Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4661564 mal)

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Offline Tina 13

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #3192 am: 03. April 2016, 09:57:14 »
Sogar Gott spielt Verstecken!
Während seine Mutter mit uns betete und mit uns sprach, lag der kleine Jesus in ihren Armen, ohne dass wir ihn sehen konnten. Aber plötzlich hob er seinen kleinen Arm und begann, mit dem Schleier seiner Mutter zu spielen, wie Kinder es tun. Dann ließ er langsam und schüchtern seine Augen unter dem Schleier hervorschauen, dann den ganzen Kopf und sah uns in die Augen. Er lächelte uns an und versteckte seinen kleinen Kopf wieder hinter dem Schleier. Dann kam er von neuem zum Vorschein, schaute uns an und verschwand wieder in seinem kleinen Versteck. Da begriffen wir, dass das Jesuskind mit uns Verstecken spielte! Noch ein drittes Mal wiederholte er sein Spielchen, was uns natürlich riesig freute. Nachdem er uns zugelächelt hatte, zwinkerte er uns zu, was uns ganz tief berührte! Ein Baby kann nicht so schauen und lächeln. Aber wir begriffen, dass es wirklich Gott war, den wir da vor uns hatten…..
Man wird dieses „Bad der Unkompliziertheit“ nie genug anpreisen können, das Medjugorje unseren armen westlichen Gehirnen anbietet, die von übertriebenen Informationen erdrückt, von unmenschlichem Papierkram übersättigt und einem verwirrenden Intellektualismus vertrocknet sind, die allesamt eher dazu beitragen, den Kopf zu verlieren, als uns weiterbringen. Oh, wie gern schwimme ich in diesem Bad! Was für eine Heilung! …..
(aus Medjugorje – die 90er Jahre – der Triumph des Herzens Seite 370)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3193 am: 03. April 2016, 10:01:52 »
2. Sonntag der Osterzeit - Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit und Weißer Sonntag

Die Gemeinde lebt vom Glauben an Christus, den Auferstandenen. Dieser Glaube ist Staunen und Freude, er ist Dank und Treue. Wer sich von der Gemeinde absondert, hat es schwer mit dem Glauben. Der Glaube lebt nicht vom Grübeln, sondern vom Hören, vom gemeinsamen Gotteslob und Gottesdienst, auch von den gemeinsamen Aufgaben.

Barmherzigkeitsonntag  Predigt von Papst Johannes Paul II. zur Heiligsprechung von Sr. Maria Faustyna Kowalska - Sonntag, 30. April 2000 

1. »Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig« (Ps 118,1). So betet die Kirche in der Osteroktav, indem sie diese Worte des Psalms geradezu von den Lippen Christi abliest; von den Lippen des auferstandenen Christus, der im Abendmahlssaal die große Botschaft von der göttlichen Barmherzigkeit überbringt und der die Apostel mit dem Auftrag betraut: »Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch […] Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert« (Joh 20,21–23). Bevor Jesus diese Worte ausspricht, zeigt er seine Hände und seine Seite. Er verweist also auf die Wundmale seines Leidens, insbesondere die Wunde seines Herzens. Es ist die Quelle, aus der die große Woge der Barmherzigkeit entspringt, die sich über die Menschheit ergießt. Aus diesem Herzen wird Schwester Faustyna Kowalska, die wir von nun an »Heilige« nennen, zwei Lichtstrahlen ausgehen sehen, die die Welt erleuchten: »Die beiden Strahlen – so erklärte ihr eines Tages Jesus selbst – bedeuten Blut und Wasser« (Tagebuch der Schwester Maria Faustyna Kowalska, Hauteville/Schweiz, 1990, S. 119). 

2. Blut und Wasser! Unsere Gedanken richten sich auf das Zeugnis des Evangelisten Johannes: er sah, als auf dem Kalvarienberg einer der Soldaten mit der Lanze in die Seite Christi stieß, »Blut und Wasser« herausfließen (vgl. Joh 19,34). Und wenn das Blut an das Kreuzesopfer und das Geschenk der Eucharistie denken läßt, so erinnert das Wasser in der Symbolik des Johannes nicht nur an die Taufe, sondern auch an die Gabe des Heiligen Geistes (vgl. Joh 3,5; 4,14; 7,37–39). Die göttliche Barmherzigkeit erreicht die Menschen durch das Herz des gekreuzigten Christus: »Sage, Meine Tochter, daß Ich ganz Liebe und Barmherzigkeit bin«, so wird Jesus Schwester Faustyna bitten (Tagebuch, a.a.O., S. 337). Diese Barmherzigkeit gießt Christus über die Menschheit durch die Sendung des Heiligen Geistes aus, der in der Dreifaltigkeit die »Person der Liebe« darstellt. Und ist denn nicht die Barmherzigkeit ein »anderer Name« für die Liebe (Dives in misericordia, 7), verstanden im Hinblick auf ihre tiefste und zärtlichste Seite, auf ihre Eigenschaft, sich um jedwede Not zu sorgen, und insbesondere in ihrer grenzenlosen Fähigkeit zur Vergebung? Meine Freude ist fürwahr groß, der ganzen Kirche heute das Lebenszeugnis von Schwester Faustyna Kowalska gewissermaßen als Geschenk Gottes an unsere Zeit vorzustellen. Die göttliche Vorsehung hat das Leben dieser demütigen Tochter Polens ganz und gar mit der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts verbunden, das wir gerade hinter uns gelassen haben. So hat ihr Christus zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg seine Botschaft der Barmherzigkeit anvertraut. Diejenigen, die sich daran erinnern, weil sie Zeugen der Ereignisse jener Jahre waren und das schreckliche Leid von Millionen von Menschen miterlebten, wissen nur zu gut, wie notwendig die Botschaft von der Barmherzigkeit war. Jesus sagte zu Schwester Faustyna: »Die Menschheit wird keinen Frieden finden, solange sie sich nicht mit Vertrauen an Meine Barmherzigkeit wendet« (Tagebuch, a.a.O., S. 119). Durch das Werk der polnischen Ordensfrau verband sich diese Botschaft für immer mit dem zwanzigsten Jahrhundert, dem letzten des zweiten Jahrtausends und der Brücke hin zum dritten Jahrtausend. Diese Botschaft ist nicht neu, obgleich sie als ein Geschenk besonderer Erleuchtung angesehen werden kann, die uns hilft, die österliche Frohbotschaft erneut intensiv zu erleben, um sie den Männern und Frauen unserer Zeit wie einen Lichtstrahl anzubieten. 

