Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663890 mal)

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« Antwort #5376 am: 15. Juni 2017, 23:02:08 »
Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam

"Die Menschwerdung des Sohnes ist das große Ereignis in der  Geschichte Gottes mit den Menschen. Mit dem irdischen Leben Jesu ist die  Menschwerdung aber noch nicht an ihr Ziel und Ende gekommen. Sie setzt  sich fort in den Sakramenten. In der Eucharistie ist Christus für uns  zum Brot des Lebens geworden. Er ruft uns zum heiligen Mahl, zum Fest  der offenbar gewordenen Liebe... Nimm und iss! Du sollst leben." (aus  dem Schott)

Im deutschen Sprachraum hat sich für das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ der Ausdruck „Fronleichnam“ erhalten, der ins Neuhochdeutsche übersetzt einfach „Herrenleib“ bedeutet. Wie das wenige Tage vorher gefeierte Dreifaltigkeitsfest, so wurde auch dieser Feiertag erst im Spätmittelalter in den römischen Kalender aufgenommen. Der Donnerstag nach der Pfingstoktav sollte als erster möglicher Termin außerhalb des Osterfestkreises in Anlehnung an den Gründonnerstag als eigens Fest zu Ehren des hl. Leibes und Blutes Christi gefeiert werden.

Zahlreiche Texte des Stundengebets und der Eucharistiefeier hat wohl der hl. Thomas von Aquin verfasst. Der große Dominikanertheologe meditiert in ihnen über das Geheimnis der Gegenwart des Herrn unter den Gestalten von Brot und Wein. Die menschlichen Sinne sind überfordert, wenn sie in diesen bescheidenen Nahrungsmitteln die verborgene Wirklichkeit erkennen sollen, die in ihnen enthalten ist. Immer wieder haben sich deshalb die Gelehrten darüber gestritten, wie die Gegenwart Christi in der Eucharistie zu erklären sei. Aller Gelehrsamkeit zum Trotz entzieht sich die sakramentale Gegenwart des Herrn in seinem Fleisch und seinem Blut den theologischen Begrifflichkeiten, da selbst ein so bedeutungsschweres Fachwort wie die Transsubstantiation nur ungenügend umschreiben kann, welches Geschenk den Gläubigen im Geheimnis der eucharistischen Gaben gemacht wird. Die Substanz geht über in eine andere, aus Brot und Wein werden Fleisch und Blut Christi, obwohl die äußeren Gestalten erhalten bleiben. Die in der Eucharistiefeier im Namen der Kirche dargebrachten Gaben werden gewandelt und Christus schenkt sich der Gemeinde in seinem verklärten und verherrlichten Leib. Die Eucharistiefeier bildet den Kern und den Höhepunkt des Gottesdienstes der Kirche. Das tägliche Stundengebet findet im Opfermahl seine immer neue Erfüllung. In Leiden, Sterben, Auferstehung und Verherrlichung Jesu Christi, die in der Eucharistiefeier geheimnisvoll Wirklichkeit werden, erfüllen sich nämlich die Verheißungen der alttestamentlichen Schriften. Deshalb legt ein Antwortgesang des Nachtgottesdienstes am Fronleichnamsfest Christus die Worte in den Mund: „Esst, Freunde, trinkt und werdet satt, meine Lieben. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.“ Das ist einer der Gründe, warum sich die Kirche immer wieder zu mehr als nur einem einfachen Gedächtnismahl versammelt: Christus selbst ist es, der sie an seine Festtafel ruft und sich ihr ganz schenkt.
« Letzte Änderung: 15. Juni 2017, 23:02:36 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #5377 am: 15. Juni 2017, 23:06:23 »
 Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney (1786-1859), Priester, Pfarrer von Ars

Die Eucharistie öffnet die Tür zum Paradies

Wenn man alle Segnungen der heiligen Kommunion erfassen könnte, bräuchte es weiter nichts, um das menschliche Herz zufrieden zu stellen.

