Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971688 mal)

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« Antwort #1120 am: 29. Juni 2016, 07:55:34 »
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Hochfest der Hll. Petrus und Paulus, Apostel

Heute auch : Hl. Petrus und Hl. Paulus, Apostel

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Maximus von Turin : „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 12,1-11.
In jenen Tagen ließ der König Herodes einige aus der Gemeinde verhaften und misshandeln.
Jakobus, den Bruder des Johannes, ließ er mit dem Schwert hinrichten.
Als er sah, dass es den Juden gefiel, ließ er auch Petrus festnehmen. Das geschah in den Tagen der Ungesäuerten Brote.
Er nahm ihn also fest und warf ihn ins Gefängnis. Die Bewachung übertrug er vier Abteilungen von je vier Soldaten. Er beabsichtigte, ihn nach dem Paschafest dem Volk vorführen zu lassen.
Petrus wurde also im Gefängnis bewacht. Die Gemeinde aber betete inständig für ihn zu Gott.
In der Nacht, ehe Herodes ihn vorführen lassen wollte, schlief Petrus, mit zwei Ketten gefesselt, zwischen zwei Soldaten; vor der Tür aber bewachten Posten den Kerker.
Plötzlich trat ein Engel des Herrn ein, und ein helles Licht strahlte in den Raum. Er stieß Petrus in die Seite, weckte ihn und sagte: Schnell, steh auf! Da fielen die Ketten von seinen Händen.
Der Engel aber sagte zu ihm: Gürte dich, und zieh deine Sandalen an! Er tat es. Und der Engel sagte zu ihm: Wirf deinen Mantel um, und folge mir!
Dann ging er hinaus, und Petrus folgte ihm, ohne zu wissen, dass es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah; es kam ihm vor, als habe er eine Vision.
Sie gingen an der ersten und an der zweiten Wache vorbei und kamen an das eiserne Tor, das in die Stadt führt; es öffnete sich ihnen von selbst. Sie traten hinaus und gingen eine Gasse weit; und auf einmal verließ ihn der Engel.
Da kam Petrus zu sich und sagte: Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich der Hand des Herodes entrissen hat und all dem, was das Volk der Juden erhofft hat.

Psalm 34(33),2-3.4-5.6-7.8-9.
Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und sich freuen.

Verherrlicht mit mir den Herrn,
lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen.
Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört,
er hat mich all meinen Ängsten entrissen.

Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten,
und ihr braucht nicht zu erröten.
Da ist ein Armer; er rief, und der Herr erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen Nöten.

Der Engel des Herrn umschirmt alle, die ihn fürchten und ehren,
und er befreit sie.
Kostet und seht, wie gütig der Herr ist;
wohl dem, der zu ihm sich flüchtet!




Zweiter Brief des Apostels Paulus an Timotheus 4,6-8.17-18.
Mein Sohn! Ich werde nunmehr geopfert, und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe.
Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten.
Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit, den mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, aber nicht nur mir, sondern allen, die sehnsüchtig auf sein Erscheinen warten.
Der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Heiden sie hören; und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen.
Der Herr wird mich allem Bösen entreißen, er wird mich retten und in sein himmlisches Reich führen. Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen.

Evangelium nach Matthäus 16,13-19.
In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?
Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.
Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!
Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Maximus von Turin (?-um 420), Bischof
Predigt CC1; PL 57,402
„Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben“

Der Herr hat in Petrus einen treuen Verwalter erkannt, dem er die Schlüssel des Himmelreichs anvertraut hat, und in Paulus erkannte er einen guten Lehrer, dem er die Aufgabe übertrug, in der Kirche zu lehren. Um jenen, die durch Paulus geformt worden waren, zu ermöglichen, ihr Heil zu finden, war es nötig, dass Petrus sie aufnahm, um ihnen den Frieden zu erwirken. Während Paulus die Herzen öffnen wird, indem er predigt, öffnet Petrus den Seelen das Himmelreich. Paulus hat demnach ebenfalls eine Art Schlüssel von Christus erhalten, den Schlüssel der Erkenntnis, der es vermag, die verhärteten Herzen bis in die Tiefen dem Glauben zu öffnen. Dann läßt dieser Schlüssel in einer geistlichen Enthüllung ans Tageslicht dringen, was im Inneren verborgen war. Es handelt sich um einen Schlüssel, der dem Gewissen das Bekenntnis der Sünde entlockt und der in ihr auf immer die Gnade des Geheimnisses des Erlösers einschließt.

