dir die liebste Übung.
Du hast das Wissen der Menschen abgelehnt
Du, der Du mit einem Wort die Welt bezaubern konntest.
Dir gefiel es, Deine tiefe Weisheit zu verbergen.
Du schienst unwissend zu sein,
O All-Mächtiger Herr!
Entsinne Dich.

Entsinne Dich, wie Du fremd auf Erden,
heimatlos warst, Du, das Ewige Wort,
hattest nichts; nein, nicht einmal einen Stein,
keinen Unterschlupf, wie der Vogel der Lüfte.
O Jesus, komm herein zu mir, komm Deinen Kopf zu betten,
komm, Dich aufzunehmen ist meine Seele ganz und gar bereit,
mein liebster Retter,
ruhe in meinem Herzen.
Es gehört Dir.
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« Antwort #485 am: 02. Oktober 2014, 08:13:54 »
 ;tffhfdsds ;ksghtr

FEST DES HEILIGEN SCHUTZENGELS
Psalm 91(90),1-2.3-4.5-6.10-11.
Wer im Schutz des Höchsten wohnt
und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der sagt zum Herrn: «Du bist für mich Zuflucht und Burg,
mein Gott, dem ich vertraue.»

Er rettet dich aus der Schlinge des Jägers
und aus allem Verderben.
Er beschirmt dich mit seinen Flügeln,
unter seinen Schwingen findest du Zuflucht,
Schild und Schutz ist dir seine Treue.

Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten,
noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt,
nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht,
vor der Seuche, die wütet am Mittag.

Dir begegnet kein Unheil,
kein Unglück naht deinem Zelt.
Denn er befiehlt seinen Engeln,
dich zu behüten auf all deinen Wegen.


Evangelium nach Matthäus 18,1-5.10.
In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte
und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.
Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.
Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Gedicht „Mein liebster Jesus, entsinne Dich!“; Str. 9,11-12, 16
„Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten!"

Entsinne Dich Deiner göttlichen Zärtlichkeiten,
mit denen Du die allerkleinsten Kinder überhäuft hast;
wie sie möchte ich von Dir umarmt werden.
Ach, schenke mir Deine bezaubernden Küsse,
um im Himmelreich Deine göttliche Gegenwart zu genießen,
dann könnte ich die Tugend der Kindschaft ausüben;
hast Du nicht immer wieder gesagt:
„Das Himmelreich gehört den Kindern?“
Entsinne Dich...

„Kommt alle zu mir, ihr beladenden Seelen,
eure schweren Lasten werden alsbald leichter sein
und euer Durst wird auf ewig gestillt sein,
sodass aus eurem Inneren Quellen sprudeln werden“ (vgl. Mt 11,28; Joh 4,15).
Ich dürste, o mein Jesus! Nach diesem Wasser habe ich Verlangen;
mit seinen göttlichen Fluten lass meine Seele überschwemmt werden,
um meinen Aufenthalt
im Ozean der Liebe festzumachen;
zu Dir hin bin ich unterwegs.

Entsinne Dich, wie oft ich als Kind des Lichts
vergesse, meinem König richtig zu dienen.
O, hab Erbarmen mit meiner großen Schwäche;
in Deiner übergroßen Liebe, Jesus, verzeihe mir,
für die Erfordernisse des Himmelreichs habe die Güte mich zu ertüchtigen
zeige mir die im Evangelium verborgenen Geheimnisse.
Ach, wie ist dieses Buch aus Gold
mein allergrößter Schatz
Entsinne Dich...

Entsinne Dich der Feste der Engel.
Entsinne Dich der Harmonien im Himmel
und der Freude der erhabenen Himmelsformationen,
wenn ein Sünder die Augen zu Dir erhebt (vgl. Lk 15,10).
Ach, wie sehr möchte ich diesen großen Jubel vergrößern!
Jesus, für die Sünder will ich fortan unentwegt beten,
da ich doch in den Karmel kam,
um Deinen wundervollen Himmel zu bevölkern
Entsinne Dich.
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« Antwort #486 am: 03. Oktober 2014, 08:12:35 »
 ()*kjht545 ;medj

Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. Oktober 2014 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
"Liebe Kinder! Mit mütterlicher Liebe bitte ich euch, liebt einander. In euren Herzen möge es so sein, wie es mein Sohn von Anfang an gewünscht hat – an erster Stelle die Liebe zum himmlischen Vater und zu unserem Nächsten weit über allem Irdischen. Meine lieben Kinder, erkennt ihr denn nicht die Zeichen der Zeit? Erkennt ihr denn nicht, dass all dies um euch herum, alles was geschieht, geschieht weil es keine Liebe gibt? Begreift, dass die Rettung in den wahren Werten liegt. Nehmt die Macht des himmlischen Vaters an, liebt und achtet Ihn. Geht in den Fußspuren meines Sohnes. Ihr, meine Kinder, meine lieben Apostel, ihr versammelt euch immer von neuem um mich herum, weil ihr durstig seid. Ihr seid durstig nach Frieden, Liebe und Glück. Trinkt aus meinen Händen. Meine Hände reichen euch meinen Sohn, der die Quelle reinen Wassers ist. Er wird euren Glauben wieder beleben und eure Herzen reinigen, weil mein Sohn reine Herzen liebt, und reine Herzen meinen Sohn lieben. Nur reine Herzen sind demütig und haben einen festen Glauben. Solche Herzen ersuche ich von euch, meine Kinder. Mein Sohn hat mir gesagt, dass ich die Mutter der ganzen Welt bin. Euch, die ihr mich als solche annehmt, bitte ich, dass ihr mir mit eurem Leben, Gebet und Opfer helft, dass mich alle meine Kinder als Mutter annehmen, damit ich sie zur Quelle des reinen Wassers führen kann. Ich danke euch. Meine lieben Kinder, während euch eure Hirten mit ihren gesegneten Händen den Leib meines Sohnes reichen, dankt immer im Herzen meinem Sohn für das Opfer und für die Hirten, die Er euch immer von neuem gibt."
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« Antwort #487 am: 04. Oktober 2014, 10:11:48 »
 ;hqfj ;qfykkg

Psalm 119(118),66.71.75.91.125.130.
Lehre mich Erkenntnis und rechtes Urteil!
Ich vertraue auf deine Gebote.
Daß ich gedemütigt wurde, war für mich gut;
denn so lernte ich deine Gesetze.

Herr, ich weiß, daß deine Entscheide gerecht sind;
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.
Nach deiner Ordnung bestehen sie bis heute,
und dir ist alles dienstbar.

Ich bin dein Knecht. Gib mir Einsicht, damit ich verstehe, was du gebietest.
Die Erklärung deiner Worte bringt Erleuchtung,
den Unerfahrenen schenkt sie Einsicht.



Evangelium nach Lukas 10,17-24.
In jener Zeit kehrten die Zweiundsiebzig zurück und berichteten voll Freude: Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen.
Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.
Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.
Doch freut euch nicht darüber, daß euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, daß eure Namen im Himmel verzeichnet sind.
In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht.
Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Gedicht „Mein liebster Jesus, entsinne Dich!“; Str. 15, 23, 27-28
"Was du den Weisen und Klugen verborgen, hast du den Unmündigen aber offenbart"

Entsinne Dich, wie beim Anblick der Landschaft
Dein Göttliches Herz bereits die Ernte voraussah (Joh 4,35),
und wie Du Deine Augen zum heiligen Berg erhebend
die Namen Deiner Erwählten leise aussprachst,
auf dass Deine Ernte alsbald eingeholt würde.
Jeden Tag, o mein Gott, gebe ich mich hin und bete,
auf dass meine Freuden wie meine Tränen
Deinen Erntearbeitern zugute kommen.
Entsinne Dich...

Entsinne Dich, wie ein von Schmerzen gesättigter
Verurteilter sich dem Himmel zuwandte,
indem er ausrief: „Bald werdet ihr mich
in meiner Macht auf den Wolken des Himmels kommen sehen“ (vgl. Mk 14,62).
Dass er Sohn Gottes ist, niemand wollte das glauben (vgl. Mt 27,40f.).
Denn seine unaussprechliche Herrlichkeit, die war verborgen.
O Fürst des Friedens (Jes 9,5),
ich erkenne dich,
ich glaub an Dich! ..

Entsinne Dich, wie am Tag Deines Sieges
Du uns sagtest: „Wer den Sohn Gottes
In seiner Herrlichkeit nicht gesehen hat,
selig ist er, wenn dennoch er geglaubt hat!“ (vgl. Joh 20,29).
Im Schatten dieses Glaubens liebe ich Dich und bete Dich an.
O Jesus! Um Dich zu erblicken, erwarte ich geduldig das Morgenrot,
denn mein Verlangen ist nicht,
Dich hier unten zu erblicken
Entsinne Dich...

Entsinne Dich, wie Du zum Vater aufsteigend
uns nicht als Waisen zurücklassen konntest
und Dich an die Erde gefesselt hast,
dabei Deine göttlichen Strahlen verhüllen konntest,
doch selbst der Schatten Deiner Umhüllung ist voller Licht und ganz klar.
Lebendiges Brot unseres Glaubens, himmlische Nahrung (vgl. Joh 6,35),
O Geheimnis der Liebe!
Mein tägliches Brot,
Jesus, bist Du!
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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