3. Was werden die vor uns liegenden Jahre mit sich bringen? Wie wird die Zukunft des Menschen hier auf Erden aussehen? Dies zu wissen ist uns nicht gegeben. Dennoch ist gewiß, daß neben neuen Fortschritten auch schmerzliche Erfahrungen nicht ausbleiben werden. Doch das Licht der göttlichen Barmherzigkeit, das der Herr durch das Charisma von Schwester Faustyna der Welt gleichsam zurückgeben wollte, wird den Weg der Menschen des dritten Jahrtausends erhellen. Es ist notwendig, daß – so wie seinerzeit die Apostel – auch die Menschheit von heute im Abendmahlssaal der Geschichte den auferstandenen Christus aufnimmt, der die Wundmale seiner Kreuzigung zeigt und wiederholt: Friede sei mit euch! Die Menschheit muß sich vom Geist, den der auferstandene Christus ihr schenkt, erreichen und durchdringen lassen. Es ist der Geist, der die Wunden des Herzens heilt, der die Schranken niederreißt, die uns von Gott entfernen und die uns untereinander trennen, und der die Freude über die Liebe des Vaters und über die brüderliche Einheit zurückschenkt. 

4. Daher ist es wichtig, daß wir am heutigen zweiten Sonntag in der Osterzeit, der von nun an in der ganzen Kirche den Namen »Barmherzigkeitssonntag« haben wird, die Botschaft des Wortes Gottes in ihrer Gesamtheit erfassen. In den verschiedenen Lesungen scheint die Liturgie den Weg der Barmherzigkeit nachzuzeichnen: Indem sie diese Beziehung eines jeden zu Gott wiederherstellt, er weckt sie auch unter den Menschen ein neues Verhältnis brüderlicher Solidarität. Christus hat uns gelehrt, daß »der Mensch das Erbarmen Gottes nicht nur empfängt und erfährt, sondern auch berufen ist, an seinen Mitmenschen ›Erbarmen zu üben‹: ›Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden‹ (Mt 5,7)« (Dives in misericordia, 14). Sodann hat er uns die vielfältigen Wege der Barmherzigkeit aufgezeigt, die nicht nur Sünden vergibt, sondern die auch allen Bedürfnissen der Menschen entgegenkommt. Jesus hat sich zu jedem menschlichen Elend hinabgebeugt, sei es materieller oder geistlicher Natur. Seine Botschaft der Barmherzigkeit erreicht uns weiterhin durch die Geste seiner zum leidenden Menschen hin ausgestreckten Hände. So hat ihn Schwester Faustyna gesehen und ihn den Menschen aller Kontinente verkündet. Im Konvent von Lagiewniki, in Krakau, machte sie ihr Dasein zu einem Lobgesang auf die Barmherzigkeit: »Misericordias Domini in aeternum cantabo«. [Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen] (Ps 88 [89], 2.) 

5. Die Heiligsprechung von Schwester Faustyna ist außerordentlich bedeutsam: durch diese Geste möchte ich heute dem neuen Jahrtausend diese Botschaft übermitteln. Ich übergebe sie allen, damit sie lernen, immer besser das wahre Antlitz Gottes und das wahre Antlitz der Brüder zu erkennen. Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Brüdern sind nämlich untrennbar miteinander verbunden, wie uns der erste Brief des Johannes ins Gedächtnis gerufen hat: »Wir erkennen, daß wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote er füllen« (5,2). Der Apostel erinnert uns hier an die Wahrheit der Liebe, indem er uns die Befolgung der Gebote als deren Maß und Richtschnur aufzeigt. Es ist nämlich nicht leicht, mit einer tiefen Liebe zu lieben, die in der wahrhaftigen Gabe der eigenen Person besteht. Diese Liebe erlernt man allein in der Schule Gottes, durch die Wärme seiner Liebe. Indem wir unseren Blick zu ihm hinwenden und uns auf sein Vaterherz hin ausrichten, werden wir befähigt, mit anderen Augen auf die Brüder zu schauen, in einer Haltung der Selbstlosigkeit und der Anteilnahme, der Großherzigkeit und Vergebung. All dies ist Barmherzigkeit! Je nachdem wie die Menschheit es verstehen wird, das Geheimnis dieses barmherzigen Blickes zu erfahren, wird sich das idealisierte, in der ersten Lesung vorgestellte Bild als eine realisierbare Perspektive herausstellen: »Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam« (Apg 4,32). Hier wurde die Barmherzigkeit des Herzens auch zum Stil der Beziehungen untereinander, zum Projekt der Gemeinschaft und zur gemeinsamen Teilhabe an den Gütern. Hier sind die »Werke der Barmherzigkeit« geistiger und leiblicher Art aufgeblüht. Hier hat sich die Barmherzigkeit konkret zum »Nächsten« gegenüber den notleidenden Brüdern gemacht. 

