Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 972060 mal)

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Offline vianney

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #800 am: 14. August 2015, 08:05:48 »
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Buch Josua 24,1-13.
In jenen Tagen versammelte Josua alle Stämme Israels in Sichem; er rief die Ältesten Israels, seine Oberhäupter, Richter und Listenführer zusammen, und sie traten vor Gott hin.
Josua sagte zum ganzen Volk: So spricht der Herr, der Gott Israels: Jenseits des Stroms wohnten eure Väter von Urzeiten an, Terach, der Vater Abrahams und der Vater Nahors und dienten anderen Göttern.
Da holte ich euren Vater Abraham von jenseits des Stroms und ließ ihn durch das ganze Land Kanaan ziehen. Ich schenkte ihm zahlreiche Nachkommenschaft und gab ihm Isaak.
Dem Isaak gab ich Jakob und Esau und ich verlieh Esau das Bergland Seïr, damit er es in Besitz nahm. Jakob aber und seine Söhne zogen nach Ägypten hinab.
Dann sandte ich Mose und Aaron und strafte Ägypten durch das, was ich in Ägypten tat. Danach habe ich euch herausgeführt,
ich führte eure Väter heraus aus Ägypten und ihr seid ans Meer gekommen. Die Ägypter aber verfolgten eure Väter mit Wagen und Pferden bis zum Schilfmeer.
Da schrien eure Väter zum Herrn und er legte zwischen euch und die Ägypter eine Finsternis und ließ das Meer über sie kommen, so dass es sie überflutete. Mit eigenen Augen habt ihr gesehen, was ich in Ägypten getan habe. Dann habt ihr euch lange in der Wüste aufgehalten.
Ich brachte euch in das Land der Amoriter, die jenseits des Jordan wohnten. Sie kämpften mit euch, aber ich gab sie in eure Gewalt; ihr habt ihr Land in Besitz genommen und ich habe sie euretwegen vernichtet.
Dann erhob sich der König Balak von Moab, der Sohn Zippors, und kämpfte gegen Israel. Er schickte Boten zu Bileam, dem Sohn Beors, und ließ ihn rufen, damit er euch verflucht.
Ich aber wollte keinen Fluch von Bileam hören. Darum musste er euch segnen und ich rettete euch aus seiner Gewalt.
Dann habt ihr den Jordan durchschritten und seid nach Jericho gekommen; die Bürger von Jericho kämpften gegen euch, ebenso die Amoriter, die Perisiter, die Kanaaniter, die Hetiter, die Girgaschiter, die Hiwiter und die Jebusiter und ich gab sie in eure Gewalt.
Ich habe Panik vor euch hergeschickt. Sie trieb die beiden Könige der Amoriter vor euch her; das geschah nicht durch dein Schwert und deinen Bogen.
Ich gab euch ein Land, um das ihr euch nicht bemüht hattet, und Städte, die ihr nicht erbaut hattet. Ihr habt in ihnen gewohnt und ihr habt von Weinbergen und Ölbäumen gegessen, die ihr nicht gepflanzt hattet.

Psalm 136(135),1-3.16-18.21-23.
Danket dem Herrn, denn er ist gütig,
denn seine Huld währt ewig!
Danket dem Gott aller Götter,
denn seine Huld währt ewig!
Danket dem Herrn aller Herren,
denn seine Huld währt ewig.

Der sein Volk durch die Wüste führte,
denn seine Huld währt ewig.
Der große Könige schlug,
denn seine Huld währt ewig,
und mächtige Könige tötete,
denn seine Huld währt ewig.

Der ihr Land zum Erbe gab,
denn seine Huld währt ewig.
Der es Israel gab, seinem Knecht,
der an uns dachte in unsrer Erniedrigung,
denn seine Huld währt ewig.




Evangelium nach Matthäus 19,3-12.
In jener Zeit kamen Pharisäer zu Jesus, die ihm eine Falle stellen wollten, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen?
Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat
und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein?
Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Da sagten sie zu ihm: Wozu hat dann Mose vorgeschrieben, dass man der Frau eine Scheidungsurkunde geben muss, wenn man sich trennen will?
Er antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so.
Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch.
Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut, zu heiraten.
Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist.
Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht, und manche haben sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Angelusansprache am 06/02/1994 (trad. ORf)
„Am Anfang schuf Gott Mann und Frau"

Gemäß seinem uranfänglichen Plan, hat Gott den Mann und die Frau nach seinem Bilde geschaffen. Die Hl. Schrift sagt: „Als Abbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1,27). Es ist also wichtig, diese große Wahrheit im Buch Genesis zu verstehen: Jenes Abbild seiner selbst, das Gott in den Menschen hineingelegt hat, vollzieht sich auch in der gegenseitigen Ergänzung der Geschlechter. Mann und Frau, die sich in der Ehe vereinen, spiegeln das Bild Gottes wider und werden in gewisser Weise zur Offenbarung seiner Liebe. Nicht nur in Bezug auf die Liebe, die Gott zu den Menschen hegt, sondern auch in Bezug auf die geheimnisvolle Verbindung, die das innerste Leben der drei göttlichen Personen ausmacht.

