Autor Thema: Wird die Bischofssynode nicht ein neues Schisma in der Kirche hervorrufen  (Gelesen 147306 mal)

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Samstag, 6. Juni 2015


 

Deutsches Christentum: Kirchen im Homo-Rausch






Homosexualität scheint auf kirchliche Medienleute, Theologen und sogar manche Kardinäle und Bischöfe eine schier unüberwindliche Faszination auszuüben. Anders kann man sich die Ballung an Nachrichten und Stellungnahmen aus dem kirchlichen Bereich nicht erklären.
 
In der „Evangelischen Kirche Deutschlands“ ist diese Faszination schon seit langem ausgeprägt. Johannes Rogalla von Bieberstein schildert in seinem neuen Buch „Schwulenkult und feministischer Geschlechterkampf: Wie der „sex-positive" Geschlechterkrieg Kirche und Gesellschaft verändert“ detailliert, wie es dazu kam. Liest man dieses Buch, bekommt man den Eindruck, dass die EKD von der Homo-Lobby geradezu unterwandert wurde.
 
Nun haben Heinrich Bedford-Strohm, EKD-Ratsvorsitzender, und Margot Käßmann, Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, sogar verlangt, das Eherecht für homosexuelle Paare zu öffnen. Diese Forderung stellten sie nach dem Sieg der Befürworter der Homo-Ehe in Irland: Was hat sich dadurch im Evangelium geändert, dass die Homo-Ehe nun für die EKD erstrebenswert erscheint?
 
Dem Homo-Rausch verfallen aber inzwischen auch immer mehr Persönlichkeiten in der katholischen Kirche.
 
Kardinäle: Kardinal Walter Kasper hat wenige Tage nach dem unsäglichen Referendum in Irland behauptet, der Staat müsse für Homosexuellen gesetzliche geregelt Partnerschaften fabrizieren, falls die Bürger das so wollten. Überhaupt müsse Homosexualität zu einem wichtigen Thema in der nächsten Familiensynode im Oktober 2015 werden, obwohl das Thema nichts mit Ehe und Familie zu tun hat. Offensichtlich hat der Revoluzzer mit Kardinalshut nur auf eine Gelegenheit gewartet, um ein weiteres Mal die katholische Sexualmoral anzugreifen.
 
Kardinal Reinhard Marx ist schon lange dabei, für eine Neubewertung von Homosexualität zu werben. Besondere Aufmerksamkeit erhielt sein Interview mit der US-Amerikanischen Jesuitenzeitschrift „America“. Neuere Auslassungen in dieser Hinsicht geschahen in seiner Pfingstpredigt und auf dem Evangelischen Kirchentag in Stuttgart.
 
Der prominenteste Homo-Sympathisant unter den Bischöfen ist Stephan Ackermann von Trier.
 
Die Liste der deutschen Theologen, die die Homo-Werbetrommel rühren ist ziemlich lang: Eberhard Schockenhoff, Stephan Goertz, Konrad Hilpert, Bernhard Laux, Hermann Häring u.v.a. Sie sind auch die radikalsten Verfechter einer totalen Abschaffung der katholischen Sexualmoral. Ihrer Meinung nach sollte sich die katholische Kirche hinsichtlich des 6. Gebots komplett der sexuellen Revolution anpassen.
 
Die kirchensteuerfinanzierten Medien, wie etwa das Internetportal katholisch.de oder die „Katholische Nachrichtenagentur KNA“ berichten massiv und völlig unkritisch über die Debatten um die Homo-Ehe und nicht selten mit Sympathie. Kritische Stimmen oder Hinweise auf die Lehre der Kirche sucht man vergeblich. Offensichtlich fühlen sich die Verantwortlichen nicht im Geringsten der Ausbreitung des katholischen Glaubens verpflichtet.
 
Das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)“ forderte in seinem Positionspapier für die Familiensynode 2015 die Segnung homosexueller Partnerschaften. Laut Medienberichten geschah dies auf Druck des „Bundes der katholischen Jugend Deutschlands (BDKJ)“.
 
All dies geschieht just zu einem Zeitpunkt, in welchem die Homo-Lobby eine neue Attacke auf die Ehe unternimmt. Die katholische Kirche in Deutschland, anstatt Widerstand zu leisten und den Menschen die Wahrheit des Evangeliums zu verkündigen, macht Homosexualität salonfähig – ein grauenhafter Verrat am Missionsauftrag.
 
Diese desolate Lage ist deprimierend. Wird es in 10, 20, 30 Jahren noch katholischen Glauben hierzulande geben?
 
Es muss dazugesagt werden, dass hier die geistige Verfassung von Kirchenfunktionären geschildert wird. Beim normalen Kirchenvolk, bei den einfachen Menschen, die den Glauben praktizieren, spielt dieses Thema keine Rolle.
 