6. Schwester Faustyna Kowalska hat in ihrem Tagebuch geschrieben: »Ich empfinde furchtbaren Schmerz, wenn ich auf die Leiden meiner Nächsten schaue. Alle Leiden meiner Nächsten finden in meinem Herzen einen Widerschein. Ihre Qualen trage ich dermaßen im Herzen, daß ich sogar physisch ausgemergelt bin. Ich wünschte, daß alle Qualen über mich kämen, um meinen Nächsten dadurch Linderung zu verschaffen« (Tagebuch, a.a.O., S. 329). Hier wird deutlich, bis zu welchem Grad der Anteilnahme die Liebe führt, wenn sie sich an der Liebe Gottes mißt!   Von dieser Liebe muß sich die Menschheit von heute inspirieren lassen, um die Sinnkrise in Angriff zu nehmen, die Herausforderungen, die sich durch verschiedene Bedürfnisse stellen, besonders durch den Anspruch, die Würde einer jeden menschlichen Person zu wahren. Die Botschaft von der göttlichen Barmherzigkeit stellt somit implizit auch eine Botschaft vom Wert eines jeden Menschen dar. Jede Person ist in den Augen Gottes wertvoll, für jeden einzelnen hat Christus sein Leben hingegeben, jedem macht der Vater seinen Geist zum Geschenk und bietet Zugang in sein Innerstes. 

7. Diese trostreiche Botschaft wendet sich vor allem an denjenigen, der – von harten Prüfungen gequält oder von der Last der begangenen Sünden erdrückt – jedes Vertrauen in das Leben verloren hat oder der versucht ist, zu verzweifeln. Ihm stellt sich das sanfte Antlitz Christi vor, über ihn kommen die Strahlen, die aus seinem Herzen hervorgehen, und sie erhellen, erwärmen, weisen den Weg und flößen Hoffnung ein. Wie viele Seelen hat die Anrufung »Jesus, ich vertraue auf dich«, die ihnen die Vorsehung durch Schwester Faustyna nahegelegt hat, bereits getröstet. Dieser schlichte Akt der Hingabe an Jesus reißt die dichtesten Wolken auf und läßt einen Lichtstrahl auf das Leben eines jeden herabkommen. 

8. »Misericordia Domini in aeternum cantabo.« [Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen] (Ps 88 [89], 2.) Mit der Stimme der allerseligsten Maria, der »Mutter der Barmherzigkeit«, mit der Stimme dieser neuen Heiligen, die im himmlischen Jerusalem gemeinsam mit allen Freunden Gottes die Barmherzigkeit besingt, vereinen auch wir, die pilgernde Kirche, unsere Stimme.   Und du, Faustyna, Geschenk Gottes an unsere Zeit, Geschenk Polens an die ganze Kirche, hilf uns, die Tiefe der göttlichen Barmherzigkeit zu erfassen, von ihr eine lebendige Erfahrung zu machen und diese vor unseren Brüdern zu bezeugen. Deine Botschaft des Lichtes und der Hoffnung verbreite sich in der ganzen Welt, sie führe die Sünder zur Umkehr, sie besänftige die Rivalitäten und den Haß und öffne die Menschen für eine gelebte Brüderlichkeit. Indem wir mit dir den Blick auf das Antlitz des auferstandenen Christus richten, machen wir uns dein Gebet der vertrauensvollen Hingabe zu eigen und sprechen mit fester Hoffnung: "Jesus, ich vertraue auf dich!"
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« Antwort #3194 am: 03. April 2016, 10:11:44 »
Sel. Paul VI. (1897-1978), Papst von 1963-1978

« Die Jünger waren voll,Freude, als sie den Herrn sahen »

Die Osterfreude ist nicht nur die Freude einer möglichen Verklärung: sie ist die Freude über eine neue Gegenwart und Nähe des auferstandenen Christus, der den Seinen den Heiligen Geist mitteilt, damit er fortan immer bei ihnen bleibe. Der Heilige Geist ist der Kirche mitgeteilt worden als unerschöpfliches Prinzip der Freude als Braut des erhöhten Christus [...] Der Heilige Geist, der vom Vater und vom Sohn ausgeht, deren gegenseitige Liebe er ist, wurde also dem Volk des Neuen Bundes mitgeteilt und jeder Seele, die für sein Wirken im Inneren aufgeschlossen ist. Er nimmt in uns seine Wohnung als süßer Seelengast, dulcis hospes animae (Veni sancte Spiritus). Mit ihm wohnen im Herzen der Menschen der Vater und der Sohn. Der Heilige Geist erweckt darin ein Gebet voll kindlichen Vertrauens, das aus der innersten Tiefe der Seele emporsteigt und sich in Lobpreis, in Dank, Sühne und fürbittendem Flehen äußert. So können wir die wahrhaft geistliche Freude verkosten, die eine Frucht des Heiligen Geistes ist (Gal 5,22) [...]

Eine solche Freude prägt seitdem alle christlichen Tugenden. Die kleinen menschlichen Freuden, die in unserem Leben gleichsam Hinweise auf eine erhabenere Wirklichkeit sind, werden verklärt. Diese geistliche Freude wird hier auf Erden immer ein gewisses Maß schmerzlicher Prüfung enthalten wie bei jener Frau, die in Geburtswehen lag; das Gefühl einer gewissen Verlassenheit wird sich einstellen, ähnlich der eines verwaisten Kindes: Klagen und Weinen, während die Welt eine hämische Genugtuung zur Schau trägt. Aber die Traurigkeit der Jünger, die nicht nach Art der Welt, sondern nach der Art Gottes trauern, wird sich alsbald in eine geistliche Freude verwandeln, die ihnen niemand mehr nehmen kann (Joh 16,20-22).

