Autor Thema: Wird die Bischofssynode nicht ein neues Schisma in der Kirche hervorrufen  (Gelesen 147325 mal)

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06.03.2015 15:43


„Familie ist die Erfolgsgeschichte der Menschheit“


Österreichs Bischofskonferenz mahnt zur Familiensynode, nicht bereits im Vorfeld fertige Lösungen zu präsentieren. Von Stephan Baier

 

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Bischof Klaus Küng.
Foto: Kathbild/Rupprecht





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Wien (DT) Die im Oktober bevorstehende Bischofssynode zur „Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ sei als geistlicher Prozess zu verstehen, heißt es in einer Erklärung der Österreichischen Bischofskonferenz zum Abschluss ihrer Frühjahrsvollversammlung: „Nach einer ersten Phase des Hinschauens auf die realen Verhältnisse geht es jetzt und bei der kommenden Synode um eine Klärung und Unterscheidung der Geister.“ Die Bischöfe plädieren in diesem Zusammenhang dafür, „dass nicht bereits im Vorfeld fertige Lösungen präsentiert werden“ und begrüßen „die vom Papst gewollte offene Diskussion und Haltung der liebevollen und wertschätzenden Begleitung von Menschen auf ihrem Weg zu einem christlichen Familienleben“.
 
Erstmals hielten Österreichs Bischöfe, die schon im Heiligen Land, in Rom und in Brüssel tagten, ihre Vollversammlung in Deutschland ab, auf der deutschen Seite des Bodensees, wenn auch auf zur österreichischen Abtei Wettingen-Mehrerau zählendem Gebiet und – wie Kardinal Christoph Schönborn betonte – im historischen Vorderösterreich, also „nicht wirklich im Ausland“. In ihrer Stellungnahme zur Familiensynode erinnert die Bischofskonferenz an „die tiefe Sehnsucht der Menschen nach Beziehung, Angenommensein, Verlässlichkeit, Wachsenkönnen und Gemeinschaft“. All das sei in der Familie erlebbar und von der Schöpfungsordnung dem Menschen gegeben. „Die Familie ist die Erfolgsgeschichte der Menschheit“, sagte Kardinal Schönborn als Vorsitzender der Bischofskonferenz bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien. Die Sehnsucht nach Familie und lebenslanger Liebe sei ungebrochen hoch. Mit den Bischofssynoden 2014 und 2015 habe Papst Franziskus „Familie zum Top-Thema seines Pontifikats gemacht“, so Schönborn.
 
Göttliche Pädagogik kennt „verschiedene Grade“
 
Als lebenslange Beziehung in Liebe und Treue sei die Familie für die Menschen „gleichsam ein Fixstern, der Orientierung für die vielen unterschiedlichen Wege zu einem geglückten Leben gibt“, heißt es in der Erklärung. Die „göttliche Pädagogik“ kenne aber „verschiedene Grade“ und einen „dynamischen Prozess von Stufe zu Stufe“, referieren die Bischöfe aus den Lineamenta der Synode und begründen damit das „Erfordernis einer pastoralen Begleitung“ in unterschiedlichen Lebenssituationen. Die diözesanen Antworten auf die 46 Fragen der Lineamenta werden vom Vorarlberger Diözesanbischof Benno Elbs, der als offizieller Vertreter Österreichs an der Synode in Rom teilnehmen wird, gebündelt und bis 15. April an das Synodensekretariat übermittelt. Während der Bischofskonferenz hatte Österreichs Familien-Bischof Klaus Küng (St. Pölten) in einer Predigt in der Wallfahrtskirche Birnau am Bodensee mit Blick auf die bevorstehende Familiensynode zur Umkehr aufgerufen: „Es gibt Entwicklungen in unserer Gesellschaft, die eindeutig dekadent sind.“
 
Es gebe zugleich aber „hoffnungsvolle Keime, junge Familien, die sich echt Gedanken machen, wie sie in dieser unserer Gesellschaft christlich leben können“ und die „wie Leuchttürme“ Möglichkeit zur Orientierung bieten, so Bischof Küng, der von der Bischofskonferenz nicht in die Synode delegiert worden war. Er hoffe, „dass die Synode im kommenden Herbst diese jungen Familien, und viele andere mit ihnen, ermutigen wird und einen neuen Aufbruch einleitet, der bewusst macht, dass es mit der Hilfe Gottes möglich ist, den Weg zu einer wahren, dauerhaften Liebe zu finden“.
 