Alle beide haben also Schlüssel aus den Händen des Herrn empfangen, den Schlüssel der Erkenntnis für den einen, den Schlüssel der Kraft für den anderen. Dieser erschließt die Reichtümer der Unsterblichkeit, jener verteilt die Schätze der Weisheit. Denn es gibt die Schätze der Erkenntnis, wie geschrieben steht: „[Das göttliche Geheimnis ist Christus.] In ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen“ (Kol 2,3).




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« Antwort #1121 am: 30. Juni 2016, 07:57:54 »
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Buch Amos 7,10-17.
In jenen Tagen ließ Amazja, der Priester von Bet-El, Jerobeam, dem König von Israel, melden: Mitten im Haus Israel ruft Amos zum Aufruhr gegen dich auf; seine Worte sind unerträglich für das Land.
Denn so sagt Amos: Jerobeam stirbt durch das Schwert und Israel muss sein Land verlassen und in die Verbannung ziehen.
Zu Amos aber sagte Amazja: Geh, Seher, flüchte ins Land Juda! Iss dort dein Brot und tritt dort als Prophet auf!
In Bet-El darfst du nicht mehr als Prophet reden; denn das hier ist ein Heiligtum des Königs und ein Reichstempel.
Amos antwortete Amazja: Ich bin kein Prophet und kein Prophetenschüler, sondern ich bin ein Viehzüchter und ich ziehe Maulbeerfeigen.
Aber der Herr hat mich von meiner Herde weggeholt und zu mir gesagt: Geh und rede als Prophet zu meinem Volk Israel!
Darum höre jetzt das Wort des Herrn! Du sagst: Tritt nicht als Prophet gegen Israel auf und prophezei nicht gegen das Haus Isaak!
Darum - so spricht der Herr: Deine Frau wird in der Stadt als Dirne leben, deine Söhne und Töchter fallen unter dem Schwert, dein Ackerland wird mit der Messschnur verteilt, du selbst aber stirbst in einem unreinen Land und Israel muss sein Land verlassen und in die Verbannung ziehen.

Psalm 19(18),8.9.10.11-12.
Die Weisung des Herrn ist vollkommen,
sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des Herrn ist verlässlich,
den Unwissenden macht es weise.

Die Befehle des Herrn sind richtig,
sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter,
es erleuchtet die Augen.

Die Furcht des Herrn ist rein,
sie besteht für immer.
Die Urteile des Herrn sind wahr,
gerecht sind sie alle.

Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge.
Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben.
Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen;
wer sie beachtet, hat reichen Lohn.




Evangelium nach Matthäus 9,1-8.
In jener Zeit stieg Jesus in das Boot, fuhr über den See und kam in seine Stadt.
Da brachte man auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
Da dachten einige Schriftgelehrte: Er lästert Gott.
Jesus wusste, was sie dachten, und sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen?
Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?
Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause!
Und der Mann stand auf und ging heim.
Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cyrill von Alexandria (380 – 444), Bischof und Kirchenlehrer
Kommentar zum Lukasevangelium, 5; PG 72,565
Die Menge pries Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat

Der Gelähmte, unheilbar krank, lag auf seinem Bett. Ärztliche Kunst hatte nichts vermocht. Nun kam er, getragen von seinen Angehörigen, zum einzig wahren Arzt, zum Arzt, der vom Himmel kommt. Aber als man ihn niedergestellt hatte vor dem, der ihn heilen konnte, da zog sein Glaube den Blick des Herrn auf ihn. Um deutlich zu machen, dass dieser Glaube die Sünde vernichtet, rief Jesus sogleich aus: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ Nun könnte man einwenden: „Der Mann wollte von seiner Krankheit geheilt werden – warum verkündet ihm Jesus die Vergebung seiner Sünden?“ Jesus hat es deshalb getan, damit du begreifst, dass Gott still und ohne viel Aufhebens das Herz des Menschen prüft und schaut, welche Wege die Lebenden gehen. Hierzu sagt ja die Schrift: „Denn der Weg eines jeden liegt offen vor den Augen des Herrn, er achtet auf alle seine Pfade“ (Spr 5,21) [...]