Apostolisches Schreiben « Gaudete in Domino » über die christliche Freude
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« Antwort #3195 am: 03. April 2016, 13:40:48 »
Apostelgeschichte 5,12-16.

Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Alle kamen einmütig in der Halle Salomos zusammen.
Von den übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschließen; aber das Volk schätzte sie hoch.
Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt, Scharen von Männern und Frauen.
Selbst die Kranken trug man auf die Straßen hinaus und legte sie auf Betten und Bahren, damit, wenn Petrus vorüberkam, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel.
Auch aus den Nachbarstädten Jerusalems strömten die Leute zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit. Und alle wurden geheilt.

Psalm 118(117),2.4.22-24.26-27a.

So soll Israel sagen:
Denn seine Huld währt ewig.
So sollen alle sagen, die den Herrn fürchten und ehren:
Denn seine Huld währt ewig.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen,
er ist zum Eckstein geworden.
Das hat der Herr vollbracht,
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat;
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.
Wir segnen euch, vom Haus des Herrn her.
Gott, der Herr, erleuchte uns.

Buch der Offenbarung 1,9-11a.12-13.17-19.

Ich, euer Bruder Johannes, der wie ihr bedrängt ist, der mit euch an der Königsherrschaft teilhat und mit euch in Jesus standhaft ausharrt, ich war auf der Insel Patmos um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus.
Am Tag des Herrn wurde ich vom Geist ergriffen und hörte hinter mir eine Stimme, laut wie eine Posaune.
Sie sprach: Schreib das, was du siehst, in ein Buch, und schick es an die sieben Gemeinden.
Da wandte ich mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach. Als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter
und mitten unter den Leuchtern einen, der wie ein Mensch aussah; er war bekleidet mit einem Gewand, das bis auf die Füße reichte, und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold.
Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder. Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte
und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.
Schreib auf, was du gesehen hast: was ist und was danach geschehen wird.

Evangelium nach Johannes 20,19-31.

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.
Thomas, genannt Didymus - Zwilling-, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!
Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan.
Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.
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« Antwort #3196 am: 03. April 2016, 17:34:47 »
Botschaft Nr. 1129

1. April 2016 – Ihr dürft nicht länger warten!

Muttergottes: Mein Kind. Mein liebes Kind. Da bist du ja. Bitte höre aufmerksam zu, denn was der Himmel dir heute sagt, ist sehr wichtig: Ihr müsst bereit sein und dürft nicht länger warten. Die Warnung steht nun kurz bevor, und nur wer rein und würdig und vorbereitet ist, wird dieses so gnadenreiche Ereignis auch als solches und in voller Freude erfahren. Sage es den Kindern bitte. Amen.

Der Himmel vereint mit Mir, eurer Mutter im Himmel, als Schutzherrin. Mutter aller Kinder Gottes und Mutter der Erlösung. Amen.

(Vorbereitung)
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« Antwort #3197 am: 03. April 2016, 17:49:04 »
Jesus Christus durch Barbara Weigand an die katholische Welt:

52 „Es ist alles vorbereitet von den Gottlosen, vom Reich des Satan, um Mein Reich zu zerstören. Es ist alles vorbereitet, weil die Welt gottlos geworden ist und die Menschen den Arm Meiner göttlichen Gerechtigkeit herausgefordert haben, und es bedarf nur noch eines Winkes, und der Sturm soll losbrechen, auf den die Völker mit Furcht und Zittern hinschauen. Es werden gar viele, viele noch sein unter den Völkern, die nicht hören wollen trotz aller Mühe der Priester, trotz allem Gebet der Gläubigen, die dennoch nicht hören, die auf ihrem schlechten Weg fortgehen, diese sollen durch die Schleusen (des Dammes) gehen und in den Abgrund stürzen.“

1009 Deutschland soll von Rom losgelöst, die katholische Kirche vernichtet und eine gemeinsame Gesellschaft mit der lutherischen Kirche bilden, anstatt des Papstes, der deutsche Kaiser die gesamte Kirche regieren.

Dies ist geplant von allen, die Mich als ihren Gott und Schöpfer aller Dinge nicht mehr anerkennen. Aus Haß gegen Mich haben sie sich verschworen, nicht eher zur Ruhe zu kommen, bis diese ihnen so verhaßte Kirche aus der Welt hinweggefegt sei, weil nur in dieser Kirche Mir noch die schuldige Ehre und Verherrlichung zukommt, das Ankämpfen gegen das Zentrum in den Reichstagswahlen, das Ausschalten alles Religiösen aus den Schulen, die laxe Moral, die bis ins letzte Dörfchen hinein zutreibende und immer mehr überhandnehmende Vergnügungssucht, alles das gehört von den Gotteshassern zu dem einzigen Plan, den sie sich gesetzt, und der von der Hölle ausgeht, um die vom Herrn gestiftete Kirche aus der Welt zu schaffen.

