Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4664248 mal)

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« Antwort #5072 am: 18. April 2017, 06:48:35 »
Kongo-Brazzaville wurde der Muttergottes geweiht!

Der vatikanische Staatssekretär, Kardinal Pietro Parolin, hat am Samstag, dem 4. Februar, seinen Besuch in der Republik Kongo (Kongo-Brazzaville, Afrika) beendet. Am letzten Tag weihte er im Laufe einer feierlichen Dankesmesse in der Basilika der heiligen Anna in Brazzaville das Land der Jungfrau Maria.
Der Kardinal feierte die Messe mit etwa 3.000 Gläubigen, unter ihnen der kongolesische Staatspräsident Denis Sassou Nguesso und Vertreter aus Politik, Militär und Diplomatie. In seiner Predigt rief Kardinal Parolin dazu auf, ‪in Frieden und in Dialog zu leben, die Zärtlichkeit Gottes zu fördern, sein „Mitgefühl statt Groll und Hass, den Austausch statt Egoismus, die Einheit statt Spaltung oder Tribalismus, die Solidarität statt Gleichgültigkeit“.
Während seines Aufenthaltes vom 1.-4. Februar feierte Parolin den 40. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Kongo-Brazzaville und besuchte ein von den kleinen Schwestern der Armen geleitetes Altersheim, in dem 70 arme alte Menschen leben. Dort erinnerte er an die Worte des Papstes, der die alten Leute mit den Wurzeln eines Baumes verglich. Wenn sie von der Gesellschaft ausgeschlossen sind, stirbt der Baum.

Zenit
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #5073 am: 19. April 2017, 20:56:01 »
Hl. Leo IX., Papst

* 21. Juni 1002 in Egisheim, , heute Eguisheim im Elsass in Frankreich
† 19. April 1054 in Rom

Leo IX. hieß, bevor er Papst wurde, Bruno. Er wurde 1002 als Sohn der elsässischen Grafenfamilie von Egisheim und Dagsburg geboren. 1026 wurde er Bischof von Toul. Er reformierte das Ordensleben in seiner Diözese, indem er in vielen Klöstern die Bräuche von Cluny einführte. Als er 1049 Papst wurde, berief er ausgezeichnete Männer an die römische Kurie, hielt viele Synoden ab, bemühte sich um die Befreiung der Kirche von der politischen Gewalt und bereitete so den Weg für die Reformen des Papstes Gregor VII. Während seiner Amts­zeit kam es zur großen Kirchenspaltung zwischen Osten und Westen. Leo starb schon 1054. Er war der bedeutendste der wenigen deutschen Päpste.

Güte heißt Opfer

Papst Leos IX. Wahlspruch hieß: „Die Erde ist voll von der Güte des Herrn“ (Psalm 33, 5). Dieses Wort wollte er wahr machen. „Aber Güte, das war nicht ein Gehenlassen, ein energieloses Zugestehen; Güte hieß: op­fernde Hingabe für die innere Not der Kirche.“ (H. Tüchle)
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« Antwort #5074 am: 19. April 2017, 20:59:37 »
Hl. Anselm (1033-1109), Mönch, Bischof und Kirchenlehrer

„Warum weinst du?“

„Frau, warum weinst du?“ Liebevoller Herr, weshalb möchtest du wissen, warum sie weint? Hatte sie denn nicht gesehen, wie du grausam geopfert wurdest, von Nägeln durchbohrt, am Galgen aufgehängt wie ein Räuber, dem Spott der Gottlosen ausgeliefert? Wie kannst du also zu ihr sagen: „Frau, warum weinst du?“ Dem Tod hatte sie dich nicht entreißen können, und so bringt sie Balsam für deinen Leib, um ihn vor allem Verfall zu schützen, möglichst lange [...] Und dann glaubt sie auch noch diesen Leib verloren, dessen Besitz noch ihre Freude war. Mit diesem Verlust erlischt in ihr alle Hoffnung; was sie zum Gedenken an dich bewahren wollte, ist nicht mehr da. Wie kannst du sie denn da fragen: „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“

O guter Herr, es ist deine treue Jüngerin, von deinem Blut erkauft: und sie verzehrt sich vor Verlangen, dich zu sehen. Kannst du denn eine solche Pein lange zulassen? Hast du denn kein Mitleid mehr, jetzt, wo du vom Verfall bewahrt bist? Hast du kein Mitleid mehr, jetzt, wo du unsterblich bist? Nein, mein Freund, deine liebenswürdige Güte lässt dich unverzüglich eingreifen, damit die, die ihren Herrn beweint, nicht in ihrem Herzen der Bitterkeit anheim fällt.

„Maria!“ O Herr, du hast deine Dienerin bei ihrem vertrauten Namen gerufen, und sogleich erkannte sie die vertraute Stimme ihres Herrn. „Maria“. Das Wort ist so freundlich, so übervoll an Zärtlichkeit und Liebe. Du kannst es, Herr, nicht kürzer und dichter ausdrücken: „Maria! Ich weiß, wer du bist. Ich weiß, was du willst. Ich bin da. Weine nicht mehr. Ich bin da, ich, den du suchst.“ Und jetzt sind es andere Tränen. Wie könnten sie auch jetzt vertrocknen, wo sie aus einem jubelnden Herzen strömen?