Dennoch ließ Christus, als er sagte: „Deine Sünden sind dir vergeben!“ dem Unglauben der Anwesenden Raum; denn die Vergebung der Sünden lässt sich mit unseren menschlichen Augen nicht wahrnehmen. Als aber der Lahme aufsteht und geht, macht er deutlich, dass Christus die Kraft Gottes besitzt [...]

Wer besitzt diese Kraft? Er allein oder auch wir? Auch wir - mit ihm! Er vergibt die Sünden, weil er Gottmensch ist, Herr des Gesetzes. Und was uns betrifft, so haben wir von ihm diese erstaunliche und wunderbare Gnade empfangen. Er wollte nämlich den Menschen diese Kraft schenken. Zu den Aposteln hat er ja gesagt: „Amen, ich sage euch: [...] alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein“ (Mt 18,18). Und weiter: „Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben“ (Joh 20,23).


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« Antwort #1122 am: 01. Juli 2016, 07:59:02 »
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Buch Amos 8,4-6.9-12.
Hört dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrückt.
Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei? Wir wollen Getreide verkaufen. Und wann ist der Sabbat vorbei? Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen.
Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.
An jenem Tag - Spruch Gottes, des Herrn - lasse ich am Mittag die Sonne untergehen und breite am helllichten Tag über die Erde Finsternis aus.
Ich verwandle eure Feste in Trauer und all eure Lieder in Totenklage. Ich lege allen ein Trauergewand um und schere alle Köpfe kahl. Ich bringe Trauer über das Land wie die Trauer um den einzigen Sohn und das Ende wird sein wie der bittere Tag des Todes.
Seht, es kommen Tage - Spruch Gottes, des Herrn -, da schicke ich den Hunger ins Land, nicht den Hunger nach Brot, nicht Durst nach Wasser, sondern nach einem Wort des Herrn.
Dann wanken die Menschen von Meer zu Meer, sie ziehen von Norden nach Osten, um das Wort des Herrn zu suchen; doch sie finden es nicht.

Psalm 119(118),2.10.20.30.40.131.
Wohl denen, die seine Vorschriften befolgen
und ihn suchen von ganzem Herzen.
Ich suche dich von ganzem Herzen.
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!

In Sehnsucht nach deinem Urteil
verzehrt sich allezeit meine Seele.
Ich wählte den Weg der Wahrheit;
nach deinen Urteilen hab' ich Verlangen.

Nach deinen Befehlen hab' ich Verlangen.
Gib mir neue Kraft durch deine Gerechtigkeit!
Weit öffne ich meinen Mund
und lechze nach deinen Geboten;
denn nach ihnen hab' ich Verlangen.




Evangelium nach Matthäus 9,9-13.
In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.
Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Johannes Tauler (um 1300-1361), Dominikaner in Straßburg
Predigt 64
„Da stand Matthäus auf und folgte ihm“

Unser Herr sprach zum Hl. Matthäus: „Folge mir nach!“ Dieser liebenswerte Heilige wurde zum Vorbild für alle Menschen. Zunächst laut dem Bericht des Evangeliums ein großer Sünder, ist er dann einer der Großen unter allen Gottesfreunden geworden. Denn unser Herr hat ihn im tiefsten Inneren seines Wesens angesprochen und so hat er alles verlassen, um dem Meister zu folgen.

Gott wahrhaftig nachzufolgen: genau daran ist alles gelegen, und um es zu tun, alles, was nicht Gott ist, vollkommen zu verlassen, was auch immer es ist. Gott ist in die Herzen der Menschen verliebt, er hat kein Interesse an Äußerlichkeiten, sondern verlangt nach einer lebendigen inneren Hingabe. Diese lebendige innere Hingabe birgt in sich mehr Wahrheit, als wenn ich alle Gebete der Welt verrichten würde, oder wenn ich so laut singen würde, sodass mein Lob bis zum Himmel steigen würde, sie birgt mehr Wahrheit in sich als alles, was ich rein äußerlich an Fasten, Nachtwachen und anderer Übungen vollbrächte.

