Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4576482 mal)

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« Antwort #1496 am: 05. Dezember 2014, 06:52:55 »

Hl. Augustinus
„Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen“

Es folgt Jesus eine große Zahl von Menschen, und die Völker glauben an ihn. An der Straße sitzen zwei Blinde (Mt 20, 29f): Sinnbild der Glaubenden, die an die Geheimnisse seines Menschseins glauben und sich an ihn binden. Sie sehnen sich nach Erleuchtung von oben, sie wollen ein wenig Klarheit bekommen über das ewige Wort. Das Menschsein Jesu ist der Weg, der zum Heil führt. Durch das Vorüberziehen Jesu, d.h. durch den Glauben an die Menschwerdung und Passion des Gottessohnes, bemühen sie sich, zu erhalten, was sie ersehnen. Denn Jesus geht für kurze Zeit gewissermaßen im Geheimnis seines sterblichen Lebens einher. Das Werk, das er vollbringt, vollzieht sich in seinem kurzen Eintauchen in die Zeit. Wenn man von ihm gehört werden will, muss man die Stimmer kraftvoll erheben, den Lärm und das Toben der Menge übertönen; man muss inständig und beharrlich beten. Wenn die Seele das ewige Licht betrachten möchte, wird sie von einer ungeordneten Menge fleischlicher Impulse bedrängt, die sich ihren Anstrengungen widersetzen. Es ist der Einfluss der Turbulenzen, ausgehend von der fleischlich gesinnten Umgebung, die geistliche Meditation behindert. Es ist große spirituelle Kraft nötig, um alle diese Hindernisse zu überwinden. Jesus hat gesagt: „Wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet“ (Mt 7.8). Wenn Jesus also Menschen vernimmt, die in glühender Sehnsucht zu ihm vordringen, bleibt er auf seinem Weg stehen: er berührt die Blinden, die Licht haben wollen, und erleuchtet sie. Was für ein bewundernswertes Geheimnis! Jesus geht vorüber. Sein Erscheinen im schwachen Fleisch dauert nur eine kurze Zeitspanne. Jesus bleibt stehen. Die Ewigkeit des Wortes ist unvergänglich, sie erneuert alles und ist selber unveränderlich. Der Glaube an die Inkarnation in der Zeit bereitet uns vor auf das Verständnis des ewigen Geheimnisses Gottes.

„Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen“



Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #1497 am: 06. Dezember 2014, 12:21:21 »

Hl. Pater Pio von Pietrelcina
„Als er die Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen, denn sie waren müde und erschöpft"

Die Hoffnung auf die unerschöpfliche Barmherzigkeit Gottes stützt uns im Tumult der Leidenschaften und im Ansturm der Widerwärtigkeiten; wir gehen vertrauensvoll zum Sakrament der Buße, wo der Herr uns jederzeit wie ein Vater voll Erbarmen erwartet. Gewiss, vor ihm sind wir uns bewusst, dass wir seine Vergebung nicht verdienen; aber wir zweifeln nicht an seiner unendlichen Barmherzigkeit. Vergessen wir also unsere Sünden, wie Gott es vor uns getan hat.
Man soll nicht auf schon in der Beichte bekannte Sünden zurückkommen, weder in Gedanken noch im Sündenbekenntnis. Durch unsere aufrichtige Reue hat der Herr sie ein für alle Mal vergeben. Auf schon vergebene Sünden zurückzukommen, um noch einmal losgesprochen zu werden, oder nur deshalb, weil wir daran zweifeln, dass sie wirklich und vollständig vergeben sind - muss das nicht als Mangel an Vertrauen gegenüber der Güte Gottes angesehen werden?
Wenn es dich tröstet, dann kannst du an die Beleidigungen zurückdenken, die du Gottes Gerechtigkeit zugefügt hast, seiner Weisheit und seiner Barmherzigkeit, aber nur deshalb, um sie mit heilsamen Tränen der Reue und der Liebe zu beweinen.