Außerdem kann man die Zeugung an sich bereits als Abbild Gottes betrachten, die aus der Familie ein Heiligtum des Lebens macht. Der Apostel Paulus sagt: „Jedes Geschlecht wird nach Gott benannt“ (vgl. Eph 3,14-15). Er ist die allerletzte Quelle des Lebens. Man kann also behaupten, dass der Stammbaum einer jeglichen Person mit seinen Wurzeln in die Ewigkeit hineinragt. Indem sie ein Kind zeugen, erweisen sich die Menschen als Mitarbeiter Gottes! Eine wahrhaft erhabene Mission! Daher ist es nicht verwunderlich, dass Jesus der Ehe die Würde eines Sakraments zusprechen wollte und dass der Hl. Paulus von ihr als einem „großen Geheimnis“ spricht, indem er sie in Beziehung setzt zur Einheit von Christus mit seiner Kirche (Eph 5,32).
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #801 am: 15. August 2015, 09:56:13 »
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Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel


Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Johannes von Damaskus : Die Lade des Neuen Bundes tritt in den himmlischen Tempel ein (vgl. 1 Kön 8; Offb 11,19)

Die Texte des Tages als Audio

Buch der Offenbarung 11,19a.12,1-6a.10ab.
Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar.
Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.
Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.
Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen.
Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab. Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war.
Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt.
Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte.
Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen:
Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten.

Psalm 45(44),11-12.16.18.
Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr,
vergiss dein Volk und dein Vaterhaus!
Der König verlangt nach deiner Schönheit;
er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm!

Man geleitet sie mit Freude und Jubel,
sie ziehen ein in den Palast des Königs.
Ich will deinen Namen rühmen von Geschlecht zu Geschlecht;
darum werden die Völker dich preisen immer und ewig.



Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 15,20-27a.
Brüder! Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.
Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten.
Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.
Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören.
Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft vernichtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.
Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat.
Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod.
Sonst hätte er ihm nicht alles zu Füßen gelegt.

Evangelium nach Lukas 1,39-56.
In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.
Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.
Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehn.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes von Damaskus (um 675-749), Mönch, Theologe und Kirchenlehrer
2. Homilie am Fest der "dormitio", des Entschlafens der Gottesmutter, 2,3
Die Lade des Neuen Bundes tritt in den himmlischen Tempel ein (vgl. 1 Kön 8; Offb 11,19)

Heute ruht die heilige und lebendige Bundeslade des lebendigen Gottes, deren Schoß ihren eigenen Schöpfer getragen hatte, im Tempel des Herrn, des Tempels, der nicht von Menschenhand gebaut wurde. David, ihr Vorfahre und der Verwandte Gottes, tanzt vor Freude (vgl. 2Sam 7,14); die Engel tanzen im Chor, die Erzengel klatschen und die Mächte der Himmel besingen ihre Herrlichkeit...


Diejenige, die für alle das wahre Leben hat hervorsprudeln lassen – wie könnte sie unter die Herrschaft des Todes fallen? Als Tochter des alten Adam unterwirft sie sich natürlich dem Urteilsspruch, der gegen ihn geschleudert wurde, denn ihr Sohn, der das Leben selber ist, hat sich ihm nicht entzogen; doch als Mutter des lebendigen Gottes ist es nur recht und billig, dass sie zu ihm empor getragen wird... Wie soll die, die in sich das Leben selbst, ohne Anfang und Ende, empfangen hat, nicht in Ewigkeit leben? Einst waren die ersten Eltern unserer sterblichen Rasse, betrunken vom Wein des Ungehorsams..., den Geist beschwert durch die Unmäßigkeit der Sünde, in den Schlaf des Todes gefallen; der Herr hatte sie aus dem Paradies Eden gejagt und hinausgewiesen. Jetzt aber, wie könnte das Paradies jene nicht aufnehmen, ihr nicht voller Freude die Tore öffnen, die keine Sünde begangen hat und die das Kind des Gehorsams dem Gott und Vater gegenüber zur Welt gebracht hat?... Denn Christus, der das Leben und die Wahrheit ist, hat gesagt: „dort wo ich bin, wird auch mein Diener sein“ (Joh 12,26), wie sollte mit noch größerer Berechtigung seine Mutter nicht bei ihm wohnen?...


