Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4664263 mal)

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« Antwort #5056 am: 15. April 2017, 18:16:46 »
Osternacht

Mit der Osternachtfeier am Karsamstag (Beginn erst nach Einbruch der Dunkelheit) erreicht die „Heilige Woche“ ihren Höhepunkt. Es ist die Nacht, in der das Kreuz, der Tod, und das Leiden überwunden ist. Jesus ist also auferstanden und es beginnt von jetzt an das ewige neue Leben, denn Gott setzt mit der Auferstehung den Anfang des Lebens. Das Fest der Auferstehung Jesu ist das älteste der christlichen Kirchen, hervorgegangen aus dem jüdischen Passahfest. Mit der Osternacht beginnt die sieben Wochen dauernde Osterzeit bis Pfingstsonntag. Die Osternacht-Liturgie beginnt mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ („Licht Christi“). Bei der Osternachtfeier wird im Freien ein Feuer entfacht, an dem die Osterkerze, ein Sinnbildbild für den auferstandenen Christus, entzündet wird. Die Osterkerze brennt in jedem Gottesdienst von Ostern bis Pfingsten. Die Prozession mit der brennenden Osterkerze in die finstere Kirche soll an die Feuersäule erinnern, die den Israeliten den Weg in die Freiheit wies. Sie ist aber auch Erinnerung an die Worte Christi: „Ich bin das Licht der Welt.“ Anschließend wird ihm zu Ehren das Exultet gesungen:

Frohlocket, ihr Chöre der Engel, frohlocket, ihr himmlischen Scharen, lasset die Posaune erschallen, preiset den Sieger, den erhabenen König! Lobsinge, du Erde, überstrahlt vom Glanz aus der Höhe! Licht des großen Königs umleuchtet dich. Siehe, geschwunden ist allerorten das Dunkel. Auch du freue dich, Mutter Kirche, umkleidet von Licht und herrlichem Glanze! Töne wider, heilige Halle, töne von des Volkes mächtigem Jubel.

In Wahrheit ist es würdig und recht, den verborgenen Gott, den allmächtigen Vater, mit aller Glut des Herzens zu rühmen und seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn Jesus Christus, mit jubelnder Stimme zu preisen. Er hat für uns beim ewigen Vater Adams Schuld bezahlt und den Schuldbrief ausgelöscht mit seinem Blut, das er aus Liebe vergossen hat. Gekommen ist das heilige Osterfest, an dem das wahre Lamm geschlachtet ward, dessen Blut die Türen der Gläubigen heiligt und das Volk bewahrt vor Tod und Verderben.

Dies ist die Nacht, die unsere Väter, die Söhne Israels, aus Ägypten befreit und auf trockenem Pfad durch die Fluten des Roten Meeres geführt hat.

Dies ist die Nacht, in der die leuchtende Säule das Dunkel der Sünde vertrieben hat.

Dies ist die Nacht, die auf der ganzen Erde alle, die an Christus glauben, scheidet von den Lastern der Welt, dem Elend der Sünde entreißt, ins Reich der Gnade heimführt und einfügt in die heilige Kirche.

Dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg. Wahrhaftig, umsonst wären wir geboren, hätte uns nicht der Erlöser ge­rettet.

O unfassbare Liebe des Vaters: Um den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn dahin! O wahrhaft heilbringende Sünde des Adam, du wurdest uns zum Segen, da Christi Tod dich vernichtet hat. O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden! O wahrhaft selige Nacht, dir allein war es vergönnt, die Stunde zu kennen, in der Christus erstand von den Toten. Dies ist die Nacht, von der geschrieben steht: „Die Nacht wird hell wie der Tag, wie strahlendes Licht wird die Nacht mich umgeben.“ Der Glanz dieser heiligen Nacht nimmt den Frevel hinweg, reinigt von Schuld, gibt den Sündern die Unschuld, den Trauernden Freude. Weit vertreibt sie den Hass, sie einigt die Herzen und beugt die Gewalten.

In dieser gesegneten Nacht, heiliger Vater, nimm an das Abend­opfer unseres Lobes, nimm diese Kerze entgegen als unsere fest­liche Gabe! Aus dem köstlichen Wachs der Bienen bereitet, wird sie dir dargebracht von deiner heiligen Kirche durch die Hand ihrer Diener. So ist nun das Lob dieser kostbaren Kerze erklun­gen, die entzündet wurde am lodernden Feuer zum Ruhme des Höchsten.

Wenn auch ihr Licht sich in die Runde verteilt hat, so verlor es doch nichts von der Kraft seines Glanzes. Denn die Flamme wird genährt vom schmelzenden Wachs, das der Fleiß der Bienen für diese Kerze bereitet hat.

O wahrhaft selige Nacht, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und Menschen verbindet!

