Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4664084 mal)

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« Antwort #4408 am: 22. November 2016, 23:03:58 »
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Der Goldene PFEIL

Hochgepriesen, gelobt, geliebt, angebetet und verherrlicht sei immerdar der unaussprechliche, hochheiligste und anbetungswürdigste Name Gottes durch alle Geschöpfe des Himmels, der Erde und unter der Erde, die aus Gottes Hand hervorgegangen sind, besonders aber durch das Allerheiligste Herz Jesu im hochwürdigsten Sakrament des Altares und durch das Unbefleckte Mutterherz Mariens, von Liebe ganz erfüllt. Amen.

Anmerkung: Der göttliche Heiland sagte einst zur gottseligen Sr. Maria vom heiligen Petrus: »Die Gotteslästerung ist ein vergifteter Pfeil, der Mein Herz verwundet. Ich will dir einen goldenen Pfeil geben, der die Verunehrungen und Lästerungen des heiligsten Namens Gottes sühnt.«
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4409 am: 22. November 2016, 23:05:53 »
Der goldene Pfeil (Sühnegebet)   -  Imprimatur

Der göttliche Heiland sagte einst zur gottseligen Schwester Maria vom heiligen Petrus: "Die Gotteslästerung ist ein giftiger Pfeil, der mein Herz verwundet. Ich will dir einen Goldenen Pfeil geben, der die Verunehrungen und Lästerungen des heiligen Namens Gottes sühnt." Und der Herr lehrte sie folgendes Gebet:

Goldener Pfeil:
Es sei immerdar gelobt, gepriesen, geliebt, angebetet und verherrlicht der allerhöchste, anbetungswürdige und unaussprechliche Name Gottes im Himmel, auf Erden und unter der Erde, von allen Geschöpfen, die aus Gottes Hand hervorgegangen sind, und durch das Allerheiligste Herz unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus im Allerheiligsten Sakrament des Altares. Amen.

Beim Vortragen dieses Gebets verrichten wir die gleiche Geste der Liebe wie die hl. Veronika es tat, indem sie das Angesicht Jesu abwischte, als Jesus sich abkämpfte, sein Kreuz auf Kalvaria hinaufzutragen.
Macht darum dem hl. Herzen Jesu die Freude und verrichtet dieses Gebet oft. Ihr werdet dadurch große Verdienste erwerben. Als Schwester Maria eines Tages unschlüssig war, ob sie sich dem Tisch des Herrn nahen sollte, ergriff sie mit festem Glauben das Kruzifix und in Erinnerung an die Worte des Heilandes, daß der "goldene Pfeil" seinem Herzen eine Wunde der Liebe schlage, sprach sie den "goldenen Pfeil" zehnmal nacheinander aus. Dann faßte sie den Entschluß, die hl. Kommunion zur Sühne der Gotteslästerungen zu empfangen. Das reichte hin, um das Herz des göttlichen Bräutigams zu rühren. Die eifrige Versöhnerin wurde mit Tröstungen überschüttet, und gleichzeitig wurde ihr das Geheimnis des schmerzreichen Antlitzes Jesu Christi geoffenbart.
Wenn man für einen fluchenden Menschen den goldenen Pfeil betet, so hört er bald auf zu fluchen.
Nichts ist den ewig fluchenden Geistern so verhaßt wie das Lob Gottes. Darum können wir den Goldenen Pfeil auch gegen die Pfeile der Hölle anwenden und den Satan von uns vertreiben, der den Gerechten immer umlauert.

Jesus sagte zur Sr. Maria: "Ich suche Veronikas, um Mein Göttliches Angesicht, das so wenig Verehrer hat, abzuwischen und zu ehren."
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4410 am: 23. November 2016, 06:21:47 »
Buch der Offenbarung 15,1-4.

