Autor Thema: Wird die Bischofssynode nicht ein neues Schisma in der Kirche hervorrufen  (Gelesen 147341 mal)

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Antw:Wird die Bischofssynode nicht ein neues Schisma in der Kirche hervorrufen
« Antwort #64 am: 08. November 2014, 10:26:01 »
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Dankes-Petition an Kardinal Raymond Burke
Veröffentlicht: 7. November 2014 | Autor: Felizitas Küble
Der theologisch konservative, US-amerikanischen Kurien-Kardinal Raymond Burke ist Präfekt der Apostolischen Signatur, des höchsten vatikanischen Gerichtshofs.

Er hat bereits in Interviews erwähnt, daß wahrscheinlich seine Absetzung bevorsteht. Näheres hier: http://charismatismus.wordpress.com/2014/10/19/wird-kardinal-burke-wirklich-amtsenthoben/
 
Der Kurienpräfekt hat sich  –   gemeinsam mit anderen Kardinälen (vor allem Müller, Pell und de Paolis)  –  auf der kürzlichen Bischofssynode in Rom für die bewährten katholischen Standpunkte in puncto Ehe und Familie sowie Ablehnung homosexuellen Verhaltens stark gemacht. Das hat ihm  – auch vatikanintern  –  nicht nur Freunde eingebracht.
 
Die bekannte US-amerikanische Lebensrechtler-Seite “Life-Site-News” will den glaubensstarken Kirchenmann ermutigen und hat daher jetzt ein Grußwort an Kardinal Burke eingerichtet: https://www.lifesitenews.com/petitions/thank-you-cardinal-burke-for-your-vatican-service
 
Die englischsprachige Online-Petition dankt dem Kardinalpräfekten für seinen “treuen Dienst” in der Kirche und vor allem für seine klare Verteidigung pro Lebensrecht und Ehe/Familie. Es wird erwähnt, daß auch ein Stellenwechsel ihn sicherlich nicht davon abbringen wird, weiter die Wahrheiten vom “Evangelium des Lebens” zu verkünden. Die Dankesbotschaft schließt mit der Ankündigung, für den tapferen Kardinal zu beten und mit einem Segenswunsch.
 
Natürlich können auch evangelische Christen sowie Gläubige, die außerhalb der USA leben, diese Petition unterzeichnen.

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Antw:Wird die Bischofssynode nicht ein neues Schisma in der Kirche hervorrufen
« Antwort #65 am: 09. November 2014, 08:42:52 »
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06 November 2014, 11:00

'Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet…'
 

 WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Bischofssynode "


Schon jetzt steht das Tagesevangelium am Eröffnungstag der Bischofssynode 2015 fest. Der Heilige Geist führt Regie. Gastbeitrag von Generalvikar Martin Grichting


Vatikan (kath.net) Dieses Jahr folgen wir in der Liturgie dem Lesejahr A. Nächstes Jahr folgen wir in der Liturgie dem Lesejahr B. Am 27. Sonntag im Jahreskreis werden wir somit gemäß der kirchlichen Leseordnung im Lesejahr B vom Evangelisten Markus (Mk) Kapitel 10, 2-16 hören. Das steht heute schon fest. Die Verse Mk 10,2-12 lauten: „Die Pharisäer kamen zu Jesus und fragten: Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen? Damit wollten sie ihm eine Falle stellen. Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschrieben? Sie sagten: Mose hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und (die Frau) aus der Ehe zu entlassen. Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber. Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet“.
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Antw:Wird die Bischofssynode nicht ein neues Schisma in der Kirche hervorrufen
« Antwort #66 am: 10. November 2014, 08:12:21 »
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Unbarmherziger Franziskus: Kardinal Burke abgesetzt und zum Malteserorden „abgeschoben“
8. November 2014 17:34 | Mitteilung an die Redaktion