Nun also sollen „die Himmel sich freuen“, alle Engel sie preisen. „Die Erde frohlocke“ (Ps 95,11), die Menschen sollen jubeln vor Freude. Die Lüfte sollen widerhallen von Freudengesängen; die Nacht soll ihre Finsternis und ihren Trauermantel abwerfen... Denn die lebendige Stadt des Herrn, des Gottes der Heerscharen, wurde erhöht. Vom Heiligtum des Sion her bringen Könige unschätzbare Geschenke dar (vgl. Ps 67,30b); die Apostel, die Christus als Fürsten über die Erde eingesetzt hat, begleiten die Mutter Gottes, die Immer-Jungfräuliche, ins himmlische Jerusalem, das frei ist und unsere Mutter (vgl. Gal 4,26).
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« Antwort #802 am: 16. August 2015, 11:46:26 »
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Buch der Sprüche 9,1-6.
Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, ihre sieben Säulen behauen.
Sie hat ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt und schon ihren Tisch gedeckt.
Sie hat ihre Mägde ausgesandt und lädt ein auf der Höhe der Stadtburg:
Wer unerfahren ist, kehre hier ein. Zum Unwissenden sagt sie:
Kommt, esst von meinem Mahl, und trinkt vom Wein, den ich mischte.
Lasst ab von der Torheit, dann bleibt ihr am Leben, und geht auf dem Weg der Einsicht!

Psalm 34(33),2-3.10-11.12-13.14-15.
Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und sich freuen.

Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen;
denn wer ihn fürchtet, leidet keinen Mangel.
Reiche müssen darben und hungern;
wer aber den Herrn sucht, braucht kein Gut zu entbehren.

Kommt, ihr Kinder, hört mir zu!
Ich will euch in der Furcht des Herrn unterweisen.
Wer ist der Mensch, der das Leben liebt
und gute Tage zu sehen wünscht?

Bewahre deine Zunge vor Bösem
und deine Lippen vor falscher Rede!
Meide das Böse, und tu das Gute;
suche Frieden, und jage ihm nach!




Brief des Apostels Paulus an die Epheser 5,15-20.
Brüder! Achtet also sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht töricht, sondern klug.
Nutzt die Zeit; denn diese Tage sind böse.
Darum seid nicht unverständig, sondern begreift, was der Wille des Herrn ist.
Berauscht euch nicht mit Wein - das macht zügellos -, sondern lasst euch vom Geist erfüllen!
Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder erklingen, wie der Geist sie eingibt. Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des Herrn!
Sagt Gott, dem Vater, jederzeit Dank für alles im Namen Jesu Christi, unseres Herrn!

Evangelium nach Johannes 6,51-58.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.
Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gaudentius von Brescia (?-nach 406), Bischof
Homilie in der Osterzeit; CSEL 68,30
„Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt bleibt in mir und ich bleibe in ihm“

Das himmlische Opfer, das Christus eingesetzt hat, ist wirklich das durch seinen neuen Bund eingesetzte Erbe. Er hat es uns hinterlassen in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, um gekreuzigt zu werden, als Zeichen seiner Gegenwart. Er ist die Wegzehrung unserer Reise, unsere Nahrung auf dem Lebensweg, bis wir das Leben erreichen, indem wir die Welt verlassen. Deshalb sagte der Herr: „Wenn ihr mein Fleisch nicht esst und mein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht.“


Er wollte, dass seine Wohltaten unter uns gegenwärtig bleiben. Er wollte, dass die durch sein kostbares Blut zurückgekauften Seelen immer nach dem Vorbild seiner eigenen Passion geheiligt werden würden. Deshalb hat er seinen treuen Jüngern, die er zu den ersten Priestern seiner Kirche gemacht hatte, aufgetragen, ohne Unterlass diese Geheimnisse des ewigen Lebens zu feiern... Deshalb sollte das ganze Volk der Gläubigen täglich die Darstellung der Passion Christi vor Augen haben. Indem wir sie in Händen halten, indem wir sie in unserem Mund empfangen und in unserem Herzen, bewahren wir eine unauslöschliche Erinnerung unserer Erlösung.


Das Brot muss aus dem Mehl zahlloser Weizenkörner gemacht sein, mit Wasser gemischt und durch das Feuer vollendet. Hier findet man also ein Bild, das dem Leib Christi nachgebildet ist, denn wir wissen, dass er einen einzigen Leib formt mit der Vielzahl der Menschen, der vollendet wurde durch das Feuer des Heiligen Geistes... Auch der Wein seines Blutes wurde aus vielen Reben gewonnen, aus den Trauben, die durch ihn gepflanzt wurden. Sie wurden gepresst in der Kelter des Kreuzes. Nachdem er in die Herzen der Gläubigen ausgegossen wurde, fließt er dort in eigener Kraft.