Ein Priester soll und muß zu Zeiten, wo der heiligen, katholischen Kirche Abfall droht, mit Mut und Entschlossenheit diejenigen Männer nachzuahmen suchen, welche die Abgefallenen so sehr hassen, wie einen heiligen Karl Borromäus, Ignatius, Canisius und überhaupt alle, die kämpften für die Kirche und ihre Rechte. Die Laien sollen treu zu ihren Priestern stehen durch Gebet, durch Opfer, Priester ausbilden helfen, und wie Ich dir immer sagte, feurige Männer aufstehen, die wie mit einem zweischneidigen Schwerte die Rechte der Kirche verteidigen.
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« Antwort #3198 am: 03. April 2016, 20:19:55 »
 ()*kjht545

Lukas 1,48 Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. / Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
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« Antwort #3199 am: 04. April 2016, 06:43:01 »
Offener Brief an die Protestanten über die Muttergottes und die Heilige Schrift

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Die Muttergottes und die Protestanten Eines Tages, vor einigen Jahren, hielt der Präsident der Protestantischen Föderation in Paris eine Pressekonferenz. In einem Moment hatte er eine etwas zögerliche Antwort hinsichtlich der Muttergottes. Da ist ein alter Pastor seines Teams aufgestanden und hat erklärt: „Dass unsere Freunde, die Journalisten, wohl wissen, dass die Protestanten sich nicht schämen, die Muttergottes „selig" zu preisen, nach den Worten des Evangeliums nach Lukas: „Alle Generationen werden mich selig preisen, denn der Allmächtige hat Großes an mir getan" (Lk 1, 48-49). Es kommt noch oft vor, dass die Protestanten, die im Übrigen voller Glauben und Eifer für das Evangelium sind, Maria gegenüber eine bedauerliche Feindseligkeit zeigen, die dem Buchstaben und dem Geist der Bibel ganz entgegengesetzt ist. Und sie verlieren viel Zeit damit, die Christen zu kritisieren, die Maria ehren, indem sie sie „selig preisen". Es gibt sogar einen Pastor der Universellen Kirche in Brasilien, der eine Statue der Muttergottes von Aparecida, dem großen nationalen brasilianischen Wallfahrtsort, bei einer Fernsehsendung zerbrochen hat. Liebe protestantische Brüder, das ist schlimm. Ich appelliere an euren Glaubensgeist, an eure Liebe zur Hl. Schrift. Warum verwirrt ihr die einfachen Seelen, indem ihr die Muttergottes kritisiert? Und ihr, die ihr die Hl. Schrift liebt, wie können einige von euch sich von diesen „jungen Füchsen, die die Weinberge verwüsten" (Hohelied der Liebe 2,15) täuschen lassen? Oder mit den Worten des Hl. Paulus an die Galater: „O ihr unverständlichen Galater! Wer hat euch behext?" (Gal 3,1). Nein, liebe protestantische Brüder aus Brasilien oder Ekuador oder Frankreich, und ihr alle, die ihr den schönen Namen Christen tragt, es wird euch ein Anliegen sein, das Wort des Lebens besser zu bewahren und zu verstehen. Und so der Mutter unseres Herrn Ehre zu erweisen, Freundschaft und Vertrauen, die ihr die christlichen Völker seit 1967 Jahren (im Jahre 2000, da Jesus mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit im Jahre 30 gestorben und auferstanden ist) erwiesen haben. Denn seit dieser ganzen Zeit ist das Evangelium treu übermittelt worden. Niemand kann nämlich glauben, dass das Evangelium seit fast 2000 in seiner Reinheit vergessen worden sei. Und dass man erst heute, durch diesen oder jenen Prediger den Sinn entdecken würde. Sollte sich der Heilige Geist denn nur heute darum kümmern, den Gläubigen zu helfen, das Evangelium zu verstehen? Sollte der Heilige Geist die Getauften seit 2000 Jahren verlassen haben? Sollte er diese 2000 Jahre hindurch nicht die Verheißung Jesu Christi erfüllt haben: „Der Helfer aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe" (Joh 14,26). In Wahrheit hilft der Heilige Geist seit 2000 Jahren den Aposteln und ihren Nachfolgern. Dieser Paraklet ist mit ihnen für immer gegenwärtig, der Geist der Wahrheit (s. Joh 14,21). Wenn also der Geist der Wahrheit den Aposteln und ihren Nachfolgern „für immer" hilft, irren sie sich nicht, wenn sie uns helfen, den wahren Sinn der Schrift zu verstehen. Der Hl. Paulus sagt weiters zu den Galatern: „Ich habe das Vertrauen zu euch, dass ihr, (vereint) im Herrn, nichts anderes denken werdet. Aber der, der euch verwirrt, wird das Verdammungsurteil tragen müssen, wer es auch sei" (Gal 5,10).

