Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4664084 mal)

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #4424 am: 28. November 2016, 06:41:32 »
Sel. Guerricus von Igny (um 1080-1157), Zisterzienserabt

Ein Hauptmann trat an ihn heran

O du wahres Israel, sei bereit, dem Herrn entgegenzugehen! Sei nicht nur bereit, ihm zu öffnen, wenn er schon da ist und an die Türe klopft, sondern geh ihm vielmehr munter und fröhlich entgegen, wenn er noch weit weg ist, und erwarte sozusagen mit blindem Vertrauen den Tag des Gerichtes, bete aus ganzem Herzen, dass sein Reich kommen möge [...] Du sollst singen können: „Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit“! [...]

Und du, Herr, komm mir entgegen; ich geh dir doch entgegen! Mag ich mich noch so anstrengen, ich kann mich nicht zu deiner Höhe erheben, wenn du dich nicht herunter beugst und mir, dem Werk deiner Hände, deine Rechte entgegen streckst. Komm mir doch entgegen und sieh, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt; und wenn du mich antriffst auf dem Weg, der dich kränkt, ohne dass ich es weiß, dann bring mich davon ab und hab Mitleid mit mir, leite mich auf dem altbewährten Weg, der Christus heißt. Denn er ist der Weg, auf dem wir schreiten, und die Ewigkeit, auf die wir zugehen, ein makelloser Weg und eine beglückende Bleibe.

3. Predigt zum Advent, 2
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4425 am: 28. November 2016, 06:45:35 »
Buch Jesaja 4,2-6.

An jenem Tag wird, was der Herr sprossen lässt, für alle Israeliten, die entronnen sind, eine Zierde und Ehre sein; die Früchte des Landes sind ihr Stolz und Ruhm.
Dann wird der Rest von Zion, und wer in Jerusalem noch übrig ist, heilig genannt werden, jeder, der in Jerusalem in das Verzeichnis derer, die am Leben bleiben sollen, eingetragen ist.
Wenn der Herr durch den Sturm des Gerichts und den Sturm der Läuterung von den Töchtern Zions den Kot abgewaschen und aus Jerusalems Mitte die Blutschuld weggespült hat,
dann kommt er, und über dem ganzen Gebiet des Berges Zion und seinen Festplätzen erscheint bei Tag eine Wolke und bei Nacht Rauch und eine strahlende Feuerflamme. Denn über allem liegt als Schutz und Schirm die Herrlichkeit des Herrn;
sie spendet bei Tag Schatten vor der Hitze und ist Zuflucht und Obdach bei Unwetter und Regen.

Psalm 122(121),1-2.3-4ab.8-9.

Ich freute mich, als man mir sagte:
„Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.
Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem:
Jerusalem, du starke Stadt,

dicht gebaut und fest gefügt.
Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn,
wie es Israel geboten ist,
den Namen des Herrn zu preisen.

Wegen meiner Brüder und Freunde
will ich sagen: In dir sei Friede.
Wegen des Hauses des Herrn, unseres Gottes,
will ich dir Glück erflehen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - 8,5-11.

In jener Zeit als Jesus nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn:
Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen.
Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.
Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.
Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.
Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden.
Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4426 am: 28. November 2016, 07:07:37 »
Meine Herde, das Signal welches das Kommen Meiner Warnung anzeigen wird ist daran sich zu zeigen. Freut euch, denn die Tage Meiner triumphalen Rückkehr sind nahe!

24. November 2016, 8.25 Uhr – Aufruf von Jesus, dem Guten Hirten an Seine Herde.

Schafe Meiner Herde, Mein Friede sei mit euch.

Schon kommen die Tage, an denen Ich Mich für einige Zeit von euch entferne, da Mein Vater mit Seiner Heiligen Gerechtigkeit beginnt. Der Gott der Barmherzigkeit, repräsentiert im Menschensohn, entfernt sich, damit Mein Vater in Seinen Geschöpfen und in Seiner Schöpfung verherrlicht werde. Für eine kurze Zeit, während der die Warnung kommt, werde Ich mit euch sein; aber in der anderen Zeit bereits nicht mehr, bis wir uns in der Neuen Schöpfung wieder sehen, wo eure Freude so groß sein wird, dass nichts sie euch nehmen kann. Dort werdet ihr Mich geistig sehen und wir werden eine einzige Familie sein.