Ich, Johannes, sah ein anderes Zeichen am Himmel, groß und wunderbar. Ich sah sieben Engel mit sieben Plagen, den sieben letzten; denn in ihnen erreicht der Zorn Gottes sein Ende.
Dann sah ich etwas, das einem gläsernen Meer glich und mit Feuer durchsetzt war. Und die Sieger über das Tier, über sein Standbild und über die Zahl seines Namens standen auf dem gläsernen Meer und trugen die Harfen Gottes.
Sie sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied zu Ehren des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker.
Wer wird dich nicht fürchten, Herr, wer wird deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten dich an; denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.

Psalm 98(97),1.2-3ab.3cd-4.7-8.9.

Singet dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht!
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.

Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
Er dachte an seine Huld
und an seine Treue zum Hause Israel.

Alle Enden der Erde
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt!

Es brause das Meer und alles, was es erfüllt,
der Erdkreis und seine Bewohner.
In die Hände klatschen sollen die Ströme,
die Berge sollen jubeln im Chor.

Jubeln sollen alle vor dem Herrn, wenn er kommt,
um die Erde zu richten.
Er richtet den Erdkreis gerecht,
die Nationen so, wie es recht ist.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - 21,12-19.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Man wird euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen.
Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können.
Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen;
denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, so dass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können.
Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern, und manche von euch wird man töten.
Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden.
Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden.
Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4411 am: 23. November 2016, 06:31:21 »
Hl. Cyprian (um 200-258), Bischof von Karthago und Märtyrer

„Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen“

Unser Herr und Meister hat uns folgende Anweisung zu unserem Heil gegeben: „wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet“ (Mt 10,22) [...] Die Tatsache als solche, dass wir Christen sind, ist die Grundlage für unseren Glauben und unsere Hoffnung. Damit aber Glaube und Hoffnung Früchte tragen können, ist Geduld nötig. Wir suchen nicht die Herrlichkeit dieser Welt, sondern die künftige Herrlichkeit. Im Brief an die Römer (8,24f.) teilt uns der Apostel Paulus mit: „wir sind gerettet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht? Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld.“

Gleiches lehrt Paulus an anderer Stelle die Gerechten, die sich bemühen, die Gaben Gottes fruchtbar werden zu lassen, um sich größere Schätze im Himmel zu sammeln [...] „Deshalb wollen wir, solange wir noch Zeit haben, allen Menschen Gutes tun [...] Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun; [...] wir werden ernten, sobald die Zeit dafür gekommen ist“ (vgl. Gal 6,10.9). [...] Und wenn Paulus von der Nächstenliebe spricht, verbindet er sie mit Beharrlichkeit und Geduld: „Die Liebe ist langmütig, gütig, ereifert sich nicht; sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf, trägt das Böse nicht nach; sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand“ (vgl. 1 Kor 13,4−7). So zeigt er uns, dass die Liebe in der Lage ist, bis zum Schluss auszuharren, weil sie alles ertragen kann.

Schließlich sagt er an einer weiteren Stelle: „ertragt einander in Liebe, und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält“ (Eph 4,2f.). Damit lässt er uns wissen, dass Brüder weder Einheit noch Frieden bewahren können, wenn sie nicht einander ertragen und sich gegenseitig ermutigen, und wenn sie nicht in Geduld das Band der Eintracht bewahren.   

Die Segnungen der Geduld, 13.15; SC 291
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4412 am: 24. November 2016, 05:58:40 »
Die Bekehrung von Roy H. Schoeman (I)

Es war während eines langen Spazierganges in der Natur, als ich die aussergewöhnlichste Gnade meines Lebens erhalten habe. Umgeben vom Gesang der Vögel, vor dem Erwachen der Welt, wanderte ich allein, als ich (ich finde keine anderen Worte), „in den Himmel fiel“.  Das heisst, dass ich mich mit meinem Bewusstsein und meinem Körper, in der Gegenwart Gottes befand.

