Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4577668 mal)

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« Antwort #1992 am: 21. Juli 2015, 06:41:31 »
Immer wieder lädt uns die Gottesmutter zum Lesen der Hl. Schrift ein, zur Betrachtung - "...lernt wie Gott sein Volk liebt..." und dazu, das Wort Gottes an einen sichtbaren Platz zu stellen.

In der Botschaft vom 25.01.2006 sagt sie:

"Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch auf, Träger des Evangeliums in euren Familien zu sein. Vergesst nicht, meine lieben Kinder, die Heilige Schrift zu lesen. Legt sie auf einen sichtbaren Platz und bezeugt mit eurem Leben, dass ihr glaubt und das Wort Gottes lebt. Ich bin euch mit meiner Liebe nahe und halte Fürsprache vor meinem Sohn für jeden einzelnen von euch. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid."

(Medjugorje)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #1993 am: 22. Juli 2015, 06:57:45 »
Hl. Gregor der Große (um 540-604), Papst und Kirchenlehrer

„Habt ihr gesehen, den meine Seele liebt?" (Hld 3,3)

[Es] ist zu erwägen, welch machtvolle Liebe das Herz der Frau entflammt hatte, die vom Grab des Herrn nicht fortging, selbst als die Jünger fortgingen. Sie suchte den, den sie nicht gefunden hatte, sie suchte unter Tränen, und vom Feuer ihrer Liebe entflammt, brannte sie vor Sehnsucht nach dem, den sie fortgenommen glaubte. So kam es, dass ihn damals allein diejenige sah, die zurückgeblieben war, um zu suchen, da offenkundig die Beharrlichkeit die Kraft guten Tuns ist und die Stimme der Wahrheit spricht: „Wer ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden“ (Mt 10,22)…

Heilige Sehnsucht steigert sich nämlich […] durch die Verzögerung. Wenn sie jedoch durch die Verzögerung nachlässt, war es keine Sehnsucht. Von dieser Liebe war entbrannt, wer immer zur Wahrheit gelangen konnte. Darum spricht ja David: „Meine Seele dürstet nach dem lebendigen Gott, wann darf ich kommen und vor dem Angesicht meines Gottes erscheinen?" (Ps 41,3). […]
Daher sagt die Kirche […] im Hohenlied: „Ich bin verwundet vor Liebe“ (Hld 2,5). […] „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“ (Joh 20,14 f.). Die Ursache des Schmerzes wird erfragt, um die Sehnsucht zu steigern, so dass sie bei der Nennung dessen, den sie suchte, noch feuriger in der Liebe zu ihm erglühte. […]

„Da sprach Jesus zu ihr: Maria!“ (Joh 20,16). Nachdem er sie mit der allgemeinen Bezeichnung ihres Geschlechtes angeredet hatte und nicht erkannt wurde, ruft er sie beim Namen. Als wollte er ihr eigentlich sagen: Erkenne den wieder, von dem du erkannt worden bist. […] Ich kenne dich nicht nur im allgemeinen, wie die anderen, sondern in besonderer Weise. Da Maria also mit Namen gerufen wird, erkennt sie den Schöpfer und nennt ihn sogleich „Rabbuni“, das heißt „Meister“, weil er es war, der äußerlich gesucht wurde, und zugleich war er es, der sie innerlich lehrte, ihn zu suchen.

Evangelienhomilien, 25,1-2.4-5 (Aus: Fontes Christiani; Bd. 28,2. Übers. u. eingel. v. Michael Fiedrowicz. Freiburg [u.a.], Herder, 1998. ISBN 3-451-23812-8, S.445 ff.)
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« Antwort #1994 am: 22. Juli 2015, 22:29:16 »
 ;tffhfdsds

"die Welt hat Mich verlassen, wie vorhergesagt, und der größte Verrat an Meinem Leib ist verübt worden. Mein Wort wird in Fetzen gerissen, und viele von denen, die sagen, sie würden Meine Lehren kennen, werden blind sein gegenüber der Verfolgung, die Meiner Kirche zugefügt werden wird. Ebenso, wie Ich während Meiner Kreuzigung von denen, die sich stolz gerühmt haben, von Meinen Wegen die höchste Weisheit zu besitzen, verflucht wurde, werde Ich dieses Mal, wenn Ich das zweite Mal komme, um Mein Königreich zurückzufordern, verurteilt werden."