Darum bitten wir dich, o Herr: Geweiht zum Ruhm deines Na­mens, leuchte die Kerze fort, um in dieser Nacht das Dunkel zu vertreiben. Nimm sie an als lieblich duftendes Opfer, vermähle ihr Licht mit den Lichtem am Himmel. Sie leuchte, bis der Mor­genstern erscheint, jener wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht: dein Sohn, unser Herr Jesus Christus, der von den Toten erstand, der den Menschen erstrahlt im österlichen Licht; der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.

Anschliessend findet der Wortgottesdienst statt mit mehreren Lesungen. Danach folgt das ersehnte Osterhalleluia, vor dem Evangeluim.  Der dritte Teil der Osternachtliturgie ist die Tauffeier. Wo unsere Wege zu enden scheinen, setzt Gott einen neuen Anfang und schenkt uns neues Leben und Licht, Unsere Antwort darauf geben wir in der Erneuerung unseres Taufversprechens.  Der letzt Teil der Osternacht wird mit der Eucharistiefeier abgeschlossen.
« Letzte Änderung: 15. April 2017, 20:01:22 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #5057 am: 15. April 2017, 18:27:02 »
Hl. Huna, Wohltäterin, Stifterin

* in Frankreich (?)
† um 687 in Hunaweiler, dem heutigen Hunawihr im Elsass in Frankreich

Huna war der Überlieferung nach eine Wohltäterin für Arme und Kranke, genannt die heilige Wäscherin, weil sie Bedürftigen die Wäsche wusch. Sie und ihr Mann Huno stifteten die Kirche ihres Heimatortes und schenkten ihre Güter an das von Dié von St. Dié gegründete Kloster in den Vogesen.

Hunas Grab in der von ihr gestifteten Kirche war im Mittelalter ein vielbesuchter Wallfahrtsort, einer nahen Quelle wurde Heilwirkung nachgesagt. Nach der Erhebung ihrer Gebeine am 15. April 1520 gingen sie in der Reformation verloren.
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« Antwort #5058 am: 15. April 2017, 18:30:35 »
Hl. Hesychius (?-um 451), Mönch und Priester

„Dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg“ (Exsultet)

Der Himmel glänzt, wenn er vom Chor der Sterne erhellt wird, und das All glänzt noch mehr, wenn sich der Morgenstern erhebt. Diese Nacht jedoch erstrahlt nun weniger durch den Glanz der Gestirne, sondern aufgrund ihres Jubels über den Sieg unseres Gottes und Erlösers. „Habt Mut“, so sagt er, „ich habe die Welt besiegt“ (vgl. Joh 16,33). Nach diesem Sieg Gottes über den unsichtbaren Feind können auch wir sicherlich den Sieg über die Dämonen davontragen. Halten wir uns also an das Kreuz unseres Heiles, um die Erstlinge der Gnadengaben Jesu zu pflücken. Feiern wir diese heilige Nacht mit geheiligten Lichtern; lassen wir eine göttliche Musik aufsteigen und singen wir einen himmlischen Hymnus. Die „Sonne der Gerechtigkeit“ (Mal 3,20), unser Herr Jesus Christus, hat diesen Tag für die ganze Erde hell gemacht. Er ist durch das Kreuz aufgestiegen und hat die Gläubigen erlöst [...]

Unsere Versammlung, meine Brüder, ist eine Siegesfeier, eine Siegesfeier nämlich für den König des Weltalls, des Sohnes Gottes. Heute wurde der Teufel durch den Gekreuzigten vernichtet und die ganze Menschheit ist durch den Auferstandenen von Freude erfüllt [...] Dieser Tag jubelt auf: „Heute habe ich den König des Himmels gesehen, mit Licht gegürtet, wie er über Blitz und gleißendes Licht, über die Sonne und die Wasser, über die Wolken aufstieg“ [...] Zuerst verborgen im Schoß einer Frau, dann im Schoß der Erde, hat er zuerst die geheiligt, die gezeugt wurden, dann durch seine Auferstehung denen das Leben gegeben, die gestorben sind, denn „Kummer und Seufzen entfliehen“ (Jes 35,10) [...]

Heute wurde das Paradies durch den Auferstandenen geöffnet, heute wurde Adam das Leben zurückgegeben, Eva wurde getröstet, der Ruf wurde vernommen, das Königreich vorbereitet, der Mensch erlöst, Christus wird angebetet. Er hat unter seinen Füßen den Tod zertreten, diesen Tyrann zum Gefangenen gemacht, den Ort der Toten entvölkert. Er ist als Sieger wie ein König in die Himmel gestiegen, herrlich wie ein Herrscher [...], und hat zu seinem Vater gesprochen: „Siehe, o Gott, ich und die Kinder, die du mir geschenkt hast“ (vgl. Hebr 2,13). Ehre sei Ihm, jetzt und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

1. Homilie zum Osterfest, 1.5-6
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #5059 am: 15. April 2017, 19:57:57 »
Buch Exodus 14,15-31.15,1.