Das ist also das Opfer des Paschalammes, das all jenen das Heil bringt, die aus der Knechtschaft Ägyptens und Pharaos befreit wurden, des Dämons nämlich. Empfangt das Paschalamm in Gemeinschaft mit uns mit der ganzen Inbrunst eines gläubigen Herzens.
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« Antwort #803 am: 17. August 2015, 08:02:50 »
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Buch der Richter 2,11-19.
In jenen Tagen taten die Israeliten, was dem Herrn missfiel, und dienten den Baalen.
Sie verließen den Herrn, den Gott ihrer Väter, der sie aus Ägypten herausgeführt hatte, und liefen anderen Göttern nach, den Göttern der Völker, die rings um sie wohnen. Sie warfen sich vor ihnen nieder und erzürnten dadurch den Herrn.
Als sie den Herrn verließen und dem Baal und den Astarten dienten,
entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel. Er gab sie in die Gewalt von Räubern, die sie ausplünderten, und lieferte sie der Gewalt ihrer Feinde ringsum aus, so daß sie ihren Feinden keinen Widerstand mehr leisten konnten.
Sooft sie auch in den Krieg zogen, war die Hand des Herrn gegen sie, und sie hatten kein Glück, wie der Herr gesagt und ihnen geschworen hatte. So gerieten sie in große Not.
Der Herr aber setzte Richter ein, die sie aus der Gewalt der Räuber befreiten.
Doch sie gehorchten auch ihren Richtern nicht, sondern gaben sich anderen Göttern hin und warfen sich vor ihnen nieder. Rasch wichen sie von dem Weg ab, den ihre Väter, den Geboten des Herrn gehorsam, gegangen waren. Sie handelten nicht so wie ihre Väter.
Wenn aber der Herr bei ihnen Richter einsetzte, dann war der Herr mit dem Richter und rettete die Israeliten aus der Gewalt ihrer Feinde, solange der Richter lebte; denn der Herr hatte Mitleid mit ihnen, wenn sie über ihre Feinde und Unterdrücker klagten.
Sobald aber der Richter gestorben war, wurden sie rückfällig und trieben es noch schlimmer als ihre Väter, liefen anderen Göttern nach, dienten ihnen und warfen sich vor ihnen nieder. Sie ließen nicht ab von ihrem bösen Treiben und von ihrem störrischen Verhalten.

Psalm 106(105),34-35.36-37.39-40.43-44.
Sie rotteten die Völker nicht aus,
wie ihnen der Herr einst befahl.
Sie vermischten sich mit den Heiden
und lernten von ihren Taten.

Sie dienten ihren Götzen;
die wurden ihnen zur Falle.
Sie brachten ihre Söhne und Töchter dar
als Opfer für die Dämonen.

Sie wurden durch ihre Taten unrein
und brachen Gott mit ihrem Tun die Treue.
Der Zorn des Herrn entbrannte gegen sein Volk,
er empfand Abscheu gegen sein Erbe.

Oft hat er sie befreit;
sie aber trotzten seinem Beschluss
und versanken in ihrer Schuld.
Doch als er ihr Flehen hörte,
sah er auf ihre Not.




Evangelium nach Matthäus 19,16-22.
In jener Zeit kam ein Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?
Er antwortete: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist «der Gute». Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote!
Darauf fragte er ihn: Welche? Jesus antwortete: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen;
ehre Vater und Mutter! Und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!
Der junge Mann erwiderte ihm: Alle diese Gebote habe ich befolgt. Was fehlt mir jetzt noch?
Jesus antwortete ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach.
Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor der Große (um 540-604), Papst und Kirchenlehrer
Homilien über das Evangelium, Nr. 5; PL 76, 1093
„Du wirst einen Schatz im Himmel haben“

Keiner, der sieht, wie manche Menschen große Güter zurücklassen, soll sich sagen: „Ich würde es gerne denen nachmachen, die sich so von der Welt lösen; aber was kann ich denn schon aufgeben? Ich habe ja nichts.“ Ihr löst euch von Vielen, liebe Brüder, wenn ihr den weltlichen Begierden entsagt. So bescheiden unsere weltliche Habe auch sein mag, in den Augen des Herrn genügt sie. Denn er schaut auf das Herz, nicht auf das Vermögen; er schaut nicht darauf, wie viel wir ihm opfern, sondern darauf, wie viel Liebe uns zu unserem Opfer bewegt… Das Reich Gottes hat keinen Preis, und doch kostet es dich genau das, was du hast… Es kostete Petrus und Andreas das Zurücklassen ihres Bootes und ihrer Netze; es kostete die Witwe zwei kleine Münzen (Lk 21,2); es kostete einem Anderen ein Glas frisches Wasser (Mt 10,42). Das Reich Gottes kostet dich, wie gesagt, das, was du hast. Findet ihr, liebe Brüder etwas, das leichter zu erwerben und kostbarer zu besitzen ist?