Unser Herr hat gesagt: „Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben“ (Joh 16,23b). Wir wären niemals auf die Idee gekommen, Gott um seinen eigenen Sohn zu bitten. Was der Mensch sich nicht hätte vorstellen können – Gott hat es getan! Das, was der Mensch nicht sagen noch sich vorstellen kann und worum er niemals gewagt hätte zu bitten, das hat Gott in seiner Liebe gesagt, beschlossen und ausgeführt.

Ohne die heilige Eucharistie gäbe es auf dieser Welt keinerlei Glück, und das Leben wäre unerträglich. Wenn wir die heilige Kommunion empfangen, empfangen wir unsere Freude und unser Glück. Der gute Gott, der sich uns im Sakrament seiner Liebe ganz schenken will, hat uns eine tiefe Sehnsucht eingesenkt, die nur er befriedigen kann [...] Hinsichtlich dieses edlen Sakraments verhalten wir uns wie jemand, der am Ufer eines Flusses vor Durst stirbt, wo er nur den Kopf neigen müsste [...] Wie jemand, der arm bleibt, obwohl er vor einem Schatz steht und nur seine Hand auszustrecken bräuchte.

Gedanken des hl. Pfarrers von Ars (in Auswahl)
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« Antwort #5378 am: 15. Juni 2017, 23:10:27 »
Deuteronomium 8,2-3.14b-16a.

Mose sprach zum Volk: Du sollst an den ganzen Weg denken, den der Herr, dein Gott, dich während der vierzig Jahre in der Wüste geführt hat, um dich gefügig zu machen und dich zu prüfen. Er wollte erkennen, wie du dich entscheiden würdest: ob du auf seine Gebote achtest oder nicht.
Durch Hunger hat er dich gefügig gemacht und hat dich dann mit dem Manna gespeist, das du nicht kanntest und das auch deine Väter nicht kannten. Er wollte dich erkennen lassen, dass der Mensch nicht nur von Brot lebt, sondern dass der Mensch von jedem Wort lebt, das aus dem Mund des Herrn hervorgeht.
Nimm dich in Acht, dass dein Herz nicht hochmütig wird und du den Herrn, deinen Gott, nicht vergisst, der dich aus Ägypten, dem Sklavenhaus, geführt hat;
der dich durch die große und furchterregende Wüste geführt hat, durch Feuernattern und Skorpione, durch ausgedörrtes Land, wo es kein Wasser gab; der für dich Wasser aus dem Felsen der Steilwand hervorsprudeln ließ;
der dich in der Wüste mit dem Manna speiste, das deine Väter noch nicht kannten.

Psalm 147,12-13.14-15.19-20.

Jerusalem, preise den Herrn,
lobsinge, Zion, deinem Gott!
Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht,
die Kinder in deiner Mitte gesegnet.

Er verschafft deinen Grenzen Frieden,
und sättigt dich mit bestem Weizen.
Er sendet sein Wort zur Erde,
rasch eilt sein Befehl dahin.

Er verkündet Jakob sein Wort,
Israel seine Gesetze und Rechte.
An keinem andern Volk hat er so gehandelt,
keinem sonst seine Rechte verkündet.

Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 10,16-17.

Brüder! Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?
Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 6,51-58.

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.
Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

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« Antwort #5379 am: 16. Juni 2017, 06:06:21 »
In den spanischen Gefängnisses bildet man Heilige heran

In Spanien, im Gefängnis von Vitoria, besucht ein Priester einen Gefangenen und findet ihn zitternd vor Kälte vor. Es ist Winter, und leider hat dieser nur ein Unterhemd. Der Priester entledigt sich seiner Soutane, zieht sein Hemd und seinen Pullover aus und gibt sie dem Mann. Diese schlichte Geste öffnet das Herz des Mörders. Am gleichen Tag beichtet Juan-José. Seine ganze Existenz verändert sich. Aus dem Gefängnis schreibt er: „Was für ein glücklicher Tag, als ich in dieses Gefängnis gekommen bin! Dort habe ich gelernt zu beten und über meine Sünden zu weinen.“
Am 28. November 1951 wird Juan-José zum Tode verurteilt. Allein in seiner Zelle findet er sich nach und nach damit ab. Bei seinem Bett gibt es ein Kruzifix und ein Bild der Muttergottes. Täglich betet er den Rosenkranz, geht seinen Kreuzweg und empfängt die Hl. Kommunion. Er verzichtet freiwillig auf Tabak, den Kaffee, den Nachtisch. Er trägt ein Büßerhemd.
Eines Nachts erscheint ihm im Traum die hl. Theresia vom Kinde Jesu, sie verspricht ihm ihre Fürbitte. Anfang 1953 bekommt von Papst Pius XII. einen apostolischen Segen für seine letzte Stunde. Die letzte Nacht verbringt er im Gebet und nimmt dann an der Messe teil, wo er kommuniziert. Die Stunde kommt. Juan-José ist ganz ruhig. Ein Zeuge wird später sagen: „In den spanischen Gefängnissen bildet man Heilige heran.“