(Worte Jesu aus 1175, Buch der Wahrheit)
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« Antwort #1995 am: 23. Juli 2015, 06:22:13 »
Hl. Birgitta von Schweden (um 1303-1373), Mutter, dann Ordensfrau, Mitpatronin Europas

Betrachtung des Leidens und der Auferstehung Christi

Gelobt seist Du, mein Herr Jesus Christus, der Du Deinen Tod vor der Zeit vorhergesagt hast; der Du beim Letzten Abendmahl wunderbarerweise aus gegenständlichem Brot Deinen Leib konsekriert hast, der uns zurückkauft; der Du ihn aus Liebe den Aposteln zum Gedächtnis hinterlassen hast an Deine allerkostbarste Passion; Du, der Du ihnen demütig ein Modell der Demut gegeben hast, als Du ihnen die Füße wuschst mit Deinen heiligen und ehrwürdigen Händen...
Ewiges Lob sei Dir, mein Herr Jesus Christus, für diese Stunde, in der Du am Kreuz größte Bitterkeit und heftigste Todesängste erlitten hast für uns Sünder; denn die bitteren Leiden Deiner Wunden berührten zutiefst Deine Seele und durchbohrten grausam Dein heiligstes Herz; endlich ist Dein Herz zersprungen, Du hast den Geist aufgegeben und ihn demütig in die Hände Gottes, Deines Vaters, übergeben, als Du das Haupt neigtest; und Dein Leib erfuhr somit die Kälte des Todes...
Gelobt seist Du, mein Herr Jesus Christus, der Du um unseres Heiles willen erlaubt hast, dass Deine Seite und Dein Herz mit der Lanze durchbohrt wurden, und der Du aus Deiner Seite Ströme Deines kostbaren Blutes hast fließen lassen, um uns loszukaufen.
Ehre sei Dir, mein Herr Jesus Christus, weil Du wolltest, dass Dein gebenedeiter Leib durch Deine Freunde vom Kreuz genommen und in die Arme Deiner schmerzerfüllten Mutter gelegt wurde; und weil Du erlaubt hast, dass sie ihn einhüllt in Grabbinden und dass er in das von Soldaten bewacht Grab gelebt wurde.
Ewige Ehre sei Dir, mein Herr Jesus Christus, der Du auferstanden bist am dritten Tag; der Du Dich als Lebender den Zeugen Deiner Wahl offenbart hast; der Du nach vierzig Tagen in den Himmel aufgestiegen bist vor den Augen vieler und der Du dort Deinen Freunden, die Du aus der Hölle befreit hast, ehrenvoll einen Platz bereitet hast.
Jubel und ewige Ehre sei Dir, Herr Jesus Christus, der Du den Heiligen Geist in die Herzen Deiner Jünger gesandt und in ihnen eine unendliche Liebe zu Gott entflammt hast.
Gepriesen bist Du, aller Ehre und Herrlichkeit in Ewigkeit würdig, mein Herr Jesus, der Du thronst in Deinem himmlischen Königreich in der Herrlichkeit Deiner Göttlichkeit, leiblich lebendig mit Deinen allheiligen Gliedern, die Du aus der Jungfrau genommen hast. Und so wirst Du am Tag des Gerichts wiederkommen, um die Seelen aller zu richten, der Lebenden und der Toten. Du, der Du lebst und herrschst mit dem Vater und dem Heiligen Geist von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Gebet, der hl. Birgitta zugeschrieben
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« Antwort #1996 am: 23. Juli 2015, 18:40:28 »
„Satan ist die größte Geißel der Menschheit und seine Verseuchung ist todbringend. Derart darauf bedacht, sich zu verstecken, ist er ein Meister der Täuschung, denn er wird immer Gutes als Böses und Böses als Gutes präsentieren. Nur diejenigen, deren Augen für Gott wirklich offen sind, werden die Bedrohung verstehen, die Satan bei der Rettung der Welt darstellt.“ (Worte Jesu aus 1133, Buch der Wahrheit)
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« Antwort #1997 am: 23. Juli 2015, 21:02:16 »
Brief des Paulus an die Galater 2,19-20

Brüder! Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt worden;
nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.
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« Antwort #1998 am: 24. Juli 2015, 06:23:26 »
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

„Hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach“

Das Besäen geschah durch die Apostel und die Propheten, doch der Herr selbst ist es, der den Samen aussät. Der Herr ist es nämlich, der in ihnen gegenwärtig war, weil auch der Herr es ist, der die Ernte einbringt. Denn ohne ihn sind sie nichts, wohingegen Er in seiner Vollendung bleibt, auch ohne sie. Er sagt ihnen nämlich: „Ohne mich könnt ihr nichts vollbringen.“ (Joh 15,5). Was also sagt der unter den Völkern aussäende Christus? „Ein Sämann ging aus, um zu säen“ (Mt 13,3). In einem anderen Text sind die Erntearbeiter zur Ernte ausgeschickt worden. Nun ist der Sämann ausgegangen, um den Samen zu säen und er beklagt nicht seine Mühe. Was macht es also, dass Körner auf den Weg fallen oder auf steinigen Boden oder in die Dornen? Würde er sich durch unfruchtbaren Boden entmutigen lassen, käme er nicht bis zur fruchtbaren Erde!...