Aber vielleicht hast du nicht einmal ein Glas frisches Wasser, um es dem Armen zu geben, der es braucht? Sogar in diesem Fall beschwichtigt uns das Wort Gottes…: „Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade“ (Lk 2,14). Wenn das Herz voller guten Willens ist, dann ist ja in den Augen Gottes immer etwas in der Hand, was du schenken kannst… Wenn ich dir, mein Gott, auch nichts Sichtbares anbieten kann, so finde ich doch in mir selbst das, was ich zu deinem Lob auf den Altar legen kann…: du hast Freude an Dankopfern (vgl. Ps 56,13).

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« Antwort #804 am: 18. August 2015, 14:15:57 »
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Buch der Richter 6,11-24a.
In jenen Tagen kam der Engel des Herrn und setzte sich unter die Eiche bei Ofra, die dem Abiësriter Joasch gehörte. Sein Sohn Gideon war gerade dabei, in der Kelter Weizen zu dreschen, um ihn vor Midian in Sicherheit zu bringen.
Da erschien ihm der Engel des Herrn und sagte zu ihm: Der Herr sei mit dir, starker Held.
Doch Gideon sagte zu ihm: Ach, mein Herr, ist der Herr wirklich mit uns? Warum hat uns dann all das getroffen? Wo sind alle seine wunderbaren Taten, von denen uns unsere Väter erzählt haben? Sie sagten doch: Wirklich, der Herr hat uns aus Ägypten heraufgeführt. Jetzt aber hat uns der Herr verstoßen und uns der Faust Midians preisgegeben.
Da wandte sich der Herr ihm zu und sagte: Geh und befrei mit der Kraft, die du hast, Israel aus der Faust Midians! Ja, ich sende dich.
Er entgegnete ihm: Ach, mein Herr, womit soll ich Israel befreien? Sieh doch, meine Sippe ist die schwächste in Manasse, und ich bin der Jüngste im Haus meines Vaters.
Doch der Herr sagte zu ihm: Weil ich mit dir bin, wirst du Midian schlagen, als wäre es nur ein Mann.
Gideon erwiderte ihm: Wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, dann gib mir ein Zeichen dafür, dass du selbst es bist, der mit mir redet.
Entfern dich doch nicht von hier, bis ich zu dir zurückkomme; ich will eine Gabe für dich holen und sie vor dich hinlegen. Er sagte: Ich werde bleiben, bis du zurückkommst.
Gideon ging ins Haus hinein und bereitete ein Ziegenböckchen zu sowie ungesäuerte Brote von einem Efa Mehl. Er legte das Fleisch in einen Korb, tat die Brühe in einen Topf, brachte beides zu ihm hinaus unter die Eiche und setzte es ihm vor.
Da sagte der Engel Gottes zu ihm: Nimm das Fleisch und die Brote, und leg sie hier auf den Felsen, die Brühe aber gieß weg! Gideon tat es.
Der Engel des Herrn streckte den Stab aus, den er in der Hand hatte, und berührte mit seiner Spitze das Fleisch und die Brote. Da stieg Feuer von dem Felsblock auf und verzehrte das Fleisch und die Brote. Der Engel des Herrn aber war Gideons Augen entschwunden.
Als nun Gideon sah, dass es der Engel des Herrn gewesen war, sagte er: Weh mir, Herr und Gott, ich habe den Engel des Herrn von Angesicht zu Angesicht gesehen.
Der Herr erwiderte ihm: Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben.
Gideon errichtete an jener Stelle einen Altar für den Herrn und nannte ihn: Der Herr ist Friede.

Psalm 85(84),9.11-12.13-14.
Ich will hören, was Gott redet:
Frieden verkündet der Herr seinem Volk
und seinen Frommen,
den Menschen mit redlichem Herzen.

Es begegnen einander Huld und Treue;
Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
Treue sprosst aus der Erde hervor;
Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.

Auch spendet der Herr dann Segen,
und unser Land gibt seinen Ertrag.
Gerechtigkeit geht vor ihm her,
und Heil folgt der Spur seiner Schritte.




Evangelium nach Matthäus 19,23-30.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen.
Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden?
Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich.
Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?
Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.
Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Petrus Damiani (1007-1072), Einsiedler, dann Bischof und Kirchenlehrer
Predigt 9; PL 144, 549-553
„Jetzt in dieser Zeit wird er das Hundertfache dafür empfangen“ (Mk 10,30)

Wenn wir dem nachfolgen wollen, der „keinen Ort hatte, wo er sein Haupt hinlegen konnte“(Lk 9,58), und „der nicht gekommen ist, um seinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der ihn gesandt hat“ (Joh 6,38), dann müssen wir so leben, als gehörte uns unser Besitz nicht, und dürfen nicht unserem eigenen Willen folgen... Alsbald werden wir an uns selbst erfahren, was die Mensch gewordene Wahrheit einem jeden verspricht, der alles verlässt und ihm nachfolgt: „er wird das Hundertfache dafür empfangen... und in der kommenden Welt das ewige Leben“ (Mk 10,30). Das Geschenk des Hundertfachen ist uns tatsächlich eine Hilfe für unterwegs, und der Besitz des ewigen Lebens wird uns in der himmlischen Heimat für ewig glücklich machen.