Ich sah mein ganzes Leben ausgebreitet vor mir. All das, was mir Freude bereiten und alles, was ich bereuen würde. In einem Augenblick erkannte ich, dass es Ziel meines Lebens ist, meinen Herrn und Gott zu lieben und ihm zu dienen; ich sah, auf welche Weise seine Liebe mich einhüllte und mich stützte in jedem Augenblick meines Seins; ich sah, dass jedes meiner Werke einen moralischen Inhalt besass, für das Gute oder das Böse; ich erkannte, das alles was mir im Leben zustiess, das Beste war, das mir geschehen konnte, das Vollkommenste, angeordnet für mich, von einem sehr gütigen und sehr liebevollen Gott, vor allem die Ereignisse, die mir die grössten Leiden verursachten; ich sah, was mich im letzten Augenblick meines Lebens am meisten reuen würde: jede Stunde, die ich vergeudet habe ohne Taten von Wert in den Augen Gottes, obwohl ich mich jeden Moment meines Seins im Meer der unendlichen und unvorstellbaren Liebe Gottes befand.

Die Antwort auf alle Fragen, die ich mir innerlich stellte, wurde mir augenblicklich dargeboten, bis auf eine einzige, wesentliche Ausnahme: der Name dieses Gottes, der sich mir offenbarte, Sinn und Ziel meines Lebens. Ich empfand ihn nicht als Gott des Alten Bundes, der seit meiner Kindheit in meiner Phantasie Form angenommen hat. Ich betete darum, seinen Namen zu erkennen, um zu wissen welche Religion es mir erlauben würde ihm zu dienen und ihn zu verehren: „Lasst mich Euren Namen erkennen - es ist mir egal wenn Ihr Buddha seid und ich Buddhist werden muss; wenn Ihr Apollo seid und ich Heide werden muss, wenn Ihr Krishna seid und ich Hinduist werden muss; wenn Ihr nur nicht Christus seid und ich nicht Christ werden muss!“ Und in der Folge erhielt ich zu diesem Zeitpunkt keine Antwort, obwohl Gott mein Gebet erhört hatte.

Die Bekehrung von Roy H. Schoeman (II)

Genau ein Jahr nach meiner Erfahrung am Strand, habe ich im Traum die zweitgrösste Gnade meines Lebens erhalten. Als ich an diesem Abend schlafen ging, wusste ich nicht viel über das Christentum, für das ich auch nicht unbedingt Sympathie empfand, noch für alle es umgebenden Aspekte. Bei meinem Erwachen aber, war ich bis über beide Ohren in die Selige Jungfrau Maria verliebt und hatte nur einen Wunsch, alles in meiner Möglichkeit stehende zu tun, um ein vollkommener Christ zu werden.

Ich hatte folgenden Traum: Ich wurde in einen Saal geführt, in dem man mir, mit der schönsten, jungen Frau, die ich mir nur vorstellen konnte, eine Audienz gewährte. Ohne dass sie es gesagt hätte, wusste ich, dass es sich um die Heilige Jungfrau Maria handelte. Sie war bereit, mir auf alle Fragen, die ich an sie richtete, Antwort zu geben. Ich sehe mich klar aufrecht stehend, im Geist zahlreiche Fragen erwägend, von denen ich ihr drei oder vier stellte. Sie gab mir darauf Antwort, sprach dann noch einige Minuten mit mir und danach war die Audienz beendet.

Meine Erfahrung und mein Gedächtnis, liessen mich dieses Erlebnis beim Erwachen vollkommen in Erinnerung rufen. Ich erinnere mich an alle Details, inklusive natürlich der Fragen und Antworten; aber all das verblasst vor dem Wonnetaumel, ganz einfach in Gegenwart der Heiligen Jungfrau gewesen zu sein, in der Reinheit und der Kraft ihrer Liebe.