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« Antwort #1123 am: 02. Juli 2016, 09:25:30 »
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Fest Mariä Heimsuchung

Heute auch : Hl. Wiltrud von Hohenwart

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Eine griechische Homilie aus dem 4. Jh.: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“

Die Texte des Tages als Audio

Buch Zefanja 3,14-18.
Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freu dich, und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem!
Der Herr hat das Urteil gegen dich aufgehoben und deine Feinde zur Umkehr gezwungen. Der König Israels, der Herr, ist in deiner Mitte; du hast kein Unheil mehr zu fürchten.
An jenem Tag wird man zu Jerusalem sagen: Fürchte dich nicht, Zion! Lass die Hände nicht sinken!
Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der Rettung bringt. Er freut sich und jubelt über dich, er erneuert seine Liebe zu dir, er jubelt über dich und frohlockt, wie man frohlockt an einem Festtag.
Ich mache deinem Unglück ein Ende, ich nehme die Schmach von dir.

Buch Jesaja 12,2.3.4bcd.5-6.
Gott ist meine Rettung;
ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.
Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr.
Er ist für mich zum Retter geworden.

Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude
aus den Quellen des Heils.
Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht seine Taten unter den Völkern bekannt,
verkündet: Sein Name ist groß und erhaben!

Preist den Herrn; denn herrliche Taten hat er vollbracht;
auf der ganzen Erde soll man es wissen.
Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion;
denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels.




Evangelium nach Lukas 1,39-56.
In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.
Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.
Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehn.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Eine griechische Homilie aus dem 4. Jh.
fälschlicherweise dem hl. Gregor aus Neocaesarea, genannt Wundertäter, zugeschrieben
„Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“

„Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt […]“ Es ist die Stimme Mariens, die Elisabet mit dem Heiligen Geist erfüllt. Als ewige Quelle verkündet sie ihrer Base prophetisch einen Gnadenstrom und bewirkt, dass sich die Beine des Kindes in deren Leib bewegen: welch wunderbarer Tanzschritt! Als Maria erscheint, voll der Gnade, da fließt alles über vor Freude.

Elisabet „rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ Du bist gebenedeit unter den Frauen. Du bist der Urgrund ihrer Erneuerung. Du hast uns freien Zugang zum Paradies verschafft, hast unsere alte Pein vertrieben. Nein! Nach dir werden die vielen Frauen nicht mehr leiden. Sie, die Erben Evas, fürchten nicht mehr ihre Verfluchung, nicht mehr die Geburtswehen. Denn Jesus Christus, der Erlöser der Menschheit, der Retter aller Geschöpfe, der Adam im Geist, er heilt die Wunden des irdischen Menschen, Jesus Christus, der aus deinem geheiligten Schoß hervorging. „Gebenedeit bist du unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes!“

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« Antwort #1124 am: 03. Juli 2016, 08:37:32 »
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PRIVATBOTSCHAFT VOM 2. JULI 2016 AN MIRJANA

"Liebe Kinder! Meine wirklich existierende Anwesenheit unter euch soll euch glücklich machen, weil dies die große Liebe meines Sohnes ist. Er sendet mich unter euch, damit ich euch mit mütterlicher Liebe Sicherheit gewähre; damit ihr versteht, dass Schmerz und Freude, Leid und Liebe, bewirken, dass eure Seele intensiv lebt; dass ich euch von neuem aufrufe, das Herz Jesu, das Herz des Glaubens, die Eucharistie, zu lobpreisen. Mein Sohn kehrt von Tag zu Tag, in alle Ewigkeit lebend, unter euch zurück; Er kehrt zu euch zurück, aber Er hat euch nie verlassen. Wenn eines von euch, meinen Kindern, zu Ihm zurückkehrt, hüpft mein mütterliches Herz vor Freude. Deshalb, meine Kinder, kehrt zur  Eucharistie zurück, zu meinem Sohn. Der Weg zu meinem Sohn ist schwer, voller Entbehrungen, aber am Ende ist immer das Licht. Ich verstehe eure Schmerzen und Leiden und mit mütterlicher Liebe, wische ich eure Tränen ab. Vertraut euch meinem Sohn an, weil Er für euch das tun wird, was ihr nicht einmal zu suchen wüsstet. Ihr, meine Kinder, müsst euch nur um eure Seele sorgen, weil sie das Einzige ist, was euch auf Erden gehört. Ihr werdet sie beschmutzt oder rein vor den Himmlischen Vater bringen. Merkt euch, der Glaube an die Liebe meines Sohnes wird immer belohnt. Ich bitte euch, dass ihr auf besondere Weise für diejenigen betet, die mein Sohn aufgerufen hat, nach Ihm zu leben und ihre Herde zu lieben. Ich danke euch."