Kardinal Raymond Burke von Papst Franziskus unbarmherzig abgesägt

(Rom) Seit vergangenem September waren Gerüchte in Umlauf, nun ist es Realität geworden. Papst Franziskus setzte den amerikanischen Kardinal Raymond Burke als Kardinalpräfekt der Apostolischen Signatur ab und ernannte ihn zum Kardinalpatron des Souveränen Malteserordens. Damit wird der Kardinal aus der Kirchenleitung entfernt, der er als Leiter des Obersten Gerichtshofs angehörte.
Die Strafaktion gegen den ungeliebten Gegenspieler durch Papst Franziskus stand bereits kurz vor Beginn der Bichofssynode über die Familie im Raum, nachdem Kardinal Burke in den Monaten zuvor als einer der Wortführer der Verteidigung der kirchlichen Ehe- und Morallehre gegen die „Öffnungs“-Thesen von Kardinal Kasper hervortrat (siehe Exil Malta? Endgültige päpstliche Säuberungsaktion gegen Kardinal Burke?). Die Drohung schüchterte den Kardinal aber nicht ein. Vielmehr wurde er auf der Bischofssynode zum sichtbarsten Widerpart des neuen von Papst Franziskus unterstützten Kurses von Kardinal Kasper. Mit scharfen Worten kritisierte Kardinal Burke auch außerhalb der Synodenaula das Vorgehen des Generalsekretariats der Bischofssynode, aber auch des Papstes (siehe Kardinal Burke: Papst hat „eine Menge Schaden angerichtet“ – Präfekt der Apostolischen Signatur bestätigt bevorstehende Absetzung ebenso Papst: „Wer bin ich, darüber zu urteilen?“ – Burke: „Wir müssen über Handlungen urteilen“).

Vergeltungsmaßnahme eines nachtragenden Papstes
Nur wenige Wochen nach Abschluß der Bischofssynode erscheint die „Wegbeförderung“ des Kardinals als Rache- und Vergeltungsmaßnahme von Papst Franziskus. Damit scheint es der regierende Papst ziemlich eilig gehabt zu haben. Am 3. November, nur 15 Tage nach Synodenende, approbierte er ein Rescriptum des Kardinalstaatssekretärs, mit dem die Pensionierungsvorschriften für Bischöfe und Kardinäle päpstlicher Nominierung verschärft wurden. Das am 5. November in Kraft getretene Rescriptum verlangte von allen über 75jährigen Amtsträgern (ausgenommen Kardinalpräfekten der Römischen Kurie) umgehend ihren Rücktritt anzubieten.

Das betraf auch den bisherigen Kardinalpatron Paolo Sardi des Malteserordens. Das Rücktrittsangebot von Kardinal Sardi wurde vom Papst sofort angenommen und damit ein Platz freigemacht, mit dem Kardinal Burke auf „elegante“ Weise aus einer Leitungsfunktion an der Römischen Kurie auf eine Ehrenfunktion abgeschoben werden konnte.

Lob von Benedikt XVI. nützte nichts
Da half auch das demonstrative Lob von Benedikt XVI. aus seinem selbstgewählten Exil nicht, der in einer Grußbotschaft an die Internationale Wallfahrt der Tradition am 26. Oktober den im Petersdom im Alten Ritus zelebrierenden Kardinal Burke als „großen Kardinal“ bezeichnete.

Die Absetzung eines der profiliertesten und jüngsten Kardinäle der Katholischen Kirche ist ein Affront für einen nicht unerheblichen Teil der Weltkirche, der mit der päpstlichen Vergeltungsaktion gemeint, indem Kardinal Burke bestraft wird.

Die Maßnahme bestätigt argentinische Stimmen, die Jorge Mario Bergoglio seit seiner Wahl zum Kirchenoberhaupt nachsagen, sehr nachtragend zu sein und Kritik an seiner Person und Widerspruch zu seinen Plänen nicht zu dulden. Sie bestätigt zudem, daß Papst Franziskus der eigentliche Regisseur hinter der „neuen Barmherzigkeit“ ist, die von Kardinal Kasper als Sprecher hinausgetragen wurde.

