Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971744 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #248 am: 07. Februar 2014, 08:15:29 »
Evangelium nach Markus 6,14-29.
In jener Zeit hörte der König Herodes von Jesus; denn sein Name war bekannt geworden, und man sagte: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden; deshalb wirken solche Kräfte in ihm.
Andere sagten: Er ist Elija. Wieder andere: Er ist ein Prophet, wie einer von den alten Propheten.
Als aber Herodes von ihm hörte, sagte er: Johannes, den ich enthaupten ließ, ist auferstanden.
Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte.
Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen.
Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen,
denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wußte, daß dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu.
Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein.
Da kam die Tochter der Herodias und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, daß der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben.
Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre.
Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes.
Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, daß du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen läßt.
Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen.
Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes.
Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.
Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Apostolisches Schreiben „Ecclesia in Europa“ § 13 (© Liberia Editrice Vaticana)
Johannes der Täufer, ein Zeuge des Glaubens

Ich [will] mit den Synodenvätern jenes großartige Hoffnungszeichen, das von so vielen Zeugen des christlichen Glaubens im letzten Jahrhundert in Ost und West gesetzt worden ist, allen wieder vor Augen stellen, auf daß es niemals in Vergessenheit gerate. Sie haben es in Situationen der Feindseligkeit und Verfolgung vermocht, sich das Evangelium zu eigen zu machen, oft bis zum Blutvergießen als äußerster Bewährung.
Diese Zeugen, besonders jene unter ihnen, die das Martyrium auf sich genommen haben, sind ein beredtes, großartiges Zeugnis, das verlangt, von uns betrachtet und nachgeahmt zu werden. Sie beweisen uns die Lebenskraft der Kirche; sie erscheinen wie ein Licht für die Kirche und für die Menschheit, weil sie in der Finsternis das Licht Christi zum Leuchten gebracht haben; als Angehörige verschiedener christlicher Konfessionen sind sie auch ein leuchtendes Hoffnungszeichen für den ökumenischen Weg, da wir gewiß sein dürfen, daß ihr Blut »auch Lebenssaft der Einheit für die Kirche ist«.
Noch radikaler sagen sie uns, daß das Martyrium die höchste Inkarnation des Evangeliums der Hoffnung ist: »Die Märtyrer verkünden nämlich dieses Evangelium und legen dafür Zeugnis ab durch die Hingabe ihres Lebens bis zum Blutvergießen, denn sie sind sicher, daß sie ohne Christus nicht leben können, und bereit, für ihn zu sterben in der Überzeugung, daß Jesus der Herr und der Erlöser des Menschen ist und daß folglich der Mensch nur in ihm die wahre Fülle des Lebens findet. Auf diese Weise sind sie bereit, der Mahnung des Apostels Petrus entsprechend, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die sie erfüllt (vgl. 1 Petr 3, 15). Darüber hinaus „zelebrieren" die Märtyrer das „Evangelium der Hoffnung", denn die Hingabe ihres Lebens ist die radikalste und erhabenste Manifestation jenes lebendigen und heiligen Opfers, das Gott gefällt und das der wahre Gottesdienst ist (vgl. Röm 12, 1) – Ursprung, Seele und Höhepunkt jeder christlichen Gottesdienstfeier. Und schließlich dienen sie dem „Evangelium der Hoffnung", weil sie durch ihr Martyrium in höchstem Grad die Liebe und den Dienst am Menschen ausdrücken, insofern sie zeigen, daß der Gehorsam gegenüber dem Gesetz des Evangeliums ein moralisches Leben und ein soziales Zusammenleben bewirkt, das die Würde und die Freiheit jeder Person hochschätzt und fördert.«
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« Antwort #249 am: 08. Februar 2014, 10:43:10 »
Evangelium nach Markus 6,30-34.
In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.
Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein.
Aber man sah sie abfahren, und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an.
Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Faustine Kowalska (1905 - 1938), Ordensschwester
Kleines Tagebuch, § 949
"Jesus sah die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen"

Die göttliche Liebe ist die Blüte, die Barmherzigkeit jedoch die Frucht. Die zweifelnde Seele möge diese Erwägungen über die Barmherzigkeit lesen und sie wird zuversichtlich sein:

Du Göttliche Barmherzigkeit, die du aus der Brust des Vaters hervorströmst, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, überragendes Kennzeichen Gottes, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, unergründbares Geheimnis, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, du Quelle, die aus dem Geheimnis der Heiligen Dreifaltigkeit hervorströmt, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, unergründbar für den menschlichen Geist oder den der Engel, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, aus der das Leben und das Glück hervorströmen, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, höher als die Himmel, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, Quelle von Wundern und herrlichen Taten, ich vertraue auf dich.