MARIA IST MUTTER GOTTES

Und wie sucht man, euch zu verwirren? Zunächst, indem man euch sagt, dass Maria nicht „Mutter Gottes" ist. Wenn jedoch Jesus Christus Gott ist, ist seine Mutter Mutter Gottes, und wenn Maria nicht Mutter Gottes ist, sondern nur Mutter eines Menschen, Jesus, dann ist dieser nicht Gott. Jeder wahre Christ glaubt jedoch, dass Jesus Christus Gott ist, und in ihm ist nur eine einzige Person, „wahrer Gott und wahrer Mensch". Andernfalls könnte uns Jesus Christus nicht retten. Deshalb hat das Konzil von Ephesus (im Jahre 431) erklärt, dass Maria „Mutter Gottes" ist und die Arianer, die sagten, dass Jesus Christus nicht Gott ist, zu Häretikern erklärt (wie die Zeugen Jehovas heute). Diese sehr wichtige Definition des Konzils von Ephesus entspricht übrigens genau der Hl. Schrift. In der Tat wurde Elisabeth, als Maria sie besuchte „vom Heiligen Geist erfüllt" (das ist die Heimsuchung), und sie sagt zu Maria: „Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes! Woher kommt mir dies, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als der Klang deines Grußes an mein Ohr drang, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Schoße. Selig, die geglaubt hat, dass Erfüllung finden wird, was ihr vom Herrn gesagt wurde." (Lk 1,42-45). Was soll jedoch „Herr" bedeuten, wenn nicht „Gott"? Kommen wir zurück auf die Rede des Hl. Petrus nach Pfingsten: „Das ganze Haus Israel wisse es also mit Gewissheit: Gott hat ihn zum Herrn und Christus gemacht, ihn, den ihr gekreuzigt habt". Was soll hier „Herr" heißen, wenn nicht „Gott"? Und lesen wir nicht weiter im Brief des Hl. Paulus an die Philipper „und jede Zunge zur Ehre Gottes des Vaters bekenne: Jesus Christus ist der Herr". (Phil 2,11). Ist es nicht derselbe Herr in den drei Abschnitten der Hl. Schrift, die wir eben zitiert haben? Und wenn die Hl. Schrift im Munde von Elisabeth, von Maria sagt, dass sie die Mutter des Herrn ist, müssen das alle Christen der Welt glauben, und es sagen.

MARIA IST IMMER JUNGFRAU

Man verwirrt euch auch, liebe christliche Brüder, indem man sagt, dass Maria nicht Jungfrau geblieben sei. Sie hätte nach Jesus Söhne gehabt. Durch verschiedene Mittel zu versuchen, die Mutter Jesu Christi herabzusetzen, ist kein gutes Zeichen, es ist nicht die beste Art, den Sohn zu ehren. Ist das eine Art Maria selig zu preisen, wie uns die Hl. Schrift dazu einlädt? Die Argumente dieser Pseudo-Wissenschaftler sind bekannt; im Evangelium verwendet man oft den Ausdruck „Brüder Jesu", um seine Verwandten, Cousins oder andere zu bezeichnen. Aber diese Pseudo-Doktoren behaupten, dass es Söhne Mariens dem Blute nach seien. Es ist jedoch dem mit der Schrift vertrauten leicht zu wissen, dass man in Israel „Brüder" diejenigen nennt, die verwandt sind, und dass dies nicht bedeutet, dass sie von derselben Mutter stammen. Es ist heute noch ebenso in einigen Sprachen. Diese Leute, die euch verwirren wollen, sagen weiters, dass es im Matthäus-Evangelium heißt: „Und er erkannte sie nicht bis zu dem Tag, da sie einen Sohn gebar, und er nannte ihn Jesus". Diese Leute schließen daraus, dass Josef Maria erkannte, das heißt sich mit ihr verband, nachher. Sagt der Text das? Nein, ganz und gar nicht. Der Text sagt genau, dass Josef keinen Anteil an der Empfängnis Jesu hat. Er sagt nicht mehr als das. Derjenige, der etwas hinzufügt, irrt und betrügt die anderen. Es gibt hingegen im Evangelium einen Abschnitt, der sehr erstaunlich ist, den die Leute mit Hilfe des Hl. Geistes wohl meditieren sollten: Im Johannes-Evangelium wird gesagt: „Es standen aber bei dem Kreuze Jesu und seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria (die Frau) des Klopas und Maria von Magdala. Als Jesus nun die Mutter und den Jünger, den er liebte, dastehen sah, sagt er zur Mutter: „Frau, da ist dein Sohn". Dann sagt er zu dem Jünger: „Da ist deine Mutter." Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie zu sich." (Joh 19,25-27). In den Familien Israels der damaligen Zeit und in vielen Familien heute noch vertraut ein Sohn seine Mutter keinem Fremden an, wenn er lebende direkte Brüder hat. Diejenigen jedoch, von denen man behauptet, dass sie Brüder Jesu, dem Sohn Mariens, sind werden Jesus lange überleben, wie wir in der Geschichte der Urkirche sehen. Nein, es ist nicht der Heilige Geist, der den erleuchtet, der erklärt, dass Maria nicht Jungfrau geblieben sei, weil er die Bedeutung des Wortes „Brüder" in der Zeit Jesu, wie es im Evangelium verwendet wird, nicht versteht. Der Heilige Geist erleuchtet uns, wenn wir eins sind mit den Aposteln und ihren Nachfolgern. Und selbst dann, wenn wir es nicht ausdrücklich sind, dann, wenn wir ein aufrechtes und demütiges Herz haben, dieses reine Herz, mit dem man Gott und die Dinge Gottes sieht. Derjenige jedoch, der angesichts 2000 Jahre christlichen Glaubens dem Evangelium eine andere Bedeutung zu geben vorgibt, dessen Herz und Verstand werden durch Stolz blind. Achtung! Läuft er nicht Gefahr, so verhext zu werden, wie die unglücklichen Galater! Es gibt Dinge, die den Demütigen, die die Kirche, die Braut Christi, hören, keine Schwierigkeiten bereiten. Und diejenigen, die stolz sind und das Evangelium ganz alleine auslegen wollen, fallen über die Worte wie über Steine des Anstoßes.