Durch die Absetzung als Dikasterienleiter kann Kardinal Burke im kommenden Jahr nicht mehr von Amts wegen an der Bischofssynode über die Familie teilnehmen. Papst Franziskus macht den Kardinal mit seiner „Umbesetzung“ in der Synode mundtot. Ein Signal, daß das argentinische Kirchenoberhaupt gewillt scheint, 2015 nachzuholen, was bei der außerordentlichen Bischofssynode 2014 noch nicht gelungen ist und seine „neue Barmherzigkeit“ durchzudrücken. Eine „neue Barmherzigkeit“, die sehr unbarmherzig sein kann.

Text: Giuseppe Nardi
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« Antwort #67 am: 11. November 2014, 10:28:15 »
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Papst greift gegen Kritiker des Reformkurses durch
Nach der Bischofssynode spitzt sich die Kraftprobe im Vatikan zu


Von Julius Müller-Meiningen, 10.11.2014 00:00

Papst Franziskus hat einen seiner hartnäckigsten Gegner entmachtet. Der US-Kardinal Raymond Leo Burke wurde als Präfekt der Apostolischen Signatur und damit als Chef des obersten Vatikan-Gerichtshofs abberufen. Der 66-Jährige muss den weitgehend repräsentativen Posten als Kardinalpatron beim Malteserorden übernehmen. Burke galt bisher als einer der einflussreichsten Gegenspieler von Franziskus bei der jüngsten Bischofssynode zur Familienseelsorge. Dort hatte er sich mehrfach gegen den von Franziskus befürworteten Kurs der Öffnung gegenüber wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen ausgesprochen.

Der US-Kardinal hatte zuletzt in einem Interview mit der katholischen Zeitschrift „Vida Nueva“ behauptet, die katholische Kirche habe „keinen Kompass“. Diese Aussage wurde als Kritik an Franziskus interpretiert, den Burke schon zuvor wiederholt angegriffen hatte. Der Hardliner, der eine zentrale Figur im römischen Traditionalistenmilieu ist, hatte über Franziskus' erstes Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“ gesagt, es könne kaum Teil des päpstlichen Lehramts sein. Im Gegensatz zu Franziskus, der gefordert hatte, weniger über kirchliche Verbote zu sprechen, sagte Burke im Hinblick etwa auf Abtreibung: „Wir können nie genug davon sprechen.“

Als Präfekt der Apostolischen Signatur ernannte Franziskus den Franzosen Dominique Mamberti. Dessen Nachfolger als Vatikan-Außenminister im Staatssekretariat wird Bischof Paul Richard Gallagher aus Liverpool.

Die Rochade im Vatikan, über die es schon länger Spekulationen gab, wird als Signal des Papstes an seine Kritiker interpretiert. Zuletzt waren im Vatikan immer mehr kritische Stimmen über Franziskus zu hören. Bei der außerordentlichen Synode zu Ehe und Familie wurde ein tiefer Graben in der Führung der katholischen Kirche sichtbar. Mehrfach war in diesem Zusammenhang auch vom Risiko einer Kirchenspaltung die Rede. Der jetzt entmachtete Burke hatte auf die Frage nach einem möglichen Schisma geantwortet: „Wenn die Bischofssynode als Gegenentwicklung zur bestehenden Lehre und Praxis der Kirche gesehen wird, besteht ein Risiko.“ In verschiedenen italienischen Medien wird unterdessen über den Fortgang des Pontifikats spekuliert. „Heute aber muss sich der Widerstand der höchsten kirchlichen Autorität widersetzen, sollte sie von der immer gültigen kirchlichen Kehre abweichen“, war vor kurzem in der konservativen Intellektuellen-Zeitung „Il Foglio“ zu lesen. Auch Gerüchte über einen Rücktritt des 77-jährigen Franziskus werden gestreut.