Der Herr sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sag den Israeliten, sie sollen aufbrechen.
Und du heb deinen Stab hoch, streck deine Hand über das Meer, und spalte es, damit die Israeliten auf trockenem Boden in das Meer hineinziehen können.
Ich aber will das Herz der Ägypter verhärten, damit sie hinter ihnen hineinziehen. So will ich am Pharao und an seiner ganzen Streitmacht, an seinen Streitwagen und Reitern meine Herrlichkeit erweisen.
Die Ägypter sollen erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich am Pharao, an seinen Streitwagen und Reitern meine Herrlichkeit erweise.
Der Engel Gottes, der den Zug der Israeliten anführte, erhob sich und ging an das Ende des Zuges, und die Wolkensäule vor ihnen erhob sich und trat an das Ende.
Sie kam zwischen das Lager der Ägypter und das Lager der Israeliten. Die Wolke war da und Finsternis, und Blitze erhellten die Nacht. So kamen sie die ganze Nacht einander nicht näher.
Mose streckte seine Hand über das Meer aus, und der Herr trieb die ganze Nacht das Meer durch einen starken Ostwind fort. Er ließ das Meer austrocknen, und das Wasser spaltete sich.
Die Israeliten zogen auf trockenem Boden ins Meer hinein, während rechts und links von ihnen das Wasser wie eine Mauer stand.
Die Ägypter setzten ihnen nach; alle Pferde des Pharao, seine Streitwagen und Reiter zogen hinter ihnen ins Meer hinein.
Um die Zeit der Morgenwache blickte der Herr aus der Feuer- und Wolkensäule auf das Lager der Ägypter und brachte es in Verwirrung.
Er hemmte die Räder an ihren Wagen und ließ sie nur schwer vorankommen. Da sagte der Ägypter: Ich muss vor Israel fliehen; denn Jahwe kämpft auf ihrer Seite gegen Ägypten.
Darauf sprach der Herr zu Mose: Streck deine Hand über das Meer, damit das Wasser zurückflutet und den Ägypter, seine Wagen und Reiter zudeckt.
Mose streckte seine Hand über das Meer, und gegen Morgen flutete das Meer an seinen alten Platz zurück, während die Ägypter auf der Flucht ihm entgegenliefen. So trieb der Herr die Ägypter mitten ins Meer.
Das Wasser kehrte zurück und bedeckte Wagen und Reiter, die ganze Streitmacht des Pharao, die den Israeliten ins Meer nachgezogen war. Nicht ein einziger von ihnen blieb übrig.
Die Israeliten aber waren auf trockenem Boden mitten durch das Meer gezogen, während rechts und links von ihnen das Wasser wie eine Mauer stand.
So rettete der Herr an jenem Tag Israel aus der Hand der Ägypter. Israel sah die Ägypter tot am Strand liegen.
Als Israel sah, dass der Herr mit mächtiger Hand an den Ägyptern gehandelt hatte, fürchtete das Volk den Herrn. Sie glaubten an den Herrn und an Mose, seinen Knecht.
Damals sang Mose mit den Israeliten dem Herrn dieses Lied; sie sagten: Ich singe dem Herrn ein Lied, denn er ist hoch und erhaben. Rosse und Wagen warf er ins Meer.

Buch Exodus 15,1b-2abcd.3-4.5-6.13.17-18.

Ich singe dem Herrn ein Lied,
denn er ist hoch und erhaben.
Rosse und Wagen warf er ins Meer.

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr,
er ist für mich zum Retter geworden.
Er ist mein Gott, ihn will ich preisen;
den Gott meines Vaters will ich rühmen.

Der Herr ist ein Krieger,
Jahwe ist sein Name.
Pharaos Wagen und seine Streitmacht warf er ins Meer.
Seine besten Kämpfer versanken im Schilfmeer.
Fluten deckten sie zu,
sie sanken in die Tiefe wie Steine.

Deine Rechte, Herr, ist herrlich an Stärke;
deine Rechte, Herr, zerschmettert den Feind.
Du lenktest in deiner Güte das Volk, das du erlöst hast,
du führtest sie machtvoll zu deiner heiligen Wohnung.

Du brachtest sie hin und pflanztest sie ein
auf dem Berg deines Erbes.
Einen Ort, wo du thronst, Herr, hast du gemacht;
ein Heiligtum, Herr, haben deine Hände gegründet.
Der Herr ist König für immer und ewig.

Brief des Apostels Paulus an die Römer 6,3-11.

Brüder! Wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, sind auf seinen Tod getauft worden.
Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben.
Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.
Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde und wir nicht Sklaven der Sünde bleiben.
Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.
Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.
Denn durch sein Sterben ist er ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.
So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 28,1-10.