Die Faszination für die Homosexualität bei den Funktionären ist vor allem Symptom der Dekadenz des linken deutschen Räte- und Verbandskatholizismus.
 





Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 13:20 1 Kommentar
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23.06.2015 - Nr. 108

Instrumentum laboris zur Bischofssynode in Rom vorgestellt

Kardinal Marx: Ermutigung durch Barmherzigkeit

Heute hat das Generalsekretariat der Bischofssynode im Vatikan das „Instrumentum laboris“, das Arbeitsdokument für die Synodenberatungen, vorgestellt. Es gilt als Grundlage für die XIV. Generalversammlung der Bischofssynode, die vom 4. bis 25. Oktober 2015 in Rom stattfindet und unter dem Leitwort: „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ steht. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, erklärt zum „Instrumentum laboris“:

„Das ‚Instrumentum laboris‘ basiert auf der Schlussrelatio der Außerordentlichen Bischofssynode des vergangenen Jahres und auf den Ergebnissen der jüngsten Umfrage des Synodensekretariats. Der jetzige Text kombiniert beide Quellen, indem ein Teil der Abschnitte direkt aus der Relatio übernommen, während die anderen Abschnitte auf Grundlage des Fragebogens neu erstellt wurden.

Das Dokument ist eine gute Arbeitsgrundlage für die Beratungen der Bischofssynode in Rom. Während manche Fragen und Problembereiche nur vorsichtig angesprochen werden, spürt man im gesamten Text das Bemühen, keine Vorfestlegung zu bestimmten Themen treffen zu wollen. Insgesamt halte ich das ‚Instrumentum laboris‘ für einen nachdenklichen Text, der um Differenzierung bemüht ist.

Zentrale Anliegen, die in der Antwort der Deutschen Bischofskonferenz auf den Fragebogen benannt worden waren, finden sich im jetzigen Dokument wieder. Dazu gehören die Vorbereitung auf die Ehe, die Begleitung von Eheleuten und Familien, die Erziehung und Glaubensweitergabe in der Familie sowie der Aspekt von Familie und Armut.

Die Bedeutung der Barmherzigkeit wird im ‚Instrumentum laboris‘ erwartungsgemäß stark herausgestellt, wenn es beispielsweise heißt: ‚Die Barmherzigkeit ist die Offenbarung der Treue und Identität Gottes mit sich selbst und gleichzeitig Aufweis der christlichen Identität. Daher nimmt die Barmherzigkeit nichts von der Wahrheit. Sie selbst ist offenbarte Wahrheit.‘ Diesen Aspekt der Barmherzigkeit halte ich für eine besondere Ermutigung, auch für die theologische Debatte.

Gerade bei den komplexen Themenbereichen im Umgang mit Paaren in Krisen-, Trennungs- und Scheidungssituationen sowie im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und der Aufmerksamkeit gegenüber Personen mit homosexueller Orientierung zeigt das Dokument in einer vorsichtigen Sprache verschiedene Blickwinkel auf. Es ist auch hier das Bemühen spürbar, die Diskussion offen zu halten, was sich an der teilweise wörtlichen Übernahme der entsprechenden Abschnitte aus der Schlussrelatio der vergangenen Synode zeigt.

Wie schon das ‚Instrumentum laboris‘ im vergangenen Jahr bietet auch dieses Dokument eine breit gefächerte Betrachtungsweise. In einigen Fragen finden sich Perspektiven wieder, die Aspekte der von der Deutschen Bischofskonferenz eingesandten Antworten aufnehmen. In anderen Fragen werden wir uns während der Synode mit unserer Position zu Wort melden. Für die bevorstehende Bischofssynode bietet das ‚Instrumentum laboris‘ eine Diskussionsgrundlage, die die Gesprächsperspektiven mit verschiedensten Formulierungen offenhält.“

Hinweise:
Das „Instrumentum laboris“ liegt seit Anfang Juli 2015 auch in deutscher Sprache vor und ist auf der Internetseite des Vatikans zu finden. Weitere Informationen und Dokumente zur Synode sind im Dossier „Bischofssynode“ zusammengestellt
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Im Vorfeld der Familiensynode: Warum Kardinal Marx jetzt die Notbremse zieht
Veröffentlicht: 12. Juli 2015 | Autor: Felizitas Küble | Mathias von Gersdorff
 
Die “Katholische Nachrichtenagentur” (KNA) berichtete am 10. Juli 2015 knapp vom diesjährigen Sommerempfang des Erzbistums München und Freising. 


In seiner Rede ging Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof der Diözese und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, auch auf die kommende Familiensynode im Oktober 2015 in Rom ein.