Öl ins Feuer goss der italienische Publizist Antonio Socci mit seinem Buch „Non é Francesco“ (Es ist nicht Franziskus). Darin behauptet Socci, die Wahl Jorge Mario Bergoglios im Konklave 2013 sei ungültig. Denn der Wahlgang, mit dem er ins Amt kam, sei der fünfte an diesem Tag gewesen – was nach Konklaveordnung nicht zulässig ist. Ein vierter Wahlgang sei zuvor fälschlich annuliert worden.

Die Angriffe auf Franziskus kommen nicht ganz überraschend. Angesichts der bei der Synode offensichtlich gewordenen Meinungsverschiedenheiten in der kirchlichen Hierarchie über die Zukunft der katholischen Kirche erwartete man sich auch im engeren Umfeld des Papstes Attacken. Einige Beobachter interpretieren die Spekulationen als Versuche der Ultrakonservativen, Franziskus von seinem Kurs abzubringen.
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« Antwort #68 am: 12. November 2014, 08:22:12 »
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Kardinal Raymond Burke: “Ich möchte Wahrheit und Liebe verbinden”
Veröffentlicht: 11. November 2014 | Autor: Felizitas Küble
Der glaubensstarke US-amerikanische Kardinal Raymond Burke (siehe Foto) gilt in liberalen Kreisen als “Hardliner” und “Fundi”, zumal er auf der kürzlichen Familiensynode in Rom gleichsam als Wortführer der theologisch konservativen Oberhirten fungierte, die sich für die bisherige kirchliche Lehre über Ehe und Familie einsetzten.

Bei aller Klarheit in seinen Standpunkten betont der ehem. Präfekt des obersten vatikanischen Gerichtshofs zugleich immer wieder das bewährte christliche Prinzip, das schon der hl. Augustinus erwähnte: “Hasse den Irrtum, aber liebe den Irrenden.”     

In amerikanischen Medien finden sich eine Reihe persönlicher Berichte, worin die freundlichen, den Menschen zugewandten Charaktereigenschaften von Kardinal Burke unterstrichen werden. Daraus geht hervor, daß er eindeutige inhaltliche Positionen durchaus mit großem Einsatz in puncto Nächstenliebe zu verknüpfen weiß.
 
Wie wichtig ihm diese Kombination von Wahrheit und Liebe tatsächlich ist, kann man am Schluß dieses Artikels einer englischssprachigen katholischen US-Webseite nachlesen: HIER
 
Dort heißt es, daß Kardinal Burke die nächste Phase seines Lebens (nach der Absetzung als Präfekt des vatikanischen Gerichtshofs) mit dem Gebet beginnen und Gott um Weisheit von oben bitten wolle, damit er die wirksamste Weise seines Dienstes für die Kirche erkennen könne. 

Er teilte dieser US-Nachrichtenseite zudem mit, daß er sich weiter vor allem dafür einsetzen wolle, daß “Wahrheit und Liebe verbunden” werden: “Das eine kann nicht ohne das andere sein.”   – Dabei erinnerte der Kirchenmann an den heiligen Augustinus, der diese beiden Pole des christlichen Glaubens und Lebens ebenfalls betont hat.
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Antw:Wird die Bischofssynode nicht ein neues Schisma in der Kirche hervorrufen
« Antwort #69 am: 13. November 2014, 08:27:13 »
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Wie geht Papst sein?

 11. November 2014, 05:16 |

 Ob ich Kardinal Burke versetzt hätte, wie es Papst Franziskus jetzt getan hat? Vermutlich nicht. Aber: Ich bin nicht der Papst, und insofern kann ich die Worte und Taten des Papstes zwar für mich bewerten, ich kann sie nicht beurteilen. Entscheidungen fallen oft aus Gründen, die Außenstehenden verborgen sind.
Da ist man mal ein paar Tage „offline“ zu Exerzitien, um sein geistiges Leben mal wieder auf Vordermann zu bringen, einen geistigen Ölwechsel vorzunehmen, kommt zurück und dann das: die konservativ-katholische Welt, zu der ich mich ja ebenfalls zähle, bekommt Schnappatmung wegen eines Sachverhalts, den bereits seit September die Spatzen von den Dächern pfeifen (ich bin im Vatikan überhaupt nicht vernetzt und habe es trotzdem mitbekommen) und jetzt offiziell geworden ist: Kardinal Raymond Leo Burke wird Kardinalpatron des Malteserordens!
 