74. Rede PL 158, 1010−1012
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« Antwort #5075 am: 19. April 2017, 21:00:55 »
Apostelgeschichte 3,1-10.

In jenen Tagen gingen Petrus und Johannes um die neunte Stunde zum Gebet in den Tempel hinauf.
Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln.
Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen.
Petrus und Johannes blickten ihn an, und Petrus sagte: Sieh uns an!
Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen.
Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!
Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke;
er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben.
Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.

Psalm 105(104),1-2.3-4.6-7.8-9.

Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Singt ihm und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!

Rühmt euch seines heiligen Namens!
Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.
Fragt nach dem Herrn und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!

Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.

Ewig denkt er an seinen Bund,
an das Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen,
an den Eid, den er Isaak geschworen hat.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Jn 20,11-18.

In jener Zeit stand Maria draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein.
Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten.
Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.
Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.
Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.
Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.
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« Antwort #5076 am: 19. April 2017, 21:25:55 »
Sel. Marcel Callo, Märtyrer

* 6. Dezember 1921 in Rennes in Frankreich
† 19. März 1945 in Mauthausen in Österreich

Marcel war das zweite von acht Kindern einer frommen Familie. Nach dem Abschluss der höheren Grundschule absovierte er eine Lehre als Buchdrucker, außerdem war er Ministrant und Mitglied bei den Pfadfindern, später bei der Christlichen Arbeiter-Jugend. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen verhalf er vielen Franzosen, die zur Zwangsarbeit abkommandiert waren, zur Flucht in die freie Zone des Landes. Selber wählte er die Unfreiheit in Deutschland, um vor allem im Opfer Vorbild zu sein: Ich gehe nach Deutschland, um den andern zu helfen durchzuhalten.

1943 kam Marcel Callo ins Arbeitslager Zella-Mehlis, wo er trotz seiner stets labilen Gesundheit 10 - 11 Stunden in einem Rüstungsunternehmen arbeiten musste. Am 19. April 1944 wurde er wegen seines religiösen Einsatzes unter den Kameraden verhaftet: Durch seine katholische und religiöse Aktion hat er sich als Schädling für die Regierung der nationalsozialistischen Partei und für das Heil des deutschen Volkes erwiesen. Er kam erst nach Gotha ins Gefängnis, dann ins KZ Flossenbürg und im Oktober ins Konzentrationslager Mauthausen. Dort starb er an den Folgen von Entbehrungen und Misshandlungen.

Marcel Callo wurde im Jahr 2004 mit eigenem Gedenktag in den Regionalkalender der deutschsprachigen Diözesen aufgenommen.
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« Antwort #5077 am: 19. April 2017, 21:28:57 »
Hl. Gerold, Einsiedler

* um 900 in Rätien
† um 978 in Frisun, dem heutigen St. Gerold bei Bludenz in Vorarlberg

Gerold, aus edler Familie, verließ Frau und Kinder und wurde Einsiedler in Frisun - dem heutigen St. Gerold. Seinen Besitz schenkte er 970 dem Kloster Einsiedeln.

Gerolds Gebeine wurden erst nach Einsiedeln, am 19. April 1663 wieder nach Frisun zurück gebracht.
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« Antwort #5078 am: 20. April 2017, 06:43:49 »
Der Rosenkranz hat etwas Musikalisches

Früher hatte ich die Angewohnheit, mich mit einer Freundin aus unserer Kirchengemeinde zu treffen, die ich seit Jahren kannte. Wenn wir uns sahen, gab es immer Hintergrundmusik. Sie liebte alle Stile: Jazz, Blues, Klassik, Country, Moderne, Christliche Musik, Motown Remix.
Der Rosenkranz hat etwas Musikalisches so wie diese Momente. Rosenkranzbeten ist eine Bewegung des Kommen und Gehens, ein Balancieren auf der Musik des Sakralen. Die vertrauten Worte des Gegrüßet seist du Maria bilden den Hintergrund, die Vater unser markieren die Zeit mit einem himmlischen Rhythmus, während die äußere Welt sich entfernt.
Wir beten ihn nicht alleine, sondern mit Maria, die unsere Gebete zu ihrem Sohn trägt, und mit den Heiligen, deren Charisma unsere Anliegen trifft. Wir beten im Schoß einer Gemeinschaft – einer riesengroßen Gemeinschaft der Heiligen – auch wenn wir uns innerlich alleine fühlen.

Margaret Rose Realy, Obl.OSB

15. Januar 2017
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« Antwort #5079 am: 20. April 2017, 07:00:35 »
Hl. Wilhelm (Wilmo), Einsiedler, Mystiker

† 20. April 1145 in Windberg bei Straubing in Bayern

Nach langer Wanderschaft als Pilger lebte Wilhelm in Windberg als Einsiedler, hoch geachtet auch vom Grafen von Bogen. Wilhelm hatte die Gabe der Weissagung und heilte Kranke, auch den Grafen, der eine Kapelle und das Gebäude des späteren Prämonstratenserklosters Windberg erbauen ließ.
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La Salette 1846



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