Woraus besteht aber dieses Hundertfache? Es besteht ganz einfach aus den Tröstungen des Geistes, der süß wie Honig ist, aus seinen Heimsuchungen und seinen ersten Früchten; auch aus dem Zeugnis unseres Gewissens, aus der beglückenden und frohen Erwartung der Gerechten und aus der Erinnerung an die erlebte überströmende Güte Gottes und seiner wahrhaft maßlosen Sanftheit. Wer diese Gaben erfahren hat, dem braucht man nichts darüber erzählen, und wer könnte sie mit einfachen Worten denen beschreiben, die sie nicht erfahren haben?




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Offline vianney

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #805 am: 19. August 2015, 08:06:16 »
 ;mloda ;ksghtr

Buch der Richter 9,6-15.
In jenen Tagen versammelten sich alle Bürger von Sichem und Bet-Millo, zogen zu der Eiche, die bei Sichem steht, und machten Abimelech zum König.
Als man das Jotam meldete, stellte er sich auf den Gipfel des Berges Garizim und rief ihnen mit erhobener Stimme zu: Hört auf mich, ihr Bürger von Sichem, damit Gott auf euch hört.
Einst machten sich die Bäume auf, um sich einen König zu salben, und sie sagten zum Ölbaum: Sei du unser König!
Der Ölbaum sagte zu ihnen: Soll ich mein Fett aufgeben, mit dem man Götter und Menschen ehrt, und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken?
Da sagten die Bäume zum Feigenbaum: Komm, sei du unser König!
Der Feigenbaum sagte zu ihnen: Soll ich meine Süßigkeit aufgeben und meine guten Früchte und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken?
Da sagten die Bäume zum Weinstock: Komm, sei du unser König!
Der Weinstock sagte zu ihnen: Soll ich meinen Most aufgeben, der Götter und Menschen erfreut, und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken?
Da sagten alle Bäume zum Dornenstrauch: Komm, sei du unser König!
Der Dornenstrauch sagte zu den Bäumen: Wollt ihr mich wirklich zu eurem König salben? Kommt, findet Schutz in meinem Schatten! Wenn aber nicht, dann soll vom Dornenstrauch Feuer ausgehen und die Zedern des Libanon fressen.

Psalm 21(20),2-3.4-5.6-7.
An deiner Macht, Herr, freut sich der König;
über deine Hilfe, wie jubelt er laut!
Du hast ihm den Wunsch seines Herzens erfüllt,
ihm nicht versagt, was seine Lippen begehrten.

Du kamst ihm entgegen mit Segen und Glück,
du kröntest ihn mit einer goldenen Krone.
Leben erbat er von dir, du gabst es ihm,
viele Tage, für immer und ewig.

Groß ist sein Ruhm durch deine Hilfe,
du hast ihn bekleidet mit Hoheit und Pracht.
Du machst ihn zum Segen für immer;
wenn du ihn anblickst, schenkst du ihm große Freude.




Evangelium nach Matthäus 20,1-16a.
In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.
Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg.
Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten.
Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist.
Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso.
Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?
Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den letzten, bis hin zu den ersten.
Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar.
Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar.
Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren,
und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen.
Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart?
Nimm dein Geld und geh! Ich will dem letzten ebensoviel geben wie dir.
Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich (zu anderen) gütig bin?
So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilie zum Karfreitag „Das Kreuz und der Schächer“
Der Mann der elften Stunde: „Die Letzten werden die Ersten sein“

Was hat der Schächer denn getan, dass ihm nach dem Kreuz das Paradies zuteil wurde?... Nun, Petrus hat Christus verleugnet, der Schächer hingegen hat für ihn vom Kreuz herab Zeugnis abgelegt. Das sage ich nicht, um Petrus klein zu machen; ich sage es, um die Seelengröße des Schächers zu verdeutlichen... Dieser Schächer hat von der schimpfenden und kreischenden Menge, die ihn umringte und ihn mit Hohn und Spott überschüttete, keine Notiz genommen. Er hat sich nicht einmal mit seiner eigenen miserablen Situation als Gekreuzigter befasst. Er hat mit einem Blick voll Glauben über all das hinweggesehen... Er wandte sich dem Herrn des Himmels zu und sagte zu ihm: „Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst“ (Lk 23,42). Gehen wir nicht leichtfertig über das Beispiel hinweg, das uns der Schächer gegeben hat, und schämen wir uns nicht, in ihm einen Lehrmeister zu sehen – wo doch unser Herr sich nicht schämte, ihn als ersten ins Paradies zu führen!...