Was für den Außenstehenden eine kleine Personalie ist, entpuppt sich für „Kenner“ der Szene zu einem handfesten Skandal: Burke gehörte nämlich bislang als Präfekt des Obersten Gerichtshofs der Apostolischen Signatur zum quasi inneren Kreis des Vatikans und ist – dadurch ist er in den vergangenen Wochen vielleicht auch dem einen oder anderen bekannt geworden – Kritiker eines Modernisierungskurses, wie man ihn derzeit im Umfeld der Familiensynode argwöhnt. Dazu kommt noch, dass – wie vielfach berichtet wird – Stellen wie die eines Kardinalpatrons eher für verdiente, ältere Kardinäle gesucht werden, die sich damit auf den Ruhestand vorbereiten. Burke dagegen ist erst 66 und steht, das hat er jüngst bei der Synode erst wieder deutlich gemacht, voll im Leben. Und nicht zuletzt werden auch immer wieder Äußerungen von Burke kolportiert, die sich kritisch mit dem Pontifikat Papst Franziskus auseinandersetzen.
 
Zählt nun der gewiefte Laie eins und eins zusammen, dann erhält er das Bild, Papst Franziskus habe einen vatikaninternen Kritiker kaltgestellt, um – zum Beispiel – in der 2015 fortgesetzten Familiensynode „geräuschloser“ als beim publik gewordenen Zwist zwischen Kardinal Burke und Kardinal Walter Kasper, sein Modernisierungsprogramm fortzusetzen, die katholische Ehe- und Sexualmorallehre zu schleifen, ganz allgemein die katholische Kirche an den Zeitgeist anzupassen. Oder um es bildhafter auszudrücken: Man riecht Schwefeldampf im Vatikan!
 
Es gibt katholische Blogger, die ich eigentlich sehr schätze, die aus diesem Grund das Handtuch werfen, meinen, nicht mehr papsttreu sein zu können und statt für das Reich Christi zu schreiben nun lieber für die Kirche beten wollen. Das ist erstens schade und zweitens – wie ich finde – völlig übertrieben. Nicht, dass unsere Mutter Kirche nicht unser aller Gebet benötigen würde, dies aber plakativ zu tun und damit eine Katastrophe an die Wand zu malen, bei der „nur noch beten hilft“ entspricht nicht der Sachlage und zeugt von einem etwas eigenartigen Rollenverständnis. Zumal ich im eigenen Berufsleben die Erfahrung gemacht habe, dass derartige Entscheidungen anders gefallen sind, ihnen andere Beweggründe zugrunde liegen, als sie offen zutage treten. Mit anderen Worten: Wir sollten uns nicht anmaßen zu bewerten, auf welcher Grundlage der Papst die Entscheidungen getroffen hat!
 
Ich gebe zu, mit der Art der Amtsführung, dem persönlichen Stil von Papst Franziskus fremdele ich auch immer noch, da lag mir Papst Benedikt XVI., was niemanden verwundern wird, mehr. Abgesehen von diesem Störgefühl, das ich mir aber selbst zurechnen muss und nicht dem Papst anlasten kann, gab es bislang keine Lehraussage, an der ich was zu bemängeln hätte (dass ich die Einstellung des Papstes zum Kapitalismus nicht teile, ist davon unbenommen). Sollte sich das nun ändern?
 