Nach dem Sabbat kamen in der Morgendämmerung des ersten Tages der Woche Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.
Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.
Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee.
Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden.
Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten.
Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag.
Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt.
Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.
Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße.
Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen.
« Letzte Änderung: 15. April 2017, 20:26:21 von Tina 13 »
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« Antwort #5060 am: 16. April 2017, 05:55:16 »
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« Letzte Änderung: 16. April 2017, 18:00:44 von Tina 13 »
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« Antwort #5061 am: 16. April 2017, 05:56:05 »

Hochfest der Auferstehung des Herrn – Ostersonntag

Am dritten Tag ist Er auferstanden von den Toten „So verkünden wir euch die frohe Botschaft: Gott hat die Verheißung, die an die Väter ergangen ist, an uns, ihren Kindern, erfüllt, indem er Jesus auferweckt hat" (Apg 13,32-33). Die Auferstehung Christi ist die Wahrheit, in der unser Glauben an Christus gipfelt; die christliche Urgemeinde glaubt und lebt sie als zentrale Wahrheit, die Überlieferung gibt sie als grundlegend weiter, die Dokumente des Neuen Testamentes weisen sie nach; zugleich mit dem Kreuz wird sie als wesentlicher Teil des Pascha-Mysteriums verkündet.

Christus ist von den Toten auferstanden. Durch seinen Tod hat er den Tod besiegt,  den Toten das Leben gegeben. (Byzantinische Liturgie, Troparion von Ostern)

 