Meine Herde, das Signal welches das Kommen Meiner Warnung anzeigen wird ist daran sich zu zeigen. Freut euch, denn die Tage Meiner triumphalen Rückkehr sind nahe! Ein Teil des Himmels wird im Himmlischen Jerusalem sein. In der Neuen Schöpfung werdet ihr schon nicht mehr Sklaven der Sünde sein, denn diese wird mit der sich nähernden Reinigung sterben; alles wird Freude und Fülle sein und der Wille Gottes wird in den Himmeln und auf der Erde geschehen, damit sich die Worte des Gebetes des Vater Unser erfüllen. Mein Vater wird verherrlicht werden von Seinen Geschöpfen und Seiner Schöpfung und der Schatten Seiner Flügel wird alles bedecken.

Das Himmlische Jerusalem, vom treuen Volk Gottes erwartet, das Volk das Mein Vater sich als Seine Herde erwählt hat. Meine Kinder denkt an die Herrlichkeit, die euch erwartet, damit ihr in den schwierigen Momenten der Prüfung die Hoffnung und den Trost habt von dem was viel größer ist, die Freude und das Glück die euch erwarten, als die Entbehrungen durch das was passiert.

Bei eurem Durchgang durch die Ewigkeit werden einige wenige das Privileg haben das Himmlische Jerusalem zu sehen, bereit und vorbereitet; geschmückt mit Perlen und kostbaren Juwelen und vollständig erhellt durch das Licht Gottes. Das ist das Geschenk, welches das treue Volk Gottes erwartet: die Herrlichkeit Gottes. Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr gehört, was die Kinder Gottes erwartet.

Schafe Meiner Herde, wenn die Zeit der Warnung und des Wunders vorbei ist, beginnen die Tage der großen Reinigung, welche euch von allen Makeln der Sünde reinigen werden, damit ihr wie Schmelztiegel leuchten werdet und so in die Neue Schöpfung eintreten könnt. Fürchtet euch nicht an diesen Tagen, denkt daran, dass kein Haar auf eurem Kopf verloren gehen wird, wenn ihr mit Mir vereint bleibt. Ich lasse euch nicht verzweifeln; betet und vertraut in den schwierigen Momenten eurer Prüfung und alles geht wie ein Traum vorbei. Denkt daran, dass die Krone euch erwartet, verliert sie nicht; bleibt standhaft und treu, stärkt euch mit dem Gebet, damit euer Glaube sich vergrößert und nichts und niemand euch den Frieden stehlen kann.

Bereite dich also vor, Meine Herde, denn es nähern sich die Tage deiner Reinigung. Tage, wo euer Glaube auf die Probe gestellt wird; wo nur jene die bis zum Ende standhalten die Krone des Lebens erlangen werden. Seid nicht traurig, bedenkt, dass ihr Meine Zeugen seid, jeder Einzelne muss mit seinem Kreuz Mir nachfolgen; auf der Straße der Bitterkeit, die bis nach Kalvaria hinaufführt. Dort wird die Sünde gekreuzigt und der alte Mensch wird sterben, damit der neue Mensch für das neue Leben aufersteht.

Freut euch, Meine Kinder, denn es fehlt wenig. Die Ketten der Sünde werden sehr bald fallen und eure Versklavung wird enden. Es erwartet euch die Freiheit der Kinder Gottes und die geistige Gesellschaft eures Ewigen Hirten.

Meinen Frieden lasse Ich euch, Meinen Frieden gebe Ich euch. Bereut und bekehrt euch, denn das Reich Gottes ist nahe. Euer Ewiger Hirte, Jesus von Nazareth.

Macht Meine Botschaften der ganzen Menschheit bekannt, Schafe Meiner Herde.