Auszug aus dem Buch „Le salut vient des juifs“, von Roy H. Schoeman,
aus dem Amerikanischen übersetzt von Judith Cabaud (Verlag - FX de Guibert 2005)

« Letzte Änderung: 25. November 2016, 05:44:31 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4413 am: 24. November 2016, 06:06:35 »
Origenes (um 185-253), Priester und Theologe

„Geht euren Weg, solange ihr das Licht habt, damit euch nicht die Finsternis überrascht“ (Joh 12,35)

Als der Retter kam, war schon das Ende der Welt da. Er sagte es übrigens selbst, da er sich dem Ende der Zeiten zuordnete: „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe“ (Mt 4,17). Er hat den Tag des Weltendes aber aufgehalten und verzögert; er ließ ihn nicht kommen. Denn Gott Vater, der sah, dass das Heil der Völker nur durch Jesus gewirkt werden konnte, sprach zu ihm: „Fordere von mir, und ich gebe dir die Völker zum Erbe, die Enden der Erde zum Eigentum“ (Ps 2,8). Bis zur Erfüllung dieser Verheißung des Vaters, bis zum Anwachsen der Kirchen der verschiedenen Nationen und bis zum Beitritt der „Heiden in voller Zahl“, damit zuletzt „ganz Israel gerettet“ sei (Röm 11,25) – bis dahin wird jener Tag hinausgeschoben, sein Eintreffen verzögert. Die Sonne der Gerechtigkeit (Mal 3,20) geht nie unter, sondern strahlt weiterhin das Licht der Wahrheit in die Herzen der Gläubigen hinein.

Wenn aber das Maß der Glaubenden voll ist, wenn das degenerierte und verdorbene Zeitalter der letzten Generation gekommen ist und wegen des Ausmaßes des Bösen „die Liebe vieler Menschen erkalten wird“ (vgl. Mt 24,12) [...] dann „wird die Zeit verkürzt werden“ (vgl. Mt 24,22). Ja, der gleiche Herr kann in Zeiten des Heiles die Tage verlängern und die Dauer des Drangsals und des Verderbens verkürzen. Was uns betrifft, so „lasst uns ehrenhaft leben wie am Tag“ (Röm 13,13) und die Werke des Lichts vollbringen, solange wir leben und sich für uns die Zeit des Lichtes verlängert.

Homilien zu Josua, 11,3−4
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4414 am: 24. November 2016, 06:29:01 »
Buch der Offenbarung 18,1-2.21-23.19,1-3.9a.

Ich, Johannes, sah einen anderen Engel aus dem Himmel herabsteigen; er hatte große Macht, und die Erde leuchtete auf von seiner Herrlichkeit.
Und er rief mit gewaltiger Stimme: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große! Zur Wohnung von Dämonen ist sie geworden, zur Behausung aller unreinen Geister und zum Schlupfwinkel aller unreinen und abscheulichen Vögel.
Dann hob ein gewaltiger Engel einen Stein auf, so groß wie ein Mühlstein; er warf ihn ins Meer und rief: So wird Babylon, die große Stadt, mit Wucht hinabgeworfen werden, und man wird sie nicht mehr finden.
Die Musik von Harfenspielern und Sängern, von Flötenspielern und Trompetern hört man nicht mehr in dir. Einen kundigen Handwerker gibt es nicht mehr in dir. Das Geräusch des Mühlsteins hört man nicht mehr in dir.
Das Licht der Lampe scheint nicht mehr in dir. Die Stimme von Braut und Bräutigam hört man nicht mehr in dir. Deine Kaufleute waren die Großen der Erde, deine Zauberei verführte alle Völker.
Danach hörte ich etwas wie den lauten Ruf einer großen Schar im Himmel: Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Macht ist bei unserm Gott.
Seine Urteile sind wahr und gerecht. Er hat die große Hure gerichtet, die mit ihrer Unzucht die Erde verdorben hat. Er hat Rache genommen für das Blut seiner Knechte, das an ihren Händen klebte.
Noch einmal riefen sie: Halleluja! Der Rauch der Stadt steigt auf in alle Ewigkeit.
Jemand sagte zu mir: Schreib auf: Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist.