I. Das geschichtliche und transzendente Ereignis

Das Mysterium der Auferstehung Christi ist ein wirkliches Geschehen, das sich nach dem Zeugnis des Neuen Testamentes geschichtlich feststellbar manifestiert hat. Schon der hl. Paulus kann um das Jahr 56 an die Korinther schreiben: „Vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf" (1 Kor 15,3-4). Der Apostel spricht hier von der lebendigen Auferstehungstradition, die er nach seiner Bekehrung vor den Toren von Damaskus vernommen hatte [Vgl. Apg 9,3-18.].   Das leere Grab  „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden" (Lk 24,5-6). Das erste Element, auf das wir im Rahmen der Osterereignisse stoßen, ist das leere Grab. Es ist an und für sich kein direkter Beweis. Daß der Leichnam Jesu nicht mehr im Grab lag, ließe sich auch anders erklären [Vgl. Job 20,13; Mt 28,11-15.]. Trotzdem war das leere Grab für alle ein entscheidend wichtiges Zeichen, und seine Entdeckung durch die Jünger der erste Schritt zu der Einsicht, daß Christus tatsächlich auferstanden ist, wie das zuerst bei den heiligen Frauen [Vgl. Lk 24,3.22-23.] und sodann bei Petrus [Vgl. Lk 24,12.] der Fall war. Der „Jünger, den Jesus liebte" (Joh 20,2) sagt, er habe, als er in das leere Grab eingetreten sei und „die Leinenbinden liegen" gesehen habe (Joh 20,6), „gesehen und geglaubt" (Joh 20,8). Das setzt voraus, daß er am Zustand des leeren Grabes festgestellt hat [Vgl. Joh 20,5-7.], daß das Fehlen des Leichnams Jesu nicht auf die Tat von Menschen zurückzuführen sei und daß Jesus nicht einfach, wie Lazarus [Vgl. Joh 11,44.], in ein irdisches Leben zurückgekehrt war.  Die Erscheinungen des Auferstandenen  Die Ersten, die dem Auferstandenen begegneten [Vgl. Mt 28,9-10; Joh 20, 11-18.], waren Maria von Magdala und die heiligen Frauen, die zum Grabe kamen, um den Leichnam Jesu einzubalsamieren [Vgl. Mk 16,1; Lk 24,1.], der am Karfreitagabend, weil der Sabbat anbrach, hastig bestattet worden war [Vgl. Job 19, 31.42.]. So waren Frauen selbst für die Apostel [Vgl. Lk 24, 9-10.] die ersten Botinnen der Auferstehung Christi. Danach erschien Jesus den Aposteln, zuerst dem Petrus, dann den Zwölfen [Vgl. 1 Kor 15,5.]. Petrus, der den Auftrag erhalten hat, den Glauben seiner Brüder zu stärken [Vgl. Lk 22,31-32.], erblickt also den Auferstandenen vor diesen, und auf sein Zeugnis hin ruft die Gemeinschaft aus: „Der Herr ist wirkich auferstanden und ist dem Simon erschienen" (Lk 24,34).  Alles, was in diesen Ostertagen geschah, stellte die Apostel - und ganz besonders Petrus - in den Dienst am Aufbau der neuen Ära, die am Ostermorgen anbrach. Als Zeugen des Auferstandenen bleiben sie die Grundsteine seiner Kirche. Der Glaube der ersten Glaubensgemeinde gründet auf dem Zeugnis konkreter Menschen, die den Christen bekannt waren und von denen die meisten noch unter ihnen lebten. Diese „Zeugen der Auferstehung" Christi [Vgl. Apg 1,22.] sind vor allem Petrus und die Zwölf, aber nicht nur sie: Paulus spricht klar von mehr als fünfhundert Personen, denen Jesus gleichzeitig erschienen ist; er erschien auch dem Jakobus und allen Aposteln [Vgl. 1 Kor 15,4-8.].  Angesichts dieser Zeugnisse ist es unmöglich, die Auferstehung als etwas zu interpretieren, das nicht der physischen Ordnung angehört, und sie nicht als ein geschichtliches Faktum anzuerkennen. Aus den Ereignissen ergibt sich, daß der Glaube der Jünger die überaus harte Prüfung des Leidens und des Kreuzestodes ihres Meisters durchmachen mußte, die dieser vorausgesagt hatte [Vgl. Lk 22,31-32.]. Die Jünger (jedenfalls einige von ihnen) waren durch die Passion so sehr erschüttert worden, daß sie der Kunde von der Auferstehung nicht ohne weiteres Glauben schenkten. Die Evangelien zeigen uns keineswegs eine mystisch hingerissene Gemeinde, sondern Jünger, die niedergeschlagen (,‚trübe dreinblickend": Lk 24,17) und erschrocken [Vgl. Job 20,19.] waren. Darum schenkten sie den heiligen Frauen, die vom Grabe zurückkehrten, keinen Glauben und „hielten das alles für Geschwätz" (Lk 24, 11) [Vgl. Mk 16,11.13.]. Als Jesus sich am Osterabend den Elfen zeigte, „tadelte er ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten" (Mk 16,14).  Sogar angesichts des auferstandenen Jesus selbst zweifeln die Jünger noch [Vgl. Lk 24,38.], da ihnen die Sache so unmöglich erscheint: Sie meinen, ein Gespenst zu sehen [Vgl. Lk 24,39.].,, Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben" (Lk 24,41). Thomas wird die gleiche Prüfung des Zweifels durchmachen [Vgl. Job 20,24-27.], und noch bei der letzten Erscheinung in Galiläa, von der Matthäus berichtet, hatten einige „Zweifel" (Mt 28,17). Darum läßt sich die Hypothese, daß die Auferstehung ein „Erzeugnis" des Glaubens (oder der Leichtgläubigkeit) der Apostel gewesen sei, nicht halten. Ganz im Gegenteil, ihr Glaube an die Auferstehung - unter dem Wirken der göttlichen Gnade - ist aus der unmittelbaren Erfahrung der Wirklichkeit des auferstandenen Christus selbst hervorgegangen.  Der Zustand der auferstandenen Menschennatur Christi  Der auferstandene Jesus tritt mit seinen Jüngern in direkte Beziehung : er läßt sich berühren [Vgl. Lk 24,39; Joh 20,27.] und ißt mit ihnen [Vgl. Lk 24,30.41-43;Joh 21,9.13-15.]. Er fordert sie auf, festzustellen, daß er kein Gespenst ist [Vgl. Lk 24,39.], vor allem aber, daß der auferstandene Leib, in dem er vor ihnen steht, wirklich der gleiche ist, der gequält und gekreuzigt worden ist, weil er noch die Spuren des Leidens trägt [Vgl. Lk 24,40;Joh 20,20.27.]. Dieser echte und wirkliche Leib besitzt jedoch zugleich die neuen Eigenschaften eines verherrlichten Leibes: Jesus ist nicht mehr an Ort und Zeit gebunden, sondern kann nach Belieben da sein, wo und wann er will [Vgl. Mt 28,9.16-17; Lk 24,15.36; Joh 20,14.19.26; 21,4]. Seine Menschennatur kann nicht mehr auf der Erde zurückgehalten werden und gehört nur noch dem göttlichen Bereich des Vaters an [Vgl. Joh 20,17.]. Aus diesem Grund steht es dem auferstandenen Jesus auch völlig frei, so zu erscheinen, wie er will: in der Gestalt eines Gärtners [Vgl. Joh 20,14-15.] oder „in einer anderen Gestalt" (Mk 16,12) als der, die den Jüngern vertraut war. Dadurch sollte ihr Glaube geweckt werden [Vgl. Joh 20,14.16; 21,4.7.].  Die Auferstehung Jesu war nicht eine Rückkehr in das irdische Leben, wie das bei den Auferweckungen der Fall war, die er vor Ostern gewirkt hatte: des Töchterchens des Jaïrus, des jungen Mannes von Naïn und des Lazarus. Diese Taten waren wunderbare Ereignisse, aber die Menschen, an denen das Wunder geschah, kehrten durch die Macht Jesu in das gewöhnliche, irdische Leben zurück. Zu bestimmter Zeit mußten sie aufs neue sterben. Die Auferstehung Christi ist wesentlich anders. Er geht in seinem auferweckten Leib aus dem Totsein in ein anderes Leben über, jenseits von Zeit und Raum. Der Leib Jesu wird bei der Auferstehung von der Macht des Heiligen Geistes erfüllt; er hat in seinem verherrlichten Zustand am göttlichen Leben teil, so daß der hl. Paulus Christus als den „Himmlischen" bezeichnen kann [Vgl. 1 Kor 15,35-50.].  Die Auferstehung als transzendentes Ereignis  „O wahrhaft selige Nacht", jubelt das „Exsultet" der Ostervigil, „dir allein war es vergönnt, die Stunde zu kennen, in der Christus erstand von den Toten". In der Tat war niemand Augenzeuge des Ereignisses der Auferstehung selbst, und kein Evangelist schildert sie. Niemand konnte sagen, wie sie äußerlich vor sich ging. Noch weniger aber konnte ihr inneres Wesen, der  Übergang in ein anderes Leben, durch die Sinne wahrgenommen werden. Obwohl sie ein Ereignis war, das sich durch das Zeichen des leeren Grabes und durch die Wirklichkeit der Begegnungen der Apostel mit dem auferweckten Christus feststellen ließ, bleibt die Auferstehung in dem, worin sie über die Geschichte hinausgeht, im Herzen des Glaubensmysteriums. Darum offenbart sich der auferweckte Christus nicht der Welt [Vgl. Job 14,22], sondern seinen Jüngern, „die mit ihm zusammen von Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren und die jetzt vor dem Volk seine Zeugen sind" (Apg 13,31).