Gegenfrage: Sollte sich das wegen einer Personalie ändern? Auch Papst Johannes Paul II. hat Menschen um sich geschart, die ihm theologisch und wohl auch vom Stil her nahestanden, Papst Benedikt XVI. hat es ebenfalls so gehalten. Ich nehme an, beide waren aber vernünftig und selbstkritisch genug, sich zusätzlich auch mit kritischen Menschen zu umgeben – womöglich solche, die aufgrund geringer persönlicher Öffentlichkeitswirkung auch offen sprechen konnten. Und ich habe keinen Grund, anzunehmen, dass Papst Franziskus das anders macht. Alles andere – der Papst umgebe sich nur mit Gleichgesinnten, er sei bei Kritik nachtragend etc. – sind Gerüchte, die ich hier gar nicht weiter kommentieren möchte.
 
Also, wenn ich Papst wäre (den Satz habe ich einem früheren Pastor von mir entliehen, der sich mit diesen Worten mitunter bei seiner Kritik an Papst Benedikt hervortat), dann würde ich einen Kritiker wie Kardinal Burke ins Vertrauen ziehen, auch wenn ich ihm einen wesentlichen Posten aufgrund seiner Position nicht lassen wollen würde. Ich würde versuchen zu vermeiden, dass bei meinen Entscheidungen in dieser Hinsicht Spekulationen Tür und Tor geöffnet würden. Ich würde ansonsten immer wieder in den Spagat zwischen dogmatischer Lehre und barmherziger Seelsorge gehen, mein Umfeld dazu auffordern, das auch zu tun und all diejenigen zurechtweisen, die zur einen oder anderen Seite eine Schlagseite aufweisen. Ich würde keinen Hehl daraus machen, dass ich für die Probleme der Welt auch nicht die operative – sehr wohl die geistige – Lösung habe, und ich würde jedem misstrauen, der vorgibt, sie zu haben, egal ob Laie, Priester, „einfacher Bischof“ oder Kardinal der Kurie. Ich würde mich intensiv mit den Positionen insbesondere derer auseinandersetzen, die mir widersprechen, die entsprechenden Vertreter aber auch zurechtweisen, wenn ich zu dem Entschluss käme, diese Positionen, die dort vorgeschlagenen Richtungen, führen von Christus weg.
 
Ob ich unter diesen Prämissen Kardinal Burke versetzt hätte, wie es Papst Franziskus jetzt getan hat? Vermutlich nicht … aber die Wahrheit ist, und an der kommen die Kommentatoren genau so wenig wie ich selbst drum herum: Ich bin nicht der Papst, werde es aufgrund meines Lebenslaufes wohl auch nicht mehr werden. Insofern kann ich die Worte und Taten des Papstes erwägen, sie auch für mich bewerten, ich kann sie aber – einfach weil ich nicht er bin – nicht be- geschweige denn verurteilen!
 
Ich habe Respekt vor denen, die sich aufgrund der Spannungen, die sie in sich selbst spüren, zurück ziehen, ich habe auch Respekt davor, wenn sich jemand kritisch mit den Richtungsentscheidungen des Papstes auseinandersetzt, sein Ringen mit diesen Positionen deutlich macht, in der Hoffnung, diese Veröffentlichung könne auch anderen helfen, die mit sich ringen. Was mir schwer fällt zu respektieren ist eine destruktive Kritik am Papst, die gerade in konservativen Kreisen um sich greift, und deren Vertreter besser zu wissen meinen, wie das geht, Papst sein!
 
Zuerst erschienen auf papsttreuer.blog.de
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« Antwort #70 am: 14. November 2014, 08:15:20 »
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Richtungskampf im Vatikan

 Der Graben zwischen Papst Franziskus und den Anhängern der traditionellen Lehre bleibt tief.