Die Bischofskonferenz begrüßte die Empfehlung der Enquete-Kommission, die Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich nachhaltig abzusichern und die Patientenverfügung weiterzuentwickeln (DT berichtete am Donnerstag) als „bedeutenden Schritt, um die Würde des Menschen am Lebensende noch besser zu schützen“. Der Stufenplan zum Ausbau der Palliativversorgung wie die Förderung der Aus- und Weiterbildung wird von den Bischöfen befürwortet: „Die Feststellung, dass Hospiz- und Palliativversorgung nicht nur eine der humansten Formen der Medizin, sondern auch günstig und kostendämpfend ist, sollte Grund genug für eine rasche Umsetzung der Empfehlungen sein.“ Darauf, dass die parlamentarische Enquete-Kommission sich in der Frage der Suizidbeihilfe nicht einigen konnte und dazu keine Empfehlung abgab, geht die Bischofskonferenz nur indirekt ein: „Die Würde des Menschen am Anfang und Ende des Lebens abzusichern, ist ein bleibender Auftrag. Dies zeigen die erschreckenden Entwicklungen in jenen Ländern, wo der strafrechtliche Schutz am Lebensende gelockert wurde.“ Auf eine Frage dieser Zeitung räumte Kardinal Schönborn am Freitag ein, dass katholische Positionen in der am Bundeskanzleramt angesiedelten Bioethikkommission seit langer Zeit in der Minderheit sind. Die Bioethikkommission hatte sich zuletzt mit 16 gegen acht Stimmen für eine Legalisierung der Suizidbeihilfe ausgesprochen. Die Argumente gegen den „assistierten Suizid“ seien „keine konfessionellen Argumente, sondern naturrechtliche“, so Schönborn. Es gehe der Kirche nicht um vermeintliche Kirchenprivilegien, sondern um den Schutz der Menschenrechte. Die Kirche plädiere für den menschlicheren Weg: „Es ist humaner, wenn jemand an der Hand eines Menschen stirbt als durch die Hand eines Menschen.“
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Papst ernennt theologische Berater für Bischofssynode



Elf der insgesamt zwölf Berater lehren an päpstlichen oder von katholischen Orden getragenen Universitäten oder Forschungseinrichtungen in Rom

14.03.2015


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Vatikanstadt, 14.03.2015 (KAP) Papst Franziskus hat am Samstag zwölf theologische Berater für das Generalsekretariat der Bischofssynode ernannt. Es handelt sich bis auf eine Ausnahme ausschließlich um Dozenten päpstlicher oder von katholischen Orden getragener Universitäten oder Forschungseinrichtungen in Rom. Hinzu kommt ein Mitglied der ebenfalls in Rom ansässigen päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin. Am stärksten vertreten ist die von Jesuiten getragene päpstliche Universität Gregoriana, mit drei Beratern. Unter ihnen ist auch der Rektor der Universität, Francois-Xavier Dumortier.

 
Zu den neuen Beratern, die an der Vorbereitung der ordentlichen Bischofssynode über die Familie im kommenden Herbst mitwirken, zählt auch der stellvertretende Leiter des Päpstlichen Instituts "Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie", Jose Granados. Im Umfeld der letzten Bischofssynode war kritisiert worden, dass der Papst keinen Vertreter dieser renommierten Forschungseinrichtung als Mitglied der Synode ernannt habe. Als mutmaßlicher Grund wurde eine konservative Ausrichtung des Instituts genannt. Granados hatte sich in einem anlässlich der Bischofssynode erschienenen Aufsatz gegen eine Änderung der offiziellen kirchlichen Praxis im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen ausgesprochen.
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Die reformkatholische Los-von-Rom-Bewegung des Kardinal Marx
Veröffentlicht: 17. März 2015 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: KIRCHE + RELIGION aktuell | Tags: Bischof von Osnabrück, Ehe, Erzbischof von München-Freising, Kardinal Paul Josef Cordes, Kardinal Reinhard Marx, Kirche, Kommunion, Mathias v. Gersdorff, Reichskanzler Otto von Bismarck, Unauflöslichkeit |Ein Kommentar
 Mathias von Gersdorff
 

„Wir sind keine Filiale von Rom.“  –  Dieser Spruch kam bekanntlich nicht von Reichskanzler Otto von Bismarck während des Kulturkampfes, sondern laut kath.net aus dem Mund von Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz und Erzbischof von München-Freising, ausgesprochen vor kurzem auf einer Pressekonferenz.
 