Das Lächeln Mariens, Nr. 27, März 1975
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« Antwort #5380 am: 16. Juni 2017, 06:18:34 »
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst

Die Forderungen Christi und die Freude des Herzens

Liebe Jugendliche! Ihr habt mir mitgeteilt, dass ihr die Kirche oft für eine Institution haltet, die bloß Regeln und Gesetze verkündet […] Und daraus folgert ihr, dass es eine tiefe Kluft gibt zwischen der Freude, die dem Wort Christi entspringt, und dem Anschein der Unterdrückung, den die Strenge der Kirche in euch auslöst […] Doch das Evangelium führt uns einen sehr anspruchsvollen Christus vor Augen, der zu einer radikalen Umkehr des Herzens aufruft. Er lädt uns ein, den weltlichen Gütern gegenüber gleichgültig zu werden, Beleidigungen zu verzeihen, unsere Feinde zu lieben, Verfolgung geduldig anzunehmen und sogar unser eigenes Leben aus Liebe zum Nächsten zu opfern. Speziell im Bereich der Sexualität wissen wir, dass er die Unauflösbarkeit der Ehe entschieden verteidigte und selbst den im Herzen begangenen Ehebruch verurteilte. Und wie sollten uns die Vorschriften unberührt lassen, das Auge auszureißen oder die Hand abzuhauen, wenn diese Glieder uns „zum Bösen“ verführen? […]

Die Zügellosigkeit macht die Menschen nicht glücklich. Ebenso wenig bringt die Konsumgesellschaft die Freude des Herzens. Der Mensch verwirklicht sich selbst nur in dem Maß, als er die Forderungen anzunehmen weiß, die seiner Würde entspringen,  als „Abbild Gottes“ (Gen 1,27) geschaffen zu sein. Wenn die Kirche heute unangenehme Dinge verkündet, dann deshalb, weil sie sich dazu verpflichtet fühlt. Sie tut es aus Loyalitätspflicht […]

Stimmt es also nicht, dass die Botschaft des Evangeliums eine frohe Botschaft ist? Im Gegenteil: Es ist absolut wahr! Wie ist dies möglich? Die Antwort liefert ein Wort, ein einziges Wort, ein kurzes Wort, das in seinem Sinn weit wie das Meer ist. Dieses Wort ist: Liebe. Die Strenge der Lehre und die Freude des Herzens sind wunderbar vereinbar. Wer liebt, scheut das Opfer nicht. Und er findet im Opfer sogar den überzeugendsten Beweis für die Echtheit seiner Liebe.

Ansprache an die Jugendlichen in den Niederlanden, 14. Mai 1985
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« Antwort #5381 am: 16. Juni 2017, 06:21:57 »
Buch Ezechiel 34,11-16.

So spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern.
Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben.
Ich führe sie aus den Völkern heraus, ich hole sie aus den Ländern zusammen und bringe sie in ihr Land. Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide, in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes.
Auf gute Weide will ich sie führen, im Bergland Israels werden ihre Weideplätze sein. Dort sollen sie auf guten Weideplätzen lagern, auf den Bergen Israels sollen sie fette Weide finden.
Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen - Spruch Gottes, des Herrn.
Die verlorengegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist.

Psalm 116(115),10-11.15-16.17-18.