Papst Franziskus hat US-Kardinal Raymond Leo Burke als Präfekt der Apostolischen Signatur abberufen. Bei der jüngsten Bischofssynode zur Familienseelsorge hatte Burke sich gegen den von Franziskus befürworteten Kurs der Öffnung gegenüber wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen ausgesprochen. Auch wenn der Papst nun einen seiner hartnäckigsten Gegner entmachtet hat, bekämpfen andere ihn weiter.
Kardinal Burke hatte zuletzt in einem Interview mit der katholischen Zeitschrift Vida Nueva behauptet, die katholische Kirche habe "keinen Kompass". Diese Aussage wurde als Kritik an Franziskus interpretiert, den Burke schon zuvor wiederholt angegriffen hatte. Der Hardliner, der eine zentrale Figur im römischen Traditionalistenmilieu ist, hatte über das Lehrschreiben Evangelii Gaudium gesagt, es könne kaum Teil des päpstlichen Lehramts sein. Im Gegensatz zu Franziskus, der gefordert hatte, weniger über kirchliche Verbote zu sprechen, sagte Burke im Hinblick etwa auf Abtreibung: "Wir können nie genug davon sprechen."
 
Bei der außerordentlichen Synode zu Ehe und Familie war ein tiefer Graben zwischen Befürwortern des vom Papst angestrebten Kurses der Öffnung und Anhängern der traditionellen Lehre sichtbar geworden. Mehrfach war sogar vom Risiko einer Kirchenspaltung die Rede. Der jetzt entmachtete Burke hatte auf die Frage nach einem möglichen Schisma geantwortet: "Wenn die Bischofssynode als Gegenentwicklung zur bestehenden Lehre und Praxis der Kirche gesehen wird, besteht ein Risiko."
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« Antwort #71 am: 15. November 2014, 12:45:13 »
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Die Glaubenskongregation über Sakramente für geschieden “Wiederverheiratete”
Veröffentlicht: 14. November 2014 | Autor: Felizitas Küble
Die Kongregation für die Glaubenslehre, deren Präfekt der deutsche Kardinal Gerhard Müller (siehe Foto) ist, hat kürzlich erneut die kirchliche Lehre bekräftigt, wonach der Empfang der Sakramente für bußfertige, geschieden “wiederverheiratete” Katholiken möglich ist, wenn sie sich ernsthaft um sexuelle Enthaltsamkeit bemühen, also gleichsam “wie Bruder und Schwester” zusammenleben.


Hier folgt die amtliche Antwort vom 22. Oktober 2014 auf die Frage eines französischen Priesters “Kann ein Beichtvater einem Beichtenden die Absolution erteilen, der nachdem er kirchlich geheiratet hatte, nach der Scheidung eine zweite Ehe eingegangen ist?”:
 

 .
 
“Wir können die wiederverheirateten Geschiedenen nicht a priori vom Prozess der Buße ausschließen, der zur sakramentale Versöhnung mit Gott führen würde und damit zur Eucharistie.

.
 
Papst Johannes Paul II. hatte in der Apostolischen Exhortation “Familiaris Consortio (N. 84) solch eine Möglichkeit in den Blick genommen und ihre Voraussetzungen spezifiziert:

 .
 
“Die Versöhnung durch das Sakrament der Buße, die den Weg zur Eucharistie öffnen würde, kann nur denen gewährt werden, die bereuen, das Zeichen des feierlichen Bundes und die Treue zu Christus gebrochen zu haben und ernsthaft bereit sind, ein Leben zu führen, das nicht länger im Widerspruch zur Unauflöslichkeit der Ehe steht. 
 
 .
 
Das bedeutet in der Praxis, daß, wenn es ernsthafte Gründe  -  wie z.B. die Erziehung von Kindern  – gibt, deretwegen ein Mann und eine Frau die Verpflichtung zur Trennung nicht erfüllen können, sie die Pflicht haben, in völliger Enthaltsamkeit zu leben, das heißt, durch Abstinzenz von Akten, die verheirateten Paaren vorbehalten sind (s. auch Benedikt XVI “Sacramentum Caritatis”, N. 29).”
 
 .
 
Quelle: Katholische Weblog “Im Beiboot Petri”
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