Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971528 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #80 am: 24. August 2013, 12:28:12 »
Liebe Mitchristen

Ich war vor kurzem beichten. Der Beichtvater aber hatte kaum Interesse an meiner Beichte: er gab mir die Lossprechung ohne dass ich die Zeit hatte meine Sünden aufzunennen. Er sagte mir nur ich solle mich vom alten Schema der Todsünde und Sündenschuld befreien: es würde mir nur schaden und wäre theologisch überholt. Gott wäre barmherzig und säh in mein Herz wie unfähig ich wäre die Sünden zu vermeiden und würde dies berücksichtigen. Eine gute Reue würde mich wieder mit Gott versöhnen. Er gab mir auch keine Busse auf! Er entliess mich nach 10 Minuten mit den Worten " der Friede sei mit dir"
Liebe Mitchristen, wie soll man das Vertrauen in Gottes Bodenpersonal noch behalten wenn  mann solch eine Gleichgültigkeit der Sünde gegenüber verspürt? Wo soll man noch hingehen? Zeugt diese Einstellung des Priesters der Beichte gegenüber einer Lauheit allen Sakramenten gegenüber? Wie soll ich mit Eifer zur Messe gehen die der selbe Priester hält wenn ich nicht von seinem sakramentellen Eifer überzeugt bin? Dieses Erlebnis hat meinen Glauben nicht grade gestärkt und mich entmutigt in meiner Vision der Sakramente und der Kirche.
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #81 am: 25. August 2013, 10:02:33 »
Brief an die Hebräer 12,5-7.11-13.
Und ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn, verzage nicht, wenn er dich zurechtweist.
Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat.
Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt?
Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen, sondern Schmerz; später aber schenkt sie denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit.
Darum macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest,
und ebnet die Wege für eure Füße, damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt, sondern geheilt werden.

Evangelium nach Lukas 13,22-30.
Auf seinem Weg nach Jerusalem zog er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte.
Da fragte ihn einer: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden? Er sagte zu ihnen:
Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.
Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt, dann steht ihr draußen, klopft an die Tür und ruft: Herr, mach uns auf! Er aber wird euch antworten: Ich weiß nicht, woher ihr seid.
Dann werdet ihr sagen: Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken, und du hast auf unseren Straßen gelehrt.
Er aber wird erwidern: Ich sage euch, ich weiß nicht, woher ihr seid. Weg von mir, ihr habt alle Unrecht getan!
Da werdet ihr heulen und mit den Zähnen knirschen, wenn ihr seht, daß Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes sind, ihr selbst aber ausgeschlossen seid.
Und man wird von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen.
Dann werden manche von den Letzten die Ersten sein und manche von den Ersten die Letzten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #82 am: 26. August 2013, 08:29:26 »
Evangelium nach Matthäus 23,13-22.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Ihr selbst geht nicht hinein; aber ihr laßt auch die nicht hinein, die hineingehen wollen.
[...]
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr zieht über Land und Meer, um einen einzigen Menschen für euren Glauben zu gewinnen; und wenn er gewonnen ist, dann macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, der doppelt so schlimm ist wie ihr selbst.
Weh euch, ihr seid blinde Führer! Ihr sagt: Wenn einer beim Tempel schwört, so ist das kein Eid; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist an seinen Eid gebunden.
Ihr blinden Narren! Was ist wichtiger: das Gold oder der Tempel, der das Gold erst heilig macht?
Auch sagt ihr: Wenn einer beim Altar schwört, so ist das kein Eid; wer aber bei dem Opfer schwört, das auf dem Altar liegt, der ist an seinen Eid gebunden.
Ihr Blinden! Was ist wichtiger: das Opfer oder der Altar, der das Opfer erst heilig macht?
Wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf liegt.
Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt.
Und wer beim Himmel schwört, der schwört beim Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Magisterregel, Mönchsregel des 6. Jahrhunderts
Prolog 1-14; SC 105
Der Scheideweg in unserem Herzen: „Das Tor ist weit, das ins Verderben führt…; das Tor, das zum Leben führt, ist eng.“ (Mt 7,13-14)