GF 171, 169 ; Buona giornata



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« Antwort #1498 am: 07. Dezember 2014, 07:46:26 »

Hl. Franz von Sales
„Bereitet dem Herrn den Weg“

Da unser göttlicher Retter nahe ist, was müssen wir also tun, um uns auf sein Kommen vorzubereiten? Der hl. Johannes der Täufer lehrt es uns: „Tut Buße“, so sagt er, „tragt diese Berge von Stolz ab und füllt diese Schluchten von Lauheit und Kleinmut auf, denn das Heil ist nahe“. Diese Schluchten sind nichts anderes als Bangigkeit, die uns den Mut verlieren lässt, wenn sie zu groß wird. Das Starren auf große begangen Fehler bringt Verunsicherung und Ängstlichkeit mir sich, die uns niedergeschlagen machen. Das sind die Schluchten, die mit Vertrauen und Hoffnung aufgefüllt werden müssen für die Ankunft unseres Herrn. „Die Berge und Hügel sollen sich senken“: Was sind sie anderes als Überheblichkeit, Stolz und Hochschätzung der eigenen Person, was ein großes Hindernis für das Kommen unseres Herrn darstellt. Er demütigt und erniedrigt nämlich die Hochmütigen, dringt vor bis auf den Grund des Herzens und legt den Stolz frei, der sich dort verbirgt: „Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden.“ Es ist, als würde er sagen: „Korrigiert alle eure verbogenen Absichten, tut Buße und nehmt euch nur das vor, was Gott gefällt. Das muss das Ziel sein, das wir alle anzusteuern haben. Ebnet die Wege, tötet ab eure Leidenschaften, Vorlieben und Abneigungen, damit ihr eure Launen in den Griff bekommt. Wie erstrebenswert sind doch Gelassenheit und Ausgeglichenheit! Wir müssen in Stetigkeit dafür arbeiten. Denn wir sind über alle Maßen launisch und unbeständig. Da gibt es Leute, die im Moment gut gelaunt sind und angenehme und anregende Gespräche führen, im nächsten Augenblick aber Verdruss und Unruhe verbreiten. Alles in allem: Was krumm ist und holprig, soll für die Ankunft des Herrn begradigt und geebnet werden.

Predigt zum vierten Adventssonntag



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« Antwort #1499 am: 08. Dezember 2014, 06:46:56 »


„Sei gegrüßt, du Begnadete“

Da Maria zur Mutter des Erlösers ausersehen war, „ist sie von Gott mit den einer solchen Aufgabe entsprechenden Gaben beschenkt worden" (LG 56). Bei der Verkündigung grüßt sie der Engel als „voll der Gnade" (Lk 1,28). Um zur Ankündigung ihrer Berufung ihre freie Glaubenszustimmung geben zu können, musste sie ganz von der Gnade Gottes getragen sein. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sich die Kirche bewusst, dass Maria, von Gott „mit Gnade erfüllt" (Lk 1,28), schon bei ihrer Empfängnis erlöst worden ist. Das bekennt das Dogma von der unbefleckten Empfängnis, das 1854 von Papst Pius IX. verkündigt wurde: dass die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch die einzigartige Gnade und Bevorzugung des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechtes, von jeglichem Makel der Urschuld unversehrt bewahrt wurde"(DS 2803). Daß sie „vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an im Glanz einer einzigartigen Heiligkeit" erstrahlt (LG 56), kommt ihr nur Christi wegen zu: Sie wurde im „Hinblick auf die Verdienste ihres Sohnes auf erhabenere Weise erlöst" (LG 53). Mehr als jede andere erschaffene Person hat der Vater sie „mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch [die] Gemeinschaft mit Christus im Himmel" (Eph 1,3). Er hat sie erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit sie in Liebe heilig und untadelig vor ihm lebe [Vgl. Eph 1,4.]. Die ostkirchlichen Väter nennen die Gottesmutter „die Ganzheilige" [Panhagia]; sie preisen sie als „von jeder Sündenmakel frei, gewissermaßen vom Heiligen Geist gebildet und zu einer neuen Kreatur gemacht" (LG 56). Durch die Gnade Gottes ist Maria während ihres ganzen Lebens frei von jeder persönlichen Sünde geblieben.