Du Göttliche Barmherzigkeit, die du das All umfasst, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, die du auf die Welt kamst in Gestalt des fleischgewordenen Wortes, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, die du aus der offenen Wunde des Herzens Jesu fließt, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, die du im Herzen Jesu für uns und vor allem für die Sünder west, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, unergründlich in der Einsetzung der heiligen Eucharistie, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, die du die heilige Kirche gegründet hast, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit im Sakrament der heiligen Taufe, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, du unsere Rechtfertigung durch Jesus Christus, ich vertraue auf dich.
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« Antwort #250 am: 09. Februar 2014, 10:02:37 »
Evangelium nach Matthäus 5,13-16.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.
Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.
Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.
So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. José Maria Escriva de Balaguer (1902 - 1975), Priester, Gründer des Opus Dei
Predigt zum 04/05/1957
„Ihr seid das Salz der Erde... Ihr seid das Licht der Welt“

Die Welt mit Licht erfüllen, Salz und Licht sein: auf diese Art und Weise hat der Herr die Sendung seiner Jünger beschrieben. Bis an die Enden der Erde die Gute Nachricht von der Liebe Gottes zu bringen: dafür sollten alle Christen ihr Leben einsetzen, auf die eine oder andere Art und Weise. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen. Wir müssen von dem Wunsch verzehrt werden, dabei nicht unter uns bleiben zu wollen, wir müssen die anderen dazu ermutigen, etwas zu jener göttlichen Sendung beizutragen, Freude und Frieden in die Herzen der Menschen zu bringen. „In dem Maß, in dem ihr selbst voranschreitet“, schreibt der Hl. Gregor der Große, „sammelt die anderen um euch; seid erfüllt von dieser Sehnsucht nach Weggefährten auf eurem Weg zum Herrn.“

Doch erinnert euch, dass „während die Leute schliefen“, vor sich hin dösend, der Feind kam und Unkraut säte, wie der Herr in einem seiner Gleichnisse erzählt (Mt 13,25). Als Menschen sind wir dafür anfällig, uns vom Schlummer des Egoismus und der Oberflächlichkeit übermannen zu lassen, unser Herz durch Hunderte von flüchtigen Eindrücken zerstreuen zu lassen, uns vor einer in die Tiefe gehenden Suche nach dem wahren Sinn der irdischen Gegebenheiten zu drücken. Eine traurige Angelegenheit, dieser Dämmerschlaf, der die Würde des Menschen erstickt und ihn zum Sklaven der Traurigkeit werden lässt!...

Es geht also darum, all jene aufzuwecken, die in diesem schlechten Schlummer vor sich hin gedöst haben; man muss ihnen in Erinnerung rufen, dass das Leben kein Spiel ist, sondern ein göttlicher Schatz, der Frucht hervorbringen soll. Man muss auch denjenigen den Weg weisen, die voll des guten Willens und lobenswerter Wünsche sind, doch nicht wissen, wie sie umzusetzen sind. Christus drängt uns (vgl. 2Kor 5,14): Ein jeder von euch soll nicht nur Apostel sein, sondern auch Apostel der Apostel, der die anderen mit sich fortreißt, der sie ermuntert, ebenfalls Christus bekannt zu machen.
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« Antwort #251 am: 10. Februar 2014, 08:26:18 »
Evangelium nach Markus 6,53-56.
In jener Zeit fuhren Jesus und seine Jünger auf das Ufer zu, kamen nach Genesaret und legten dort an.
Als sie aus dem Boot stiegen, erkannte man ihn sofort.
Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war.
Und immer, wenn er in ein Dorf oder eine Stadt oder zu einem Gehöft kam, trug man die Kranken auf die Straße hinaus und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Faustine Kowalska (1905 - 1938), Ordensschwester
Tagebuch § 949 – 950
„Alle, die den Saum seines Gewandes berührten, wurden geheilt“

Barmherzigkeit Gottes, die uns durch unser ganzes Leben begleitet, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, die uns besonders in der Stunde unseres Todes umfängt, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, die uns das ewige Leben schenkt, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, die uns in jedem Augenblick unseres Lebens zur Seite steht, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, die uns vor dem Feuer der Hölle schützt, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, in der Umkehr verhärteter Sünder, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, Verwunderung der Engel und unbegreiflich für die Heiligen, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, unergründlich in allen Geheimnissen Gottes, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, uns aufrichtend aus allem Elend, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, Quelle unseres Glücks und unserer Freude, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, uns aus dem Nichts zum Leben rufend, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, alle Werke Seiner Hände umschließend, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, alles krönend, was ist und sein wird, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, in der wir versenkt sind, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, süßer Trost gequälter Herzen, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, einzige Hoffnung verzweifelter Seelen, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, Rast der Herzen, Friede inmitten des Schreckens, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, Wonne und Entzücken heiliger Seelen, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, Vertrauen weckend trotz Hoffnungslosigkeit, ich vertraue auf dich.