Kardinal Marx hat in letzter Zeit so manches Bedenkliche von sich gegeben, doch auf der besagten Pressekonferenz machte er sich definitiv zur treuen Kopie der Karikatur, die man weltweit vom deutschen Katholizismus hat: antirömisch, stur, die eigene Meinung stets für die beste haltend.

Kardinal Marx: „Wir können nicht warten, bis eine Synode sagt, wie wir hier Ehe- und Familienpastoral zu gestalten haben“.   –   „… die Synode (kann) nicht im Detail vorschreiben, was wir in Deutschland zu tun haben.“
 
Was er damit bezwecken will, ist unklar. Kurz davor wurden während der Vollversammlung der deutschen Bischöfe in Hildesheim die drei Delegierten für die wichtige Familiensynode im Herbst 2015 im Vatikan gewählt.
 
Mit von der Partie ist Kardinal Marx, der schon lange den Ruf eines ausgesprochen liberalen Kirchenmannes hat, zumindest was Ehe- und Sexualmoral angeht. Er will nicht nur wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zulassen, sondern auch eine neue Bewertung von homosexuellen Partnerschaften durch die katholische Kirche erreichen.
 
Begleiten wird ihn Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück. Auch er gehört eindeutig zum liberalen Flügel und vertritt praktisch dieselben Ansichten wie Kardinal Marx.
 
Bischof Koch positioniert sich nicht eindeutig
 
Der dritte ist der Bischof von Dresden-Meißen, Heiner Koch. Was er vertritt, ist noch nicht ganz bekannt. Jedenfalls ist er nicht zu klaren und eindeutigen Positionen geneigt. Und so antwortete er in einem Interview mit der Nordwest-Zeitung aus Oldenburg auf die Frage, ob praktizierte Homosexualität Sünde sei: 


„Homosexualität als Sünde darzustellen, ist verletzend. Die Kirche braucht eine andere Sprache, wenn es um Homosexuelle geht. Wichtig ist vor allem ein gutes Miteinander, vor Ort in den Pfarreien.“
 
Auf die Frage, wie er zur Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene steht, sagte er:

„Die Frage ist, ob wir Gläubige, die geschieden und wiederverheiratet sind und über eine tiefe Frömmigkeit verfügen, unter bestimmten Bedingungen zur Eucharistie zulassen können. Das könnte zum Beispiel nach einem langen Gespräch mit dem Beichtvater erfolgen. Über solche Wege sollten wir nachdenken.“

Er will sich also auf keinen Fall der Kritik der Linkskatholiken aussetzen. Aber eine echte Konfrontation mit dem katholischen Lehramt, wie das Kardinal Marx betreibt, will er auch nicht.
 
Anti-römischer Affekt gegen die Einheit des Glaubens
 

Wohl keine Delegation für die Familiensynode ist so eindeutig linksliberal eingestellt wie die deutsche. Selbst der Delegierte aus den Niederlanden, also eigentlich aus einem ultra-liberalen Land, was die katholische Kirche angeht, ist mit Kardinal Wim Eijk, Erzbischof von Utrecht, ein klarer Konservativer.


In den größeren Delegationen halten sich konservative und liberale Delegierte die Waage. Es ist also keineswegs ausgemacht, wie die Familiensynode verlaufen wird.
 
Vielerorts ist man über Deutschland inzwischen entsetzt. Der emeritierte Kardinal Paul Josef Cordes (siehe Foto: seine Biographie) schrieb einen langen Kommentar zu den Aussagen von Kardinal Marx (hier eine Kurzfassung), in welchem er u. a. in scharfem Ton erklärte:

„Der tragende Gemeinschaftssinn, ein die Weltkirche stützendes zentrales theologisch-geistliches Fundament, erscheint in seinen [Kardinal Marx’ – Anm. d. Red.] Aussagen aus Hildesheim allerdings als wenig relevant – obschon die Bischöfe solche ‘Einheit mit dem Bischofskollegium unter dem Nachfolger des Petrus’ bei ihrer eigenen Bischofsweihe ausdrücklich versprochen haben.
 
Der Satz: ‘Wir können nicht warten, bis eine Synode sagt, wie wir hier Ehe- und Familienpastoral zu gestalten haben’, ist jedenfalls nicht von kirchlichem Geist der ‘Communio’ eingegeben.