MARIA UND DAS WORT GOTTES

Es gibt einen anderen Punkt, wo diese Unruhestifter anstoßen. Sie haben den Sinn des Satzes aus dem Evangelium nicht verstanden: „Es geschah aber, als er so sprach, da erhob eine Frau aus dem Volk die Stimme und sagte zu ihm: „Selig der Leib, der dich getragen, und die Brüste, an denen du gesogen hast!" Er aber sprach: „Vielmehr selig, die das Wort Gottes hören und befolgen!" (Lk 11,27). Sie nehmen diese Worte zum Vorwand, um den Christen, und insbesondere den Katholiken zu verbieten, Maria, gemäß der Schrift selig zu preisen. (Lk 1, 48-49). Das Wort Jesu jedoch, das sie in ihren Argumenten gegen die Muttergottes richten wollen, wie kommt es, dass sie nicht sehen, dass es wunderbar zunächst auf Maria Anwendung findet, um zu sagen, dass sie selig ist, weil sie auf das Wort Gottes gehört und es befolgt hat? Hat Maria nicht auf das Wort Gottes gehört, hat sie es nicht geglaubt? Hat sie es nicht in die Tat umgesetzt? – Maria sagt zum Engel Gabriel bei der Verkündigung: „Siehe, die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort" (Vom Engel überbrachte Botschaft Gottes). (Lk 1,37) – Elisabeth sagt zu Maria: „Selig, die geglaubt hat, dass Erfüllung finden wird, was ihr vom Herrn gesagt wurde." (Lk 1,45). – „Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen". (Lk 2,19). Es handelt sich da um den ganzen Bericht der Geburt Jesu in Bethlehem in der Krippe. Wir hätten natürlich nicht diesen Abschnitt des Evangeliums über Bethlehem, wenn Maria nicht „diese Dinge in ihrem Herzen bewahrt hätte".

DIE UNBEFLECKTE EMPFÄNGNIS

Der große Angriff einiger Leute auf die Muttergottes ist der auf die Unbefleckte Empfängnis. Das heißt die Tatsache, dass Maria von der Erbsünde bewahrt wurde. (1) Diejenigen, die diesen Punkt angreifen, meinen, alleine den Katholiken Probleme zu bereiten. Sie sind sich meist nicht bewusst, dass die Orthodoxen genau dasselbe glauben, obwohl unter einer etwas anderen Bezeichnung: Sie sagen, dass sie die ganz Reine ist. Dennoch, selbst wenn man Protestant ist, ist die Unbefleckte Empfängnis etwas, was mit der Schrift sehr in Einklang zu sein scheint. Es ist klar, dass sich Maria nicht selbst von der Erbsünde befreit hat, sondern dass das ein Geschenk Gottes ist. „Der Mächtige hat Großes an mir getan", sagt Maria im Magnifikat (Lk 1,49). Und worin sollte es Gott unmöglich sein, für Maria das zu tun, was er für Eva getan hat? Denn vor der Ursünde, war Eva ohne Ursünde! Steht es uns zu, Gott zu sagen, was er tun oder nicht tun soll? Dieses außergewöhnliche Geschenk Gottes an die Jungfrau Maria, von ihm spricht die Hl. Schrift wiederholte Male. Zunächst ist es der Erzengel Gabriel, der zu Maria sagt „Freue dich" oder „Sei gegrüßt", denn im Griechischen wird der Gruß durch den Ausdruck Kaire = freue dich zum Ausdruck gebracht. Dann sagt Gabriel „Kekaritomene", was soviel heißt wie „du Begnadete". Was heißt das? Man kennt in der ganzen Bibel keine andere Gelegenheit, wo ein Engel Gottes einen Mann oder eine Frau auf diese Weise grüßt. Hat man also zu verstehen, dass der Engel zu Maria nur sagt, dass sie „viel Glück" gehabt hat? Natürlich nicht. Die Worte des Engels haben eine volle tatsächliche Bedeutung. Gott sagt und tut. Die außergewöhnliche Gnade, die Gott Maria verleiht, ist die Fähigkeit, ein ganz freies Ja zur Bitte Gottes zu sagen, die Mutter des Heilandes zu sein. Aus eigenem hätte Maria nicht dem Mal der Erbsünde entrinnen können. Aber bei Gott ist nichts unmöglich. Maria ist voll der Gnade, die unbefleckte Empfängnis ist ein absolut freies Geschenk Gottes. Das glauben die Katholiken. Und ein Protestant hat auch kein Problem damit, an das freie Geschenk Gottes zu glauben. Es genügt, dass er sich nicht mehr vorstellt, wovon ihn einige von ihnen aus Unwissenheit, und andere leider aus Böswilligkeit überzeugen wollten: dass die Katholiken (und die Orthodoxen) glauben, dass die Muttergottes Gott ist. Selbstverständlich glaubt das kein Katholik, kein Orthodoxer. Sie glauben nur, dass Maria seit ihrer Empfängnis ganz rein, ganz unbefleckt ist, weil dies ein Geschenk Gottes ist. Und wenn jemand zufällig glaubt, dass das nicht möglich sei, so vermindert er das Geschenk Gottes. Der Evangelist Lukas, vom Hl. Geist inspiriert, hat uns das Wort des Engels überbracht „Kekaritomene" „voll der Gnade"". Und wir lesen weiter im Magnifikat, dem Gesang Mariens vor Elisabeth: „Der Mächtige hat Großes an mir getan" „und alle Generationen werden mich selig preisen". Um die einfachen Gemüter zu verwirren, glaubt dieser oder jener protestantische Autor ein Argument aus der Tatsache heraus zu haben, dass der Hl. Augustinus (im 5. Jahrhundert, oder der Hl. Thomas von Aquin im 13. Jahrhundert) meinten, dass die Muttergottes nicht vor Christus von der Erbsünde befreit werden konnte. Es stimmt, dass dies eine schwierige Frage ist. Und Gott hat es zugelassen, dass sogar die gelehrtesten Kirchenlehrer nicht bei allem ein vollkommenes Denken hatten. Aber der Hl. Geist, der der Kirche seit Pfingsten hilft und sie zur vollen Wahrheit führt (Johannes), die Kirche inspiriert hat, die Schrift und die Offenbarung Gottes auszulegen. Solange die Kirche nicht gesprochen hat, war es den „Lehrern" und „Hirten" möglich, verschiedene Meinungen vorzuschlagen. Sobald aber die Kirche mit Hilfe des Hl. Geistes gesprochen hat, ist es nicht mehr möglich, die Schrift anders auszulegen. Die Demütigen bekommen das Licht Gottes, indem sie der vom Hl. Geist unterstützten Kirche vertrauen, die Stolzen finden darin einen Stein des Anstoßes.