Laut KNA erklärte er: Es werde “nicht einfach und ein langer Weg sein, zu den Themen Ehe, Familie und Sexualität etwas global Verbindliches zu sagen”.  – Mit dieser Aussage wolle Kardinal Marx die „Erwartungen an die Familiensynode dämpfen“, schrieb KNA dazu.
 

Gemeint sind die Erwartungen reformkatholischer Gruppierungen, wie etwa des „Zentralkomitees der deutschen Katholiken“ (ZdK), von „Wir sind Kirche“ oder Verbänden wie dem „Katholischen Deutschen Frauenbund“ (KDFB).
 
Wenn das tatsächlich die Absicht des Münchner Kardinals ist, so haben wir es mit einer wichtigen Änderung der Strategie des deutschen Linkskatholizismus hinsichtlich der Familiensynode in Rom und der Familienpastoral generell zu tun; dieser stellte sich nämlich im Vorjahr noch ganz hinter die liberalen Vorstellungen von Kardinal Walter Kasper zur Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion.


Doch die Reformkatholiken, wie sie sich selber nennen, wollten eigentlich viel mehr und begannen rasch, radikalere Forderungen zu stellen: Anerkennung außerehelicher Beziehungen, Neubewertung der Homosexualität, moralische Unbedenklichkeit von künstlichen Verhütungsmitteln usw. Ihrer Ansicht nach soll die katholische Sexualmoral letzlich der sexuellen Revolution der 1968er angeglichen werden.
 
Dass deutsche Laienverbände solch bizarre Forderungen stellen, ist längst bekannt. Neu ist aber, dass im Vorfeld der Familiensynode auch deutsche Bischöfe vehement und lautstark derartige Vorstellungen hinsichtlich Ehe, Sexualmoral und Homosexualität in der Öffentlichkeit verteidigten.
 
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Delegation der Dt. Bischofskonferenz für die Synode in Rom besteht ausschließlich aus Liberalen: Kardinal Reinhard Marx, der ernannte Erzbischof von Berlin, Heiner Koch  –  und der Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode. Diese Delegation ist  –  was die Themen Ehe und Familie angeht  – keineswegs repräsentativ für den deutschen Episkopat.


Aufgrund dieser Tatsache sah wohl der Linkskatholizismus hierzulande die Zeit gekommen, endlich ihre unorthodoxen Ansichten zur Sexualität in der Weltkirche durchzusetzen. Sie wollten die Familiensynode schlicht missbrauchen, um Fakten zu schaffen.
 
Je näher der Beginn der Synode heranrückt, desto respektloser wurden deshalb die Forderungen von ZdK & Co.: Segnungen von homosexuellen Partnerschaften, von wilden Ehen und von zivilen Zweitehen. Jeder konnte sehen, dass diesen Gruppen das katholische Lehramt gleichgültig ist.
 
Afrikanische Bischofskonferenz kritisiert deutsche Delegation
 
Kein Wunder, dass in Deutschland der Widerstand gegen diese Linie immer stärker wurde. Insbesondere Bischof Stefan Oster übte harsche Kritik an diesem deutschen Sonderweg.
 
Doch auch in der Weltkirche wuchs das Entsetzen über die innerkirchlichen Vorgänge in Deutschland. Die afrikanische Bischofskonferenz kündigte sogar Widerstand gegen die deutsche Delegation an, sollten sie ihre Linie in der Synode vertreten.
 
Zudem ist jedem bekannt, in welcher Krise das Glaubensleben in Deutschland steckt. Die anmaßenden Positionen jener deutschen Bischöfe wurden zunehmend als Arroganz einer materiell reichen, aber ansonsten armseligen Kirche empfunden.
 
FOTO: Der afrikanische Kurien-Kardinal Sarah vertritt eine theologisch konservative Position zur Familiensynode
 
In diesem Kontext schien ein Erfolg der deutschen Positionen hinsichtlich Sexualität, Ehe und Familie in der Synode immer unwahrscheinlicher.
 
Sollten Marx & Co. in Rom scheitern, wird die Enttäuschung im linkskatholischen Lager groß sein. Damit es nicht zu den üblichen pöbelhaften Protesten kommt, dämpft nun Kardinal Marx die Erwartungen von vornherein. Er hofft, dass sich ZdK, „Wir sind Kirche“ usw. zusammenreißen.
 
Eine allgemeine Entwarnung ist aber nicht angebracht: Marx, Bode und Koch haben recht deutlich gemacht, dass sie sich die Liberalisierung bzw. die Schleifung der Sexualmoral wünschen. Aus Überzeugung hat Kardinal Marx also nicht gesprochen; seine jüngsten Äußerungen sind bloße Taktik.
 
Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und die Webseite “Kultur und Medien online”















 

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Die reformkatholische Los-von-Rom-Bewegung des Kardinal MarxIn "KIRCHE + RELIGION aktuell"

Kardinal Reinhard Marx kritisiert "pflichtschuldig" das umstrittene ZdK-PapierIn "KIRCHE + RELIGION aktuell"

München: Kardinal Reinhard Marx strebt weiter nach einer liberalen ZeitgeistkircheIn "KIRCHE + RELIGION aktuell"

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Familiensynode: Müller für Vertiefung der katholischen Ehelehre



Die nächste Familiensynode rückt näher. Im Oktober soll laut Kardinal Müller die katholische Ehelehre vertieft werden. - ANSA
 

16/07/2015 11:04
Für Kardinal Gerhard Ludwig Müller, den Präfekten der Römischen Glaubenskongregation, muss die Familiensynode im Oktober vor allem eine Vertiefung der katholischen Ehelehre bringen. Zudem warnte er in einem Interview für die aktuelle Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung „Der Sonntag“ davor, dass Ehenichtigkeitsverfahren als eine Art „Scheidung auf Katholisch“ missverstanden werden. Müller will auch den Zugang zu den Sakramenten der Buße und Eucharistie nicht nur im Zusammenhang mit gescheiterten Ehen diskutieren, sondern die Vorbereitung auf den Sakramentenempfang grundsätzlich thematisieren.

„Ohne den Synodenvätern im Einzelnen vorgreifen zu können, wird es bei der kommenden Bischofssynode darum gehen, diese Grund-Sätze über die Bedeutung der Ehe von Mann und Frau, aus der die Familie hervorgeht, für die Kirche und die ganze Gesellschaft in der heutigen Zeit neu bewusst und fruchtbar zu machen“, so Müller wörtlich. Die Synode werde ihren Blick sicherlich auf die Menschen und die Familien richten „in ihrem Streben und Suchen, ihrem Bemühen, in ihrem Scheitern und ihrem Gelingen“. Besonderes Augenmerk gebühre den Kindern, die der „Vertrauensgemeinschaft“ ihrer Familie bedürften.

Schwierigkeiten im Zusammenleben lösten sich nicht von selbst. „Aber aus dem Wort Gottes, aus Gebet und Sakramenten dürfen wir immer neu die Kraft schöpfen, sie zu überwinden. Auf diese Weise wächst in uns die Gabe der Beharrlichkeit, des Durchhaltens in den schweren Stunden und auch des Leidens - miteinander, bisweilen wohl auch aneinander“, sagte der Kurienkardinal wörtlich. Müller verwies auf den feierlichen Trauungssegen: „Wo Mann und Frau in Liebe zueinander stehen und füreinander sorgen, einander ertragen und verzeihen, wird deine (Gottes!) Treue zu uns sichtbar.“ So könne eine gemeinsame Lebensgeschichte ein Weg des Reifens in der Liebe werden.

Ehenichtigkeitsverfahren und Buße

Auf die Möglichkeit von Ehenichtigkeitsverfahren angesprochen meinte der Kardinal, eine Erhöhung der Zahl von Nichtigkeitserklärungen könne kein direktes Ziel der Ehepastoral sein. „Vorrangig geht es darum, die Gläubigen in ihrem Bemühen um ein Gelingen des ehelichen und familiären Miteinanders zu unterstützen.“ Das Verständnis von Ehe und Familie sei gegenwärtig in der Krise; deshalb sei die Möglichkeit der Prüfung, ob eine gescheiterte Ehe gültig zustande kam, heute wichtiger als früher. Die kirchenrechtlich legitime Frage, ob beim Eheabschluss alle für das Zustandekommen der Ehe nötigen Bedingungen von beiden Seiten gegeben waren, dürfe aber nicht als „Scheidung auf Katholisch“ missverstanden werden, warnte Müller.

Kritisch merkte der Präfekt der Glaubenskongregation an, dass die Frage des Zugangs zum Sakrament der Eucharistie und er Buße meist nur im Zusammenhang mit dem Scheitern einer Ehe gestellt wird. Nötig wäre hier ein breiterer Ansatz im Sinne von: „Wie bereite ich mich in rechter Weise auf den Empfang der Sakramente vor?“

Kardinal Müller unterstrich die Bedeutung des Bußsakraments: Die Liturgische Bewegung habe zurecht die Erneuerung und Vertiefung der eucharistischen Frömmigkeit forciert und damit auch einen häufigeren Kommunionempfang bei der Messfeier bewirkt. Geistlich fruchtbar könne man die heilige Kommunion aber nur dann empfangen, „wenn unser Leben mit diesem Akt nicht im Widerspruch steht“, erklärte Müller. Christus habe den Bischöfen und Priestern die Vollmacht gegeben, Sünden zu vergeben. Gerade auch Papst Franziskus rufe immer wieder auf, „uns der Barmherzigkeit Gottes im Sakrament der Versöhnung ohne Vorbehalt und ohne Scheu anzuvertrauen“, wies der Kardinal hin.