(Enoch)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4427 am: 29. November 2016, 04:14:39 »
„Ein Licht sein für andere!"

Eine Betrachtung zur Adventszeit

Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet die erste Kerze brennt. Wir sagen euch an eine heilige Zeit, machet dem Herrn die Wege bereit. Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr. Schon ist nahe der Herr. Viele von uns kennen dieses schöne Lied, durch das wir insbesondere an den Sonntagen der Adventszeit daran erinnert werden, dass das Christfest bevorsteht. Aber es sollte für uns nicht nur ein Lied, sondern ein Aufruf sein, unsere Herzen zu öffnen und sie zu bereiten für das Licht der Welt - Jesus.
Gerade in diesen Tagen des Advent sind unsere Straßen und Häuser voller Lichter. Und obwohl wir das sicherlich auch genießen, ist uns der Sinn dieser Lichter nicht mehr bewusst. An was erinnert uns das Licht? Ja! Jesus ist das Licht - das Licht nicht nur in unseren Dunkelheiten und in unserer Trostlosigkeit - Jesus ist das Licht für uns in jeder Situation, in der wir uns befinden.
Jesus möchte auch konkret in diesen Tagen für Dich Licht sein. Vielleicht brauchst du gerade Hoffnung? Liebe? Freude? Frieden? Deswegen ist Jesus in unsere Welt gekommen - um uns zu erlösen und um uns Frieden, Freude, Trost - vor allem aber - Seine Liebe zu schenken. Wollen wir unser Herz dafür öffnen?
Dazu ist es manchmal auch notwendig einige Dinge loszulassen, sie Jesus zu geben, um uns von Ihm alles schenken zu lassen. Jesus meint es gut mit uns! Immer! Auch Heute! Und auch mit Dir! Jesus ist niemand, der Dich nur dann liebt, wenn du gut bist! Er liebt Dich immer, in jeder Situation - vollkommen, bedingungslos! Oft machen wir als Menschen uns die Regeln, wie gut wir sein müssen, damit Jesus uns liebt, aber so ist Er nicht. Er ist gut. Er ist treu. Er ist stark. Auch in all den Momenten, in denen wir gerade das Gegenteil davon sind. Wenn wir diese bedingungslose Liebe Jesu annehmen, bewusst als die Sünder, die wir sind, dann werden wir auch unser Leben ändern können. Jesus wird uns das Licht dafür schenken, woran Er in uns und mit uns arbeiten möchte.
Wenn Jesus uns in diesen Tagen aufzeigt, was in unserem Herzen, in unserem Denken oder auch in unserem Handeln zu ändern ist - nicht damit Er uns mehr liebt - sondern, damit wir uns selbst mehr lieben, dann ist das Licht in unserem Leben - und letztlich auch Freude!
Wie können wir dem Herrn aber noch mehr den Weg bereiten? Indem auch wir Licht für andere sind. Dazu passt gut das anschauliche Beispiel einer Kerze.
Geschichte einer Kerze
"Jetzt habt ihr mich angezündet und schaut in mein Licht. Ihr freut euch an meiner Helligkeit, an der Wärme, die ich spende. Und ich freue mich, dass ich für euch brennen darf. Wäre dem nicht so, läge ich vielleicht in einem alten Karton herum - zu nichts von Nutzen. Sinn bekomme ich erst dadurch, dass ich brenne. Aber – ich weiß nur zu gut – je länger ich brenne, um so kürzer werde ich, um so mehr neige ich mich meinem Ende zu.
„Abgebrannt" werdet ihr sagen und das, was von mir übrig bleibt, wegwerfen. Ich weiß, es gibt immer diese beiden Möglichkeiten für mich: Entweder, ich bleibe im Karton – unangerührt, vergessen, im Dunkeln – oder aber, ich brenne, werde kürzer, gebe alles her, was ich habe, zugunsten des Lichtes und der Wärme. Somit führe ich mein eigenes Ende herbei. Und doch, ich finde es schöner und sinnvoller, etwas hergeben zu dürfen, als kalt zu bleiben und im düsteren Karton zu liegen.....
Schaut, so ist es auch mit euch Menschen! Entweder, ihr zieht euch zurück, bleibt für euch, erhaltet euch – und es bleibt kalt und leer –, oder ihr geht auf die Menschen zu und schenkt ihnen von eurer Wärme und Liebe – dann erhält euer Leben Sinn. Es ist ausgefüllt, aber ihr wisst es, damit müsst ihr etwas von euch selbst hergeben, etwas von eurer Freude und eurer Herzlichkeit, von eurem Lachen, vielleicht auch von eurer Traurigkeit. Ich meine, ihr solltet nicht ängstlich darauf bedacht sein, euch selbst zu bewahren. Ich meine, nur wer sich verschenkt, wird reicher. Wer andere froh macht, wird selbst froh. Wer Licht für andere wird, wird selbst Licht empfangen. Je mehr ihr für andere brennt, um so heller wird es in euch selbst.
Ich glaube, bei vielen Menschen ist es nur deshalb so düster, weil sie sich scheuen, für andere da zu sein, anderen Licht zu bringen. Sie klagen und murren in einem fort über die dunklen Zeiten. Sie haben immer noch nicht begriffen: ein einziges Licht, das brennt, ist mehr wert als alle Dunkelheit der Welt. Also – lasst euch ein bisschen Mut machen von einer winzigen, kleinen Kerze ...
Viele von uns kennen den Ausspruch von Albert Schweitzer: "Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt." In diesem Sinne wünschen wir euch Tage voller Freude, Tage, in denen ihr euch selbst verschenkt und Licht für andere werdet. In diesem Licht werdet ihr sicher demjenigen begegnen, der unser Licht ist - Jesus!