Nun ist der ‘antirömische Affekt’ ja keine Schreibtischerfindung, sondern in nördlichen Breiten eine Realität mit zentrifugaler Kraft. Für die Einheit des Glaubens ist sie allerdings höchst zerstörerisch.“
 

Kardinal Cordes weiß, wovon er spricht. Er war lange Leiter des Päpstlichen Werkes Cor Unum (der internationalen Caritas), kennt sich also bestens aus mit der Weltkirche und wie die Stimmung in Afrika oder Asien ist. Er weiß aus eigener Erfahrung, daß der Ruf der katholischen Kirche in Deutschland weltweit nicht gerade glänzend ist.
 
Inzwischen gibt es mehrere wichtige katholische Würdenträger, die ihren Unmut über die liberal-katholischen Umtriebe kundgetan haben. Der wichtigste ist Kurienkardinal Robert Sarah, Kardinalpräfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung.
 
Es ist noch zu früh, genauere Prognosen über den weiteren Verlauf der öffentlichen Diskussion jener Themen, die in der Synode besprochen werden sollen, vorzulegen. Sollte aber der konservative Flügel die Stimmung vor der Synode zu seinen Gunsten beeinflussen, stünde die deutsche Delegation ziemlich allein da.
 

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und des Webmagazins “Kultur und Medien online”
 
Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit
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Kardinal Raymond Burke spricht über die Ehe: “Bis der Tod euch scheidet”
Veröffentlicht: 23. März 2015 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: Bischofssynode, Ehe, Guido Rodheudt, Kardinal Burke, Kurienkardinal, Liturgische Tagung, Unauflöslichkeit, Vortrag |Hinterlasse einen Kommentar
Im Nachgang zur außerordentlichen Bischofssynode in Rom vertritt Raymond Kardinal Burke mit klaren Worten die katholische Ehelehre bei einem Vortrag, den er am 20. März 2015 auf der von Pfarrer Dr. Guido Rodheudt geleiteten 17. Liturgischen Tagung in Herzogenrath gehalten hat.


Der US-amerikanische Kurien-Kardinal (siehe Foto) gehört zu den besonders glaubensstarken und tapferen Persönlichkeiten der  Kirche. Papst Benedikt hat ihn zum Kardinal ernannt und mehrfach öffentlich gewürdigt.
 
Vor allem die Lebensrechtsbewegung ist dem grundsatzfesten Kirchenmann seit langem dankbar für sein unbeugsames Eintreten zugunsten der ungeborenen Kinder, ebenso die familienbewegten Initiativen, die sein eindeutiges Ja zur Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe schätzen.
 
Den bemerkenswerten Vortrag können wir hier in voller Länge bei Bonifatius-TV sehen. Zunächst spricht Pfarrer Dr. Rodheudt als Versammlungsleiter, danach Kardinal Burke: http://www.bonifatius.tv/home/raymond-kardinal-burke-bis-der-tod-euch-scheidet_5118.aspx
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Kardinal Gerhard Müller: “Wir bieten kein Christentum zu herabgesetzten Preisen”
Veröffentlicht: 24. März 2015 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: GLAUBENSPRÄFEKT Gerhard Müller | Tags: Bischöfe, Bischof von Regensburg, Glaubensgut, Glaubenspräfekt, Kardinal Müller, Kirche, Kongregation für die Glaubenslehre, Papst Franziskus, Rheinische Post |Ein Kommentar
 
“Bischöfe müssen der kath. Glaubenslehre treu bleiben”
 
Die “Rheinische Post” veröffentlichte am heutigen Dienstag (24.3.2015) in RP-online ein Interview von Reinhold Michels mit Kardinal Gerhard Müller (siehe Foto).


Der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre und frühere Bischof von Regensburg ist bekannt für seine klaren Aussagen, womit er vieldiskutierte Themen auf den Punkt bringt und Widerspruch nicht scheut.
 

 .
 
Zu Franziskus sagte der Glaubenspräfekt, der Papst wolle Menschen nicht alleine lassen, “ohne jedoch Abstriche von der kirchlichen Lehre zu machen.”
 
 .
 
Die Antwort der Kirche auf die Verweltlichung könne nicht etwa in der Anpassung bestehen, sondern vielmehr in der Glaubensvertiefung:
 
 .
 
“Die Herausforderung ist, dass jeder Mensch in Jesus Mitte und Grund seines Lebens erfährt. Jeder muss wissen, dass es im Leben und in dem, was danach auf uns zukommt, darauf ankommt, sein Vertrauen auf den Mensch gewordenen Sohn Gottes zu setzen.