II. Die Auferstehung - Werk der heiligsten Dreifaltigkeit

Die Auferstehung Christi ist Gegenstand des Glaubens: transzendenter Eingriff Gottes selbst in die Schöpfung und in die Geschichte. Bei ihr handeln die drei göttlichen Personen gemeinsam und offenbaren dabei gleichzeitig ihre Eigenart. Sie geschah durch die Macht des Vaters, der Christus, seinen Sohn, „auferweckte" [Vgl. Apg 2,24] und so dessen Menschennatur - mitsamt dem Leib - vollkommen in die Dreifaltigkeit aufnahm. Jesus wird endgültig geoffenbart als „dem Geist der Heiligkeit nach ... Sohn Gottes in Macht aufgrund der Auferstehung von den Toten" (Röm 1,3-4). Der hl. Paulus betont die Offenbarung der Macht Gottes [Vgl. Röm 6,4; 2 Kor 13,4; Phil 3,10; Epb 1,19-22; Hebr 7,16] durch das Wirken des Geistes, der die tote Menschennatur Jesu lebendig gemacht und in den verherrlichten Zustand, in das Herr sein, versetzt hat.  Was den Sohn anbelangt, so bewirkt er seine Auferstehung kraft seiner göttlichen Macht. Jesus kündigt an, der Menschensohn werde viel leiden und auch sterben müssen; dann werde er auferstehen [Vgl. Mk 8,31; 9,9-31; 10,34]. An anderer Stelle sagt er ausdrücklich: „Ich gebe mein Leben hin, um es wieder zu nehmen ... Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen" (Joh 10, 17-18). „Das ist unser Glaube: Jesus ist gestorben und auferstanden" (1 Thess 4,14).  Die Kirchenväter betrachten die Auferstehung von der göttlichen Person Christi her. Diese war mit seiner Seele und seinem Leib, die durch den Tod voneinander getrennt worden waren, vereint geblieben: „Kraft der Einheit der göttlichen Natur, die in beiden Wesensteilen des Menschen zugegen bleibt, vereinigen sich diese aufs neue. So kommt der Tod durch die Trennung des menschlichen Gefüges zustande und die Auferstehung durch die Vereinigung der beiden getrennten Teile" (Gregor v. Nyssa, res. 1) [Vgl. auch DS 325; 359; 369; 539]. 