Buch Jesaja 66,10-14abc.
Freut euch mit Jerusalem! Jubelt in der Stadt, alle, die ihr sie liebt. Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr über sie traurig wart.
Saugt euch satt an ihrer tröstenden Brust, trinkt und labt euch an ihrem mütterlichen Reichtum!
Denn so spricht der Herr: Seht her: Wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr und den Reichtum der Völker wie einen rauschenden Bach. Ihre Kinder wird man auf den Armen tragen und auf den Knien schaukeln.
Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet, so tröste ich euch; in Jerusalem findet ihr Trost.
Wenn ihr das seht, wird euer Herz sich freuen,
und ihr werdet aufblühen wie frisches Gras.
So offenbart sich die Hand des Herrn an seinen Knechten.

Psalm 66(65),1-3.4-5.6-7.16.20.
Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde!
Spielt zum Ruhm seines Namens!
Verherrlicht ihn mit Lobpreis!
Sagt zu Gott: «Wie ehrfurchtgebietend sind deine Taten;
vor deiner gewaltigen Macht müssen die Feinde sich beugen.»

Alle Welt bete dich an und singe dein Lob,
sie lobsinge deinem Namen!
Kommt und seht die Taten Gottes!
Staunenswert ist sein Tun an den Menschen.

Er verwandelte das Meer in trockenes Land,
sie schritten zu Fuß durch den Strom;
dort waren wir über ihn voll Freude.
In seiner Kraft ist er Herrscher auf ewig;
seine Augen prüfen die Völker.
Die Trotzigen können sich gegen ihn nicht erheben.

Ihr alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört;
ich will euch erzählen, was er mir Gutes getan hat.
Gepriesen sei Gott; denn er hat mein Gebet nicht verworfen
und mir seine Huld nicht entzogen.



Brief des Paulus an die Galater 6,14-18.
Brüder! Ich will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Denn es kommt nicht darauf an, ob einer beschnitten oder unbeschnitten ist, sondern darauf, dass er neue Schöpfung ist.
Friede und Erbarmen komme über alle, die sich von diesem Grundsatz leiten lassen, und über das Israel Gottes.
In Zukunft soll mir niemand mehr solche Schwierigkeiten bereiten. Denn ich trage die Zeichen Jesu an meinem Leib.
Die Gnade Jesu Christi, unseres Herrn, sei mit eurem Geist, meine Brüder. Amen.

Evangelium nach Lukas 10,1-12.17-20.
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.
Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft:
Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe.
Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.
Die Zweiundsiebzig kehrten zurück und berichteten voll Freude: Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen.
Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.
Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.
Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Botschaft des Heiligen Vaters zum 38. Weltgebetstag für geistliche Berufe. 6 Mai 2001 (© Libreria Editrice Vaticana)
« Betet, dass der Herr der Ernte Arbeiter sendet »

Heiliger Vater, immerwährender Quell des Seins und der Liebe,
der du im lebendigen Menschen den Glanz deiner Herrlichkeit offenbarst
und der du in sein Herz den Keim deines Rufes legst:
laß nicht zu, daß irgend jemand durch unsere Nachlässigkeit
dieses Geschenk nicht wahrnimmt oder wieder verliert,
sondern daß alle voller Selbstlosigkeit den Weg gehen können,
auf dem deine Liebe Wirklichkeit wird.

Herr Jesus, der du auf deiner Pilgerschaft auf den Straßen Palästinas
die Apostel erwählt und berufen hast,
du hast ihnen die Aufgabe anvertraut, das Evangelium zu verkünden,
den Gläubigen gute Hirten zu sein und den Gottesdienst zu feiern:
laß es in deiner Kirche auch heute nicht an zahlreichen heiligen Priestern fehlen,
die allen die Erlösungsgaben deines Todes und deiner Auferstehung bringen.