(kap 16.07.2015 gs)
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Tagungsdokumente zur Theologie der Familie veröffentlich
 

16/07/2015 09:03

Es war eine Tagung zum Thema Theologie und Familie, die viel Aufsehen erregt hat: Am Pfingstmontag diesen Jahres hatten die Bischofskonferenzen Frankreichs, der Schweiz und Deutschlands zu einer Tagung eingeladen, bei der es sechs Impulsvorträge und eine breit angelegte Debatte gab. Die Tagung fand hinter verschlossenen Türen statt um die Offenheit der Aussprache zu garantieren. Die Kritik daran ließ nicht lange auf sich warten.

An diesem Mittwoch haben die drei Bischofskonferenzen die Dokumentation dieser Tagung veröffentlicht, sie liegt auf Französisch, Deutsch und Italienisch vor. Es handelt sich um die sechs Impulsvorträge zu den drei Überschriften

- Jesu Worte zu Ehe und Ehescheidung - Überlegungen zu einer katholischen Bibelhermeneutik
 - Sexualität als Ausdruck von Liebe - Überlegungen zu einer Theologie der Liebe
 - Das Geschenk des eigenen Lebens- Überlegungen zu einer Theologie der Biographie

„Den Vorsitzenden der Bischofskonferenzen ging es vor allem darum, die biblischen und theologischen Grundlagen für das Synodenthema zu reflektieren und die Problemstellungen zu erörtern, die die gegenwärtige Debatte um Ehe und Familie bestimmen,“ erläuterte der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, laut Pressemitteilung die Tagungsbeiträge und deren Veröffentlichung.

 

Ein Kommentar von Pater Bernd Hagenkord:

Streit ist gut. Das hatte Papst Franziskus zum Ende der Bischofssynode im vergangenen Jahr gesagt. Es hätte ihn besorgt gestimmt, wenn es keinen gegeben hätte. Diskussionen sind wertvoll, weil sich in ihnen Dinge klären und Widersprüche erkennbar werden, über die man dann sprechen kann.

Leider waren die Monate zwischen den beiden Versammlungen der Bischofssynoden nicht immer mit konstruktivem Streit gefüllt, oft genug war es Polemik, welche die innerkatholische Öffentlichkeit bestimmte. Kardinal Walter Kasper weiß ein Lied davon zu singen. Ähnlich ergangen ist es einer Initiative der französischen, schweizer und deutschen Bischofskonferenzen, die einen Studientag zu Ehe, Bindung, Biographie und Liebe abhielten. Es war unschön zu lesen, wie mit dieser Initiative umgegangen wurde, bis hin zur Verschwörung wurde alles mögliche dort hinein-geheimnisst.

Der Studientag war - wie die Synode selber auch - vertraulich gehalten, damit die Teilnehmer offen reden konnten. Nur die Impulsvorträge sollten veröffentlicht werden. Das ist nun geschehen. Die Bischofskonferenzen haben die Texte in drei Sprachen veröffentlicht, als Beitrag zur Meinungsbildung und zur notwendigen Reflexion der Fragen, die mit Blick auf Ehe und Theologie wichtig sind; Fragen vor denen man sich nicht drücken darf, will man intellektuell redlich handeln.

Manch einer wird den Thesen und Überlegungen widersprechen, andere werden neue Anregungen und Perspektiven entdecken. Und genau darum geht es: Die Themen der kommenden Synode der Bischöfe sollen debattiert werden, und genau dazu habe die Bischofskonferenzen ihren Beitrag geleistet. Es wird auch hier wieder Polemik geben. Aber vom Papst haben wir gelernt, dass konstruktiver Streit etwas Gutes ist. Die vorliegenden Texte können beim eigenen Nachdenken helfen, Anregung und Hilfestellung sein.

 

(rv 16.07.2015 ord)
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Über 100 Kardinäle und Bischöfe unterstützen den Appell an Papst Franziskus
Veröffentlicht: 29. Juli 2015 | Autor: Felizitas Küble |
Petition  für Ehe und Familie mit über 400.000 Unterschriften
 
 
 


Die „Ergebene Bitte an Seine Heiligkeit Papst Franziskus über die Zukunft der Familie“ hat inzwischen über 405.000 Unterstützer aus der ganzen Welt gefunden.
 
Zu den Unterstützern gehören inzwischen 6 Kardinäle, 22 Erzbischöfe und 73 Bischöfe aus 33 Ländern.
 
Außerdem wurde die Petition an den Papst von vielen namhaften Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben unterschrieben.
 