+ O Ewiger Gott, dessen Barmherzigkeit unergründlich und dessen Schatz des Erbarmens unerschöpflich ist, schau gnädig auf uns und vermehre in uns Deine Barmherzigkeit, damit wir in schweren Zeiten nicht verzweifeln und nicht mutlos werden, sondern uns mit großem Vertrauen Deinem heiligen Willen hingeben, der die Liebe und das Erbarmen selber ist.
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« Antwort #252 am: 11. Februar 2014, 09:23:38 »
Evangelium nach Markus 7,1-13.
In jener Zeit hielten sich die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren,  bei Jesus auf.
Sie sahen, daß einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen.
Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt.
Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?
Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.
Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.
Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.
Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet euch an eure eigene Überlieferung.
Mose hat zum Beispiel gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.
Ihr aber lehrt: Es ist erlaubt, daß einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: Was ich dir schulde, ist Korbán, das heißt: eine Opfergabe.
Damit hindert ihr ihn daran, noch etwas für Vater oder Mutter zu tun.
So setzt ihr durch eure eigene Überlieferung Gottes Wort außer Kraft. Und ähnlich handelt ihr in vielen Fällen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt 155,6
«Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit von mir»

„Das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2).... Paulus sagt, dass das Gesetz des Mose gegeben wurde, um unsere Schwachheit aufzuzeigen, und nicht nur um sie aufzuzeigen, sondern um sie zu vergrößern und uns dadurch zu zwingen, einen Arzt aufzusuchen... : “wo jedoch die Sünde übermächtig wurde, ist die Gnade übergroß geworden“ (vgl. Röm 3,20, 5,20)... Warum hat dieses erste Gesetz, das doch vom Finger Gottes geschrieben worden ist (Ex 31,18), nicht diesen so überaus notwendigen Beistand der Gnade geschenkt? Weil es auf Steintafeln geschrieben worden war, und nicht auf Tafeln aus Fleisch und Blut, welche unsere Herzen sind (1 Kor 3,3)...

Der Heilige Geist ist es, der nicht auf den Stein, sondern auf das Herz schreibt; „Das Gesetz vom Geist des Lebens“, das auf das Herz geschrieben wird und nicht auf den Stein, dieses Gesetz vom Geist des Lebens, das in Jesus dem Christus wohnt, in dem das Pascha in seiner tiefsten Wahrheit vollzogen worden ist (vgl. 2 Kor 5,7-8), hat euch vom Gesetz der Sünde und des Todes befreit. Wollt ihr einen Beweis für den eindeutigen und zweifelsfreien Unterschied, der das Alte Testament vom Neuen scheidet? ... So hört, was der Herr durch den Mund eines Propheten gesprochen hat ...: „Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz“ (Jer 31,33). Wenn also das Gesetz des lebendigen Gottes in dein Herz eingeschrieben ist, verursacht es keine Angst [wie auf dem Sinai], sondern verströmt in deiner Seele eine verborgene Süße.
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« Antwort #253 am: 12. Februar 2014, 08:17:57 »
Evangelium nach Markus 7,14-23.
In jener Zeit rief Jesus die Leute zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage:
Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
[]
Er verließ die Menge und ging in ein Haus. Da fragten ihn seine Jünger nach dem Sinn dieses rätselhaften Wortes.
Er antwortete ihnen: Begreift auch ihr nicht? Seht ihr nicht ein, daß das, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann?
Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird wieder ausgeschieden. Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein.
Weiter sagte er: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord,
Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft.
All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Zisterzienser
Geistliche Schriften, 04.03.1938
„Erschaffe mit, Gott, ein reines Herz“ (Ps 51,12)

Die Weisen mögen nur kommen mit ihrer Frage: „Wo ist Gott?“ Gott ist dort, wohin die Weisen mit all ihrer eitlen Gelehrsamkeit nicht gelangen. Gott ist in einem reinen Herzen, in der Stille des Gebets, im aufgeopferten Leiden, im Verzichten auf die Welt und ihre Kreaturen. Gott ist im Kreuz, und solange wir das Kreuz nicht lieben, sehen wir ihn nicht, spüren wir ihn nicht. Schweigt, ihr Menschen, die ihr nicht aufhört, Lärm zu machen!