Quelle: medjugorje akutell, Heft 80
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« Antwort #4428 am: 29. November 2016, 05:06:58 »
Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer der Oratorianergemeinschaft in England

Selig sind die Augen, die sehen was ihr seht!

Während der Jahrhunderte bevor Jesus auf die Erde kam, füllten alle Propheten, einer nach dem anderen, ihren Platz aus, oben auf dem Wachturm. Alle erwarteten seine Ankunft und hielten Ausschau danach im Dunkel der Nacht. Unaufhörlich hielten sie Wache, um den ersten Schimmer des Morgenrots zu erhaschen [...] „Gott, du mein Gott, dich suche ich, seit dem Morgenrot. Meine Seele dürstet nach dir im dürren, lechzenden Land ohne Wasser“ (vgl. Ps 62[63],2) [...] „Reiß doch den Himmel auf und komm herab. Die Berge würden in deiner Gegenwart zittern wie unter einer Feuersbrunst [...] Seit Anbeginn der Welt, mein Gott, hat noch kein Auge zu schauen vermocht die Wunder, die du denen bereitet hast, die mit dir in Erwartung deiner verbunden sind“ (vgl. Jes 64,1; vgl. 1 Kor 2,9).

Indessen, wenn jemals Menschen das Recht hatten, sich an diese Welt zu binden und an ihr Interesse zu haben, dann waren dies sehr wohl jene Diener des Herrn. Die Erde war ihnen gegeben worden, um sie untereinander zu teilen, und nach den Verheißungen des Allerhöchsten selbst sollte sie ihre Belohnung sein. Aber unsere Belohnung betrifft die kommende Welt [...] Und auch sie, die großen Diener Gottes, haben das irdische Geschenk des Herrn, trotz seines Wortes, verschmäht, um sich an noch schönere Verheißungen zu binden. Was sie besaßen, opferten sie um dieser Hoffnung willen. Sie gaben sich mit nichts weniger zufrieden, als mit der Fülle ihres Schöpfers. Sie hielten Ausschau nach dem Antlitz ihres Befreiers. Und sollte deswegen die Erde in Trümmer gehen, der Himmel zerreißen, die Elemente der Welt sich auflösen, nur damit er endlich erschiene, sollte alles in sich zusammenstürzen – besser, als weiterhin ohne ihn zu leben! So heftig war das Verlangen der Verehrer Gottes in Israel, die dessen harrten, der kommen sollte [...] Ihre Hartnäckigkeit ist ein Beweis dafür, dass es etwas zu erwarten gab.