Wir sind hier gemeint: Könnten wir nicht dieser Weg sein, diese Steine, diese Dornen? Wollen wir der gute Boden sein? Bereiten wir unser Herz, um dreißigfache Frucht zu bringen, sechzigfache Frucht, hundertfache Frucht, tausendfache Frucht. Ob dreißigfach oder tausendfach, es bleibt Weizen und nichts anderes als Weizen. Bemühen wir uns, nicht mehr der Weg zu sein, auf dem die Aussaat von den Wanderern zertreten wird und von dem unser Feind wie ein Vogel wegnimmt. Seien wir auch nicht mehr diese Steine oder diese grundlose Erde, die die Saat zu schnell aufgehen läßt, um sie dann in der Hitze der Sonne verderben zu lassen. Niemals mehr wollen wir Dornen sein, Lüsternheiten dieser Welt, Neigungen zur bösen Tat. Was gibt es in der Tat Schlimmeres, als sich abzumühen mit ganzer Kraft für ein Leben, das uns daran hindert, zum Leben zu gelangen? Was ist trauriger, als das Leben zu verhätscheln, um es zu verlieren? Was ist betrüblicher, als den Tod zu fürchten und in die Macht des Todes zu fallen? Reißen wir die Dornen aus, bereiten wir das Erdreich vor, nehmen wir die Saat auf, halten wir durch bis zur Ernte, verlangen wir danach, in die Scheunen eingebracht zu werden.

101. Predigt; PL 38,605
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« Antwort #1999 am: 25. Juli 2015, 07:17:42 »
Benedikt XVI., Papst von 2005-2013

„Ihr werdet meinen Kelch trinken"

Jakobus, der Sohn des Zebedeus, auch Jakobus der Ältere genannt, gehört zusammen mit Petrus und Johannes zur Gruppe jener drei bevorzugten Jünger, die Jesus an bedeutenden Augenblicken seines Lebens teilnehmen ließ. Er durfte, zusammen mit Petrus und Johannes, an der Stunde der Agonie Jesu im Garten Getsemani und am Ereignis der Verklärung Jesu teilhaben. Es handelt sich also um Situationen, die sehr verschieden voneinander sind: Im einen Fall erlebt Jakobus zusammen mit den beiden anderen Aposteln die Herrlichkeit des Herrn, er sieht ihn mit Mose und Elija sprechen, er sieht in Jesus den Glanz der göttlichen Herrlichkeit aufleuchten; im anderen Fall steht er vor dem Leiden und der Erniedrigung, er sieht mit eigenen Augen, wie sich der Sohn Gottes erniedrigt und gehorsam ist bis zum Tod. Die zweite Erfahrung war für ihn sicherlich eine Gelegenheit, um im Glauben zu reifen und die einseitige, triumphalistische Interpretation der ersten Erfahrung zu korrigieren: Er mußte erkennen, daß der vom jüdischen Volk als Triumphator erwartete Messias in Wirklichkeit nicht nur von Ehre und Herrlichkeit umgeben war, sondern auch von Leid und Schwäche. Die Herrlichkeit Christi verwirklicht sich gerade am Kreuz, in der Teilhabe an unseren Leiden.

Dieses Heranreifen des Glaubens wurde vom Heiligen Geist an Pfingsten vollendet, so daß Jakobus, als für ihn die Stunde des höchsten Zeugnisses gekommen war, sich ihm nicht entzog. Am Anfang der vierziger Jahre des ersten Jahrhunderts ließ König Herodes Agrippa, ein Enkel Herodes’ des Großen, nach dem Bericht des Lukas „einige aus der Gemeinde verhaften und mißhandeln. Jakobus, den Bruder des Johannes, ließ er mit dem Schwert hinrichten" (Apg 12,1–2) [...] Vom hl. Jakobus können wir also vieles lernen: die Bereitschaft, den Ruf des Herrn anzunehmen, auch wenn er uns auffordert, das »Boot« unserer menschlichen Sicherheiten zu verlassen (vgl. Mt 4,21); die Begeisterung, ihm auf den Wegen zu folgen, die er uns zeigt, jenseits all unserer illusorischen Anmaßung; die Bereitschaft, mutig für ihn Zeugnis abzulegen, wenn es sein muß, bis zum höchsten Opfer des Lebens. So steht Jakobus der Ältere vor uns als beredtes Vorbild großherziger Treue zu Christus. Er, der anfangs durch seine Mutter die Bitte ausgesprochen hatte, zusammen mit seinem Bruder neben dem Meister in dessen Reich zu sitzen, war der erste, der den Kelch des Leidens trank, das Martyrium mit den Aposteln teilte.

Generalaudienz vom 21/6/06 (© Libreria Editrice Vaticana)
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