Im Appell äußern sich die Unterzeichner besorgt über die Angriffe auf die katholische Lehre über Ehe und Sexualethik. Die Aktion wurde im Hinblick auf die Familiensynode im Oktober 2015 organisiert.
 
Darin wird u.a. bedauert, dass auch aus dem Inneren der Kirche vermehrt Widerspruch zur katholischen Lehre über Ehe und Familie laut wird:

„Tatsächlich konnten wir eine allgemeine Ratlosigkeit feststellen, aufgrund der Möglichkeit, dass im Schoße der Kirche eine Bresche aufgerissen wurde, die eine Duldung des Ehebruchs erlauben würde: Durch die Zulassung zur Eucharistie von geschiedenen – wiederverheirateten Paaren  und die Annahme von homosexuellen Partnerschaften wird ein Zustand erzeugt, der kategorisch verurteilt werden muss, da er im Widerspruch zu den Geboten Gottes und den Gesetzen der Natur steht.“
 
 .
 
Quelle: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/
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Die Kirche soll die Natürliche Empfängnisregelung mehr bewerben

Synoden-Aktion B&B (Beten und Briefeschreiben). Wünsche von Katholiken an die Familiensynode und an den Heiligen Vater. Diese Woche ein Brief von Dorothee Zwicky Aeberhard und
Dr. med. Nikolaus Zwicky-Aeberhard aus der Schweiz

München (kath.net)
 Mit Erstaunen haben viele katholische Familien Medienmeldungen über die
Familiensynode im Herbst 2014 vernommen. Auch wenn manches medial verzerrt war, so ist doch klar, dass die Angriffe auf katholische Familien durchaus nicht nur von außerhalb der Synode geführt worden sind. Markus Reder meint dazu in der „Tagespost“: „Wenn das so weitergeht, werden sich katholische Ehepaare bald fragen, ob sie noch mehr zur Minderheit werden müssen, um mit ihren Sorgen und Nöten
ausreichend wahr- und ernstgenommen zu werden.“
 
Katholische Laien wollen jetzt nicht mehr schweigen und starten bis zur kommenden Familiensynode 2015 in Rom die große Aktion B&B „Beten und Briefe schreiben“. Wir laden Sie dazu ein, sich zu beteiligen.

  Diese Woche ein Brief von Dorothee Zwicky Aeberhard und
Dr. med. Nikolaus Zwicky-Aeberhard

 Seine Heiligkeit
 Papst Franziskus
 00120 Città del Vaticano
 

Ihre Heiligkeit, lieber Heiliger Vater
 
Wir danken Ihnen ganz herzlich für die Durchführung der ausserordentlichen Bischofssynode 2014 zu Ehe und Familie. Wir beten regelmässig um gutes Gelingen im weiteren Verlauf der Vorbereitungen auf die ordentliche Bischofssynode im Herbst 2015.
 Wir gestatten uns, ein Anliegen, das weit mehr als persönlich ist, kurz darzulegen: Die Weitergabe des Lebens. Dabei geht es uns nicht um eine Belehrung, sondern um ein Zeugnis. Aus eigener Anschauung - persönlich und beruflich – stellen wir fest, wie segensreich sich die Natürliche Empfängnisregelung NER auf das Wohl der Familien auswirkt. Im Gegensatz zur Verhütung, welche letztlich ein Nein zu neuem menschlichem Leben, ein Nein zur Schöpfung bedeutet und im Grunde genommen die Ehepartner bei sich selbst stehen lässt, verhilft die NER, welche nicht bloss eine Methode, sondern vielmehr eine Lebensweise ist, zur Ganzhingabe, zum Ein-Fleisch-Werden und Offensein für die Prokreation. Treffend hat der kürzlich verstorbene Prof. Dr. med. Josef Rötzer, der Begründer der so genannten sympto-thermalen Methode (1,2) festgehalten: „Wenn die kirchliche Lehre wahr ist, dann muss sie auch lebbar sein.“ Und er hat dies mit seinen sorgfältigen Forschungsarbeiten auch bewiesen. Diese NER hat nichts mehr zu tun mit Ogino-Knaus, wie dies leider und fälschlicherweise immer noch vielerorts behauptet wird.

Von der „Sicherheit“ her ist die sympto-thermale Methode bei richtiger Anwendung zuverlässiger als die Antibabypille (etc.), welche zudem zahlreiche, gelegentlich lebensbedrohliche Nebenwirkungen für die Frau beinhaltet und, wenn trotzdem eine Befruchtung stattgefunden hat, für den Embryo tödlich ist.
Überdies vermag die NaPro-Technologie (Natural Procreative Technology),welche auf der Selbstbeobachtungsmethode nach Hilgers beruht, bei bisher sterilen Paaren in vielen Fällen Schwangerschaften zu begünstigen und die höchst problematischen Methoden der technisch assistierten Fortpflanzung überflüssig zu machen.
 