Das ist unsere Agenda und nicht etwa ein Christentum zu herabgesetzten Preisen. Wir dürfen den Menschen den Glauben nicht verwässert anbieten.”
 
.
 
Auf den Hinweis des Interviewers, das klinge “anspruchsvoll und streng”, erläuterte der Kardinal:
 

.
 
“Wer Zweifel hat am ewigen Leben, dem kann die Kirche nicht einfach sagen: Egal, so wichtig ist das auch nicht, Hauptsache, du tust manchmal etwas Gutes.  –  Oder: Wenn Leute katholisch sind, aber sonntags nicht die heilige Messe besuchen, können wir nicht sagen: Man kann auch ohne Messe ein guter Christ sein.

.
 
Nein, beides gehört zusammen. Wer in seinem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, der wird gerettet, sagt der Apostel Paulus. Wir können dem “säkularistischen Zeitgeist” nicht einfach Leine geben.”
 
.
 
Zudem wies der Glaubenspräfekt darauf hin, daß katholische Bischöfe die Einheit der Kirche als “ganz hohes Gut” ansehen müßten: “Jeder Bischof hat bei seiner Weihe versprochen, der katholischen Glaubenslehre unter Führung des Papstes als Nachfol
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Glaubenspräfekt Gerhard Müller liest Kardinal Reinhard Marx die Leviten
Veröffentlicht: 28. März 2015 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: GLAUBENSPRÄFEKT Gerhard Müller | Tags: Bischöfe, Bischofskonferenz, Kardinal Gerhard L. Müller, Kardinal Reinhard Marx, Konzil |Hinterlasse einen Kommentar
Kurien-Kardinal Gerhard Müller (siehe Foto), Präfekt der Glaubenskongregation, gab dem französischen Magazin “famille chrétienne” kürzlich ein Interview zu aktuellen Fragen und Themen der kommenden Familiensynode im Vatikan.
 
Dabei ging es auch um die Aussage von Kardinal Marx, die deutsche Kirche sei keine “Filiale Roms”. 

Auf die Frage “In einem Gesprächsbuch über die Familie, das kürzlich in Italien und den USA veröffentlicht wurde, ermutigen Sie die Christen, den “prophetischen Mut der Märtyrer” zu wählen. Warum?” antwortet Kardinal Gerhard Müller wie folgt:
 
“Die Kirche ist keine philantropische Organisation. Es genügt nicht, zu sagen, daß wir alle respektieren und dass wir für alle das Gute wollen. Das Evangelium als simple therapeutische Botschaft zu präsentieren, ist nicht besonders schwierig, entspricht aber nicht der Absicht Jesu.
 
“Selig seid ihr, wenn  sie euch  um meinetwillen schmähen und verfolgen und euch  alles lügnerisch nachsagen”, sagt Jesus. Die ersten Apostel, die Kirchenväter, die großen Bischöfe der Kirchengeschichte sind oft gegen den Wind gesegelt. Wie könnte es für uns anders sein?”
 
Zu der vieldiskutierten Frage, ob die lehramtlichen Kompetenzen der Bischofskonferenzen erweitert werden sollten, erklärt der vatikanische Glaubenspräfekt klipp und klar:

“Das ist eine absolut antikatholische Idee, die die Katholizität der Kirche nicht respektiert. Die Bischofskonferenzen haben Autorität für bestimmte Gebiete, aber sie bilden kein Lehramt neben dem Lehramt, ohne den Papst und ohne die Gemeinschaft mit allen Bischöfen”
 
Zudem zitiert der Interviewer den Münchner Kardinal Reinhard Marx (siehe Foto), der unlängst erklärte, die Kirche in Deutschlands sei “keine Filiale Roms”. Auch hierzu äußert sich Kardinal Müller sehr eindeutig:

“Eine Bischofskonferenz ist kein Sonderkonzil  und noch weniger ein ökumenisches Konzil. Der Präsident einer Bischofskonferenz ist nicht mehr als ein technischer Moderator, er hat mit diesem Titel keinerlei besondere lehramtliche Autorität.

Wenn man sagen hört, eine Bischofskonferenz sei keine Filiale Roms, gibt mir das die Gelegenheit, daran zu erinnern, daß die Diözesen auch keine Filialen des Sekretariates einer Bischofskonferenz sind (…).
 

Diese Art Haltung bringt die Gefahr mit sich, eine gewisse Polarisierung zwischen den Ortskirchen und der Weltkirche wieder zu erwecken, die seit den I. und II. Vatikanischen Konzilien überwunden waren.”
 