Voll Vertrauen war ich, auch wenn ich sagte:
Ich bin so tief gebeugt.
In meiner Bestürzung sagte ich:
Die Menschen lügen alle.

Kostbar ist in den Augen des Herrn
das Sterben seiner Frommen.
Ach Herr, ich bin doch dein Knecht,
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd.
Du hast meine Fesseln gelöst.

Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen
und anrufen den Namen des Herrn.
Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,27-32.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.
Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.
Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben.
Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.
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« Antwort #5382 am: 16. Juni 2017, 07:38:20 »
Brief aus dem Jenseits Kurzfassung

Bete für mich nicht: ich bin verdammt !

Unter den Papieren einer Tochter, die als Klosterfrau jung starb, fand man folgende Niederschrift:

Ich hatte eine Freundin, Anni, (die) nach ihrer Verehelichung in ein Villenviertel von München zog . Während ich im Herbst 1937 am Gardasee meinen Urlaub verbrachte, schrieb mir meine Mutter: Denke dir, Anni N. ist gestorben. Bei einem Autounfall kam sie ums Leben. ...

Und mir träumte: Ich wollte in die Hauskapelle, als ich mit dem Fuß beim Öffnen der Zimmertür an einen Bund loser Breifblätter stieß. Sie aufheben, Annis Schrift erkennen, einen Schrei ausstoßen, war eins. ... Ihr Schreiben aus dem Jenseits setze ich Wort für Wort her, wie ich es im Traum gelesen. Es lautete also:

"Klara! Bete nicht für mich. Ich bin verdammt. Wenn ich es dir mitteile..., glaube nicht, es geschähe aus Freundschaft. Wie lieben hier niemanden mehr. Ich tue es gezwungen. Tue es als "Teil von jener Macht, die stets das Böse will, und stets das Gute schafft". In Wahrheit möchte ich auch dich in diesem Zustand landen sehen, worin ich jetzt auf ewig Anker geworfen. ... Unser Wille ist im Bösen - was ihr eben "böse" nennt - versteinert. Selbst wenn wir etwas "Gutes tun", wie ich jetzt, indem ich dir über die Hölle die Augen aufreiße, geschieht es nicht in guter Absicht.

Nach dem Plane der Eltern hätte ich eigentlich gar nicht sein sollen. Es "passierte ihnen eben ein Unglück". ... Wäre ich nicht geworden! Könnte ich mich jetzt vernichten, diesen Qualen entrinnen! Keine Wollust käme der gleich, womit ich mein Dasein zerrisse wie ein Aschengewand, daß seine Fetzen in nichts zerflattern. Aber ich muß sein. Muß so sein, wie ich mich gemacht habe: mit verfehltem Daseinsziel. ...

Recht beten hat mich niemand gelehrt. Solche Wörter, wie Beten, Messe, Weihwasser, Kirche schreibe ich mit einem inneren Ekel ohnegleichen! Ich verabscheue das wie die Kirchenspringer, alle Menschen und alle Dinge überhaupt. Denn aus allem erwächst uns Qual. Jede, beim Hinscheiden empfangene Erkenntnis, jede Erinnerung an Erlebtes und Gewußtes ist uns wie eine Stichflamme. Und alle Erinnerungen drehen uns jene Seite zu, die an ihnen Gnade war - die wir verschmähten. Wie das peinigt! - Wir essen nicht, wir schlafen nicht, wir gehen nicht mit Füßen. Seelisch angekettet starren wir mit "Heulen und Zähneknirschen" auf unser verpfuschtes Leben. Hassend und gepeinigt. Hörst du! Wir trinken hier den Haß wie Wasser. Auch gegeneinander. Am meisten hassen wir Gott. ...

Verstehst du jetzt, warum die Hölle ewig währt? Weil unsere Hartnäckigkeit nie wegschmilzt!

Gott war gegen uns barmherzig dadurch, daß er auf Erden unseren schlechten Willen nicht so sich ausleben ließ, als wir dazu bereit gewesen wären. Das hätte unsere Schuld und Strafe vergrößert. Er ließ uns vorzeitig sterben - wie mich; oder andere mildernde Umstände eintreffen.