Mutter Teresa hat seinerzeit in Indien NER gelehrt. Wenn eine Frau nachweisen konnte, bei Mutter Teresa und ihrem Team NER gelernt zu haben wurde sie vom indischen Staat vor einer Tubenligatur verschont. Wir wünschen uns und den zukünftigen Familien, dass die Kenntnisse über die auch ökologisch einwandfreie NER als Baustein der „Theologie des Leibes“ (Hl. Johannes Paul II.) vermehrt verbreitet werden und zwar in Ehevorbereitungskursen, in den Ausbildungsstätten für Priester, Laientheologen, Katecheten und Katechetinnen und altersgerecht in den Schulen (Stichwort: TeenSTAR) und Jugendvereinen.
 
Heiliger Vater, wir beten für Sie, wie Sie es bei Ihren geschätzten Auftritten, so beim Angelus, immer wieder eindringlich wünschen. Wir bitten Sie um Ihren Apostolischen Segen und grüssen Sie herzlich
 

Dorothee Zwicky Aeberhard und
Dr. med. Nikolaus Zwicky-Aeberhard, Facharzt für Innere Medizin FMH und Präsident der Vereinigung katholischer Ärzte der Schweiz
 

Adressen für die Synoden-Aktion 2015:
 
Ein Hinweis: Bitte schicken Sie den Brief an Papst Franziskus an Seine Heiligkeit, Papst Franziskus, 00120 Città del Vaticano, ITALIEN und zusätzlich noch über die Apostolische Nuntiatur mit der Bitte um
Weiterleitung an den Heiligen Vater! Bitte schicken Sie dann auch eine Kopie an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen und an familie@kath.net.
 
Deutschland:
 
Apostolische Nuntiatur
 Lilienthalstr. 3A 10965 Berlin
 E-Mail: apostolische@nuntiatur.de
 
S. Em. Reinhard Kardinal Marx
 Erzbischöfliches Ordinariat München, Postfach 33 03 60, 80063 München, E-Mail: generalvikar@ordinariat-muenchen.de
 
Österreich:
 
Apostolische Nuntiatur
 Theresianumgasse 31, 1040 Wien
 Email: nuntius@nuntiatur.at
 
S. Em. Kardinal Christoph Schönborn
 Wollzeile 2, 1010 Wien
 Email: ebs@edw.or.at
 
Schweiz:
 
Apostolische Nuntiatur
 Thunstrasse 60, Postfach 259, 3000 Bern 6, Email: nuntius@nunziatura.ch
 
S. E. Bischof Markus Büchel
 Klosterhof 6 b, Postfach 263, 9000 St. Gallen, Email:
sekretariat@bistum-stgallen.ch
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Die Strategien des Linkskatholizismus
Veröffentlicht: 5. August 2015 | Autor: Felizitas Küble |
Mathias von Gersdorff
 
Seit Ende 2013 haben linkskatholische Theologen und Organisationen mit neuer Kraft und Entschlossenheit ihre alten Positionen in der Öffentlichkeit vorgebracht: Schleifung der Sexualmoral, Neubewertung der Homosexualität, moralische Unbedenklichkeit der Verwendung von künstlichen Verhütungsmitteln, Akzeptanz außerehelichen Geschlechtsverkehrs, positive Einstellung zu nichtehelichen Partnerschaften usw.


Diese Theologen und sowie Organisationen à la „Wir sind Kirche“ oder das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ führen eine Protest-Kampagne gegen das katholische Lehramt. Sie wünschen sich ein nicht verbindliches Lehramt und eine Entwertung des Priesterstandes, um so die Kirche zu demokratisieren.

Dass sich diese Forderungen gegen den verbindlichen Glaubensschatz der Kirche richten, ist ihnen egal. Sie wollen im Grunde eine neue Kirche gründen. Normalerweise müsste die kirchliche Autorität öffentlich erklären, dass diese Auffassungen nicht katholisch sind.
 
Im Vorfeld der Familiensynode ist deutlich geworden, dass auch einige Bischöfe öffentlich Forderungen stellen, die nicht im Einklang mit der Lehre der Kirche stehen. Das betrifft vor allen die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion sowie eine gewisse Akzeptanz von homosexuellen Lebensweisen und Partnerschaften.

Dieser Kampf gegen das katholische Lehramt ist nur eine von zwei Strategien, die der deutsche Linkskatholizismus verwendet, um seine Vision einer neuartigen Kirche zu erreichen.

Diese „kämpferische“ Strategie hat zwei wichtige Nachteile: Gegen sie bildet sich schnell eine Gegenreaktion und sie hat stets das Image eines deutschen „Sonderweges“, der im Konflikt mit Rom und der katholischen Weltkirche steht.
 