Mensch, der du diese Regel der Gemeinschaft laut vorliest, und du, der mir zuhört und die Lesung hört: lass jetzt deine anderen Gedanken beiseite; sei dir dessen bewusst: Wenn ich zu dir spreche, warnt dich Gott durch meinen Mund. Wir müssen aus eigenem Antrieb, durch unsere guten Taten und unsere redliche Absicht auf ihn, den Herrn und Gott, zugehen. Andernfalls werden wir wegen unserer sündhaften Nachlässigkeit vor ihn gerufen werden, und der Tod wird uns ereilen… Die Zeit, die uns noch bleibt, verleben wir wie einen Strafaufschub, währenddessen die Güte Gottes jeden Tag von uns Fortschritte erwartet; sie will, dass wir heute besser sind als gestern. Du, der du mir zuhörst: sei wachsam! So werden meine Worte durch deine geistige Anstrengung hinfinden zum Scheideweg deines Herzens. Wenn du dort bist, lasse den schlechten Weg, den Weg deiner Unwissenheit, hinter dir und stelle dich vor die beiden Wege, die sich dir öffnen. Es sind die beiden Weisen, wie man auf die Vorschriften des Herrn reagiert. Wir suchen den Weg zu Gott: so wollen wir innehalten an diesem Scheideweg in unserem Herzen und diese beiden aufmerksam betrachten, die beiden Möglichkeiten des Verständnisses, die sich uns eröffnen. Untersuchen wir, auf welchem der beiden Wege wir zu Gott gelangen können. Wenn wir uns nach links halten – dieser Weg ist breit –, ist zu befürchten, dass es eher der Weg ist, der ins Verderben führt. Wenn wir uns nach rechts wenden, sind wir auf dem rechten Weg; denn er ist eng, und führt alle, die beharrlich dienen, zu ihrem Herrn selbst… Bring dich also in Übereinstimmung mit dem, was du hörst, bevor du das Licht dieser Welt verlässt; denn du wirst erst bei der Auferstehung hierher zurückkommen. Und wenn du dich hienieden und derzeit richtig verhalten hast, wirst du zusammen mit den Heiligen zur ewigen Herrlichkeit bestimmt sein.
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« Antwort #83 am: 27. August 2013, 09:16:56 »
Evangelium nach Matthäus 23,23-26.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und laßt das Wichtigste im Gesetz außer acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. Man muß das eine tun, ohne das andere zu lassen.
Blinde Führer seid ihr: Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr haltet Becher und Schüsseln außen sauber, innen aber sind sie voll von dem, was ihr in eurer Maßlosigkeit zusammengeraubt habt.
Du blinder Pharisäer! Mach den Becher zuerst innen sauber, dann ist er auch außen rein.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Origenes (um 185 - 253), Priester und Theologe
Homilien über das Evangelium nach Lukas, Nr. 21; PG 13, 1855; SC 87
„Mach zuerst das Innere sauber“: einen Weg in unser Herz bahnen

Bei dem Propheten Jesaja heißt es: „Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste. Baut ihm eine ebene Straße“ (40,3). Der Herr will in euch einen Weg finden, auf dem er in euer Herz gelangen und dort umhergehen kann. Bahnt ihm diesen Weg; baut ihm eine ebene Straße… Wie sieht die Straße aus, die wir dem Herrn bauen sollen? Handelt es sich dabei um eine Straße aus Steinen? Kann das Wort Gottes sich einer solchen Straße bedienen? Müssen wir dem Herrn nicht vielmehr einen Weg in unserm Innern bauen und gerade und ebene Straßen in unserem Herzen anlegen? Ja, das ist der Weg, auf dem das Wort Gottes in das Menschenherz gelangen und sich dort niederlassen kann, in ein Herz, das fähig ist, es aufzunehmen. Wie groß ist das Menschenherz doch! Wie weit und geräumig, sofern es rein ist! Willst du seine Größe und Weite kennenlernen? Dann betrachte das Ausmaß seines göttlichen Wissens. Das Herz selber sagt: „Gott verlieh mir untrügliche Kenntnis der Dinge, so dass ich den Aufbau der Welt und das Wirken der Elemente verstehe, Anfang und Ende und Mitte der Zeiten, die Abfolge der Sonnenwenden und den Wandel der Jahreszeiten, den Kreislauf der Jahre und die Stellung der Sterne, die Natur der Tiere und die Wildheit der Raubtiere, die Gewalt der Geister und die Gedanken der Menschen, die Verschiedenheit der Pflanzen und die Kräfte der Wurzeln“ (Weish 7,17-20). Man sieht, dass es nicht klein ist, das Menschenherz, wenn es so vieles begreift… Wenn es also nicht klein ist und so vieles begreifen kann, kann man in ihm einen Weg für den Herrn bauen und eine gerade Straße anlegen, auf der sich das Wort, die Weisheit Gottes, bewegt. Bereite dem Herrn einen Weg durch ein gutes Gewissen, ebne die Straße, damit das Wort Gottes in dir unbehelligt ausschreitet und dir von seinen Geheimnissen und seinem Kommen Kenntnis gibt.