Jetzt erweist er sich uns barmherzig, indem er uns nicht zwingt, ihm näherzutreten, als eben in diesem entfernten Höllenort, was die Qual verringert. Jeder Schritt Gott näher verursachte mir größere Pein als dir ein Schritt näher einem brennenden Scheiterhaufen. ...

Alle, die in der Hölle brennen, haben nicht gebetet oder nicht genug gebetet. Das Gebet ist der erste Schritt zu Gott. Es bleibt der entscheidende. ...

An den Einfluß des Teufels glaubte ich nie... Nur viele Gebete anderer und meiner selbst, verbunden mit Opfer und Leiden, hätten mich ihm entreißen können. Und auch das nur allmählich. Gibt es wenig äußerlich Besessene, so wimmelt es von innerlich Besessenen. ...

Ich hasse auch den Teufel. Dennoch gefällt er mir, weil er euch zu verderben sucht; er und seine Helfershelfer, die mit ihm am Anfang der Zeit gefallenen Geister. Sie zählen nach Millionen. Sie schweifen auf der Erde umher, dicht, wie ein Mückenschwarm, und ihr ahnt es kaum. Wir, die verworfenen Menschen, haben euch nicht zu versuchen, das kommt den gefallenen Geistern zu. Es vermehrt zwar ihre Qual noch jedesmal, daß sie eine Menschenseele in die Hölle herunterreißen. Aber was tut der Haß nicht! ...

Aber so ist es, wie ich einmal als Kind in einer Predigt sagen hörte, daß Gott alles Gute, das ein Mensch vollbringt, belohnt. Wenn er es im Jenseits nicht vergelten kann, tut er es auf Erden. ...

Nicht alle Seelen leiden gleichermaßen. Je boshafter undgrundsätzlicher jemand gesündigt, umso schwerer wuchtet auf ihm Gottes Verlust, würgt ihn die mißbrauchte Kreatur.

Die verdammten Katholiken leiden mehr als Andersgläubige, weil sie meist mehr Licht und Gnade empfingen und zertraten. Wer mehr gewußt hat, leidet härter, als wer weniger erkannte. Wer aus Bosheit gesündigt, leidet schärfer, als wer aus Schwäche fiel. Aber keiner leidet mehr, als er es verdient hat. ...

(Nach dem Autounfall:) Ich erwachte im Augenblick meines Hinscheidens jäh aus dem Dunkel. Sah mich wie von grellem Licht umflutet. Er war am gleichen Ort, wo meine Leiche lag. Es geschah wie im Schauspielhaus, wenn mit einem Mal die Lampen im Saale verlöschen, der Vorhang auseinanderrauscht, schaurig beleuchtet, eine ungeahnte Szenerie sich auftut. Die Szenerie meines Lebens. Wie in einem Spiegel zeigte meine Seele sich mir selbst. Die zertretenen Gnaden von Jugend auf, bis zum letzten "Nein" Gott gegenüber. Mir war zumute wie einem Mörder, dem während der Gerichtsverhandlung sein entseeltes Opfer vorgeführt wird.

Bereuen? - Nie!

Mich schämen? Nie!

Aber auch auszuhalten vermochte ich es nicht unter den Augen des von mir verworfenen Gottes. So blieb nur eines, die Flucht... Wie Kain floh vor Abels Leiche, so riß es meine Seele vor diesem Anblick des Grauens hinweg.

Das war das besondere Gericht!

Ich selbst riß mich los von Gott.

Zurück? Niemals! Nein!"

(Zeigen der Wahrheit)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #5383 am: 16. Juni 2017, 14:01:27 »
 ;tffhfdsds

"Ich wünsche auch, dass der Volksaltar in den Hintergrund tritt und dass der Opferaltar in der Mitte Meiner Kirche stehen wird. Die Priester sollen das Opfer Meines Sohnes Jesus Christus darbringen. Ich wünsche, dass endlich die Mundkommunion kniend empfangen und nur von einem Priester ausgeteilt wird."

(Worte von der Gottesmutter, Anne, Sühneseele, 13. Juni 2017)
« Letzte Änderung: 16. Juni 2017, 14:03:12 von Tina 13 »
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