Heiliger Geist, der du die Kirche durch die ständige Ausgießung deiner Gaben heiligst:
schenke den Herzen der zum Ordensleben Berufenen
eine feste und innige Leidenschaft für dein Reich,
damit sie ihr Leben mit einem selbstlosen und unbedingten Ja
in den Dienst des Evangeliums stellen.

Heiligste Jungfrau, die du dich selbst ohne Zögern
dem Allmächtigen für die Verwirklichung seines Heilsplans zur Verfügung gestellt hast:
laß die Herzen der jungen Menschen Vertrauen fassen,
damit es immer eifrige Hirten gebe,
die das christliche Volk auf dem Weg des Lebens führen,
und gottgeweihte Seelen, die in Keuschheit, Armut und Gehorsam
Zeugnis geben für die befreiende Gegenwart deines auferstandenen Sohnes.

Amen.

« Letzte Änderung: 03. Juli 2016, 11:30:32 von vianney »
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« Antwort #1125 am: 04. Juli 2016, 07:57:01 »
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Buch Hosea 2,16.17b-18.21-22.
So spricht der Herr: Ich selbst will Israel, meine treulose Braut, in die Wüste hinausführen und sie umwerben.
Sie wird mir dorthin bereitwillig folgen wie in den Tagen ihrer Jugend, wie damals, als sie aus Ägypten heraufzog.
An jenem Tag - Spruch des Herrn - wirst du zu mir sagen: Mein Mann!, und nicht mehr: Mein Baal!
Ich traue dich mir an auf ewig; ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen,
ich traue dich mir an um den Brautpreis meiner Treue: Dann wirst du den Herrn erkennen.

Psalm 145(144),2-3.4-5.6-7.8-9.
Ich will dich preisen Tag für Tag
und deinen Namen loben immer und ewig.
Groß ist der Herr und hoch zu loben,
seine Größe ist unerforschlich.

Ein Geschlecht verkünde dem andern den Ruhm deiner Werke
und erzähle von deinen gewaltigen Taten.
Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden;
ich will deine Wunder besingen.

Sie sollen sprechen von der Gewalt deiner erschreckenden Taten;
ich will von deinen großen Taten berichten.
Sie sollen die Erinnerung an deine große Güte wecken
und über deine Gerechtigkeit jubeln.

Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.




Evangelium nach Matthäus 9,18-26.
In jener Zeit als Jesus redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig.
Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern.
Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes;
denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.
Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt.
Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah,
sagte er: Geht hinaus! Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus.
Als man die Leute hinausgedrängt hatte, trat er ein und fasste das Mädchen an der Hand; da stand es auf.
Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cyrill von Alexandria (380 – 444), Bischof und Kirchenlehrer
Kommentar zum Johannesevangelium 4; PG 73, 560
„Er trat ein und fasste das Mädchen an der Hand“

Sobald Christus durch sein eigenes Fleisch in uns eingetreten ist, erwachen wir ganz und gar zu neuem Leben. Es ist unfassbar, ja unmöglich, dass das Leben nicht diejenigen zum Leben bringt, bei denen es Zugang findet. Wie man über ein glühendes Holzstück einen Ballen Stroh wirft, um so weiterhin ein Feuer entfachen zu können, so bedeckt auch unser Herr Jesus Christus das Leben in uns mit seinem eigenen Fleisch und legt gleichsam den Samen der Unsterblichkeit hinein, der alle Verderbnis tilgt, die wir in uns tragen.

Doch ist es nicht allein sein Wort, mit dem er die Auferstehung der Toten Wirklichkeit werden lässt. Um uns zu zeigen, dass sein Leib Leben schenkt, wie schon gesagt, berührt er die Leichname und schenkt durch seinen Leib den Körpern das Leben, die bereits auf dem Weg der Verwesung sind. Wenn schon die bloße Berührung das Leben zurückgibt – welchen Nutzen ziehen wir dann erst aus seiner lebensspendenden Eucharistie, wenn wir sie empfangen! [...] Nicht genug, dass unsere Seele durch den Heiligen Geist zu einem neuen Leben erweckt wird. Auch unser schwerfälliger irdischer Leib musste geheiligt werden durch die Teilhabe an einem unvergänglichen Leib, der denselben Ursprung hat wie der unsrige, und musste so zur Unverweslichkeit berufen werden.