Auch die Apostel standen, als ihr Meister gekommen und wieder gegangen war, den Propheten in nichts nach in der Schärfe ihrer Wahrnehmung und der Glut ihres Verlangens. Das Wunder der beharrlichen Erwartung hat sich fortgesetzt.

"Warten auf Christus”, Predigten zu verschiedenen Anlässen, Nr.3
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4429 am: 29. November 2016, 05:09:09 »
Buch Jesaja 11,1-10.

Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.
Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.
Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht. Er richtet nicht nach dem Augenschein, und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er,
sondern er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt den Gewalttätigen mit dem Stock seines Wortes und tötet den Schuldigen mit dem Hauch seines Mundes.
Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften, Treue der Gürtel um seinen Leib.
Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten.
Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.
Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist.
An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, der dasteht als Zeichen für die Nationen; die Völker suchen ihn auf; sein Wohnsitz ist prächtig.

Psalm 72(71),1-2.7-8.12-13.17.

Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König,
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten!
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit
und deine Armen durch rechtes Urteil.

Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen
und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist.
Er herrsche von Meer zu Meer,
vom Strom bis an die Enden der Erde.

Denn er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit,
den Armen und den, der keinen Helfer hat.
Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen,
er rettet das Leben der Armen.

Sein Name soll ewig bestehen;
solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name.
Glücklich preisen sollen ihn alle Völker
und in ihm sich segnen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - 10,21-24.

In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht.
Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.
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« Antwort #4430 am: 29. November 2016, 05:17:03 »
Wer wird jemals Maria verstehen?

Wer könnte Maria jemals verstehen? Wer könnte sich in würdiger Weise äussern oder lange Reden halten, über das, was diese, seit ihrer Empfängnis, unversehrte und unbefleckte, heilige und geheiligte Jungfrau betrifft, bereits im Schoss ihrer Mutter war sie auserwählt, die Bundeslade, der Altar, der Tempel, der Palast, der Thron des lebendigen, ewigen Gottes zu werden? Der Geier hat sie nicht erkannt; er hat sie mit seinen Klauen nicht umschlungen; der umherschweifende Geist ist ihr nicht begegnet.

George Warda
syro-chaldäischer Hymnograph, XIII. Jhdt.
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« Antwort #4431 am: 30. November 2016, 06:08:39 »
Brief des Apostels Paulus an die Römer 10,9-18.

Wenn du mit deinem Mund bekennst: „Jesus ist der Herr“ und in deinem Herzen glaubst: „Gott hat ihn von den Toten auferweckt“, so wirst du gerettet werden.
Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen.
Denn die Schrift sagt: Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.
Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen. Alle haben denselben Herrn; aus seinem Reichtum beschenkt er alle, die ihn anrufen.
Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.
Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?
Wie soll aber jemand verkündigen, wenn er nicht gesandt ist? Darum heißt es in der Schrift: Wie sind die Freudenboten willkommen, die Gutes verkündigen!
Doch nicht alle sind dem Evangelium gehorsam geworden. Denn Jesaja sagt: Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt?
So gründet der Glaube in der Botschaft, die Botschaft im Wort Christi.
Aber, so frage ich, haben sie die Boten etwa nicht gehört? Doch, sie haben sie gehört; denn ihre Stimme war in der ganzen Welt zu hören und ihr Wort bis an die Enden der Erde.

Psalm 19(18),2-3.4-5ab.

Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes,
vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.
Ein Tag sagt es dem andern,
eine Nacht tut es der andern kund,

ohne Worte und ohne Reden,
unhörbar bleibt ihre Stimme.
Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus,
ihre Kunde bis zu den Enden der Erde.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - 4,18-22.

In jener Zeit als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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