Das ist auch genau das, was man in den letzten Monaten beobachten konnte: Stets bildete sich Protest gegen arrogante Forderungen aus Deutschland, die Lehre der Kirche über Ehe, Familie und Sexualmoral zu schleifen. Die afrikanischen Bischöfe haben sogar schon Widerstand bei der Familiensynode im Herbst 2015 angekündigt, sollte die deutsche Delegation versuchen, ihre abstrusen Vorstellungen durchzusetzen.


Der Linkskatholizismus besitzt eine zweite Strategie:
 
Man müsse die tatsächlichen Lebensverhältnisse zur Kenntnis nehmen. Die „gesellschaftlichen Realitäten“ hätten sich eben verändert. So argumentierte jüngst der neue Erzbischof von Hamburg, Stefan Heße. Laut katholisch.de sagte er: „Wir müssen auf die Vielfalt der Lebensformen schauen, die nun einmal da sind“.

Kirchliches Arbeitsrecht als Hebel einer Kehrtwende
 
Zum neuen kirchlichen Arbeitsrecht, das nicht mehr die automatische Kündigung in Fällen von Wiederheirat nach Scheidung, nach Abschließen einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft oder nach dem Austritt aus der Kirche vorsieht, sagte Erzbischof Heße: „Anders könnten wir gar nicht weitermachen, weil wir sonst zu wenig qualifizierte Mitarbeiter bekämen, um unsere Einrichtungen zu betreiben.“
 
Ähnlich äußerte sich der Direktor des Münchner Diözesan-Caritasverbands, Hans Lindenberger, nachdem eine lesbische Leiterin eines Caritas-Schülerhorts im oberbayerischen Holzkirchen ihren Arbeitsplatz behalten darf. Sie ging eine eingetragene Lebenspartnerschaft mit einer Frau ein.


Die Süddeutsche Zeitung schrieb dazu: „Prälat Lindenberger zeigte sich erleichtert über die Fortsetzung des Beschäftigungsverhältnisses. Die Hortleiterin sei ihrem Arbeitgeber gegenüber stets loyal gewesen und habe keinen Anlass für ein Ärgernis gegeben.“

Offensichtlich besitzt der Prälat kein Gespür für die Ernsthaftigkeit des Vorfalls: Nach außen wird vermittelt, dass die (deutsche) katholische Kirche ihre Haltung zu praktizierter Homosexualität verändert hat.
 
Im Kielwasser dieser Entwicklung rudern auch die katholischen Schützenverbände mit ihren ca. 300.000 Mitgliedern: „Der Verband orientiere sich am neuen kirchlichen Arbeitsrecht, wonach Wiederheirat oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft nur noch in schwerwiegenden Fällen Konsequenzen hätten“, so die katholische Nachrichtenagentur KNA.

Fehlhaltung führt zur Aufweichung des kirchlichen Lebens
 
Offensichtlich wird schrittweise die Auflösung der katholischen Kirche in etlichen Bistümern Deutschlands vorangetrieben. Man muss kein Experte in Infinitesimalrechnung sein, um zu begreifen, dass der Limes dieser Strategie das Ende des katholischen Lebens anstrebt.


Das neue kirchliche Arbeitsrecht ist das ideale Instrument, um langsam die katholische Kirche in Deutschland von ihrer Vergangenheit zu entkernen. Das neue Arbeitsrecht sieht keinen Automatismus vor. Es soll „von Fall zu Fall“ entschieden werden, ob ein Angestellter in irregulärer Situation noch haltbar ist.
 
In „konservativen“ Bistümern wird man noch mehr oder weniger nach den alten Richtlinien vorgehen, während „liberale“ Bistümer Homosexuelle und Wiederverheiratete sogar noch fördern werden, um sich ein modernes Image zu verschaffen. Drei bayerische Bistümer, nämlich Passau, Regensburg und Eichstätt, wollen das neue kirchliche Arbeitsrecht gar nicht einführen.
 
Der Linkskatholizismus hat stets vermieden, dass sich diese beiden Strategien vermischen. Eine Verbindung beider Strategien würde sich explosiv auswirken: Würde eines Tages eine (falsche) theologische Begründung nötig sein, um eine unorthodoxe Praxis aufrecht erhalten zu können, würde es zu einer Häresie und damit zu einer Kirchenspaltung kommen.

In einer solchen Situation könnten Protagonisten und Antreiber schnell zu Getriebenen werden: Auch Heinrich VIII. und Martin Luther wollten anfangs keine Kirchenspaltung, doch eines Tages waren sie nicht mehr die Herren der Lage…
 
Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und die Webseite “Kultur und Medien online”
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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