Quelle: http://beiboot-petri.blogspot.de/2015/03/kardinal-muller-erteilt-kardinal-marx.html
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Glaubenspräfekt Müller: Barmherzigkeit gibt es nicht ohne die Wahrheit
Veröffentlicht: 31. März 2015 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: GLAUBENSPRÄFEKT Gerhard Müller | Tags: Barmherzigkeit, bistum regensburg, Ehe, Eheschließung, Familiensynode, Glaubenspräfekt Gerhard Müller, Gott, Heiligen Jahres, Kurienkardinal, Wahrheit |3 Kommentare
„Barmherzigkeit kann nicht ohne Wahrheit existieren”, das betonte der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller, angesichts des außerordentlichen Heiligen Jahres, das von Papst Franziskus ausgerufen wurde und am 8. Dezember 2015 beginnt.


Die Liebe Gottes bleibe stets in engem Zusammenhang mit der Wahrheit, sagte der Kurienkardinal der italienischen Nachrichtenagentur “ansa”.   

Der Glaubenspräfekt sprach auch mit Blick auf die bevorstehende Familiensynode und bemängelte, daß die Eheschließung in der Kirche für viele Menschen nur noch ein „folkloristisches Ritual“ sei und nicht mehr das eigentliche Sakrament im Mittelpunkt stehe.
 
Die Kirche nehme alle Menschen an, aber nach den Richtlinien Gottes und nicht nach menschlichen Vorstellungen. Außerdem führe der Weg zur Auferstehung über das Kreuz  – es gäbe da keine Schleichwege oder Umwege.
 

Quelle: Ansa, Radio Vatikan / Foto: Bistum Regensburg
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Fuldaer Erklärung des “Forum Deutscher Katholiken” zu Ehe und Familie
Veröffentlicht: 26. März 2015 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: Öffentlichkeit, Bischöfe, Ehe und Familie, Familiensynode, Forum Deutscher Katholiken, Kirche, Vatikan |4 Kommentare
Bischöfe der Weltkirche beraten in zwei Sitzungsperioden Fragen zu Ehe und Familie. Das erste Treffen im Oktober 2014 befasste sich mit dem Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“.

In der kommenden Sitzungsperiode im Oktober 2015 wird über „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ beraten werden.

In einer breiten Öffentlichkeit hat das Thema Ehe und Familie großes Interesse gefunden. Die ausgelösten kontrovers geführten Diskussionen haben gezeigt, dass die Lehre der katholischen Kirche zu Ehe und Familie offensichtlich auch unter Gläubigen nicht mehr bekannt ist.
 
Das verbreitet aufgekommene Interesse an der Synode zum Thema Ehe und Familie stellt eine Chance dar, die katholische Ehelehre in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und den Gäubigen wieder als Sakrament in Erinnerung zu bringen.
 
Jenseits rein soziologischer Betrachtungsweisen muß die sakramentale Bedeutung der Ehe als gestiftete Gemeinschaft in Christus, ihre Unauflöslichkeit und Ausrichtung auf die Zeugung und Erziehung von Kindern deutlich gemacht werden.
 
Diese die Ehe auszeichnenden Wesenseigenschaften machen es dringend erforderlich, für eine vertiefte Vorbereitung auf das Ehesakrament und eine solide Übermittlung der Lehre der Kirche Sorge zu tragen.
 
Wegen der Bedeutung von Ehe und Familie für die Zukunft der Gesellschaft, der Ökumene und angesichts der vielfältigen Probleme, die ihrem Scheitern, einer zivilrechtlichen Auflösung und Wiederverheiratung folgen, bitten wir alle, die für die Weitergabe des Glaubens Verantwortung tragen, dieses Thema aufzugreifen.

Von Christus in einzigartiger Weise gestiftet, stärkt das Ehesakrament die Treue in der Ehe. Es schützt die Ehepartner und ihre Kinder vor Leid, Depression und gebrochener Biographie. Denn Treue und Geduld sind Ausdrucksformen der Liebe, einer Liebe, die Eheleuten von Anfang an mehr bedeutet als das Gefühl eines flüchtigen Augenblicks.
 
Die christliche Pastoral erfüllt ihre Aufgabe erst dann, wenn sie unverkürzt und unverfälscht den Willen Jesu verkündet.
 In Jesus finden sich Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in unüberbietbarer Weise aufeinander hin geordnet.
 Unsere Bischöfe bitten wir um ein deutliches Hirtenwort.
 
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La Salette 1846



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