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« Antwort #84 am: 28. August 2013, 08:47:46 »
Evangelium nach Matthäus 23,27-32.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr seid wie die Gräber, die außen weiß angestrichen sind und schön aussehen; innen aber sind sie voll Knochen, Schmutz und Verwesung.
So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber seid ihr voll Heuchelei und Ungehorsam gegen Gottes Gesetz.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten
und sagt dabei: Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebt hätten, wären wir nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig geworden.
Damit bestätigt ihr selbst, daß ihr die Söhne der Prophetenmörder seid.
Macht nur das Maß eurer Väter voll!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Balduin von Ford (? - um 1190), Zisterzienserabt, dann Bischof
Abhandlung 10 : PL 204, 515-516
Herr, nimm mir das Herz von Stein

Wir sollen Christus lieben, wie er uns geliebt hat. Er hat uns ein Beispiel gegeben, damit wir seinen Spuren folgen (1 Petr 2,21). Deshalb sagt er: „Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz“ (Hld 8,6), was soviel bedeutet wie: „Liebe mich, so wie ich dich liebe. Trag mich in deinem Geist, in deinem Gedächtnis, in deinem Wollen, in deinem Jammern, Seufzen und Klagen. Denk daran, Mensch, wie ich dich ausgestattet habe, als ich dich schuf, wie sehr ich dich über die anderen Geschöpfe erhoben habe, welche Würde ich dir verliehen habe, wie ich dich mit Ruhm und Ehre gekrönt habe, wie ich dir einen Platz zugewiesen habe, nur geringfügig unter den Engeln, und wie ich dir alles zu Füßen gelegt habe (Ps 8). Erinnere dich nicht nur an alles, was ich für dich getan habe, sondern auch an alle Versuchungen und Demütigungen, die ich um deinetwillen durchlitten habe... Und du, wenn du mich liebst, dann zeige es; liebe, nicht mit Worten und Zunge, sondern mit Tat und Wahrheit... leg mich wie ein Siegel auf dein Herz und liebe mich mit deiner ganzen Kraft“... -- Herr, nimm das Herz von Stein aus meiner Brust, dieses harte, unbeschnittene Herz. Gib mir ein neues Herz, ein Herz von Fleisch, ein reines Herz (Ez 36,26). Du, der du die Herzen reinigst, die reinen Herzen liebst, nimm mein Herz in Besitz und nimm darin Wohnung.
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« Antwort #85 am: 29. August 2013, 08:31:59 »
Liebe Mitchristen,

Es wird über Kriege und Vergeltungsschläge gegen Syrien gesprochen, als ob dies keine Sünde wäre! Unsere Politiker haben sich in manchen Bereichen sehr weit von der Moral und dem Sündenbewusstsein entfernt, als ob es keine Macht über sie gäbe. Auch die Kirche schweigt dazu!
Lasst uns alles opfern und sühnen für den Frieden in der Welt! Lasset uns den Rosenkranz beten in der Hoffnung diese Kriegsdrohungen von uns allen fern zu halten! Lasst uns opfern und fasten für den Frieden und für unsere Politiker denn die Zeit drängt!

In caritas dei

dominique
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« Antwort #86 am: 30. August 2013, 08:26:43 »
Evangelium nach Matthäus 25,1-13.
Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug.
Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl,
die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit.
Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein.
Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!
Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht.
Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus.
Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht.
Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen.
Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!
Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.
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« Antwort #87 am: 31. August 2013, 10:36:47 »
Evangelium nach Matthäus 25,14-30.
Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.
Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort
begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu.
Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu.
Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen.
Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen.
Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen.
Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wußte, daß du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder.
Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewußt, daß ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe.
Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten.
Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluß haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.


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La Salette 1846



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