Ach, Herr, was bin ich doch glücklich in meiner Abgeschiedenheit! Wie sehr liebe ich dich in meiner Einsamkeit! Wie gerne möchte ich dir schenken, was ich nicht mehr besitze, weil ich es dir bereits gegeben habe! Bitte mich um etwas, Herr! Aber was könnte ich dir schenken? Meinen Leib? Den hast du ja schon, er ist dein. Meine Seele? Nach wem schmachtet sie, wenn nicht nach dir, damit du sie endgültig an dich ziehst? Mein Herz? Es liegt Maria zu Füßen und weint vor Liebe und will ausschließlich dich.

Meinen Willen? Will ich da vielleicht etwas, was du nicht willst? Sag’s mir, Herr, sag mir, was dein Wille ist, und ich werde meinen Willen mit dem deinen in Übereinstimmung bringen. Ich liebe alles, was du mir schickst und schenkst, sei es Gesundheit oder Krankheit; ob ich nun hier bin oder dort, das eine oder das andere. Mein Leben? Nimm es, Herr, wann du willst. Wie sollte ich so nicht glücklich sein? Wenn die Welt und die Menschen nur wüssten… Aber sie werden es nicht wissen; sie sind zu sehr beschäftigt mit ihren Interessen, ihr Herz ist so voll mit dem, was nicht Gott ist.
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« Antwort #254 am: 13. Februar 2014, 08:17:32 »
Evangelium nach Markus 7,24-30.
In jener Zeit brach Jesus auf und zog von dort in das Gebiet von Tyrus. Er ging in ein Haus, wollte aber, dass niemand davon erfuhr; doch es konnte nicht verborgen bleiben.
Eine Frau, deren Tochter von einem unreinen Geist besessen war, hörte von ihm; sie kam sogleich herbei und fiel ihm zu Füßen.
Die Frau, von Geburt Syrophönizierin, war eine Heidin. Sie bat ihn, aus ihrer Tochter den Dämon auszutreiben.
Da sagte er zu ihr: Laßt zuerst die Kinder satt werden; denn es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.
Sie erwiderte ihm: Ja, du hast recht, Herr! Aber auch für die Hunde unter dem Tisch fällt etwas von dem Brot ab, das die Kinder essen.
Er antwortete ihr: Weil du das gesagt hast, sage ich dir: Geh nach Hause, der Dämon hat deine Tochter verlassen.
Und als sie nach Hause kam, fand sie das Kind auf dem Bett liegen und sah, daß der Dämon es verlassen hatte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Origenes (um 185 - 253), Priester und Theologe
Kommentar zum Evangelium nach Matthäus, 9,16; SC 16
„Jesus zog in das Gebiet von Tyrus"

Jesus verließ Israel…: „Von dort zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus zurück“ (Mt 15,21). Dieser Name bedeutet so viel wie „Versammlung der Nationen“. Das geschah, damit Bewohner dieser Gegend, die gläubig waren, gerettet werden könnten, wenn sie diese Gegend verlassen würden. Bedeutsam nämlich sind die Worte: „Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: „Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids; meine Tochter wird von einem Dämon gequält“ (Mt 15,22). Wenn sie diese Gegend nicht verlassen hätte, wäre sie – das ist meine Ansicht – nicht in der Lage gewesen, Schreie vor Jesus auszustoßen, die, wie Jesus selber sagt, von großem Glauben zeugten (Mt 15,28).

„In Übereinstimmung mit dem Glauben“ (Röm 12,6) verlassen wir das Gebiet der Heiden… Wir können gewiss davon ausgehen, dass jeder von uns, wenn er Sünder ist, sich auf dem Territorium von Tyrus oder Sidon befindet, oder auf dem des Pharao und Ägyptens, oder auf irgendeinem Land, das nicht Erbland Gottes ist. Lässt der Sünder aber das Böse hinter sich, und kehrt er zum Guten zurück, so verlässt er die Gebiete, in denen die Sünde herrscht; er eilt auf die Gebiete zu, die zu Gott gehören…