Psalm 100(99),2-3.4-5.

Dient dem Herrn mit Freude!
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der Herr allein ist Gott.
Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum,
sein Volk und die Herde seiner Weide.

Tretet mit Dank durch seine Tore ein!
Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels!
Dankt ihm, preist seinen Namen!
Denn der Herr ist gütig,
ewig währt seine Huld,
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - 21,20-28.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr aber seht, dass Jerusalem von einem Heer eingeschlossen wird, dann könnt ihr daran erkennen, dass die Stadt bald verwüstet wird.
Dann sollen die Bewohner von Judäa in die Berge fliehen; wer in der Stadt ist, soll sie verlassen, und wer auf dem Land ist, soll nicht in die Stadt gehen.
Denn das sind die Tage der Vergeltung, an denen alles in Erfüllung gehen soll, was in der Schrift steht.
Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen. Denn eine große Not wird über das Land hereinbrechen: Der Zorn Gottes wird über dieses Volk kommen.
Mit scharfem Schwert wird man sie erschlagen, als Gefangene wird man sie in alle Länder verschleppen, und Jerusalem wird von den Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden sich erfüllen.
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres.
Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.
Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.
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« Antwort #4415 am: 25. November 2016, 06:24:01 »
Visionen zur Endzeit – Elisabeth Canori-Mora

Die ehrwürdige Dienerin Gottes Elisabeth Canori Mora (1774-1825) aus Rom war von vornehmer Herkunft und die Gemahlin eines Advokaten. Der Ehestand war für sie eine wahre Dornenkrone, da sie durch ihren Gatten sehr viel zu leiden hatte. Sie empfing täglich die hl. Kommunion. Ihre Lieblingsandacht war der Kreuzweg und die Verehrung des Heilandes als Ecce homo, in dessen Namen sie viele Wunder wirkte. Seit 1820 war sie im III. Orden der unbeschuhten Trinitarier. Ihr Mann bekehrte sich, wie sie vorausgesagt hatte, nach ihrem Tod in seinem 50. Lebensjahr. 1803 erhielt sie das Herzstigma, und wurde vieler Offenbarungen gewürdigt. Sie starb am 5. Februar 1825.

Elisabeth Canori-Mora

Elisabeth Canori-Mora: "All die guten Christen sah ich im Bild schöner Schäflein unter der Hut ihres Hirten, des heiligen Petrus (treu zum rechten Papst), dem sie alle demütige Unterwerfung und achtungsvollen Gehorsam bezeigten. Aber wehe jenen Ordensleuten, Männer und Frauen, die die heilige Regel verachten! Wehe, wehe, denn sie alle werden unter der schrecklichen Geißel zugrunde gehen und ebenso, sage ich, alle schlechten Weltgeistlichen und alle Personen anderen Standes, die sich Ausschweifungen hingaben und der falschen Lehre der verworfenen Weltanschauung von heute folgen. Diese widersprechen den Grundlehren des heiligen Evangeliums.

All die guten Christen, Ordensleute, die den Geist ihres Ordens treu im Herzen bewahrt haben, werden von der schrecklichen Züchtigung befreit bleiben, ebenso auch viele gute Weltgeistliche und Personen anderen Standes, die in ihrem Herzen den Glauben bewahrt haben: Sie alle werden gerettet werden. Ausblick auf das Dritte Weltgeschehen:

Schrecken und Entsetzen erfüllen alle Menschen und Tiere, und die ganze Welt wird in Aufruhr sein. Die einen werden die anderen töten, denn sie werden sich in dieser Zeit des blutigen Faustrechtes gegenseitig erbarmungslos abschlachten. Gottes rächende Hand wird über diesen Unglücklichen walten, und in seiner Allmacht wird er ihren Stolz, ihre Vermessenheit und ihren frechen Übermut bestrafen. Gott wird sich dabei der Macht der Finsternisse bedienen, um die abtrünnigen, ruchlosen, gottlosen Menschen auszurotten, die darauf bedacht sind, unsere heilige Mutter, die Kirche, niederzureißen und aus ihren Grundfesten zu heben.