Katechismus der Katholischen Kirche, § 490-493



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« Antwort #1500 am: 08. Dezember 2014, 07:04:55 »
Buch Genesis 3,9-15.20.

Nachdem Adam von Baum gegessen hatte, rief Gott, der Herr, ihm zu und sprach: Wo bist du?
Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich.
Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?
Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben, und so habe ich gegessen.
Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt, und so habe ich gegessen.
Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens.
Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf, und du triffst ihn an der Ferse.
Adam nannte seine Frau Eva - Leben -, denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.
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« Antwort #1501 am: 09. Dezember 2014, 06:38:34 »
Muttergottes der Barmherzigkeit

Ich erblickte die Muttergottes, die mir sagte: O wie angenehm ist Gott eine Seele, die treu dem Hauch Seiner Gnade folgt! Ich gab der Welt den Erlöser, und du sollst der Welt von seiner großen Barmherzigkeit erzählen und sie auf seine Wiederkunft vorbereiten, wenn er nicht als barmherziger Erlöser, sondern als gerechter Richter kommen wird (TB 635).
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« Antwort #1502 am: 09. Dezember 2014, 06:40:01 »
Muttergottes der Barmherzigkeit

Tag der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter. Während der heiligen Messe hörte ich das Rascheln von Kleidern und ich erblickte die Heilige Mutter in eigenartiger, wunderbarer Helligkeit. Ihr Gewand war weiß mit einer blauen Schärpe. Sie sagte: Du bereitest mir große Freude, wenn du die Heilige Dreifaltigkeit für die mir erteilten Gnaden und Vorrechte preist (TB 564).
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« Antwort #1503 am: 09. Dezember 2014, 06:50:26 »
Siluan von Athos

„Euer himmlischer Vater will nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht“

Der Herr liebt den reuigen Sünder; er drückt ihn zärtlich an sein Herz: „Wo warst du, mein Kind? Ich warte schon lange auf dich.“ So ruft der Herr alle Menschen durch sein Evangelium zu sich; seine Stimme ertönt in der ganzen Welt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt, ich werde euch Ruhe verschaffen; kommt und trinkt lebendiges Wasser (Mt 11,28; Joh 4,10). Kommt und begreift, dass ich euch liebe… Ich kann es nicht ertragen, dass auch nur ein einziges meiner Schafe verloren geht. Sogar um eines einzigen Schafes willen geht der Hirt in die Berge und sucht es überall. Kommt doch zu mir, meine Schafe. Ich habe euch geschaffen und liebe euch. Weil ich euch liebe, bin ich auf die Erde gekommen und habe um eures Heiles willen alles ertragen. Ich möchte, dass ihr erkennt, dass ich euch liebe, und dass ihr sagt, was die Apostel auf dem Berg Tabor gesagt haben: Herr, es ist gut, dass wir hier sind (Mt 17,4)“. Der Herr ruft uns ständig zu sich: „Kommt zu mir, und ich werde euch Ruhe verschaffen“. Er nährt uns mit seinem reinen Leib und seinem Blut. Gütig lehrt er uns durch sein Wort und durch den Heiligen Geist. Er hat uns die Geheimisse enthüllt. Er lebt in uns und in den Sakramenten der Kirche und führt uns dorthin, wo wir seine Herrlichkeit schauen werden. Ein jeder aber wird diese Herrlichkeit nach dem Maß seiner Liebe schauen… Du hast die Seelen der Heiligen an dich gezogen, Herr, und sie strömen zu dir hin wie stille Flüsse. Der Geist der Heiligen macht sich an dir fest, Herr, und er wirft sich dir entgegen, du unser Licht und unsere Freude. Das Herz der Heiligen ist in deiner Liebe, Herr, stark geworden, und es kann dich nicht vergessen, nicht einmal für einen Augenblick, nicht einmal im Schlaf; denn süß ist die Gnade des Heiligen Geistes.

Schriften



« Letzte Änderung: 17. Januar 2017, 14:36:26 von Tina 13 »
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