III. Sinn und Heilsbedeutung der Auferstehung

„Ist Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos" (1 Kor 15,15). Die Auferstehung stellt vor allem die Bestätigung für all das dar, was Christus getan und gelehrt hat. Sämtliche Wahrheiten, selbst die für den menschlichen Geist unfaßlichsten, finden ihre Rechtfertigung, wenn Christus durch seine Auferstehung den von ihm verheißenen endgültigen Beweis seiner göttlichen Autorität gegeben hat.  In der Auferstehung Christi erfüllen sich die Verheißungen des Alten Bundes [Vgl. Lk 24,26-27.4-8] und auch die, welche Jesus selbst während seines irdischen Lebens gegeben hat [Vgl. Mt 28,6; Mk 16,7; Lk 24,6-7]. Der Ausdruck „gemäß der Schrift" (1 Kor 15,3) [Vgl. das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel] weist darauf hin, daß mit der Auferstehung Christi diese Vorhersagen in Erfüllung gehen.  Seine Auferstehung bestätigt die wahre Gottheit Jesu. Er hatte gesagt: „Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, daß Ich bin" (Joh 8,28). Die Auferstehung des Gekreuzigten beweist, daß er wirklich der „Ich bin", der Sohn Gottes, ja Gott selber ist. Der hl. Paulus konnte den Juden erklären: „Gott hat die Verheißung, die an die Väter ergangen ist, an uns ... erfüllt, indem er Jesus auferweckt hat, wie es schon im zweiten Psalm heißt: ‚Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt" (Apg 13, 32-33) [Vgl. Ps 2,7]. Die Auferstehung Christi steht in enger Verbindung mit der Menschwerdung des Sohnes Gottes. Gemäß Gottes ewigem Plan ist sie deren Vollendung.  Das Ostergeheimnis hat zwei Seiten: Durch seinen Tod befreit uns Christus von der Sünde, durch seine Auferstehung eröffnet er uns den Zugang zu einem neuen Leben. Dieses besteht zuerst in der Rechtfertigung, die uns wieder in die Gnade Gottes versetzt [Vgl. Röm 4,25], „damit, wie Christus ... von den Toten auferweckt wurde, auch wir in einem neuen Leben wandeln" (Röm 6,4). Die Rechtfertigung besteht im Sieg über den durch die Sünde verursachten Tod und in der neuen Teilhabe an der Gnade [Vgl. Eph 2,4-5; 1 Petr 1,3]. Sie vollzieht die Annahme zu Söhnen Gottes, denn die Menschen werden Brüder Christi. Jesus selber bezeichnet nach der Auferstehung seine Jünger als seine Brüder: „Geht und verkündet meinen Brüdern . . .„ (Mt 28,10; Joh 20,17). Seine Brüder sind wir nicht aufgrund unserer Natur, sondern durch ein Geschenk der Gnade, denn diese Adoptivsohnschaft schenkt eine wirkliche Teilhabe am Leben des eingeborenen Sohnes, das in seiner Auferstehung voll zutage getreten ist.  Schließlich ist die Auferstehung Christi - und der auferstandene Christus selbst - Ursache und Urgrund unserer künftigen Auferstehung: „Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden" (1 Kor 15,20-22). Während des Harrens auf diese Vollendung lebt der auferstandene Christus im Herzen seiner Gläubigen. Im Auferstandenen kosten die Christen „die Kräfte der zukünftigen Welt" (Hebr 6,5), und ihr Leben wird von Christus in den Schoß des göttlichen Lebens geborgen [Vgl. Kol 3.1-3], „damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde" (2 Kor 5,15).   Zwischen der Auferstehung Christi und der Offenbarung seiner Macht und Herrlichkeit läuft unsere Zeit, unser Weg. Wir gehen im Licht des Glaubens, oder auch: in der Dunkelheit des Glaubens. Unser Glaube stützt sich auf das Zeugnis derer, die den Auferstandenen gesehen haben. Die Welt um uns aber und die Generation nach uns leben von dem Glauben, den wir bekennen und durch unser Leben bezeugen. 

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja. Sein ist die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Halleluja.




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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5062 am: 16. April 2017, 14:29:48 »
Botschaft Nr. 1174

14. April 2017 – Karfreitag. Entheiligt nicht, was Heilig ist! Amen.

Muttergottes: Mein Kind. Mein liebes Kind. Eure Welt ist im Umbruch. Oft sagten Wir dies bereits, heute wollen Wir erklären, was geschieht.

Hinterlist und Tücke benutzt der Teufel, um euch, geliebte Kinder Meines Sohnes, auf falsche Fährten zu führen. Glaubt niemals, dass es richtig ist, die Feiertage zu Ehren Meines Sohnes als Freizeitvergnügung zu begehen, denn das ist nicht der Sinn dieser Festlichkeiten.

Ihr entheiligt die heiligste Zeit, geht Geschäftetreiben, Einkäufen und eurem Wohlergehen nach, doch für Jesus habt ihr kaum oder keine Zeit, ehrt Ihn nicht, gedenkt Seiner nicht und entwürdigt Seinen Tod und Seine Auferstehung, indem ihr eurem Wohlergehen, euren Vergnügungen und Geschäftetreiben nachgeht, anstatt innezuhalten und euer Leben auf Ihn, euren Erlöser, auszurichten!

Eure Welt steht Kopf, und der Teufel lacht sich ins Fäustchen! Leichtes Spiel hat er mit euch, die ihr so ungläubig und gleichgültig diese Heiligen Tage begeht. Schämt ihr euch denn nicht ein bisschen? Glaubt ihr immer noch, ihr kämt ins Himmelreich, obwohl ihr zu Erdenzeiten keine Zeit für euren Erlöser habt und/oder aufbringt?

Meine Kinder. Meine so geliebten Kinder. Haltet ein und besinnt euch auf das Wesentliche! Diese Tage sind heilig, und heilig müsst ihr sie begehen. Wer weiter auf sein Wohlergehen pocht, dem sei gesagt: Der Tag wird kommen, an dem ihr Rechenschaft ablegen müsst, und was habt ihr als Entschuldigung eures so gleichgültigen Verhaltens darzubringen?

Geliebte Kinder. Lasst euch gesagt sein: Wer sich zu Lebzeiten nicht zu Jesus bekennt, wird es bereuen. Er wird leiden und/oder Schuld abtragen müssen, und dieser Zustand wird schmerzhaft sein. Zu wissen, dass er falsch gehandelt, ja gelebt hat, wird ihm die Seele zerreißen, doch wird sie nicht zerreißen, doch der Schmerz wird bleiben.