Bemerkenswert ist, wie sich Jesus auf den Weg macht, um der kanaanäischen Frau zu begegnen; denn er zieht ja in das Gebiet von Tyrus und Sidon… Die Gerechten sind auf das Himmelreich ausgerichtet und auf ihre Erhöhung im Gottesreich, die Sünder in ihrer Schlechtigkeit auf ihre Erniedrigung… Die Kanaaniterin verließ diese Gegend, sie ließ ihre Ausrichtung zum Bösen hinter sich mit ihrem wiederholten Schrei: „Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids“… So wie die Evangelisten erzählten, fanden alle Heilungen Jesu statt, damit diejenigen, die sie miterlebten, zum Glauben kämen. Diese Ereignisse sind jedoch Symbole für das, was durch die Kraft Gottes ständig geschieht; denn es gibt keine Epoche, in der nicht genauso Wirklichkeit würde, was geschrieben steht.
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« Antwort #255 am: 14. Februar 2014, 08:20:06 »
Evangelium nach Lukas 10,1-9.
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, eßt und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so eßt, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Benedikt XVI., Papst von 2005 bis 2013
Generalaudienz vom 17.06.2009 (© Liberia Editrice Vaticana)
Die Apostel der Slawen

Heute möchte ich über die Heiligen Cyrill und Methodius sprechen, Brüder im Blut und im Glauben, die Apostel der Slawen genannt werden. [Sie wurden] in Thessalonike... geboren... [aber] von Kaiser Michael III., an den der mährische Fürst Ratislaw ein präzises Ersuchen gerichtet hatte, nach Mähren entsandt: »Seitdem unser Volk – hatte der Fürst gesagt – das Heidentum zurückgewiesen hat, beachtet es das christliche Gesetz; wir haben jedoch keinen Lehrer, der imstande wäre, uns den wahren Glauben in unserer Sprache zu erklären«. Die Mission hatte schon sehr bald einen ungewöhnlichen Erfolg... "
Das erregte ihnen gegenüber jedoch die Feindseligkeit des fränkischen Klerus, der zuvor in Mähren eingetroffen war... Um sich zu rechtfertigen, begaben sich die beiden Brüder 867 nach Rom. Während der Reise machten sie in Venedig Halt, wo eine angeregte Diskussion mit den Vertretern der sogenannten »Drei-Sprachen-Häresie« stattfand: Diese meinten, daß es nur drei Sprachen gäbe, in denen man Gott rechtmäßig preisen könne: das Hebräische, das Griechische und das Lateinische. Natürlich widersetzten sich dem die beiden Brüder nachdrücklich. In Rom... [hatte] der Papst... auch die große Bedeutung ihrer außerordentlichen Mission verstanden. Seit der Mitte des ersten Jahrtausends hatten sich nämlich die Slawen sehr zahlreich in jenen Gebieten niedergelassen, die zwischen den beiden Teilen des Römischen Reiches lagen, dem östlichen und dem westlichen, zwischen denen es bereits Spannungen gab. Der Papst begriff, daß die slawischen Völker eine Brückenrolle würden spielen können, indem sie auf diese Weise dazu beitragen, die Einheit unter den Christen der einen und der anderen Reichshälfte zu bewahren. Er zögerte daher nicht, die Mission der beiden Brüder in Großmähren zu genehmigen, und billigte gleichzeitig den Gebrauch der slawischen Sprache in der Liturgie...
Tatsächlich stellen Cyrill und Methodius ein klassisches Beispiel für das dar, was man heute mit dem Begriff »Inkulturation« bezeichnet: Jedes Volk muß die offenbarte Botschaft in die eigene Kultur einsenken und deren heilbringende Wahrheit in der Sprache zum Ausdruck bringen, die seine eigene ist. Das setzt eine sehr anspruchsvolle Arbeit der »Übersetzung« voraus, da sie das Finden angemessener Begriffe erfordert, um den Reichtum des offenbarten Wortes wieder vorzulegen, ohne es zu verraten. Davon haben die beiden heiligen Brüder ein mehr denn je bedeutsames Zeugnis hinterlassen, auf das die Kirche auch heute blickt, um aus ihm Inspiration und Orientierung zu gewinnen.
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La Salette 1846



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Du hörst die Stimme deines Gewissens: Es lobt, tadelt oder quält dich. Diese Stimme kannst du nicht los werden. Sie weist dich hin auf Gott, den unsichtbaren Gesetzgeber. Daher lässt das Gewissen uns nicht im Zweifel darüber, daß wir für unser Tun verantwortlich sind und daß wir einmal gerichtet werden. Jeder hat eine Seele, für die zu sorgen seine einzige Aufgabe in dieser Welt ist. Diese Welt ist nur eine Schranke, die uns vom Himmel oder der Hölle trennt. »Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern suchen die zukünftige.« (Hebr 13, 14)

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