Zu ihm hat er nicht, wie zu Petrus, gesagt: „Komm her, folge mir nach, ich werde dich zu einem Menschenfischer machen“ (Mt 4,19). Zu ihm hat er auch nicht, wie zu den Zwölfen, gesagt: „Ihr werdet auf zwölf Thronen sitzen, um die zwölf Stämme Israels zu richten“ (Mt 19,28). Er hat ihm keinen Titel verliehen und ihm kein Wunder gezeigt. Der Schächer hat nicht mit angesehen, wie er einen Toten auferweckte oder Dämonen austrieb, auch nicht, wie das Meer ihm gehorchte. Christus hat ihm nichts vom Reich erzählt, nichts von der Hölle. Dennoch hat der Schächer vor allen Zeugnis abgelegt, und erhielt als Erbe das Reich.




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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #806 am: 20. August 2015, 08:02:56 »
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Buch der Richter 11,29-39a.
In jenen Tagen kam der Geist des Herrn über Jiftach, und Jiftach zog durch Gilead und Manasse nach Mizpa in Gilead, und von Mizpa in Gilead zog er gegen die Ammoniter.
Jiftach legte dem Herrn ein Gelübde ab und sagte: Wenn du die Ammoniter wirklich in meine Gewalt gibst
und wenn ich wohlbehalten von den Ammonitern zurückkehre, dann soll, was immer mir als erstes aus der Tür meines Hauses entgegenkommt, dem Herrn gehören, und ich will es ihm als Brandopfer darbringen.
Darauf zog Jiftach gegen die Ammoniter in den Kampf, und der Herr gab sie in seine Gewalt.
Er schlug sie im ganzen Gebiet zwischen Aroër und Minnit bis hin nach Abel-Keramim vernichtend und nahm zwanzig Städte ein. So wurden die Ammoniter vor den Augen der Israeliten gedemütigt.
Als Jiftach nun nach Mizpa zu seinem Haus zurückkehrte, da kam ihm seine Tochter entgegen; sie tanzte zur Pauke. Sie war sein einziges Kind; er hatte weder einen Sohn noch eine andere Tochter.
Als er sie sah, zerriss er seine Kleider und sagte: Weh, meine Tochter! Du machst mich niedergeschlagen und stürzt mich ins Unglück. Ich habe dem Herrn mit eigenem Mund etwas versprochen und kann nun nicht mehr zurück.
Sie erwiderte ihm: Mein Vater, wenn du dem Herrn mit eigenem Mund etwas versprochen hast, dann tu mit mir, was du versprochen hast, nachdem dir der Herr Rache an deinen Feinden, den Ammonitern, verschafft hat.
Und sie sagte zu ihrem Vater: Nur das eine möge mir gewährt werden: Lass mir noch zwei Monate Zeit, damit ich in die Berge gehe und zusammen mit meinen Freundinnen meine Jugend beweine.
Er entgegnete: Geh nur!, und ließ sie für zwei Monate fort. Sie aber ging mit ihren Freundinnen hin und beweinte ihre Jugend in den Bergen.
Als zwei Monate zu Ende waren, kehrte sie zu ihrem Vater zurück, und er tat mit ihr, was er gelobt hatte.

Psalm 40(39),2.4ab.7-8.9-10.
Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn.
Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.
Er legte mir ein neues Lied in den Mund,
einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott.

An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen,
Brand- und Sündopfer forderst du nicht.
Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;
darum sage ich: Ja, ich komme.
In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude,
deine Weisung trag' ich im Herzen.
Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde,
meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.




Evangelium nach Matthäus 22,1-14.
In jener Zeit erzählte Jesus den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete.
Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen.
Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!
Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden,
wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um.
Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen.
Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert eingeladen zu werden.
Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein.
Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen.
Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte.
Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wusste der Mann nichts zu sagen.
Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.
Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Jakobus von Saroug (um 449-521), Mönch, syrischer Bischof
Predigt über den Schleier des Mose
„Kommt zum Hochzeitsmahl“

Frauen sind mit ihren Ehemännern nicht so eng verbunden wie die Kirche mit dem Gottessohn. Welcher Gemahl außer unserem Herrn ist je für seine Gemahlin gestorben, welche Gemahlin hat je einen Gekreuzigten zum Gemahl genommen? Wer hat je seiner Gemahlin sein Blut zum Geschenk gemacht, wenn nicht der, der am Kreuz starb und den Ehebund mit seinen Wunden besiegelt hat? Wen hat man je tot bei seinem Hochzeitsmahl zu Tische liegen sehen, die Gemahlin an seiner Seite, die ihn umklammert hält, weil sie Trost sucht? Bei welchem anderen Fest, welchem anderen Festmahl hat man unter den Gästen den Leib des Ehegemahls in Brotsgestalt verteilt?