Geliebte Kinder. Tut euch dieses ach so grausame Leid nicht an und heiligt eure Festtage! Begeht sie, wie Jesus es durch Seine Heilige Kirche zeigt, und nehmt Teil an diesen Festlichkeiten, denn sie sind heilig und ehren Meinen Sohn. Warum sollte Er euch, der sich für euch hingegeben hat, verteidigen und vor dem Abgrund bewahren, wenn ihr Ihn entehrt und nur euer Wohlergehen pflegt?

Kinder, seid gewarnt! Der große Tag steht kurz bevor, und wehe dem, der nicht umkehrt, sich nicht bekehrt, sich nicht vorbereitet, euch sei gesagt: Eure Seele wird verlorengehen, denn die verheißene Zeit wird nicht die eure werden. Nur treue Kinder werden eingehen in Sein Neues Königreich, alle anderen aber untergehen und leiden.

So macht euch bereit, Meine Kinder, und heiligt, was heilig ist! Lasst nicht zu, dass der Teufel Macht über euch gewinnt, indem ihr den Versuchungen und der Entehrung und Entheiligung nachgebt, sondern seid der Fels in der Brandung, der beständig ist, seid wahre und treue Kinder des Herrn. So wird der große Tag der Freude auch dieser für euch sein, und frohlocken wird eure Seele!

Seid bereit, geliebte Kinder, denn die Zeit, die noch verbleibt ist kurz, und schon bald, sehr bald, werden sich die Ereignisse überschlagen. Amen.

Ich liebe euch. Seid allzeit bereit. Eure Mutter im Himmel. Mutter aller Kinder Gottes und Mutter der Erlösung. Amen.

(Vorbereitung)
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« Antwort #5063 am: 16. April 2017, 18:00:02 »
 ;tffhfdsds

Ostern – Segenszeit!


Osterzeit, - oh Mensch, sei stille!
Denk` dem nach, - was dort geschah!
Jesus trug an seinem Leibe,
unsre Schuld nach Golgatha.
Dunkle Stunden, - Zittern, - Zagen,
litt der Herr im Todeskampf.
Als für Sünder der Gerechte,
sterbend einst den Kreuzkelch trank.

Er, - der nie in Sünd` gefallen,
wurde doch so hart bestraft.
Er, - der Andern Lieb` erwiesen,
wurde da hinweggerafft.
Wie ein Lamm ward er geschlachtet.
So hing er am Marterpfahl.
Von den Menschen so verachtet,
endete er bleich und fahl.

„Ach Herr Jesus, - meine Sünden,
trieben dich zum Sterben hin!
Dass ich ewig ein Erlöster –
und ein Kind des Höchsten bin!
Ich, - ein Sünder, sollte büssen,
für die Schuld, die ich getan.
Da kamst du und nahmst mich Ärmsten,
voller Liebe gnädig an.

Du nahmst unsre Missetaten,
selbst auf dich und tratest an.
Ließest dich ans Fluchholz nageln.
„Menschenkind, - oh sage an, -
Willst du nicht auch heut` noch eilen?
Hin zu Jesus, welcher spricht:
„Wer mir glaubt, der wird gerettet,
und der kommt nicht ins Gericht!“

Nach dem Leiden, - nach dem Sterben,
trug man Jesus hin ins Grab.
Alle Sündenlast und Elend,
sanken mit ihm dort hinab.
Was wird weiter nun geschehen?
Wenn jetzt Jesus nicht mehr lebt –
Tief verzweifelt und auch ratlos,
klagten Menschen sehr bewegt.

Doch am dritten Tag, - am Morgen,
ward von starker Gotteskraft,
dort der Stein, der`s Grab verschlossen,
mächtiglich hinweggeschafft.
Und ein Engelwesen tröstet
nun die Frauen, die verstört:
„ Jesus Christ ist auferstanden!
Glaubt es nur, freut euch und hört!“

Er ist Sieger, - Auferstanden!
Unser Herr und Heiland lebt!
Freiheit ist uns nun geworden,
jedem, der zu Jesus geht.
Sündenschuld wird dem vergeben,
der sich Jesus anvertraut,
der mit ehrlichem Verlangen
auf den Seelenretter schaut.

Jesus selbst ist dann erschienen,
seiner kleinen Jüngerschar.
Und er zeigte seine Narben,
ist denn das nicht wunderbar?
„Gehet hin in alle Lande,
und verbreitet Gottes Wort!
Ihr sollt meine Botschaft tragen
Überall an jeden Ort!

Dass die Menschen sich bekehren,
hin zu Gott, - der sie befreit!
So sollt ihr die Völker lehren,
dazu hab` ich euch geweiht!“
Gottes heil`ges Reich zu bauen,
das sei unser einz`ges Ziel!
Bis wir ihn von Antlitz schauen,
das ist`s, was ich sehnlichst will!
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La Salette 1846



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