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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1126 am: 05. Juli 2016, 07:53:03 »
 ;mloda ;ksghtr

Buch Hosea 8,4-7.11-13.
So spricht der Herr: Sie setzen in Israel Könige ein, aber gegen meinen Willen; sie wählen Fürsten, doch ich erkenne sie nicht an. Sie machen sich Götzen aus ihrem Silber und Gold - wohl damit es vernichtet wird.
Samaria, dein Kalb ist verworfen. Mein Zorn ist entbrannt gegen sie; wie lange noch sind sie unfähig, sich zu läutern?
Denn wer sind Israel und das Kalb? Ein Handwerker hat das Kalb gemacht und es ist kein Gott. Ja, zersplittert soll es am Boden liegen, das Kalb von Samaria.
Denn sie säen Wind und sie ernten Sturm. Halme ohne Ähren bringen kein Mehl. Und wenn sie es bringen, verschlingen es Fremde.
Efraim hat viele Altäre gebaut, um sich zu entsündigen, doch die Altäre sind ihm zur Sünde geworden.
Ich kann ihnen noch so viele Gesetze aufschreiben, sie gelten ihnen so wenig wie die eines Fremden.
Schlachtopfer lieben sie, sie opfern Fleisch und essen davon; der Herr aber hat kein Gefallen an ihnen. Jetzt denkt er an ihre Schuld und straft sie für ihre Sünden: Sie müssen zurück nach Ägypten.

Psalm 115(113B),3-4.5-6.7ab-8.9-10.
Unser Gott ist im Himmel;
alles, was ihm gefällt, das vollbringt er.
Die Götzen der Völker sind nur Silber und Gold,
ein Machwerk von Menschenhand.

Sie haben einen Mund und reden nicht,
Augen und sehen nicht;
sie haben Ohren und hören nicht,
eine Nase und riechen nicht;

mit ihren Händen können sie nicht greifen,
mit den Füßen nicht gehen.
Die sie gemacht haben, sollen ihrem Machwerk gleichen,
alle, die den Götzen vertrauen.

Israel, vertrau auf den Herrn!
Er ist für euch Helfer und Schild.
Haus Aaron, vertrau auf den Herrn!
Er ist für euch Helfer und Schild.




Evangelium nach Matthäus 9,32-38.
In jener Zeit brachte man zu Jesus einen Stummen, der von einem Dämon besessen war.
Er trieb den Dämon aus, und der Stumme konnte reden. Alle Leute staunten und sagten: So etwas ist in Israel noch nie geschehen.
Die Pharisäer aber sagten: Mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden.
Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilien zum Evangelium nach Matthäus, Nr. 32
Er verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten

Jesus Christus, von seinen Feinden aufs Schlimmste verachtet und verhöhnt, bemüht sich noch mehr darum, ihnen Gutes zu tun [...] Er durchwandert Städte und Dörfer und geht in die Synagogen: so lehrt er uns, wie wir auf Verleumdungen nicht mit Verleumdung antworten sollen, sondern mit noch größeren Wohltaten. Ja, wenn du deinem Nächten Gutes tust, tust du es um Gott und nicht um den Menschen zu gefallen. Was immer Menschen tun, hör nicht auf, ihnen Gutes zu tun! Dein Lohn wird umso größer sein [...] Schau, Christus wartete nicht, bis Kranke zu ihm kamen: er ging auf sie zu und brachte ihnen gleichzeitig die zwei wesentlichen Güter: das Evangelium vom Reich und die Heilung all ihrer Krankheiten.

Und damit begnügte er sich nicht: er zeigte ihnen noch auf andere Weise, wie sehr er um sie besorgt war: „Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.“ Nimm nochmal zur Kenntnis, wie sehr ihm eitler Ruhm zuwider war. Er wollte nicht alle Welt auf seine Seite ziehen, er sandte seine Jünger aus. Er wollte sie nicht nur für die Kämpfe ausbilden, die ihnen in Judäa bevorstanden, sondern auch für die Schlachten, die sie auf der ganzen Erde schlagen würden [...]