Diese Nichtswürdigen möchten Gott von seinem hocherhabenen Thron stürzen, aber Gott wird sie und ihre Bosheit verlachen und die Verbrecher mit einem einzigen Wink seiner allmächtigen Rechten strafen, indem er der Macht der Finsternis erlaubt, die Hölle zu verlassen. Die gewaltige Legion der bösen Geister wird die ganze Welt überfluten, und zertrümmernd werden sie die Befehle der göttlichen Gerechtigkeit ausführen. Ihr haben diese bösen Geister zu gehorchen, so daß sie nur genau so viel, wie Gott ihnen erlaubt, den Menschen, ihrem Hab und Gut, ihren Familien, ihrem Besitztum, den Dörfern, Städten, Häusern und Palästen und allen anderen Dingen auf Erden schaden können.

Gott wird zulassen, daß diese Ruchlosen durch die Grausamkeit der wilden Dämonen gestraft werden. Weil sie sich freiwillig der Macht der Finsternis unterwarfen und gemeinsam mit ihr die heilige Kirche verfolgten, wird Gott erlauben, daß sie von diesen bösen Geistern mit grausamen und erbarmungslosem Tod bestraft werden.

(...) Die wahren und guten Christen hingegen werden sich des mächtigen Schutzes der glorreichen Apostel Petrus und Paulus erfreuen; diese werden besorgt über sie wachen und sie beschirmen, so daß die bösen Geister weder ihrem Eigentum noch ihrer Person schaden können. Die guten Christen werden vor der erbarmungslosen Vernichtung, die die bösen Geister mit Gottes Zulassung anrichten werden, bewahrt und unversehrt bleiben ...

Gott wird den bösen Geistern erlauben, viel Verwüstung auf Erden anzurichten; sie werden alle jene Städte zerstören, wo Gott durch Entweihung, Götzendienst und Sakrilegien beleidigt wurde; diese Stätten werden alle zerstört und in Trümmer gelegt. Wenn der genannte Strafakt vollzogen ist, die Bösen mit dem Tod bestraft und jene unwürdigen Stätten zerstört sind, wird man mit einem Mal den Himmel sich wieder aufheitern sehen.

Die gesamte Kirche wurde wieder nach der Lehre des heiligen Evangeliums geordnet, die religiösen Orden wiederhergestellt und die christlichen Familien nach Art kleiner Ordensgemeinschaften umgestaltet, so groß war der Eifer für die Ehre Gottes. Auf diese Weise wurde der katholischen Kirche gleichzeitig Triumph, Glorie und Ehre. Sie wurde von allen geachtet und geehrt, und alle leisteten ihr Gefolgschaft, weil alle den Papst als Statthalter Christi anerkannten."

Am Ende eines harten Kampfes, den Elisabeth Canori-Mora im Februar 1821 mit den Mächten der Finsternis ausfocht, sah sie die beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus erneut. Sie schreibt:

Auf den künftigen Sieg seiner Kirche anspielend, fügte der Heiland bei: "Ich werde Mein Volk und Meine Kirche erneuern. Ich werde eifrige Priester senden, die Meinen Glauben verkünden, Ich werde ein neues Apostolat bilden und Meinen Geist ausgießen, der das Angesicht der Erde erneuern wird. Die Orden werde Ich durch gelehrte und heilige Männer reformieren. Meiner Kirche werde Ich einen neuen Hirten geben, der, von Meinem Geist erfüllt und von Eifer beseelt, Meine Herde leiten wird."
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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