Der Tod scheidet Ehefrauen von ihren Männern, hier aber vereinigt er die Gemahlin mit ihrem Geliebten. Er ist am Kreuz gestorben, hat seinen Leib seiner strahlenden Gemahlin hinterlassen, und sie nimmt ihn jetzt Tag für Tag an ihrem Tisch als Nahrung zu sich... Sie ernährt sich davon in der Gestalt von Brot, das sie isst, und in der Gestalt von Wein, den sie trinkt, damit die Welt erkennen möge, dass sie nicht mehr zwei sind, sondern eins.



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« Antwort #807 am: 21. August 2015, 08:04:51 »
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Buch Rut 1,1.3-6.14b-16.22.
Zu der Zeit, als die Richter regierten, kam eine Hungersnot über das Land. Da zog ein Mann mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen aus Betlehem in Juda fort, um sich als Fremder im Grünland Moabs niederzulassen.
Elimelech, der Mann Noomis, starb und sie blieb mit ihren beiden Söhnen zurück.
Diese nahmen sich moabitische Frauen, Orpa und Rut, und so wohnten sie dort etwa zehn Jahre lang.
Dann starben auch Machlon und Kiljon und Noomi blieb allein, ohne ihren Mann und ohne ihre beiden Söhne.
Da brach sie mit ihren Schwiegertöchtern auf, um aus dem Grünland Moabs heimzukehren; denn sie hatte dort gehört, der Herr habe sich seines Volkes angenommen und ihm Brot gegeben.
Doch dann gab Orpa ihrer Schwiegermutter den Abschiedskuss, während Rut nicht von ihr ließ.
Noomi sagte: Du siehst, deine Schwägerin kehrt heim zu ihrem Volk und zu ihrem Gott. Folge ihr doch!
Rut antwortete: Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren. Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott.
So kehrte Noomi mit Rut, ihrer moabitischen Schwiegertochter, aus dem Grünland Moabs heim. Zu Beginn der Gerstenernte kamen sie in Betlehem an.

Psalm 146(145),2.5.6-7.8-9ab.9cd-10.
Ich will den Herrn loben, solange ich lebe,
meinem Gott singen und spielen, solange ich da bin.
Wohl dem, dessen Halt der Gott Jakobs ist
und der seine Hoffnung auf den Herrn, seinen Gott, setzt.

Der Herr hat Himmel und Erde gemacht,
das Meer und alle Geschöpfe;
er hält ewig die Treue.
Recht verschafft er den Unterdrückten,
den Hungernden gibt er Brot;
der Herr befreit die Gefangenen.

Der Herr öffnet den Blinden die Augen,
er richtet die Gebeugten auf.
Der Herr beschützt die Fremden
und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht.

Der Herr liebt die Gerechten,
doch die Schritte der Frevler leitet er in die Irre.
Der Herr ist König auf ewig,
dein Gott, Zion, herrscht von Geschlecht zu Geschlecht.




Evangelium nach Matthäus 22,34-40.
In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen.
Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn:
Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?
Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.
Das ist das wichtigste und erste Gebot.
Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Basilius (um 330-379), Mönch und Bischof von Caesarea in Kappadozien, Kirchenlehrer
Die großen Mönchsregeln, § 3
„Das ist das erste Gebot… Ebenso wichtig ist das zweite“

Wir haben das Gebot empfangen: unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst. Hat Gott uns aber nicht auch eine natürliche Veranlagung dazugegeben? [...] Unserer Natur ist doch nichts gemäßer als miteinander zu leben, voneinander Kenntnis zu haben, unseresgleichen zu lieben. Der Herr verlangt also, dass der Keim, den er doch in uns hineingelegt hat, zur Frucht wird, wenn er sagt: „Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander!“ (Joh 13,34).


Es war seine Absicht, unsere Seelen dazu anzuregen, diesem Gebot Folge zu leisten; er wollte nicht, dass Wunder oder außergewöhnliche Taten als Erkennungsmerkmale seiner Jünger gelten, obwohl die Jünger im Heiligen Geist diese Gaben erhalten hatten. Er sagte vielmehr: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt“ (Joh 13,35). Und er verbindet die beiden Gebote so eng miteinander, dass er jede gute Tat am Nächsten als an sich selbst vollzogen betrachtet: „Denn ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben.“ Und er fügt hinzu: „Alles, was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,35-40).


Das Befolgen des ersten Gebotes beinhaltet also auch die Befolgung des zweiten, und durch das zweite kehrt man zum ersten zurück. Wer Gott liebt, liebt also auch seinen Nächsten: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten. Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe“ (Joh 14,23; 15,12). Ich sage es also noch einmal: Wer seinen Nächsten liebt, erfüllt seine Pflicht Gott zu lieben, denn Gott betrachtet diese Gabe als an sich selbst vollzogen.


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La Salette 1846



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