Jesus verlieh seinen Jüngern zunächst Kraft, Krankheiten des Leibes zu heilen, um ihnen dann auch die ebenso wichtige Kraft zur Heilung von Seelen zu übertragen. Beachte, wie er ihnen aufzeigt, wie leicht und zugleich notwendig diese Aufgabe ist. Denn was sagt er? „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.“ Ich sende euch nicht aus, damit ihr sät, sondern damit ihr erntet [...] Mit diesen Worten macht er ihnen Mut und lässt sie wissen, dass die wichtigste Arbeit bereits getan ist.
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1127 am: 06. Juli 2016, 08:01:52 »
 ;mloda ;ksghtr

Buch Hosea 10,1-3.7-8.12.
Israel war ein üppiger Weinstock, der seine Frucht brachte. Je fruchtbarer er war, desto mehr opferte man auf den Altären. Je schöner sein Land wurde, umso schöner schmückten sie die Steinmale.
Ihr Herz ist geteilt, jetzt müssen sie büßen. Der Herr selbst zerschlägt ihre Altäre und zerstört ihre Steinmale.
Dann werden sie sagen: Wir haben keinen König mehr; denn wir haben den Herrn nicht gefürchtet. Aber auch ein König - was könnte er für uns tun?
Samaria wird vernichtet, sein König gleicht einem abgebrochenen Zweig auf dem Wasser.
Verwüstet werden die unheilvollen Kulthöhen, diese Sünde Israels. Dornen und Disteln überwuchern ihre Altäre. Dann wird man zu den Bergen sagen: Deckt uns zu!, und zu den Hügeln: Fallt auf uns!
Sät als eure Saat Gerechtigkeit aus, so werdet ihr ernten, wie es der göttlichen Liebe entspricht. Nehmt Neuland unter den Pflug! Es ist Zeit, den Herrn zu suchen; dann wird er kommen und euch mit Heil überschütten.

Psalm 105(104),2-3.4-5.6-7.
Singt dem Herrn und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!
Rühmt euch seines heiligen Namens!
Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.

Fragt nach dem Herrn und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!
Denkt an die Wunder, die er getan hat,
an seine Zeichen und die Beschlüsse aus seinem Mund.

Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.




Evangelium nach Matthäus 10,1-7.
In jener Zeit rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes,
Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus,
Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat.
Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter,
Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340-397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Kommentar zu Lukasevangelium V,44−45
„Judas Iskariot, der ihn später verraten hat“

Christus rief „seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus“ (Lk 12,13), um sie auszusenden. Sie sollten auf der ganzen Erde den Glauben aussäen und die Rettung und das Heil der Menschen verkünden. Schenkt diesem göttlichen Vorhaben Beachtung: Christus wählte keine Reichen aus, keine Weisen oder Vornehmen, sondern Sünder und Zöllner, weil er fürchtete, es könnte sonst der Eindruck entstehen, sie seien aufgrund eigener Tüchtigkeit dazu befähigt, ausersehen aufgrund ihrer Reichtümer oder von ihm angezogen durch die Aussicht auf Macht und Berühmtheit. Er hat es so gefügt, damit der Sieg nicht dem Zauber der Beredsamkeit, sondern der wohlbegründeten Wahrheit zuzuschreiben sei.

Die Wahl des Judas geschah nicht aus Versehen, sondern erfolgte ganz bewusst. Von welcher Größe ist doch diese Wahrheit, dass selbst jemand, der im Dienst des Feindes steht, sie nicht verdunkeln kann! Was für ein Wesenszug des Herrn kommt ans Licht, wenn er uns lieber an seiner Urteilskraft als an seiner Liebe zweifeln lassen will! Er hatte die menschliche Schwachheit auf sich geladen und verweigerte sich auch diesem Aspekt der menschlichen Schwachheit nicht. Er wollte verlassen, verraten und von seinem Jünger ausgeliefert werden, damit du es mit Gelassenheit hinnimmst, wenn ein Gefährte dich verlässt, ein Gefährte dich verrät, wenn du verkannt wirst und man deine Güte missbraucht.


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La Salette 1846



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