DAS GEBET DER MUTTERGOTTES

Die meisten Protestanten sind guten Glaubens und aufrichtige Menschen. Wir bewundern ihren Glauben, ihre Liebe zur Schrift und ihren Eifer, das Evangelium zu verkünden. Und es bereitet uns Kummer zu sehen, wie sie alle diese Schwierigkeiten mit der Muttergottes haben. Deshalb möchten wir demütig versuchen, sie von einem unnötigen Problem, mit dem sie sich herumschlagen, zu befreien: sie glauben nicht, dass es möglich ist, weder zur Muttergottes zu beten, noch dass diese für uns beten kann. Da die Hl. Schrift das beste Mittel ist, ihnen zu helfen, gehen wir also zur Hl. Schrift. Erinnert euch an die Geschichte von Jakob und Esau. Esau hatte sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht verkauft. Als Isaak alt geworden war, wollte Rebekka für ihren Sohn Jakob den väterlichen Segen erwirken. Isaak war blind geworden. Rebekka bekleidete ihren Sohn Jakob mit dem Gewand seines Bruders und Jakob erhielt den Segen. Rebekka ist die Gestalt der Muttergottes. Die Muttergottes, die uns alle so liebt, wie Rebekka Jakob liebte, bekleidet uns mit dem Gewand ihres ältesten Sohnes, Jesus Christus. Die Muttergottes ist nicht die Quelle der göttlichen Gnade, aber ihr ganz reines Herz, ganz brennend aus Liebe zu Gott, ganz geeint mit dem Herzen Christi, wünscht unser Heil, und sie fleht ihren Sohn Jesus Christus an, uns mit dem „Mantel des Heils" zu bekleiden, der Gnade Gottes. Deshalb können wir wie der Hl. Johannes Maria zu uns nehmen, sie wird für uns eine noch bessere Mutter sein als Rebekka für Jakob. Meine lieben protestantischen Brüder, ihr habt noch ein kleines Problem im Kopf, das euch Sorgen macht. Einige sagen zu euch: ihr könnt nicht zur Muttergottes beten, so selig sie auch sein mag, weil sie gestorben ist. Und diejenigen, die gestorben sind, können nichts tun. Vermerkt wohl den Widerspruch. Im Leben gebt ihr wohl zu, dass die einen für die anderen beten können. Aber nach dem irdischen Tod geht nichts mehr! Habt ihr nicht gelesen, dass der verklärte Jesus auf dem Berg Tabor mit Moses und Elias spricht? Und lest ihr nicht im Evangelium, dass Jesus zum rechten Schächer sagt: „Heute Abend noch wirst du mit mir im Paradiese sein"? Also Moses und Elias und der rechte Schächer ja, aber nicht Maria, die „Begnadete"? Die, die alle Generationen selig preisen sollen, wäre nicht im Himmel Gottes, sondern nur der rechte Schächer? Und in der Apokalypse wäre sie nicht in dem Gefolgte derer, die dem Lamm folgen, wohin es auch geht?

DIE MUTTERGOTTES UND DER HEILIGE GEIST

Liebe protestantische Brüder, bevor ich diesen Brief beende, möchte ich euch sagen, dass ich euch liebe. Wenn einige Abschnitte meines Briefes euch hart vorgekommen sind, verzeiht mir. Leider sind manche zu solchen Exzessen gekommen, dass man nicht schweigen kann. Dennoch verspreche ich euch, dass durch die Gnade Gottes ich auch denen verzeihe, die den Glauben der Katholiken karikieren. Und ich bete zur Muttergottes, sie möge bei ihrem Sohn Fürbitte einlegen, dass er euch mit dem Gewand des Heils bekleide. Ich möchte jetzt mit euch ein Meditationsthema der Hl. Schrift teilen. Es betrifft Maria und den Hl. Geist. Bei der Verkündigung sagt die Jungfrau Maria Ja zum Wort Gottes, das ihr der Erzengel Gabriel überbringt. Und der Hl. Geist lässt in Maria Jesus entstehen, das Wort Gottes. Maria sagt also Ja zum Wort Gottes, empfängt die Gabe des Hl. Geistes und schenkt der Welt Jesus. Zu Pfingsten sagen die Apostel mit der Muttergottes Ja zum Wort Gottes, das sie in der Zeit gehört haben, als sie mit Jesus waren. Sie empfangen den Hl. Geist, und sie werden der Welt durch die Verkündigung Jesus geben. Aber kann nicht auch jeder von uns seinerseits, wie die Muttergottes, wie die Kirche zu Pfingsten, Ja zum Wort Gottes sagen, den Hl. Geist mehr empfangen, und der Welt um sich herum durch das Zeugnis des christlichen Lebens und die Evangelisation Jesus geben?
Hervé Marie Catta
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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